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Microsoft Xbox Series X im Ersteindruck: Die Multiplattform-Konsole

Am 10. November erscheint sie: die Xbox Series X. Vollmundig bewirbt Microsoft die Konsole als leistungsfähigste Konsole der nächsten Generation – denn die PlayStation 5 muss da technisch zurückstecken. Doch schiere Leistung ist bekanntermaßen nicht alles. Es kommt auch auf die Spiele und das Drumherum an – das UI, die weiteren Features, den Controller und mehr. In meinem Ersteindruck der Konsole will ich da meine Erfahrungen mit euch teilen.

Zu meinem Background: Ich habe die erste PlayStation, die PS3, die PS4 und die PS4 Pro besessen. Im Xbox-Lager bin ich noch relativ neu: Kurzzeitig besaß ich eine Xbox One S, die sich dann aber als überflüssig herauskristallisierte und rasch wieder wich. Erst die Xbox One X überzeugte mich: extrem leise, sehr leistungsfähig – die beste Multiplattform-Konsole der letzten Generation. Und die Xbox Series X ist im Grunde ihr direkter Nachfolger – was alle Stärken und Schwächen betrifft.

Wo fange ich an? Also, ich habe die Xbox Series X mittlerweile ca. drei Wochen genutzt – und ja auch schon ein Unboxing mit ein paar Eindrücken im Blog beigesteuert. Meine Erfahrungen beschränken sich aber größtenteils noch auf Spiele, die per Abwärtskompatibilität gelaufen sind oder aber nachträglich Updates erhalten haben, welche sie an der Xbox Series X aufwerten. Auch ich muss also noch auf Spiele wie „Assassin’s Creed Valhalla“ warten. Testen konnte ich, optimiert für die Xbox Series X, Spiele wie „Forza Horizon 4“, „Gears 5“, „The Touryst“ und „Yakuza: Like a Dragon“.

Daher sind meine Erfahrungen mit optimierten Spielen noch eingeschränkt. Ich werde da also in den nächsten Tagen und Wochen natürlich noch mehr Informationen nachreichen – auch zu Vergleichen mit der PlayStation 5, die ich vorbestellt habe und leider erst ab dem 19. November 2020 testen kann. Klar ist jetzt schon, dass sich die Herangehensweisen der beiden Hersteller enorm unterscheiden. Wo die Sony PlayStation 5 beispielsweise eine völlig neue Benutzeroberfläche mitbringt, ist das Dashboard der Xbox Series X nahezu identisch mit der Xbox One.

Das hat Vor- und Nachteile: Wer von einer Xbox One X|S wechselt, fühlt sich sofort Zuhause und wird sich an der deutlich beschleunigten Oberfläche erfreuen. Zwischen Tabs und Einstellungen wechseln, im Microsoft Store stöbern, den Xbox Game Pass durchforsten – all das ist nun deutlich schneller als bei der letzten Konsolengeneration. Aber ich kann jeden verstehen, der hier etwas wirklich Neues vermisst. Der Übergang ist so fließend, im Positiven wie im Negativen, dass man hier wenige Überraschungen erlebt.

Doch es sticht natürlich Quick Resume hervor: Ladezeiten werden dadurch zwar nicht komplett abgeschafft, doch ihr landet selbst nach dem Ausschalten direkt wieder im Spiel, wenn ihr das wollt oder könnt nahtlos zwischen den Titeln wechseln. Ich konnte also z. B. eine Runde „Doom Eternal“ zocken und dann in Sekundenschnelle zu „Forza Motorsport 7“ wechseln. Für mich ist das eher unwichtig, da ich mich üblicherweise an die Konsole setze, ein bestimmtes Spiel zocke und dann wieder ausknipse. Wer aber gerne in einer Session durch verschiedene Games „zappt“, der wird Quick Resume lieben.

Vielleicht noch ein kurzer Blick auf den Controller: Auch hier gilt das gleiche Credo wie für das Dashboard der Xbox Series X: Wer von der Xbox One kommt, wird sich schnell Zuhause fühlen, aber Innovationen vermissen. Die Rückseite verfügt nun über eine Texturierung, die für mehr Grip sorgt. Das D-Pad ähnelt mehr dem Elite Controller 2 und dann haben wir da einen neuen Share-Button. Am Ende ist der Controller eine Evolution des Pads der Xbox One – nicht mehr und nicht weniger.

