iPhone 8 und iPhone 8 Plus Testbericht: Zu Unrecht im Schatten des iPhone X

14. Oktober 2017 Kategorie: Apple, Hardware, iOS, Mobile, geschrieben von: caschy

Das iPhone 8 Plus ist schon einige Zeit auf dem Markt. Ich habe seit dem Erscheinen das iPhone 8 Plus in der Hand gehabt, täglich damit gearbeitet und es ausgiebig genutzt. Ein paar Worte von mir dazu. Die Überraschung war natürlich groß, dass es dieses Jahr nicht nur das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus geben würde, sondern eben auch das iPhone X, iPhone Ten ausgesprochen. Völlig andere Optik, völlig anderes Bedienkonzept. Und ein späterer Auslieferungszeitpunkt. Eine schlechte Ausgangslage für das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus?

Wer vielleicht eh die höchste Ausstattung kauft, der wartet vielleicht noch auf das iPhone X und lässt das iPhone 8 oder das 8 Plus aus. Des Weiteren – und das nehme ich einfach schon einmal aus dem Fazit vorweg, brauchen Besitzer der direkten Vorgänger-Generation – also iPhone 7 und 7 Plus – das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus sicherlich nicht. Das iPhone 8 Plus und das iPhone 8 haben auch aus anderen Gründen einen schweren Stand.

Wir – und da nehme ich mich nicht mal aus – schreiben oft davon, dass wir viel Display und wenig Rahmen wollen. Und 1000 andere Sachen. Ehrlich: Völliger Bullshit, der kaum einen normalen Nutzer interessiert. Ob oben und unten 1 cm Rand sind oder 0,irgendwas – darüber habe ich mit noch niemanden ernsthaft im echten Leben diskutieren müssen. Jau, das ist beim iPhone X jetzt anders und bei zahlreichen Herstellern aus der Android-Welt auch, aber die Rahmen-Diskussion wird dem iPhone 8 und dem iPhone 8 Plus nicht gerecht.

Auch kaum einem anderen Smartphone – außer Sony, die einfach meiner Meinung nach ideenlos in Sachen Design sind. Bei aktuellen Geräten, die nicht mindestens die Top-Screen-to-Body-Ratio von Gerät XYZ toppen wird nur auf dieser Sache rumgehackt, nicht aber darauf eingegangen, was das Gerät mehr kann. Und das iPhone 8 Plus ist das Beispiel dafür. Das knüppelt in Sachen Leistung einfach mal alles weg, was auf dem Markt ist. Wenn du das Gerät kaufst und nicht gerade der Hardcore-Zocker bist, der immer absolut alles auf Highend spielt, dann hast du locker deine 3 Jahre Ruhe. Und locker ist dabei nicht übertrieben.

Bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass Nutzer mit geringeren Ansprüchen vielleicht günstiger fahren, wenn sie einen Vorgänger kaufen. Die soll es ja besonders günstig im September geben, wenn die Wechsler ihre Boliden verkaufen. Das neue iPhone 8 Plus hat einfach mal richtig Power – und das spürt man eben nicht (nur), wenn man bei Instagram unterwegs ist oder Twitter anwirft. Das zeigt sich während des Arbeitens mit dem Gerät.

Und wo wir eben bei Bullshit bezüglich des Displays waren: Bullshit sind auch Vergleiche, wie toll das iPhone gegen einen Mac mini oder ein MacBook abschneidet. Ja, man kann viel damit arbeiten, auch mit externer Tastatur – aber so wirklich kann man doch ein Notebook mit einem Smartphone nicht vergleichen – noch nicht. Es sagt auch einfach nicht wirklich etwas Greifbares aus, wenn man so vergleicht. Des Weiteren vergleichen die, die solche Aussagen treffen, meist nackte Zahlen irgendwelcher Benchmark-Geschichten. Eben jene sind aber auf ihre Klasse ausgelegt, sodass man mobil mit Desktop nur schlecht vergleichen kann.

