iOS 11: Welche Geräte bekommen es und was hat es mit 64-Bit-Apps auf sich?

7. September 2017 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: caschy

iOS 11 steht vor der Tür. Ein nettes Update für das iPhone, aber ein großartiges für das iPad (Siehe unser Testbericht zu iOS 11 auf dem iPad 10.5). Doch natürlich sind immer ein paar Sachen vor der Aktualisierung zu bedenken, vom Backup vor der Aktualisierung mal abgesehen. In den letzten Jahren war es so, dass man sich keinen Kopf machen musste, wenn man umstieg. Im besten Fall haben die fleißigen Entwickler, die in der Regel lange Monate Zeit haben, ihre Apps anzupassen, ihre Arbeit bereits erledigt.

Wer als Entwickler diese Zeit nicht nutzt und seine App nicht auf das neue System anpasst, dem sind die Kunden vielleicht nicht ganz so wichtig – diese Aussage trifft wohl nicht nur bei iOS zu.

Mit iOS 11 wird das Ganze ein bisschen anders, denn vielleicht habt ihr ja schon mitbekommen, dass iOS 11 ausschließlich Apps mit 64 Bit unterstützt. Und hier gibt es derzeit ein wenig Unwissen,

Woran erkenne ich eigentlich, dass eine App 64 Bit ist? Gute Frage, aber es gibt eine einfache Faustregel – denn die Thematik ist in keiner Weise neu.

Neue Apps, die in den App Store kamen, müssen bereits seit Februar 2015 auch mit 64-Bit-Geräten kompatibel sein. Und Bestands-Apps, die Updates erfahren haben, müssen seit 1. Juni 2015 in 64 Bit ausgeliefert werden.

Bedeutet: Wenn ihr euch jetzt eine App kauft, die nach 1. Juni 2015 in den App Store kam, dann ist diese auch auf 64-Bit-Geräten lauffähig. Hier sollte man sich aber die Frage stellen, ob man solche Apps überhaupt noch kaufen will, denn offensichtlich tut sich da in Sachen Entwicklung ja nichts.

Das ist ja eigentlich auch gar nicht schlimm, wenn eine App gut funktioniert – aber schaut man sich das Datum an, so hat der Entwickler sicherlich kein Interesse mehr: Denn bevor im September 2017 iOS 11 auf den Markt kommt, gab es schon iOS 10 2016 und eben iOS 9 Ende 2015. Da hätte man sich bei Interesse am Kunden ja das Ganze mal anschauen können. So, das war nun die Antwort auf die Frage, woran man 64-Bit-Apps erkennt. (Alternativ in die Einstellungen des iOS-Gerätes > Allgemein > Info >Apps)

Bleibt die Frage, was mit 32-Bit-Apps passiert, wenn ihr euer Gerät auf iOS 11 aktualisiert. Bereits seit iOS 10.3 sendet iOS 10 Warnungen aus, wenn man 32-Bit-Apps benutzt. Withings, mittlerweile zu Nokia gehörend, hatte vor Jahren einen Babymonitor auf den Markt gebracht. Eigentlich ganz gute Kiste in Sachen Hardware. Die Android-App war aber schon eine Frechheit, die man den Machern vor die Füße hätte werfen müssen – und die iOS-App kam raus und blieb ungepflegt. Letzte Aktualisierung: 31.3.2014. 32-Bit und damit ab iOS 11 nicht mehr lauffähig. Funktioniert einfach nicht mehr auf einem Gerät mit iOS 11.

Vielleicht solltet ihr mal in einer ruhigen Stunde gucken, wie es in Sachen Updates da mit euren Pflicht-Apps aussieht. Habt ihr dann irgendwann auf iOS 11 aktualisiert, dann braucht ihr euch keine Sorgen machen, alte 32-Bit-Apps sollten euch nicht mehr begegnen im Store, die sind einfach ausgeblendet für euer Gerät.

Allerdings hätte man das im Vorfeld im App Store schon besser regeln können. Zwar bekommt der Nutzer Hinweise, allerdings erst nach dem Kauf. Dann kann er die App zwar umtauschen, aber eine Vorwarnung auf einem iOS-11-qualifizierten iPad oder iPhone wäre doch schön gewesen.

Welche Geräte bekommen iOS 11?

Wobei wir gleich beim nächsten Punkt wären. Welche iPad und iPhone bekommen eigentlich das neue iOS 11? Einfache Faustregel: Das erste iPhone mit 64-Bit-Unterstützung war das iPhone 5s. Kam 2013 auf den Markt. Alle iPhones ab da inklusive iPhone 5s bekommen iOS 11.

In Sachen iPad benötigt ihr das erste iPad Air oder zumindest das iPad mini 2. Das im Herbst 2012 vorgestellte iPad 4 bleibt außen vor und damit auf iOS 10. Alles andere danach passt, denn seit dem Apple A7 SoC basiert alles auf der 64-Bit-Architektur. Wer auf iOS 10 bleibt, der kann seine Apps natürlich weiterhin nutzen und diese aus dem App Store laden. iOS-11-Nutzer sehen keine Apps mehr, die ausschließlich in 32 Bit sind.

Entwickler haben übrigens auch nach iOS 11 noch die Möglichkeit, ihre Apps in 32 Bit und in 64 Bit zur Verfügung zu stellen. Alt-Nutzer bekommen so dann auch noch die Möglichkeit, Updates zu erhalten, wenn es der Entwickler denn will.

Angst vor Platzverschwendung müssen die iOS-11-Nutzer freilich nicht haben, der App Store liefert bei Apps, die 32 Bit und 64 Bit unterstützen, nur die 64-Bit-Teile aus, sofern der Entwickler der App auch App Thinning aktiviert hat. Und diese Funktion gibt es schon seit iOS 9.

Ansonsten können Interessierte an der Thematik auch einen Blick in die Entwickler-Informationen von Apple werfen, da geht es beispielsweise darum, dass mit iOS 11 der Runtime Overhead entfällt, sodass Apps schneller gestartet werden können und auch mehr Speicher steht zur Verfügung.

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