Hier hat Sony allerdings wohl die Nase vorne, wenn man sich die ersten Berichte zum DualSense zu Gemüte führt: Die adaptiven Trigger des PS5-Controllers sollen richtig Spaß machen. Klar, ob die Entwickler das am Ende wirklich ausnutzen, oder es so endet wie mit dem brachliegenden Potenzial des Touchpads des DualShock 4, muss uns die Zeit zeigen. Auch das Haptic Feedback des DualSense wurde vielfach gelobt, sodass ich extrem neugierig bin. Solche Neuerungen fehlen eben dem Pad der Xbox Series X. Wir haben hier einen exzellenten Controller – allerdings ohne Wow-Effekt.

Xbox Series X:  Spielen wir doch einmal

Das gilt zum Launch eben auch noch für die Games – am meisten Zeit habe ich dabei mit „Yakuza: Like a Dragon“ verbracht. Hier im Blog habe ich ja auch die bisherigen Spiele der Reihe immer wieder vorgestellt. Das neue Spiel kommt erstmals im Westen parallel zur PlayStation auch für die Xbox. Tatsächlich müssen PS5-Besitzer auf ihre angepasste Version sogar länger warten – bis März 2021. Allerdings ist das JRPG sicherlich keine Tech-Demo. Beispielsweise unterstützt das Spiel nicht einmal HDR.

Man merkt dem Titel von Sega seine Last-Gen-Wurzeln an. So habt ihr die Wahl zwischen zwei Modi: „Normal“ (1440p, 60 fps) und „High Resolution“ (4K, 30 fps). Natives 4K mit 60 fps ist leider nicht drin. Dazu muss man allerdings sagen, dass die „Yakuza“-Games noch nie sonderlich gut optimiert gewesen sind. Es sind eben Titel mit keinem so horrenden Budget, die eine Nische markieren. Im „Normal“-Modus mit 60 fps sieht das Spiel aber bereits sehr gut aus – eigentlich hätte diese Qualität aber auch auf einer Xbox One X möglich sein sollen.

Spiele wie „Gears 5“ oder „Forza Horizon 4“ laufen nun in dynamischem / nativem 4K mit 60 fps. Das macht natürlich Laune, wenn man bedenkt, dass etwa der Open-World-Racer an der One X wahlweise in 1080p mit 60 fps oder aber in 4K mit nur 30 fps zur Verfügung stand. Zumal man auch noch andere Effekte aufpoliert hat. Aber auch hier: Ein Aha-Erlebnis bleibt meiner Meinung nach aus. Klar, die Spiele sehen besser aus, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass ein Käufer der Xbox Series X hier plötzlich ins Schwärmen gerät, wenn zuvor eine Xbox One X im Wohnzimmer gestanden hat.

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Und das ist zum Launch ein wenig das Problem der Xbox Series X: Die Konsole stellt den nächsten Schritt nach der Xbox One X dar. Sie bringt natürlich mehr Leistung mit – auch mehr Leistung als die PlayStation 5. Es fehlt aber vorerst an einem System-Seller, der die Fähigkeiten der Konsole ausreizt. Fairerweise sei gesagt, dass Sony für die PlayStation 5 da zum Launch auch keinen echten Kracher vorweisen kann. Erst 2021 sollte sich da mit einem neuen „God of War“ und „Horizon Forbidden West“ etwas drehen. Bei den Exklusivtiteln sehe ich Sony da wohl auch zunächst weiter vorne.

Ja, Microsoft hat nun nach der Übernahme von Studios wie Obsidian Entertainment, Double Fine und natürlich ZeniMax bzw. damit Bethesda, id Software, Arkane und Co. viele heiße Eisen im Feuer. Doch das Gros der Spiele jener Studios wird wohl auch für die PlayStation 5 auf den Markt kommen. Da muss sich also zeigen, ob ein neues „Fable“, ein „Halo Infinite“ oder ein neues „Forza Motorsport“ den gleichen Hype auslösen kann, wie die kommenden Sony-Exclusives.

