Disney+ startet auf dem Streamingmarkt – und fragmentiert ihn noch mehr

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, wie sich im Streaming alles entwickelt? Ich muss sagen, so wie die Musik aufgestellt ist, kann ich damit leben. Schwerer wird es, wenn man in den Bereich Filme und Serien schaut. Denn während ich bei Musikdiensten meistens übereinstimmende Angebote finde, so sieht dies ja bei Filmen und Serien anders aus. Da finde ich bestimmte Inhalte nur bei Netflix, andere bei Amazon Prime, Apple TV+ – oder ich muss zu Sky greifen.

In den USA sieht das schon lange anders aus, da gibt es ja noch einiges an Auswahl mehr. Und seit heute gibt es auch Disney+. Disney, das unfassbar riesige Unternehmen, welches sich schon durch die komplette Unterhaltungsindustrie gefräst hat und so sogar theoretisch dafür sorgen könnte, dass Homer Simpson eine Disney-Prinzessin wird (Pixar, Lucasfilm, die Marvel Studios und 21st Century Fox gehören zu Disney). Disney+ ist nicht der erste Streaming-Dienst, man hat auch ESPN+ und durch die Übernahme von Fox  eben auch Hulu. Disney+ darf man sicherlich als die „Kronjuwelen“ des Unternehmens bezeichnen, eine Lizenz zum Drucken von Geld.

Das Angebot ist riesig und durch frische Produktionen wird man die Zahnräder der Gelddruckmaschine stetig schmieren. Logo, es wird eine rumpelige Anfangsphase, gerade unfreiwillige Nicht-Nutzer sind enttäuscht, haben sie doch keinen Zugriff auf die Inhalte. Viele deutsche Nutzer sind beispielsweise genervt davon, dass sie keinen Zugriff auf „The Mandalorian“ haben.

In Deutschland geht es mit Disney+ ab dem 31. März 2020 los. Bleibt zu hoffen, dass auch hierzulande alle Titel ankommen. Dennoch: Fünf Monate sind eine verdammt lange Zeit.

Mal sehen, wie sich die Nutzerzahlen zwischen den Streaming-Anbietern verschieben. Und was ich persönlich denke: Je mehr kostenpflichtige Anbieter es gibt, desto mehr Leute sind wieder gewillt, Grauzonen zu suchen, wo sie ihre Inhalte finden. Mir selber fehlt da neben dem Monatsabo etwas. Vielleicht ein Abo, welches man nach Stunden zahlt.

Disney+: Heruntergeladene Filme werden auch nach Lizenz-Ende noch abspielbar sein

Disney+ und DRM: Ohne Widevine L1 gibt es wohl nichts zu sehen

Disney+ vermeldet den Start-Katalog über Twitter

Disney+ startet am 31. März in Deutschland – App auch für den Fire TV

Disney+: 4 parallele Streams und 4K gibt es ohne Aufpreis

Disney+: Start am 12. November, knapp 7 Euro pro Monat und weitere Details

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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115 Kommentare

  1. Wird jetzt eine spannende Zeit. Netflix selber sieht ja keine Gefahr durch Disney.
    Haben auch andere vor ein paar Jahren zu Netflix gesagt und viele sind mittlerweile Weg.
    Fakt ist das die neuen Streaming Anbieter wo große Studios dahinterstehen ihre Inhalte durchweg von Netflix abziehen.

    Die echten Originale, viele sind nämlich nur eingekauft, von Netflix sind da halt bei weitem nicht auf dem Ni­veau der Inhalte die denen jetzt abgezogen werden. Wenn ich mir das so angucke bleibt da für mich und viele andere kein Grund mehr ein Netflix Abo abzuschließen. Dazu kommen die Preise. Disney wird da wohl den besseren Atem in Form von Geld haben als Netflix. Die haben ja nicht ohne Grund ihre Preise nach und nach angezogen. Amazon ergeht es da mit ihrer Sparte ähnlich.

