iOS 11: Wissenswertes zum neuen Bild- und Videoformat, Update für Google Fotos

20. September 2017 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

iOS 11 bringt jede Menge Neuerungen, auch grundlegende, die erst einmal die Anpassung durch Dritte erfordern, damit der Nutzer alles so verwenden kann, wie er es denn gewohnt ist. So eine grundlegende Änderung gibt es bei der Aufnahme von Fotos und Videos. Ab iOS 11 werden Bilder im HEIF-Format gespeichert, Videos im HEVC-Format. In beiden Fällen bedarf es weniger Speicherplatz bei verbesserter Qualität. Das Problem: Nicht alle Apps und Dienste unterstützen HEIF und HEVC.

Google hat nun bekanntgegeben, dass sich iOS 11-Nutzer des Dienstes schon einmal keine Gedanken machen müssen, Google Fotos unterstützt auch das Backup von HEIF und HEVC seit dem neuesten Update. Allerdings bietet Google Fotos keine Möglichkeit des Downloads einer JPG- oder PNG-Datei des Bildes, unterstützt das System das Foto- oder Videoformat nicht, kann man mit dem Download dann wenig anfangen.

Auch hier gibt es eine Lösung, ein kleines Tool wandelt die neuen Formate in für alle Systeme lesbare Formate um. HEIC Converter heißt das kostenlose Tool, das von den Machern von iMazing stammt und für die Umwandlung der Bilder in JPG oder PNG genutzt werden kann. Soll bald auch für Windows kommen, ist aktuell allerdings nur für macOS kostenlos zum Download verfügbar.

Wer sich nicht mit etwaigen Inkompatibilitäten herumschlagen möchte, kann das neue Dateiformat auch komplett deaktivieren (oder aktivieren, bei den neuen iPhone-Modellen scheint es als Standard aktiviert zu sein, nach meinem Update des iPhone 7 Plus war es deaktiviert), sofern es von Eurem iPhone unterstützt wird. Dazu sucht man in den Einstellungen den Menüpunkt Kamera, wählt dort Formate (wird nur auf kompatiblen Geräten angezeigt) und dann eben „High Efficiency“ für die neuen Formate oder „Maximale Kompatibilität“, damit Bilder immer im JPG-Format und Videos immer im H.264-Format gespeichert werden.

Unter iOS selbst sollte man das neue Format lediglich an gespartem Speicher bemerken. Apps an die Bilder übergeben werden, erhalten immer ein passendes Format, sodass sich der Nutzer da keine Gedanken machen muss.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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