Zumal Microsoft ja angekündigt hat, dass bis auf Weiteres alle First-Party-Games auch noch die letzte Konsolengeneration bedienen werden. Die Angst, dass sie Xbox Series X dadurch ausgebremst werden könnte, hält sich wacker in der Community – auch durch die Xbox Series S. Da ist es für ein Urteil aber einfach noch zu früh. Kleine Bemerkung am Rande: Ab Werk sind von den 1 TByte Speicherplatz lediglich 802 GByte frei. Wer also viele Games parallel zockt, muss wohl schnell zur Speichererweiterung von Seagate greifen.

Die Lautstärke der Xbox Series X ist eigentlich eine Leise-Stärke

Eine Stärke der Xbox Series X sollte man nicht unterschätzen: die Lautstärke. Doch eigentlich kann man gar nicht von Lautstärke sprechen, denn die Xbox Series X ist bereits ab wenigen Zentimetern Abstand praktisch unhörbar. Ich hätte nicht gedacht, dass Microsoft die bereits sehr leise Xbox One X in diesem Bezug noch toppen könnte – aber genau das ist den Ingenieuren aus Redmond gelungen. Selbst nach mehrstündigem Zocken war der Lüfter einfach nicht lauter zu bekommen. Zu vorherigen Berichten, dass die Konsole sehr warm werden würde: Ja, die Luft, welche oben herausgeblasen wird, ist natürlich warm. Das Gehäuse der Konsole erhitzt sich allerdings nur minimal.

Dazu muss ich sagen, dass die Konsole bei mir frei neben dem TV (LG OLED E9) gestanden hat – vertikal. Das ist also die optimale Aufstellung. Ich selbst würde niemandem raten die Xbox Series X (oder eine andere Konsole) in ein enges Rack zu stopfen. Es ist zwar möglich, die Xbox Series X auch horizontal aufzustellen, das dürfte den Kamineffekt jedoch mindern. Habe ich natürlich auch mal für eine Session so gehandhabt, ohne Unterschiede feststellen zu können. Da müsste man einmal auf konkrete Messungen mit Temperatursensoren warten.

Klar ist, dass die Xbox Series X extrem leise ist – hier fällt der Blick nun auf Sony, dessen PlayStation 5 sich in diesem Bezug an einer hohen Messlatte messen muss. Denn weder die PS4 noch die PS4 Pro waren als Leisetreter bekannt. Doch die ersten Previews zur PlayStation 5 machen da ja auch Hoffnung. Ich bitte euch jedoch auch zu bedenken: Es gibt immer eine gewisse Serienstreuung. Das heißt, dass die eine Konsole lauter / leiser bzw. wärmer / kühler sein kann, als die andere. Ich kann hier also nur von einem Testmuster berichten.

Doch nicht nur ein Lüfter kann laut oder leise sein: Selbiges gilt auch für das optische Laufwerk. Jenes ist durchaus hörbar. Als Vergleiche ziehe ich mal meine beiden UHD Blu-ray Player heran – einen aus den USA importierten Sony UBP-X700 sowie einen europäischen LH UBK90. Das Laufwerk der Xbox Series X ist leiser als der Sony-Player, aber lauter als der UBK90 von LG. Bei geringen Lautstärken eines Films / einer Serie könnte die Konsole bei der Film- und Serienwiedergabe also durchaus hörbar sein und den ein oder anderen stören.

Weitere Features der Xbox Series X

An meinem LG OLED E9 ließ sich die Xbox Series X mit HDMI 2.1 und 4K / 120 Hz nutzen. Allerdings brauchte ich mehrere Anläufe für den Handshake. Die Konsole erkannte die Unterstützung nach einigen Fehlversuchen und bot mir an das Bild in den Systemeinstellungen entsprechend einzurichten.

Solltet ihr also anfangs Probleme haben 120 Hz zu aktivieren, obwohl euer TV es beherrscht und korrekt erkannt wurde: Versucht es mehrmals. Ich rate euch zudem die HDR-Kalibration durchzuführen, die euch angeboten wird. Gerade an einem OLED, der nicht so hohe Helligkeiten erreicht wie Premium-LCDs, dafür aber eben mit dem Schwarz tiefer kommt, bietet sich dies an.