    Jetzt wird es erst mal kurz ein aufteilen auf viele Anbieter geben. Wird aber nicht lange dauern bis es sich dann auf wenige große wieder konzentriert. Bei Spiele Plattformen erleben wir ja gerade das gleiche. Ich weis das keine X Anbieter abonnieren werde. Da jetzt wieder auf andere Kanäle ausgewichen wird kann ich verstehen. Die haben halt nach wie vor ihren eigenen Markt und die Kunden nicht verstanden.

  2. Leute, Leute lest mehr Bücher, müsst ihr nur 1x bezahlen und ein gutes Buch „suchten“ ist wie Serie bingen – nur gesünder. 😉

  3. Schon der erste Kommentar benutzt die ewig gleichen Stichworte „Gier“ und „Konzern“. Damit kann man so leicht rechtfertigen, dass man sich den Content illegal besorgt und sich dabei wie Robin Hood fühlen.
    Armselig.

  4. Als Multimedia und Sport (insbesondere Fußball) begeisterte Familie mit 4 erwachsenen Familienmitgliedern teilen wir uns Netflix 3,00 €
    Sky komplett 7,75 €
    Amazon Prime 1,44 €
    Magenta Sport 1,24 €
    Amazon Music Unlimited 3,10 €
    DAZN 2,50 €

    Das entspricht 19,02 € im Monat und bietet mir und meiner Family nahezu alle relevanten Sporteregnisse und Serienneustarts. Nimmt man Disney+ und Apple+ drauf, liegt man bei 3,00 € mehr im Monat pro Person.

    Sky liegt ein Monatspreis von 30,99 € zu Grunde, bei Amazon Music Unlimited, Prime und DAZN sind es auf den Monat heruntergebrochene Jahresbeiträge.

    Ich bin sicher, dass jeder gar nicht dieses umfangreiche Paket benötigt, aber wer für um die 20 € dieses nahezu unermessliche Angebot an Film, Serie, TV, Sport und Musik preislich für unangemessen hält, dem ist in meinen Augen nicht mehr zu helfen.

    • Als eine ganz doll für alles in der Glotze begeisterte Familie mit 5 Kindern, die wiederum auch schon wieder 10 Kinder haben, ist der Preis pro Person pro Stunde pro TV schon unter einem Eurocent. Wir wissen uns vor Begeisterung gar nicht mehr zu helfen!

    • Umd nach Auffassung der Anbieter bezieht ihr das Ganze illegal, da ihr sicherlich nicht unter einem Dach wohnt. Ich bin bei Dir, aber die Diskussion müßtest nach diesen Aegumenten führen.

      • Eine Familie, ein Dach, der identische Internetanschluss – in keiner Art und Weise illegal oder auch nur eine Grauzone…
        Natürlich ist nicht jeder in der gleichen räumlichen Situation, aber in unserem Fall ist das in meinen Augen einfach spottbillig.

        Die einzige Einschränkung gibt es, wenn mehr als 2 Personen zur gleichen Zeit bei dem identischen Service auf unterschiedlichen Geräten schauen möchten… aber dann kann man sich arrangieren.

  5. Ich möchte dafür Zahlen. Aber einheitlich, fair und in Relation. Für einen Film im Digitalen 24h Verleih soviel zu verlangen was die BlueRay bei Media Markt im Angebot kostet (nur ein Beispiel!) oder sogar den doppelten Kaufpreis Digital zu verlangen…. Von der Serien Landschaft möchte ich gar nicht anfangen (um 30Euro Pro Staffel). Nehmen wir mal an es hätte Game of Thrones legal pro Folge für einen Euro gegeben, dann hätten mich dann die Illegalen Download-zahlen (die im zweistelligen Mio Bereich liegen pro Folge(!) würden die einen Teufel tun und nicht weitermachen. – Nur mal gesponnen: stellt Euch vor ihr macht Euren Fernseher an und ihr sieht eine MediaThek bei der es alles gibt was Digital verfügbar ist, und egal was Ihr sehen wollt: kostet einen Euro. Film = ein Euro – Serie = ein Euro. Album von einem Künstler = ein Euro. Meint Ihr dass es dann noch einen Grau bereich geben würde und wir hier solche Diskussionen haben würden?

