Google Home Mini kurz ausprobiert: Mit Google im Badezimmer

18. Oktober 2017 Kategorie: Google, Smart Home, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Google hat neulich die kleine Version seines Smart Speakers mit Google Assistant – Google Home Mini – vorgestellt. Da ich den Google Assistant sowieso gerne einmal als Vergleich zu Alexa ausprobieren wollte, habe ich nicht lange gezögert und die 59 Euro investiert. Erfreulicherweise kam mein Home Mini bereits einen Tag vor dem angegeben Lieferdatum, also direkt eingerichtet und natürlich auch ausprobiert.

Bei uns ist der Google Home Mini für das Bad gedacht, soll dort vor allem für seichte Musikbeschallung sorgen. Aber ruhig auch einmal Fragen beantworten oder eben andere Dinge erledigen, die man mit so einem Lautsprecher anstellt.

Die Einrichtung ist sehr einfach, Kabel anschließen, in die Steckdose damit und dann erst einmal die Android- oder iOS-App für Google Home herunterladen. Ist diese auf dem Smartphone vorhanden, wählt man einfach „Neues Gerät einrichten“ aus und der Google Home Mini sollte dann entsprechend auch angezeigt werden.

Die Einrichtung ist letztendlich nur ein Durchklicken und Bestätigen, nur einmal muss man das WLAN-Passwort eingeben (falls nicht bei Google gespeichert). Erfreulich im Bereich WLAN: Der Google Home Mini verbindet sich auch im 5 GHz WLAN.

Ist die Einrichtung abgeschlossen, bekommt man in der App gleich noch Ausprobier-Vorschläge angezeigt. Lasst Euch von Google Home unbedingt erklären, wie sich ein Otter anhört! Die Funktionen der kleinen Version in Sachen Wissen und Steuermöglichkeiten unterscheiden sich nicht von denen des größeren Modells, das Caschy bereits ausführlich in die Mangel genommen hat.

Bei der Steuerung setzt Google nach einem etwas unglücklichen Fehler auf reine Sprachbedienung, lediglich die Lautstärke lässt sich durch Berührung der Seiten direkt am Speaker steuern. Die Bedienung über die Oberseite ist nicht möglich, Google Home Mini wurde auch direkt so geliefert, ohne erst ein Update durchführen zu müssen.

An der Rückseite befindet sich noch ein Schiebebutton, der das Mikrofon komplett deaktiviert. In diesem Fall leuchten die LEDs orange und Google Home Mini reagiert eben nicht auf „Ok Google“ oder „Hey Google“.

Über die Home-App lässt sich zudem auch der Standard-Musik-Dienst festlegen, Google Play Music, Spotify (auch Free) oder Deezer (in der Premium+-Version) sind möglich. Auch „Smart Home“-Geschichten lassen sich in der App festlegen, aber das ist alles nicht spezifisch auf das Mini-Modell zu beziehen.

Nun erwähnte ich eingangs, dass ich den kleinen Speaker vor allem zur seichten musikalischen Beschallung im Bad nutzen werde, dementsprechend wäre es natürlich nett, wenn es auch nicht nach Volksempfänger klingen würde. Tut es auch nicht.

Für meine Bedürfnisse völlig ausreichend, von der Soundwiedergabe – auch bei höherer Lautstärke – eine ganze Ecke ausgewogener als das Alexa-Pendant Echo Dot. Für die Größe ein toller Sound, aber natürlich nichts, womit man eine Party beschallen würde. Aber im Bereich Badradio, Küchenradio, Hobbykeller oder so ist das mehr als ausreichend – sofern die Ansprüche eben nicht „überdimensioniert“ sind.

Neben Spotify kann man beispielsweise auch direkt Radiosender über TuneIn aufrufen. Einfach Radiosender ansagen und es geht direkt los. Geht genauso problemlos wie mit Alexa. Auch kann man den Google Home Mini als Cast-Empfänger ansprechen, wenn man aus einer Musik-App vom Smartphone aus die Steuerung übernehmen möchte – was allerdings auch jederzeit über die Home-App möglich ist.

Smart Home habe ich noch nicht mit Google verknüpft, da bin ich mir noch unschlüssig. Ich werde wohl noch einmal Alexa gegen Google antreten lassen, wenn ich einmal meine Beleuchtung hier geregelt habe und mich dann für das für mich bessere Gesamtsystem entscheiden.

Das Google-Wissen (und die Integration der Dienste) ist schon beeindruckend. Zwar hört man auch bei Google, dass die Dame noch eifrig im Lernprozess ist, aber in der Regel wird man verstanden und man erhält auch eine Antwort.

Was ebenfalls sehr angenehm ist, ist die Stimme des Google Assistant über den Lautsprecher. Klingt auch auf Deutsch schon sehr natürlich – auch hier ziehe ich Alexa zum Vergleich heran, die dann doch etwas mehr wie ein Roboter klingt.

Man muss natürlich wissen, auf was man sich für 59 Euro mit dem Google Home Mini einlässt. Man darf keinen Hochleistungs-Lautsprecher erwarten. Man erhält einen Smart Speaker, der in einem angenehmen Design daherkommt und durch seine Internetverbindung mit künstlicher Intelligenz aufwarten kann.

Dass ein mit dem Internet verbundenes Gerät auch immer die Gefahr des Abhörens mit sich bringt, sollte man ebenfalls nicht außer Acht lassen. Wer sich daran stört, verzichtet darauf, diese Möglichkeit gibt es ja grundsätzlich.

Ich bin erst einmal positiv überrascht von dem kleinen Lautsprecher. Total einfach Einrichtung, ebenso einfache Verknüpfung der Dienste und die Soundleistung ist auch besser als von mir erwartet. Ich wusste, wofür ich den Speaker einsetzen werde. Die nächsten Wochen werden dann allerdings zeigen, ob der Google Assistant hier nicht doch den Vorzug vor Alexa bekommt.

Für 59 Euro ein toller Einstieg in die Google-Smart-Speaker-Welt und mit der Geschwindigkeit, mit der aktuell Funktionen beim Assistant hinzugefügt werden, kann man sich auch auf künftige Fähigkeiten freuen. Falls Ihr ebenfalls einen Google Home Mini nutzt, hinterlasst doch einen Kommentar, ob das Gerät dem entspricht, was Ihr Euch vorgestellt habt.

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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