Dolby Vision? Funktioniert aktuell nur mit internen Streaming-Apps. Ich habe UHD Blu-rays wie „Joker“ getestet – leider wird für Discs nur HDR10 verwendet. Spiele mit Dolby Vision gibt es aktuell noch nicht. Die sollen laut Dolby 2021 folgen – genau wie ein entsprechendes Update für die Konsole an sich. Dolby Atmos funktioniert bereits mit sowohl UHD-Discs als auch Streaming-Apps. In Spielen steht Atmos bereits bei ausgewählten Titeln zur Verfügung – etwa „Forza Horizon 4“. Da Dolby und Microsoft ihre Zusammenarbeit intensivieren wollen, dürfte man dies noch deutlich häufiger sehen bzw. vielmehr hören.

Upgrades von bereits erworbenen Xbox-One-Spielen funktionieren übrigens recht einfach: Ich habe es mit einem Code von „Assassin’s Creed Valhalla“ getestet. Es erscheint einfach ein Hinweis „Upgrading“ und wie ein reguläres Update wird die optimierte Version installiert. Davon bekommt ihr als Anwender also kaum etwas mit. Es gibt aber im Menü für eure Spiele-Bibliothek die Möglichkeit nach Plattformen zu filtern. Ihr könnt euch dort also z. B. nur Titel anzeigen lassen, die für die Xbox Series X optimiert worden sind. Das macht es leicht, zu kontrollieren, welche Versionen euch vorliegen.

DER Trumpf von Microsoft ist natürlich der Xbox Game Pass. Abonnenten können an der Xbox Series X sofort mit zahlreichen Games loslegen. Da sind auch bereits die optimierten Versionen von beispielsweise „Gears 5“ oder „Forza Horizon 4“ direkt mit von der Partie. Und nach wie vor werden alle First-Party-Titel zum Launch in die Spiele-Flatrate wandern. Ganz ehrlich, da kann man aktuell mit einem Abo nichts falsch machen. Allerdings ist der Xbox Game Pass eben keine Neuerung – schließlich gibt es ihn weiterhin auch für die Xbox One X|S.

Ein erstes Fazit

Über das Design der Xbox Series X hatte ich mich ja schon in meinem Unboxing ausgelassen: Ich empfinde die Xbox Series X als unaufällig. Im Wohnzimmer wirkt die Konsole neben dem TV wie ein Mini-PC oder ein großer Lautsprecher. Mir persönlich gefällt das. Etwas knalliger hätte Microsoft aber beim Dashboard und dem Controller sein können. Innovationen wie das Haptic Feedback oder die adaptiven Trigger des DualSense für die PS5 fehlen dem Pad der Xbox Series X. Im Wesentlichen ist es eine Evolution des Xbox-One-Controllers. Das Ergebnis ist ein toller Controller – aber ohne Wow-Effekte.

Selbiges gilt auch für das Dashboard: Ja, es läuft nun im Bezug auf die Geschwindigkeit wie auf Steroiden. Doch die hausbackene Oberfläche ist visuell identisch geblieben. Da gefällt mir das, was ich bisher vom PS5-UI gesehen habe, persönlich wesentlich besser. Zum Launch fehlen zudem richtige System-Seller, welche die Mehrleistung der Xbox Series X gegenüber der PS5 so richtig ausspielen könnten. Da hat die Verschiebung von „Halo Infinite“ ein Loch in Microsofts Lineup gerissen.

Tatsächlich ist die Xbox Series X die logische Weiterentwicklung der Xbox One X. Für mich war letztere bisher die beste Multiplattform-Konsole. Sie wird nun von der Xbox Series X ersetzt, welche ich da in der neuen Generation ebenfalls vorne sehe. Doch PlayStation-Fans, die sich an Sonys Singleplayer-Kracher wie „Spider-Man“, „The Last of Us: Part II“ oder „Horizon Zero Dawn“ gewöhnt haben, wird man so schnell nicht bekehren. Da muss Microsoft der tollen Hardware noch starke Software nachfolgen lassen. Für Third-Party-Spiele, dürfte es, abseits eines Gaming-PCs, vorerst keine bessere Plattform geben.

Hinweis: Microsoft hat mir die Xbox Series X und mehrere Spiele vorab für meinen Test zur Verfügung gestellt. Es wurde keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung genommen. Unsere Richtlinien dazu findet ihr auch hier.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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47 Kommentare

  1. Der Altschauerberger says:

    Werde auch nach der PS4 wieder zur Xbox wechseln. Das Lineup ist viel überzeugender und die handvoll Exklusivspiele, die irgendwann in einigen Jahren erscheinen sollen, sind nun auch kein Argument. Gerade, wenn man dafür andere Einbußen hinnehmen muss.

