Google Home: Ein erster Blick

8. August 2017 Kategorie: Google, Smart Home, Streaming, geschrieben von: caschy

Google Home ist offiziell in Deutschland angekommen. Nutzer können den smarten Assistenten für 149 Euro erwerben und in ihre Wohnung stellen. Die Frage nach dem „Warum“ kann ich euch hier natürlich nicht verraten. Jeder Mensch ist unterschiedlich und so kann ich für keinen sprechen, ob sich ein Google Home lohnt. Was der Google Home alles kann, das haben wir ja schon seit seinem Marktstart in den USA beobachtet. Ich konnte Google Home natürlich auch testen und werde euch mal ein paar Dinge verraten die mir aufgefallen sind – auch teilweise im Vergleich zu Amazons Alexa.

Wer Google Now und den Assistant kennt, der weiss: Google kann Fragen beantworten. Für reine Fragen brauche ich weder einen Google Home, noch einen Echo von Amazon, da würden es die reinen Apps tun. Es ist eben alles auf Freihand optimiert. Die Tastatur und die Maus, besser gesagt die Eingabe und die Ausgabe der Zukunft, ist die Sprache.

Und so beherrscht Google neben den normalen Antworten (Wie weit ist der Mond entfernt?, Brauche ich morgen einen Regenschirm? oder auch Was ist Caschys Blog?) auch Fragen mit Folgebezug: Wo ist die nächste Apotheke? Wann macht sie zu? Sag mir die Telefonnummer

Die Lautsprecher

Aber es geht natürlich auch mehr. Hier nenne ich mal die Steuerung von Smart-Home-Komponenten, was ich bereits am Beispiel von Philips Hue hier im Blog gezeigt habe. Google bietet hier eine Vielzahl von einbindbaren Diensten an.

In Sachen Sound erwähnte ich es bereits: Da gefällt mir Amazon Echo besser (kann zwar noch kein Multiroom wie Google mit Home und Chromecast, aber das kommt bald). In Sachen Dienste-Integration ist es schwer, über beide zu urteilen, denn auf dem Markt bewegt sich dauernd etwas. Amazon Echo hat eine unfassbare Palette an Skills, die Google derzeit so nicht anbietet (Google hat App-basierte Aktionen, die allerdings noch nicht viel können).

Lautstärke per Touch regelbar

Dafür hat man das Wissen von Google hinter sich. Vorteil Google: Man kann schnell Videos auf den TV beamen, wenn ein Chromecast vorhanden ist. (Anmerkung: Wer Echo und Fire TV hat, der kann auch vom Handy Prime Video starten, des Weiteren hat Amazon in den USA ein entsprechendes Firmware-Update verteilt, welches Fire TV und Echo verzahnt, sodass Videos per Sprache über den Echo gestartet werden können.

Einkaufslisten? Haben beide. Ich kann also Dinge einsprechen, die auf meiner Einkaufsliste landen sollen, per Sprache kann ich sie aber noch nicht löschen. Termine sind ähnlich gelagert. Ich kann mir Termine ansagen lassen. Das beinhaltet nur die , die nicht ganztägig sind. Die ignoriert Google. Termine eintragen? Geht leider noch nicht.

Mikrofon abschaltbar

Timer funktionieren natürlich, diese kann man nur mit Zeit ansagen oder auch benennen, sie tauchen in der Google Home-App auf (nicht aber im Google Assistenten, der hat separate). Timer lassen sich auch abfragen und beenden (Stoppe den Timer Pizza) – ist kein Name vergeben, liest Google die nach Zeit vergebenen Timer vor und diese lassen sich dann abbrechen. Das funktioniert auch mit einem Wecker (Wecke mich um X Uhr). Praktische Anwendungen? In der Küche oder beim Grillen macht sich der Timer gut, während man beim Nap sicher den Wecker gebrauchen kann. Weitere Möglichkeiten? Man kann auch fragen, wie lange man zur Arbeit braucht, hier wird auf Basis des bei Google Maps hinterlegten Arbeitsprofils eine Aussage getroffen, der Verkehr mitberechnet.

Wie in meinem Video ersichtlich: Google spielt auch Musik ab. Hier kann man Genres, Künstler oder aber auch Playlisten abfragen. Die Lautstärke wird dabei via Touch oben auf dem Home geregelt, alternativ via Sprache. Falls ein Song eure Aufmerksamkeit erregt, könnt ihr Google Home auch fragen, wie er heißt. Dies am Rande.

Spaß-Funktionen: Neben den Nützlichkeiten gibt es auch bei Google Home Spaß-Funktionen. Beispiele? Dreh das Glücksrad, Erzähl mir einen Witz, Woran denke ich gerade?, Wie macht Löwe / Panda / Nilpferd?, oder aber auch: Sing mir ein Geburtstagslied.

Eine Art erstes Fazit? Kann ich so pauschal gar nicht abgeben. Wie ich sagte: Jeder hat unterschiedliche Ansprüche und viele kommen noch ohne solche Kisten klar. Des Weiteren – und diesen Satz kann man nun unterschiedlich interpretieren – „zahlt man auf die Zukunft ein“. Bedeutet, dass die Dinger immer noch nicht reif sind, bei weitem nicht alles können. Aber: Sowohl Google als auch Amazon sind dran. Dran, eigene Lösungen weiter auszubauen und Entwickler ranzubekommen.

Amazon hat für mich derzeit leicht die Nase bei den Skill vorne, da gibt es recht viel nützliches, Google Home könnte man momentan zumindest mit der Verknüpfung in IFTTT etwas aus der Reserve locken – da kann man ja einige Dienste und Anwendungen smart verknüpfen. Dennoch, und da gehe ich von Stand heute aus, gefällt mir der Echo von Amazon besser. In Sachen Sound und den jetzigen Möglichkeiten. Das kann sich aber auch schnell ändern, denn ich nutze fast alle Google-Dienste und da könnte Google Home bald richtig den Dreh bekommen.

Wer meint, jetzt noch warten zu können, dem wird die Entscheidung sicher in den nächsten Monaten leichter gemacht. Und dann können nicht nur Google und Amazon mehr, auch Microsoft und Apple werden noch mit den Assistenten um die Vorherrschaft in unseren vier Wänden mitspielen wollen.

Wie auch bei Amazon Echo & Alexa: In Sachen Google Home bleiben wir für euch am Ball.

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