Technische Daten iPhone 8 Plus

Auszug Technische Daten iPhone 8 Plus
Display Retina HD Display mit IPS-Technologie
5,5 Zoll (13,94 cm Diagonale)
1920 x 1080 Pixel mit 401 ppi
DCI-P3 Farbraum
True Tone Display
3D Touch
625 nits
Dual-Domain Pixel
Abmessungen und Gewicht 158,4 x 78,1 x 7,5 mm, 202 Gramm
Speicher: 64 GB / 256 GB, nicht erweiterbar
Prozessor: A11 Bionic Chip mit 64‑Bit-Architektur
Integrierter M11-Motion-Co-Prozessor
Apple-eigene GPU
Arbeitsspeicher 3 GB RAM, LPDDR4
Kamera: 12 MP mit Weitwinkel- und Teleobjektiv, Dual-OIS Bildstabilisierung
Weitwinkel: f/1.8 Blende, Teleobjektiv: f/2.8 Blende
Zweifacher optischer Zoom, bis zu 10x digitaler Zoom
Porträtmodus, Porträitlicht-Funktion
4-fach-LED True Tone Synchronblitz
Objektiv­abdeckung aus Saphirkristall
Autofokus mit Focus Pixels
Videoaufnahme: Videoaufnahmen bis 4K 60 fps
Zeitlupe bis 1080p 240 fps
Videoformate: HEVC, H.264, h.265
FaceTime HD Kamera 7 MP f/2.2 FaceTime HD Kamera, kein OIS
1080p HD Videoaufnahme
„Retina-Blitz „(Bildschirm-Blitz)
Akku 2675 mAh, fest verbaut
Fast Charging, 50% in 30 Minuten
Wireless Charging (kabellos) nach Qi-1.2-Standard
Betriebssystem: iOS 11 ab Werk
SIM-Karte Nano-SIM

Nun aber zum iPhone 8 Plus (das iPhone 8 werde ich weiter unten kurz beschreiben, mit Dank an Telefonica Deutschland, die mir das Gerät für einen Test zur Verfügung stellten).

iPhone 8 Plus: iOS 11

Womit ich aber anfangen möchte: iOS 11. Auf dem iPad habe ich die Vorabversion getestet und war mir bewusst, dass es sich um eine Vorabversion handelte.

Auf dem iPhone 8 Plus fing ich – entgegen meiner Gewohnheiten – komplett neu und ohne Backup an. Ich glaube, dass ich noch kein iOS erlebte, welches so viele kleine Fehler beim Release hatte. Nun hat man bekanntlich seit Erscheinen etwas nachgebessert, doch man wird sicherlich noch das eine oder andere Update nachschieben müssen.

Jeder hat da so seine eigenen Fehler gehabt, wenn man in Nutzerforen schaut – bei mir waren es gelegentliche Framedrops oder auch ein Nichtreagieren beim Deinstallieren von Apps, das X erschien einfach nicht. Allerdings muss man auch schauen, welche Schuld Apps betrifft. Obwohl iOS 11 lange in der Beta war, hat dies einige Entwickler gar nicht interessiert. Wunderlist ist zwar abgekündigt, die legten aber wenigstens Updates nach, um die ToDo-App benutzbarer zu machen. Das hört sich schlimm an, ist aber durchaus Jammern auf hohem Niveau. Falls ihr euch noch einmal ein paar Neuerungen von iOS 11 anschauen wollt, dann schaut euch gerne auch diese Beiträge dazu an, hier haben wir schon viel besprochen:

iOS 11: Wissenswertes zum neuen Bild- und Videoformat, Update für Google Fotos

iOS 11: Handbücher und neue How-To-Videos

iOS 11: Automatische Helligkeit und eine neue Art Dark Mode

iOS 11.1 bringt 3D Touch-Geste zum App-Wechsel zurück

iOS 11.1: Apple enthüllt neue Emojis, die auf iPhones und iPads kommen

iOS 11 App Store & iTunes: Autoplay deaktivieren, Bewertungsanfragen unterbinden und Apps auslagern