  2. Im Wesentlichen ist es eine Evolution des Xbox-One-Controllers. Das Ergebnis ist ein toller Controller – aber ohne Wow-Effekte.

    Ich bin so froh, dass Microsoft den Controller nahezu unverändert anbietet. Er ist und bleibt für mich die Referenz in Sache Ergonomie. Jede Änderung hätte nur schiefgehen können. Danke, danke, danke!

  3. loewe_sechzig says:

    Ich selbst würde niemandem raten die Xbox Series X (oder eine andere Konsole) in ein enges Rack zu stopfen. Es ist zwar möglich, die Xbox Series X auch horizontal aufzustellen, das dürfte den Kamineffekt jedoch mindern. Habe ich natürlich auch mal für eine Session so gehandhabt, ohne Unterschiede feststellen zu können. Da müsste man einmal auf konkrete Messungen mit Temperatursensoren warten.

    Ab ca. wie viel Platz kann man denn die XSX in ein „Rack“ stecken, sofern nach oben …cm Luft ist?

    Direkt dahinter habe ich KEINE geschlossene Rückwand sondern habe diese entfernt und Abstand zur Wand ca 16cm.

    • André Westphal says:

      Also ich würde es generell nicht machen, es sei denn du hast wirklich links und rechts und oben viel Platz – sonst hast du schnell einen Hitzestau. Davon geht die Konsole nicht kaputt, aber dann wird sie eben doch lauter werden.

      In cm kann man das schwer konkret ausdrücken – wenn du willst, probier es einfach bei deiner Aufstellung mal aus, betreibe die Konsole mal ein paar Stunden und fasse dann mal in dein Rack – wenn du merkst, dass die Luft um die Konsole deutlich wärmer ist bzw. sich eventuell auch die Bretter um die Konsole selbst aufgewärmt haben, dann würde ich mir was anderes überlegen. Wenn für dich alles passt, lässt du es halt so.

      Für die optimale Luftzufuhr ist halt am besten, wenn die Konsole offen steht.

      • loewe_sechzig says:

        Ich werde es auf jeden Fall mal versuchen. Die XSX stünde im Lowboard ganz hinten offen, eben ohne Rückwand. Luft in die eine Richtung (bei horizontaler Auslage) wären um die 10cm, nach oben mehr und wie gesagt, direkt dahinter wäre frei.
        Weshalb das ganze: Kind mit 14 Monaten soll nicht mit der Hardware spielen, sofern diese obendrauf steht.

        Aber das fällt eher in die Kategorie Luxus-Sorgen 😉
        Dann muss ich wohl eher die Konsole beim Spielen einfach obendrauf stellen und anschließend wieder verstecken.

        • André Westphal says:

          Probiere es einfach mal aus: Wenn du dann merkst, dass es im Rack um die Konsole sehr warm wird, dann kannst du die Aufstellung immer noch ändern. Die geht ja nicht davon kaputt. Auf lange Sicht ist es aber natürlich besser, wenn die Konsole halt Platz hat und nicht so warm wird. Das Argument mit dem Kind kann ich aber nachvollziehen :-D.

  4. „ Dolby Atmos funktioniert bereits mit sowohl UHD-Discs als auch Streaming-Apps. In Spielen stand mir die Option bisher nicht zur Verfügung.“

    Das verstehe ich nicht ganz? Hast du keine passenden Spiele dagehabt (Gears 5, Ori, AC Odysseey, Forca 4, sind ja teils einfach über den Gamepass zu beziehen) oder hat die Series X trotzdem kein Atmos ausgegeben?

    Atmos selber kann ja auch der Vorgänger schon bei den Spielen, deswegen irritiert mich diese Aussage, wie ist das genau gemeint?

  5. Könnt ihr einmal einen guten Vergleich zwischen Xbox Series S und Xbox One X machen? Da ich bisher noch nie eine Xbox bessen habe, würde mich das einmal interessieren. Die One X soll ja schneller sein, aber die Series X mit SSD sollte das bessere nextgen fealing bieten, oder?

