ARKit: 10 Apps, die man mit iPhone 8 und Co. ausprobieren sollte

23. September 2017 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von:

ARKit ist eine der großen Neuerungen in iOS 11, Entwickler können ihren Apps einen einfachen Zugang zur erweiterten Realität geben. In einem ersten Beitrag dazu habe ich mich schon über die Ungenauigkeit der Apps zur Vermessung ausgelassen, die einem fast schon wieder etwas die Freude an ARKit nehmen. Aber der Beitrag war früh, noch nicht sehr viele Apps gab es überhaupt zum Ausprobieren. Das sieht ein paar Tage später schon anders aus.

Auch wenn wir zum Beispiel auf die echt tolle App von Ikea noch warten müssen, gibt es noch andere Apps, die man sich einmal angeschaut haben sollte – falls man sich für dieses ganze AR-Ding interessiert. Mich kann man damit begeistern, das schafften schon AR-Apps vor 15 Jahren, es ist ja nicht so, dass die Technologie neu wäre. Aber sie ist bereits für die Masse und das ist toll.

Thomas & seine Freunde: Minis

Den Anfang der App-Tipps soll eine App für Kinder sein, aber auch ich mit meinen knapp 40 Lenzen auf dem Buckel kann mich problemlos für Thomas und seine Freunde begeistern. Diese kann der Nutzer nämlich auf die Schiene schicken. Fall eine Schiene da ist, denn die muss man natürlich selbst legen. Ein ausführliches Tutorial erklärt dies (auch gut für Kinder), bevor es dann ans selber bauen geht.

Augmented Reality kommt bei „Thomas & seine Freunde: Minis“ nicht permanent zum Einsatz – und das ist ganz gut so. Auf diese Weise kann man die Strecke ungestört bauen, ohne das iPhone oder iPad seltsam in die Luft halten zu müssen. Ist die Strecke dann befahrbar, kann man sich das dann auch aus jeder Perspektive ansehen. Und auch richtig nah ran gehen, um zum Beispiel die Tricks einer springenden Lokomotive zu sehen.

„Thomas & seine Freunde: Minis“ kann kostenlos heruntergeladen und gespielt werden, im Laufe der Zeit schaltet man auch weitere Lokomotiven, Dekorationen oder andere Elemente frei. Allerdings kommt die App auch mit In-App-Käufen, insofern sollte man eventuell ein Auge darauf haben, wenn man die App Kindern überlässt. Zuschauen wird man eh wollen. 😀

Thomas & seine Freunde: Minis
Thomas & seine Freunde: Minis
Entwickler: Budge Studios
Preis: Kostenlos+
  • Thomas & seine Freunde: Minis Screenshot
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ARise

Das nächste Game kennt man eventuell schon, ARise wurde bereits stark beworben. Ein Kaufspiel, das im Bereich der Puzzle-Games angesiedelt ist und durchaus auch für Erwachsene geeignet ist. ARise nutzt ARKit dabei nicht nur zur Darstellung der dreidimensionalen Level, sondern auch als Steuerelement.

Der Nutzer muss durch Bewegung der „Kamera“ an bestimmten Stellen in einem Level so auf die Szene schauen, dass Symbole vervollständigt werden. Das gibt den Weg für die Spielfigur frei. Das sollte man bei der Positionierung des Levels bedenken, denn ARise ist tatsächlich ein 360 Grad-Erlebnis. Allerdings kann man die Spielfläche bei Bedarf auch manuell nachjustieren, weiter nach unten holen oder auch drehen.

Weniger schön ist, dass gerade einmal das erste Kapitel mit seinen drei Leveln verfügbar sind. Weitere sind bereits versprochen, für 3,49 Euro bleibt da trotzdem irgendwie ein „wie, das war es schon?“-Gefühl. Dennoch überzeugen hier sowohl Spielprinzip als auch die technische AR-Umsetzung, ein klassischer Vorzeigetitel für so etwas.

ARise
ARise
Preis: 3,49 €
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MeasureKit

Ok, kommen wir zu den nützlicheren Seiten von AR. Mess-Tools, insbesondere, um die Entfernung zwischen zwei Punkten zu messen. Eingangs hatte ich erwähnt, dass diese nicht so gut funktionieren. Allerdings kann man dafür sorgen, dass sie das tun, indem man für gute Lichtverhältnisse sorgt. Ist dies im Gesamten nicht möglich, kann man bei MeasureKit auch das Fotolicht des iPhone hinzuschalten.

Unter guten Lichtbedingungen sind die Messungen auch über weitere Strecken ziemlich genau, Abweichungen von ein bis zwei Zentimetern sind dennoch eher die Regel. Auf kurze Distanzen, grob gesagt bis 50 cm kann man aber durchaus akkurat messen – falls es hell genug (aber bitte nicht blendend oder spiegelnd) ist. Da man sich nicht wirklich drauf verlassen kann – man sieht selbst ja nicht, ob die Messung nun korrekt war oder nicht – sollte man solche Tools allenfalls für grobe Messungen einsetzen.

MeasureKit bietet kostenlos ein Lineal, weitere Tools können für 3,99 Euro per In-App-Kauf hinzugefügt werden. Einmaliger Kauf für alle Tools (Trajectory, Marker Pin, Winkel, Personengrößen, Würfel und Wasserwaage), aufgrund der nicht zuverlässigen Messung schon beim Lineal sparte ich mir den Kauf. Wie erwähnt, es wird dann korrekt gemessen, wenn die Bedingungen ideal sind – das wiederum ist in den seltensten Fällen gegeben.