iOS 11 Kalender: Komplette Agenda-Ansicht

iMessage unter iOS 11: So lässt sich die App-Bar verbergen

iOS 11: Verwirrung bei Flugmodus, WLAN und Bluetooth

iCloud: Speicher lässt sich ab der 200GB-Option mit der Familie teilen

iOS 11: Benachrichtigungsvorschau im Sperrbildschirm lässt sich global steuern

iOS 11: Neue Einstellungen für Siri

iOS 11: Backup-Anleitung und Kompatibilitätsliste

iOS 11: So funktioniert Drag & Drop

iOS 11: Dokumente mit Notiz-App scannen und unterschreiben

iOS 11: Live Fotos mit mehr Funktionen und Effekten

iOS 11: So greift man auf Einkäufe im App Store zurück (auch Familie)

iOS 11: Apple gibt Tipps

iOS 11: Apple erklärt neue iPad-Funktionen in Videoserie

iOS 11 hat mit „Echo“ und „Spotlight“ neue iMessage-Effekte im Gepäck

iOS 11: So passt man das Kontrollzentrum an

iOS 11: So werden iMessage-Apps und Sticker-Packs verwaltet und gelöscht

iOS 11: „Diesem Computer vertrauen“ setzt iPhone-Code voraus

iOS 11: Neue Wallpaper (Download)

iOS 11: Welche Geräte bekommen es und was hat es mit 64-Bit-Apps auf sich?

iOS 11: Safari-Tabs mit zwei Fingern im neuen Hintergrund-Tab öffnen

iPad Pro 10.5 Testbericht: Volle Kraft voraus mit iOS 11

iOS 11 kann per 5-maligem Drücken des Powerbuttons Touch-ID deaktivieren

iOS 11: Suche in Safari-Tabs auch bei Hochkant-Nutzung

iOS 11: Mails per Drag & Drop als eml-Dateien in Dateien-App exportierbar

iOS 11: Dateien-App beherrscht Abspielen von FLAC-Dateien

iOS 11: 3D Touch-Geste zum App-Wechsel verschwindet

iOS 11: „Beim Fahren nicht stören“ nutzen

iOS 11: File-App Dateifreigabe nutzen

iOS 11: Karten-App mit freiem Flyover-Modus

iOS 11: Notizen-App erkennt Handschrift

iOS 11: Bildschirm lässt sich aufzeichnen

iOS 11: Screenshots erstellen und bearbeiten mit dem iPad

iOS 11: So funktionieren „Direkte Notizen“

iOS 11 kann automatisch Apps auslagern (und du auch manuell ohne Datenverlust)

Apple AirPods bekommen mit iOS 11 eine wichtige Funktion

iPhone 8 Plus: Haptik und Optik

Neu ist, dass das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus drahtlos geladen werden können. Das funktioniert auch durch aktuelle Apple-iPhone-Schutzhüllen hindurch. Nutzt man diese nicht, dann sieht man aber die Neuerung, denn die Rückseite ist aus Glas. Dies sorgt meiner Ansicht nach dafür, dass das iPhone etwas rutschiger auf Oberflächen wie einer Couch ist, aber dennoch besser in der Hand liegt.

Vorne iPhone 8 Plus, hinten der Vorgänger

Vorsichtige Zeitgenossen greifen weiterhin zu einer Hülle für das Smartphone. Ansonsten habe ich nichts zu bemängeln, ich mag die Plus-Reihe sehr, finde, dass sie sich sehr gut anfassen lässt und auch wertig verbaut ist. Das trifft auch auf das iPhone 8 zu, welches eine Ecke kleiner ist und dadurch handlicher zu bedienen ist. Ob das iPhone 8 Plus auf „das robusteste Glas setzt, welches je in einem Smartphone verbaut wurde“, konnte ich nicht überprüfen, weil mir Falltests zu dumm sind. Ebenso kann ich nicht aus der normalen Benutzung heraus unterscheiden, ob man nun 6000er oder das stabilere 7000er Aluminium für das Band nutzt.