    • André Westphal says:

      Von der Series S haben wir leider kein Testmuster bekommen. Wenn du neu einsteigen willst, würde ich die Series X nehmen und dann hast du ein paar Jahre Ruhe ;-). Die Series S lohnt sich eigentlich nur, wenn du eh nur den Game Pass abonnieren willst und sonst kaum / keine Spiele kaufen möchtest. Und eben nur, wenn dich die technischen Abstriche nicht stören.

      • Game Pass war eigentlich der Plan und den Gaming Rechner gibt es schon. Wenn ich von daher Leistung brauche finde ich die da schon. Es geht eher darum entspannt von der Couch zu zocken, neue kommende und alte Konsolen Exclusives zu zocken und nach der Arbeit schnell ins Game einzusteigen. Da ist das Quick Resume sicherlich super und langfristig auch der X Cloud Support. Damit sollte die Series S ein nicht so stromhungriger einstieg ins Xbox Ecosystem sein und auf lange Sicht mehr vom Cloudgaming profitieren sollte als die Series X.

        Wenn es die Series S jetzt noch in komplett schwarz geben würde…

        • André Westphal says:

          Ok, wenn du eh einen Gaming-PC hast, dann ergibt das Sinn mit der S. Wobei ich dann vermutlich mal über die PS5 nachdenken würde wegen der Exclusives – MS hievt ja eh alle Spiele auch auf den PC :-).

  6. Alte Spiele lassen sich ja von USB-Festplatten aus starten. Gilt das eigentlich auch, wenn diese ein Series X-Update bekommen haben? Oder sind da dann auch nur von der internen SSD spielbar?

    • André Westphal says:

      Wenn sie für die Series X optimiert sind, starten sie nicht von einer externen Platte. Nur intern oder offizielles Erweiterungs-SSD.

  7. @André welche Firmware hast du auf deinem E9 installiert?
    Hast du schon die neue 5.00.03 oder noch die 4.80.xx?

    Die neue sollte nochmal einig Fehler beheben. Probleme mit dem Handshake kann man meist lösen, indem man die Geräte mal 15-20 Min vom Strom nimmt.

    • André Westphal says:

      4.80.03, das ist die neueste frei verfügbare. Ne 5er-Firmware für den E9 kann eigentlich nicht angehen, weil LG die neueste webOS-Version immer der neuesten Gerätegeneration vorbehält – also den X-Modellen.

      Das Handshake-Problem tauchte bei mir auch nur dann auf, wenn ich den Hz-Wert im Menü der Series X allgemeingültig umgestellt habe. Dann brauchte es mehrere Anläufe. War der Wert einmal erfolgreich geändert, gab es danach keine Probs mehr. Kann aber sein, dass das bis zum Launch eh gar nicht mehr passiert – mit einer vorherigen Firmware der Konsole hatte ich etwa auch den Bug, dass mir ständig neu „Instant Game Response wird ausgeführt“ eingeblendet wurde, das nervte, sodass ich Instant Game Response sogar abschalten musste. Das ist aber schnell korrigiert worden.

      • Das Update ist mit der 5 nummeriert, beinhaltet aber Web OS 4.9
        Ist tatsächlich ungewöhnlich.
        Auf der Lg Webseite gibt es das schon zum Download, wird OTA sicherlich in Kürze folgen.

        • Nur zum Beweis das ich keinen Quark erzähle 😀
          https://www.lg.com/de/support/software-firmware

          Dort mal nach E9/C9 suchen – Firmware ist für die Modelle ja identisch.

        • André Westphal says:

          Ah, danke für die Info! Das kam bei mir noch nicht an, da bin ich mal gespannt. Aber wie gesagt, das Prob ist nicht sooo schlimm, ich habs eher der Vollständigkeit halber erwähnt, falls sich jemand wundert. Sobald man einmal die Hz-Zahl geändert hat und es verarbeitet wurde, klappt auch alles :-). Brauchte eben bei mir nur mehrere Anläufe.

  8. Bzgl. Lautstärke der PS5 empfehle ich folgendes Video (kein Hands-On Bericht, aber trotzdem sehenswert): https://www.youtube.com/watch?v=V3fSJPlAjAo

  9. Meint Ihr es wird noch Chancen geben spontan eine am Morgen in einem Media Markt zu ergattern?

  10. Mein lieber André…

    Ich vertre ja den Standpunkt, daß jeder das Recht hat die eigene Meinung mitzuteilen.
    Und für einen Blog zu schreiben ist auch nicht ohne.