AR MeasureKit
AR MeasureKit
Entwickler: Rinat Khanov
Preis: Kostenlos+
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Paint Space AR

Paint Space AR ist auch so eine typische Vorzeigeanwendung, die allerdings auch Spaß macht. Wer hier kreativ genug ist, kann sich die Welt zur Leinwand machen. Man kann dabei auf unterschiedliche Weise in die Welt malen. Entweder man zeichnet direkt auf das Display oder man nutzt das iPhone oder iPad als Pinsel.

Hält man das Display gedrückt, wird die Bewegung des Gerätes als Bewegung des Pinsels interpretiert und man kann dreidimensionale Objekte in die Luft malen. Gar nicht so einfach, im Zweifel einfach die wirren Zuckungen als Kunst bezeichnen. Aufpumpen kann man das Ganze noch mit Effekten, was allerdings dann kostet.

Im kostenlosen Download ist nur der normale Pinsel enthalten. Reicht völlig, um die Sache auszuprobieren, will man dann eben mehr, schaltet man alles über einen In-App-Kauf in Höhe von 1,09 Euro frei. Da habe ich natürlich nicht lange überlegt, auch wenn sich meine bisherigen Versuche in der App auf in die Luft gemalte Pullermänner beschränkt haben.

Die Kunstwerke kann man dann auch speichern, die Wahl hat man dabei zwischen einfachem Bild und Video. Die Videoaufnahme erfolgt über die Bildschirmaufnahme, man kann also einen „geplanten“ Rundgang durch seine Gemälde aufnehmen. Schön gemacht, eine super Spielerei auch für einen längeren Zeitvertreib.

Paint Space AR
Paint Space AR
Entwickler: Zane Assets LLC
Preis: Kostenlos+
  • Paint Space AR Screenshot
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  • Paint Space AR Screenshot
  • Paint Space AR Screenshot
  • Paint Space AR Screenshot
  • Paint Space AR Screenshot
  • Paint Space AR Screenshot
  • Paint Space AR Screenshot
  • Paint Space AR Screenshot
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AR Dragon

Tamagotchi gefällig? Dann empfehle ich den super süßen Drachen aus AR Dragon. Echt nur eine Spielerei, aber eine zuckersüße. Man kann einen Drachen schlüpfen lassen, diese haben auch verschiedene Raritäten, aber das ist eigentlich völlig nebensächlich. Den Drachen kann man im Spielverlauf dann sowieso umdekorieren, die Farbe ändern, ihn mit Accessoires verzieren oder Hüte aufsetzen.

Aber man muss sich auch um den Drachen kümmern, ihn mit Nahrung versorgen, seine Häufchen entfernen und mit ihm spielen. Die Games beziehen den Nutzer mit ein, aber man sollte nicht zu viel erwarten, alles sehr einfach gestrickt. Dennoch eine klare Downloadempfehlung, den Drachen kann man schließlich überall platzieren. Und ganz ehrlich, wer wollte nicht schon immer einmal einen friedlichen Drachen als Haustier?

AR Dragon
AR Dragon
Entwickler: PlaySide
Preis: Kostenlos+
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Dies sind aber bei weitem nicht alle ARKit-Apps, bei denen sich ein Blick lohnt. Gerade im Bereich Spiele gibt es zahlreiche nennenswerte Apps. Mit AR Sports Basketball könnt Ihr zum Beispiel überall und jederzeit ein paar Körbe werfen. Falls Ihr mehr am Einlochen interessiert seid, werdet Ihr vielleicht mit „Drive Ahead! Minigolf“ glücklich, Ihr könnt die Spielfelder auf jeder Oberfläche platzieren und das Game bietet sogar einen „realistischen“ Spielablauf, man muss das iPhone bewegen, um den Ball zu schlagen.

Meine kleine Raupe AR – die kleine Raupe Nimmersatt trifft auf die reelle Welt. Wird sie von Euren Kindern gemocht, gibt es auch eine AR-Version davon. Ebenfalls sehr niedlich gemacht und für die Zielgruppe auch empfehlenswert. Virtuelle Städtebauer kommen mit My Country auf ihre Kosten. Man baut direkt in der echten Umgebung, sucht sich eine Fläche als Bauplatz aus. Ganz gut gemacht, auch wenn AR hier keinen tatsächlichen Einfluss auf das Spiel hat.

Wer Pakete per DHL verschickt und auch auf die Pack-Sets zurückgreift, dem sei zum Abschluss die „DHL PACKSET„-App empfohlen. Sie projiziert die verschiedenen Größen der Packsets auf eine Oberfläche, sodass man direkt sehen kann, welche Größe für ein Versandstück benötigt wird. Auch die passende Paketmarke kann man über die App gleich auswählen, beides wird dann über den Online-Shop der deutschen Post abgewickelt (nicht in der App).

Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass ARKit auch in seinem frühem Bestehen bereits sehr viel Spaß machen kann. Ausprobiert habe ich die Apps mit einem iPhone 7 Plus, es kann durchaus sein, dass die neueren Modelle – gerade bei den Mess-Apps – noch einmal ein Stück genauer arbeiten und eventuell auch nicht so viel Licht benötigen.

Wie ist denn Eure Meinung zu ARKit? Mehr als nur Spielerei oder kommt das erst noch?


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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