iPhone 8 Plus: Das Display

In Sachen der Maße und der Auflösung hat sich so erst einmal nichts geändert. Apple setzt auf 5,5 Zoll, die 1920 x 1080 Pixel darstellen. Auch die Technologie ist identisch, Apple setzt auf ein LCD, OLED wird erst beim iPhone X Einzug halten. Allerdings hat man im neuen iPhone 8 Plus die True-Tone-Technologie einfließen lassen, welche auch im iPad Pro zu finden ist.

Links: mit True Tone

Das Display misst also die Umgebung aus und versucht euch so das natürlichste Bild zu bieten. Diese Funktion ist optional und lässt sich beispielsweise im Kontrollzentrum via 3D Touch auf die Helligkeitsregelung de- oder wieder aktivieren. ich persönlich mag die natürliche Darstellung auch im Modus des Konsumierenden, wobei die Funktion sicherlich eher für die kreativen Arbeiter gedacht ist. Wer viel liest und es lieber „Echt weiß“ mag, der schaltet True Tone besser aus. Ich war schon vom Vorgänger begeistert, doch natürlich darf man sich fragen, was denn das iPhone X denn in Sachen Display kann. Hier wird man sicherlich einen Ticken bessere Farben und etwas mehr Kontrast sehen können.

iPhone 8 Plus: Die Kamera

Das iPhone 8 Plus begleitete mich dann auch gleich auf Reisen. Auf einem Rückflug von London aus wurde es eingerichtet und bei meiner Reise nach Seattle war es mein Begleiter, musste Videokamera, Videorekorder, Fotoapparat, Walkman, TV und Telefon in einem sein. Ich genieße die Vorzüge der heutigen Zeit, dass man tatsächlich – das richtige Gerät vorausgesetzt – nur noch eines braucht. Das klappte schon beim Vorgänger und natürlich beherrscht auch das iPhone 8 Plus die einzelnen Kategorien.

In Sachen Kamera hat man nach eigenen Worten nachgearbeitet und auch ich finde, dass viele Fotos einen Hauch besser sind. Aber mal ehrlich: Im direkten Vergleich würde ich dies wahrscheinlich nicht sehen, ich hab es nur anhand meiner Schnappschüsse gesehen, die noch etwas runder wirken – und im Bereich Low Light (da am meisten).

Wer professionell mit dem Smartphone Fotos schießt, dem gelingen eh andere Sachen. Ich habe hier mal ein paar Fotos angehangen im Text, unkomprimiert und unbearbeitet habe ich ein Paket hier hochgeladen.

Mir macht die Kamera einfach einen Ticken mehr Freude und das hat nicht nur damit zu tun, dass man jetzt auch Slow Motion in 1080p bei 240 fps aufnehmen kann. Das ist oft nur ein Detail für Menschen, die auch den Rahmen eines Gerätes so kontrovers diskutieren oder professioneller Video damit aufnehmen. Schon mal beim Nutzer gehört, dass der sich einen Kopf darüber macht? Der weiss, dass seine Cam Slow Motion kann, das war es. Frames? 240? Was? Genau. Einfach mal ausprobieren, macht Laune.

Hier einmal als Slider-Galerie:

Auch das Schießen von Porträitfotos geht jetzt meines Erachtens noch leichter von der Hand, die sind in Sachen Bokeh noch einmal eine Ecke besser.

Auch die neuen Möglichkeiten zur Beleuchtung bei einem Porträitfoto sind toll. Und das Gute: Man kann diese Möglichkeiten auch hinterher auf ein Bild anwenden – oder auch rückgängig machen.