    Aber…

    Wie kommst du zu dieser Meinung:

    Vollmundig bewirbt Microsoft die Konsole als leistungsfähigste Konsole der nächsten Generation – denn die PlayStation 5 muss da technisch zurückstecken.

    ?

    Sind z. B. SSD und Controller der PS5 denen der Xbox Series * technisch unterlegen?

    Die PS5 hat etwas weniger Terraflops, daß hättest du auch so schreiben können.

    Aber nur deshalb zu sagen die PS5 wäre technisch unterlegen ist schlicht falsch.
    Damit degradierst du jede Innovation und technische Weiterentwicklung der PS5.
    Aber genau sowas wollen wir doch.
    Ich möchte jedenfalls nicht mehr mit der Technik eines NES oder Atari 2*** etc. spielen.

    Ob das bewusst oder unbewusst von dir so formuliert wurde möchte ich nicht beurteilen.

    Mehr Objektivität wäre aber angebracht.

    • André Westphal says:

      Die Xbox Series X hat eine deutlich schnellere GPU, den größtenteils schneller angebundenen RAM und kann permanent ohne Beschränkungen die höchsten Taktraten anlegen.

      Natürlich hat die PS5 da weniger Leistung – da hilft auch ein schnelleres SSD nichts. Das ist damit vergleichbar, dass ich dir ein Phone mit dem Qualcomm Snapdragon 865 und 6 GB LPDDR5 zeige. Dann kommst du mit nem Rivalen, der den Snapdragon 765G und 6 GB LPDDR4X hat. Dein UFS-Speicher ist aber etwas schneller…Welches Phone nun das technisch bessere ist, ist da auch klar – das hat nichts mit Meinung zu tun.

      Zumal das schnellere SSD für Multiplattform-Titel eher wurscht ist – da sind CPU- und GPU-Leistung sowie RAM deutlich wichtiger. Ja, dadurch ist die Xbox Series X leistungsfähiger.

  11. Was die Lautstärke angeht – hat sich die Lüftersteuerung gegenüber den OneX verändert?
    Mich hat bei der OneX bei einigen Spielen gestört das der Lüfter rauf- und runtergeregelt hat, wobei auch die lautere Geschwindigkeit voll ok gewesen aber dieses auf und ab „Heulen“ hat gestört wenn man notgedrungen hahe dran saß.

  12. Das absolute K.O. für die XBOX war für mich leider die SSD. Nicht wegen der Geschwindigkeit – wegen der Größe!

    800GB + max. 1TB von Seagate in proprietärem Format für >200€? Sorry das ist Schwachsinn.

    Ich habe mit meiner PS4 Pro mit 2TB Speicher schon immer so meine Probleme, bei der 5er stehen zwar noch 130GB weniger zur Verfügung als bei der xBox, aber ich kann auch eine 2 oder 4 TB SSD verbauen. als Preisreferenz mal:
    https://www.amazon.de/Sabrent-interne-maximale-Leistung-SB-RKTQ4-4TB/dp/B08D28X4HW?th=1

    die kostet mit 4TB immernoch 110€weniger als 4 von diesen Seagatedingern. und ich habe den Speicher am Stück! Nimmt man nur ne 1TB liegt die Sabrent bei 160€, 80 weniger als die xBox Variante.

    Ja, ob die Sabrent selbst jetzt genau die 100% kompatible SSD ist weiß man noch nicht, aber der Preis wird hinkommen, die Technik passt (nVME PCI E 4.0).

    Der Preis der Seagate Variante muss nicht angepasst werden, ist ja konkurrenzlos. Und Speicherkarten wechseln wie im Gameboy tue ich mir nicht an….

    Last-Gen Spiele haben schon gern >60GB teilweise >100GB in Anspruch genommen, das wird wohl tendenziell eher mehr. Und ich will nicht löschen müssen, nur um dann beim nächsten mal wieder 50GB Patches runterzuladen….

