Google Assistant: Deaktivieren oder parallel zu Google Now nutzen

2. Mai 2017 Kategorie: Android, Google, Smart Home, geschrieben von: caschy

Schaut man sich derzeit um, so könnte man zum Fazit kommen, dass smarte Assistenten immer mehr können sollen. Sie sollen Antworten auf Fragen geben, bestenfalls auch, wenn kein Display zur Hand ist – beispielsweise weil die Hände beschäftigt sind – oder das Smartphone gerade nicht zur Hand ist. Amazon setzt dafür auf die Cloud-Intelligenz Alexa, die man beispielsweise auf dem Fire TV vorfindet, aber auch auf dem Echo oder dem Echo Dot.

Des Weiteren ist es möglich, Alexa auch in Nicht-Amazon-Hardware zu verbauen, eine entsprechende Möglichkeit wurde für Entwickler geschaffen. Ebenfalls soll ja auch noch ein Amazon Echo mit Display kommen. Und nicht zu vergessen, dass auch Apple Siri mehr in seine Welt einbinden will.

Bei Google nennt sich der Spaß „Google Assistant“. Der ist in der nicht in Deutschland offiziell zu beziehenden Smart-Home-Hardware Google Home verbaut, kann auch in Dritt-Geräte verbaut werden – und ganz wichtig: Der Google Assistant wird smarter Begleiter auf Android-Smartphones. Der Google Assistant startete überraschend auf dem Google Pixel durch, sogar in deutscher Sprache, da unsere Sprache eine der wenigen unterstützten ist.

Doch dann ließ sich Google etwas Zeit. Was heißt „ließ“ – Google lässt sich Zeit.Bereits Anfang März 2017 kommunizierte Google, dass man damit beginnen werde, den Google Assistant auf Smartphones zu bringen. Die Voraussetzungen an das Android-Smartphone sind recht überschaubar: 1,5 GB Arbeitsspeicher, 720p Auflösung nebst Android 6.0 Marshmallow sollten ausreichen. Trotz der Aussage, dass der Google Assistant auch auf deutsche Smartphones kommt, sieht es offensichtlich anders aus.

Am 30. April stellten wir unsere monatliche Umfrage ein, die bis zum Schreiben dieses Beitrages über 5.100 Teilnehmer hatte. Das zwischenzeitliche Ergebnis: 70 Prozent der Nutzer können trotz unterstütztem Smartphone den Assistenten von Google nicht nutzen.

Doch wir wollen mal nicht zu denen schauen, bei denen es leider noch nicht funktioniert (die bisherigen Tipps, Tricks und Kniffe, um den Google Assistant auf Deutsch zu aktivieren, sind leider nur temporär) – sondern auf die Nutzer, die den Assistant bereits nutzen können.

Kurzzeitig konnte man in Deutschland schon das Smart Home mit dem Google Assistant steuern, doch Google entfernte die Möglichkeit. Was geht, das sind die typischen Fragen, die man auch im Messenger Google Allo stellen kann. Wer den Assistant noch nicht hat, aber neugierig ist, der kann sich ja mit Allo beschäftigen.

Standardmäßig ist es so, dass der Google Assistant an die Stelle von Google Now on Tap tritt. Also die App, die den Bildschirm analysierte, dazu noch einige Shortcuts bot. Alternativ kann es sein, dass – je nach Konfiguration eures Systems – der Google Assistant an die Stelle der Google-App tritt.

Was, wenn man den Google Assistant nicht nutzen will? Dann ruft man den Google Assistant auf, geht oben rechts in das Menü mit den drei Punkten. In den Einstellungen kann man dann direkt den Google Assistant deaktivieren. Hier kann man einmal den Assistant komplett deaktivieren – oder man deaktiviert nur die Analyse des Bildschirmkontextes – wie es vorher Google Now on Tap machte. Nun ist es aber so, dass bei Deaktivierung des Google Assistant nicht etwa etwas anderes erscheint – zumindest nicht im Normalfall.

Der lange Press nach Deaktivieren des Assistant auf den Home-Button sorgt dann nur dafür, dass Google fragt, ob man den Assistant aktivieren will. Von Google Now on Tap sollte man sich eh verabschieden, was immer noch geht, das ist die Google-App mit ihrem Newsstream sowie der Anzeige der für euch wichtigen Dinge. Routen, Kalendereinträge und so weiter. Hier muss man schauen, was praktischer ist.

Natürlich kann man die Google-App auf den Homescreen legen und von Hand aufrufen – oder man legt sich das Google-Such-Widget auf den Homescreen und tippt zwei Mal das Google-Symbol an, um die Google-App zu öffnen. Alternativ: Google Assistant öffnen (manuell oder via Sprache: OK Google) und sagen: „Öffne die Google-App“.

Eine weitere Alternative ist natürlich das Nutzen eines Dritt-Launchers, der den Home-Button umbiegen kann. So kann man sich beispielsweise mit dem Nova Launcher (hier mein Setup) den Home-Screen so belegen, dass das klassische Google Now erscheint – oder der Google Assistant.

Hier sind die Konfigurationen mannigfaltig. Ich selber nutze keinen klassischen App Drawer-Button, aber man könnte bei Nutzung diesen so legen, dass entweder die Google Now-App anspringt – oder der Google Assistant. Zu finden unter „Gesten, Tastenaktionen & Spracherkennung“ im Nova Launcher.

 

Die vielleicht ideale Alternative für Nutzer des Nova Launchers: Haut euch das Google App-Icon an eine schöne Stelle, klickt länger drauf und wählt: „Bearbeiten“ aus dem Kontextmenü. Erstellt nun eine Wischaktion, die den Google Assistant aufruft – siehe auch der Screenshot über diesem Beitrag.

Ihr seht: Es ist durchaus möglich, den Google Assistant nicht zu nutzen oder diesen parallel zu Google Now zu betreiben. Letzten Endes ist es so, dass Google noch viel tun muss. Bei den meisten ist der Google Assistant noch nicht angekommen – und die Funktionen sind auch noch nicht alle ganz durchdacht, das sieht man beispielsweise auch am Beitrag „Google Assistant: Einkaufslisten nutzen„. Dennoch: Schaut ihn euch ruhig einmal an, wenn er auf eurem Android-Smartphone einschlägt. Google legt momentan ordentlich Power in den Assistant, ich denke, dass der in Zukunft noch immense Verbesserungen bekommt.

Auch zum Thema:

Google Assistant: Einkaufslisten nutzen

Google Assistant auf dem Android Smartphone: Hast Du ihn schon?

Google sorgt für Integration des Google Assistant in beliebige Hardware

Google Home und Google Assistant bringen dir das Kochen bei

Google Assistant bekommt Benachrichtigungsschalter

Google Assistant startet in Deutschland durch

Google Assistant: Kommt erst einmal nicht auf Tablets

Google Assistant für „alle“: Ab heute Verteilung

Cool: Google Assistant kommt auf Smartphones ab Android 6.0 Marshmallow

 


Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 24325 Artikel geschrieben.