Was allerdings bei mir nie wirklich gelang, das war der Menüpunkt „Bühnenbeleuchtung“ & „Bühnenbeleuchtung monochrom“. Wir machten hier unfassbar viele Fotos, die waren unbrauchbar, sieht dann z.B. so aus:

Hat man ein perfektes Objekt, dann kann das klappen, in meinen Testläufen wurde entweder zu viel von der Person abgeraspelt – oder zu wenig. Auf diese Funktion freute ich mich sehr, habe aber bislang aber keine Erfolge erzielen können. Nicht, dass die Funktion generell nicht funktioniert – ich sah schon gelungene Bilder in den letzten Wochen von anderen Nutzern – nur mir ist der Erfolg bislang nicht vergönnt gewesen. Liegt sicherlich auch an den Objekten.

Die neuen iPhones verfügen auch über eine neue Blitztechnik, diese hört auf den Namen Slow-Sync-Blitz. Hierbei wird der Verschluss der Kamera länger offen gehalten. Nach dessen Öffnung wird das vorhandene Licht von der Kamera eingefangen, der eigentliche Blitz geht erst zum Ende der Belichtungszeit los. Normalerweise ist es bisher so, dass der Blitz auslöst, wenn der Verschluss völlig geöffnet war. Dies soll in dunkleren Umgebungen für ein harmonischeres Gesamtbild sorgen. Aber generell werdet ihr feststellen, dass ihr mit einem iPhone 8 Plus in dunkleren Umgebungen mehr einfangen könnt als mit dem direkten Vorgänger. Hier einmal Beispielbilder aus unserem abgedunkelten Flur, wir machten sowohl mit als auch ohne Blitz Fotos.

iPhone 7 Plus mit Blitz:

iPhone 8 Plus mit Blitz:

iPhone 7 Plus ohne Blitz:

iPhone 8 Plus ohne Blitz:

Klappt natürlich auch mit der Front-Kamera, wobei man hier nur einen leicht veränderten Bildschirm-Blitz zur Verfügung hat. Links zu sehen ist das iPhone 8 Plus, welches ein natürlicheres Bild zeigt.

Um das Thema Kamera zu beenden: Die Kamera des iPhone 7 Plus ist schon fantastisch. Und ich behaupte einfach mal, dass der ambitionierte Fotograf aus den neuen iPhones noch eine Ecke mehr rausholen kann. Ich bezweifle aber, dass man professionell geschossene Fotos im Blindtest unterscheiden kann. Dennoch: Im direkten Vergleich erscheinen mir meine, weniger professionell geschossene Fotos aus dem Bereich Schnappschuss besser. Gerade dunklere Umgebungen werden nicht nur heller, sondern mit Blitz eine Ecke natürlicher eingefangen.

iPhone 8 Plus: Der Akku

Auf dem Papier haben wir hier einen Akku, über den man in der Android-Welt fast schmunzeln könnte. Das iPhone 8 Plus bietet 2.675 mAh – und dies in einem solch großen Gerät. Aber wie ich schon mal schrieb: Es kommt darauf an, wie mit dem Akku gehaushaltet wird. Für mich hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert, ich komme über den Tag und in die Nacht, aber nicht durch diese, wenn ich das iPhone wie am Tag benutzen würde.

Allerdings hängt das auch mit unterschiedlichen Faktoren zusammen, siehe auch die blaue Box unten. Sitze ich in der Bahn und bearbeite dauerhaft das iPhone und habe häufige Netzwechsel, dann gehe ich auch gerne noch einmal vor dem Start in die Nacht an das Stromkabel. Ich selber lade bisher ausschließlich per Kabelverbindung, obwohl das iPhone ja nun in der Lage ist, kabellos geladen zu werden. Ich denke, dass ich da mal einen separaten Test nachliefere. Bisher hat sich für mich der Mehrwert des kabellosen Ladens nicht erschlossen, da ich am Schreibtisch ein Dock habe, welches auch Benachrichtigungen anzeigt, da das iPhone zu mir gerichtet ist. Finde ich praktischer als ein Lade-Pad für das iPhone. Dieses soll übrigens nach einer Stunde knapp über 30% Ladung in euer iPhone pusten – kabellos.