    • André Westphal says:

      Die PS5 hat aber noch weniger freien Speicherplatz und auch da werden externe Lösungen so viel günstiger wohl nicht sein – der Preis der Seagate-Lösung wirkt auf den ersten Blick hoch, aber wenn du für den PC ein SSD mit ähnlichen Daten haben willst, dann wirst du da auch nicht wesentlich günstiger wegkommen.

      Später soll es wohl auch noch andere Anbieter geben. Da machst du dir aber zu viel Stress, finde ich. Du kannst außerdem ja Spiele, die du via Abwärtskompatibilität zockst, weiter auf eine externe HDD auslagern und sie via USB ranhängen.

      • André Westphal says:

        Ach ja und als Ergänzung: In der PS4 kannst du auch nicht jedes beliebige SSD hauen – zum Launch gehen gar keine und auch später nur solche, die ausdrücklich von Sony zertifiziert worden sind. Ob da etwa dein verlinktes dabei sein wird, bezweifele ich im ersten Schritt einmal.

        • André Westphal says:

          PS5 natürlich, herrje :-D.

          • @André Westphal:

            Hat sich Sony mal geäußert wie man das mit der Gewährleistung handhaben wird, wenn man das ganze Gehäuse bei der PS 5 aufschraubt. Das muss man nämlich um eine Speicherkarte bei der PS 5 einzusetzen.
            Bei der XBox steckt man die Karte hinten an einen Anschluß. Kein Aufschrauben notwendig.
            Ja, es ist richtig, dass erstmal Seagate diese Erweiterungskarten exklusiv vertreibt, was aber nicht heißt oder bedeutet, dass nicht möglicherweise auch andere Hersteller kommen werden.

            • André Westphal says:

              Um eine SSD einzusetzen, musst du ja nur die Flügel abnehmen und dann eine Schraube für so eine Verkleidung lösen – da hast du keinerlei Probleme. Kannst du auch im offiziellen Teardown sehen.

              Die Lösung der Xbox ist sicherlich bequemer. Was am Ende wirklich kundenfreundlicher ist, wird man sehen, wenn wir wissen, welche Laufwerke Sony genau zertifiziert und wie teuer jene sind.

      • „Die PS5 hat aber noch weniger freien Speicherplatz und auch da werden externe Lösungen so viel günstiger wohl nicht sein.“

        Da hier normale M.2 NVME SSDs verbaut werden können Wette ich blind darauf, dass diese mind. 25% günstiger sein werden als die proprietäre Lösung von Microsoft (und hier noch Seagate). Das Problem bei Sony ist, dass die Erweiterung nicht gleich zu Anfang verfügbar sein wird sondern erst als Update kommt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Sony die Nutzung auf ganz bestimmte SSDs beschränkt. Die werden nur ein Zertifikat ausstellen à la „Recommended for PS5“. SSDs die das Logo auf dem Karton dann nicht haben, haben eventuell dann eine schlechtere Performance. Aber ganz ehrlich? Das wird ab dem Moment wo der Slot freigeschaltet ist egal sein, weil sofort auf der ganzen Welt alle verfügbaren SSDs in die PS5 gesteckt werden und man sehr schnell auf Reddit listen findet welche SSDs wie gut laufen.

        „aber wenn du für den PC ein SSD mit ähnlichen Daten haben willst, dann wirst du da auch nicht wesentlich günstiger wegkommen.“
        Hab doch die Sabrent als vergleich genannt, ein drittel günstiger.

        „Du kannst außerdem ja Spiele, die du via Abwärtskompatibilität zockst, weiter auf eine externe HDD auslagern und sie via USB ranhängen.“
        Das bringt mir aber wirklich nur bei PS4 spielen was. Den Großteil des Speichers belegen aber zukünftig wohl PS5 Spiele 😉

        • André Westphal says:

          Doch die SSDs müssen ja bestimmte Geschwindigkeiten garantieren können – da wird also definitiv nicht jedes SSD zertifiziert werden. Das ist auch notwendig, weil das sonst in Spielen zu Bugs oder gar Abstürzen führen könnte, wenn die geforderte Performance nicht reicht – siehe etwa das Springen zwischen den Welten beim neuen Ratchet and Clank. Da wird ja eine bestimmte SSD-Leistung vorausgesetzt.

          Genau das ist ja auch exakt der Grund, warum Sony es erst einmal gar nicht erlaubt.

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