Akku-Zusatz

Das Akkuerlebnis anhand meines normalen Berufslebens zu bewerten wäre fatal – denn ich kann ja in meinem Büro jederzeit an die Steckdose gehen. Entscheidend ist auf dem Platz, das bedeutet: wenn ich meine Bude verlasse, dann möchte ich möglichst lange mit dem Akku haushalten können, ohne irgendwelchen Zusatz-Akkus anzuschließen. Eine genaue Angabe meiner Nutzungszeit ist schier unmöglich, da so unfassbar viele Szenarien wie WLAN oder mobiler Netzzugang, Signalstärke, automatische Displayhelligkeit, Außenbedingungen, Art der Anwendung und ähnliches mit in die Laufzeit des Akkus fallen. Ich kann euch einfach nicht sagen: „Ich habe das Smartphone aufgedreht und x Stunden Video geschaut“. Das hilft keinem wirklich. Mixed Mode-Tests wie der PC Mark sind meines Wissens auch so nicht auf der iOS-Plattform zu finden.

iPhone 8 Plus: Der Sound

Apple hatte mehr Sound beim iPhone 8 Plus versprochen, also mehr als beim Vorgänger. Schafft man das? Auf jeden Fall. Habe das Gerät nun nicht aufgeschraubt und geschaut, zumindest muss man etwas getan haben, mindestens bei der Software für den Sound. Der ganze Sound klingt voluminöser, ohne dabei zu verzerren. Eine deutlich hörbare Verbesserung.

iPhone 8 Plus: Die Leistung

Die Leistung des iPhone 8 Plus. Ich bin kein großer Spieler, habe aber eine Menge Spiele auf dem iPhone. Wie weiter oben schon erwähnt: Alles rennt, wird auch noch in 2-3 Jahren gut laufen. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Leistung der neuen Apple-Technik nicht nur für Spiele gebraucht wird. CPU und GPU müssen mittlerweile auch in Sachen AR (Augmented Reality) einiges darstellen und berechnen, ein paar Beispiele haben wir ja bereits in diesem Beitrag festgehalten.

Den größten Sprung merken sicher die Wechsler, die alle zwei, drei Jahre zum Neuerwerb greifen. Für die ist das nicht nur in Sachen Kamera ein fantastischer Sprung, sie bekommen auch wieder etwas in die Hand, was die nächsten Jahre in Sachen Leistung alles liefert. Für Freunde der synthetischen Benchmarks habe ich hier im Beitrag noch einmal ein paar Dinge wie Geekbench und Antutu angehangen, hier wird ersichtlich, wie viel Power im neuen A11 steckt, der auch locker wieder die nächsten Jahre für den Nutzer langen sollte.

iPhone 8 Plus: Eine Art Fazit

Das iPhone 8 Plus ist ein absolut leistungsstarkes Gerät, welches genug Luft für die nächsten Jahre hat. Wenn Apple ein Problem hat, dann höchstens im eigenen Haus. Das hört auf den Namen iPhone X und könnte die Verkäufe des iPhone 8 Plus ausbremsen. Das muss jeder Nutzer für sich entscheiden. Er bekommt mit dem iPhone 8 Plus kein altes oder dazwischen geschobenes Gerät, sondern einfach eine andere Klasse. Eine Klasse, die weiterhin ihresgleichen sucht. Die Leistung, die Kamera und die Lautsprecher sprechen sicher für sich. Wer allerdings den direkten Vorgänger hat, der muss meines Erachtens nicht wechseln. Der hat locker noch Ruhe und genug Leistung für die nächste Zeit. Und wenn es doch noch juckt: Das iPhone X ist ab Ende Oktober zu bestellen.

Das iPhone 8

Zum Abschluss gibt es noch etwas zum iPhone 8. Ich selber mag es größer, meine Frau ist allerdings kein Fan der Plus-Reihe und durfte selbst einmal zum Tester werden. Sie übersprang das iPhone 7 und wanderte direkt vom iPhone 6s auf das iPhone 8. Nachdem ich das Gerät unter die Lupe nahm, musste es ihren Alltag meistern und wir glichen unsere Erfahrungen miteinander ab. Vieles kann ich hier weglassen, da es mit dem iPhone 8 Plus übereinstimmt. Dennoch als Reinholer einmal die technischen Daten.

Display Retina HD Display mit IPS-Technologie
4,7 Zoll (11,94 cm Diagonale)
1334 x 750 Pixel mit 326 ppi
DCI-P3 Farbraum
True Tone Display
3D Touch
625 nits
Dual-Domain Pixel
Abmessungen und Gewicht 138,4mm x 67,3mm x 7,3mm, 148 Gramm
Speicher: 64 GB / 256 GB, nicht erweiterbar
Prozessor: A11 Bionic Chip mit 64‑Bit-Architektur
Neurale Architektur
Integrierter M11-Motion-Co-Prozessor
Apple-eigene GPU
Arbeitsspeicher 2 GB RAM, LPDDR4
Kamera: 12 MP mit OIS
f/1.8 Blende
bis zu 5x digitaler Zoom
4-fach-LED True Tone Synchronblitz
Objektiv­abdeckung aus Saphirkristall
Autofokus mit Focus Pixels
Videoaufnahme: Videoaufnahmen bis 4K 60 fps
Zeitlupe bis 1080p 240 fps
Videoformate: HEVC, H.264, h.265
FaceTime HD Kamera 7 MP f/2.2 FaceTime HD Kamera, kein OIS
1080p HD Videoaufnahme
„Retina-Blitz „(Bildschirm-Blitz)
Akku 1.821 mAh, fest verbaut
Fast Charging, 50% in 30 Minuten
Wireless Charging (kabellos) nach Qi-1.2-Standard
Betriebssystem: iOS 11 ab Werk
SIM-Karte Nano-SIM
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Ich selber bin mit meiner „Außerhalb-des-Schreibtisches-Nutzung“ nicht in die Nacht gekommen, beim iPhone 8 musste ich nachladen. Allerdings ist meine Frau mit dem iPhone 8 zufrieden, sie kommt damit den kompletten Tag hin. Sie nutzt mittlerweile fast ausschließlich das iPad und das iPhone für ihre Arbeit als Mutter und Schwimmlehrerin.

Das Handy ist bei ihr Gerät Nummer 1, hier laufen alle Stränge zusammen, jede Menge Nachrichten, Videos, Podcasts, Musik, Fotos und Social Media, des Abends auch mal Kameraüberwachung. In Sachen Sound kommt man natürlich nicht an den satten Klang des iPhone 8 Plus heran, dennoch ist der des iPhones schon recht gut gelungen. Für sie ist das neuere Gerät laut eigener Aussagen eine Verbesserung, auch in Sachen der Fotos.

Das iPhone 8 verfügt über keinen Porträtmodus und die oben beim iPhone 8 Plus beschriebenen Spielereien, die Kamera spielt aber meines Erachtens ganz oben mit. Auch bei den Schnappschüssen gibt sie ein sehr gutes Bild ab. Hier einmal ein paar Bilder aus der Schnappschuss-Abteilung, allerdings für das Blog optimiert:

Das iPhone 8 bekommt man ab 799 Euro. Dafür bekommt man die 64-GB-Ausgabe. Die 256-GB-Variante kostet 969 Euro. Das iPhone 8 Plus kostet in der Basis-Ausgabe mit 64 GB 909 Euro, das große Modell mit 256 GB liegt bei 1079 Euro. Das ist natürlich bei beiden Geräten eine Stange Geld, aber wie ich schon oft erwähnte: Sie bleiben bislang im Wert recht stabil, sie sind lange nutzbar und bekommen regelmäßig Updates und sind mit genug Leistung ausgestattet.


Über den Autor: caschy

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