    • In jedem Fall würden wir diese Diskussion führen, denn das von dir dargestellte 1 € Modell ist in meinen Augen deutlich schlechter und teurer als die bestehende, gesplittete Streaming-Landschaft.

      Schlüsseln wir das auf:
      Alleine auf Sky gibt es aktuell 4 Neustarts, die ich gerne sehen möchte:
      Watchmen
      4 Blocks (3. Staffel)
      Succession (2. Staffel)
      Rick und Morty (4. Staffel)

      Das wären nach deiner Rechnung 4 €.

      Zusätzlich schaue ich im Monat 6 Filme bei Sky. Da wäre ich schon bei 10 €.

      Dazu kommen mindestens 15 Fußballspiele im Monat, die auch alle jeweils 1 € kosten würden.

      Auf Netflix und Amazon Prime Video gibt es auch immer wieder interessante Neustarts und das wichtigste Argument… ich muss nichts kaufen, ich kann auch einfach aus dem riesigen Fundus Sachen auch einfach mal testen… die erste Folge einer Serie anschauen, und dann abbrechen, wenn es Mist ist.

      Dazu möchte ich mir keine Alben kaufen, sondern ich möchte gerade das hören, was ich möchte – und in einem Familienabo kann ich das bereits für 2-3 € im Monat.

      Gäbe es dein 1 € Modell, ich würde bei meinem Konsum locker bei 50-60 € im Monat landen, so zahle ich, wie bereits weiter oben ausgeführt – ca. 20 €.

  6. Natürlich sind das vielfach Milchmädchenrechnungen, die hier passieren. Wofür man früher ein paar Tage eine DVD leihen konnte, kann man heute mehr sehen als in der ganzen Videothek verfügbar war. Die Sehgewohnheiten haben sich verändert und sind mehr vom linearen Fernsehen hin zum Streaming. Auch dafür hat man ja oft indirekt über Produktwerbung oder Kabelanbieter gelöhnt. Man will für die gleichen Preise wie früher plötzlich alle Inhalte sehen können, die jemals produziert worden sind. Natürlich geht das nicht auf. Netflix hat nie auch nur ansatzweise, auch nicht in den USA, alles abgedeckt. Da wird so viel zurecht rationalisiert, um fröhlich illegal zu streamen, dabei bekommt man heute mehr denn je fürs Geld. Die Ansprüche sind halt heute so gestiegen., dass einem die Hutschnur platzt, wenn nicht ständig ein neues Breaking Bad rausgefurzt wird und früher haben sich die meisten mit dem Schund im Fernsehen begnügt. Dahinter steckt natürlich massive Entscheidungsdiffusion in der massiven Auswahl jeden Tag nur epochales sehen zu wollen. Nicht alles zu haben, geht mit der Angst einher irgendwas zu verpassen, die rationalisierend damit abwehrt wird, dass es zu teuer sei.

    • „ Man will für die gleichen Preise wie früher plötzlich alle Inhalte sehen können, die jemals produziert worden sind.“
      Nein, ich wäre schon zufrieden, wenn alle Kinofilme so wie vor 40 Jahren zunächst bei den Öffis liefen, also da, wo ich früher auch den Europapokal,die Bundesliga und alle Nationalmannschaftsspiele live sehen konnte. Von wegen unersättlich… Zieh mal deine Hassbrille ab.

      • Ich lese aus dieser Analyse keinen Hass heraus, das ist allein deine, sehr abwegige Interpretation. Das Wort unersättlich kommt in meinem Text nicht mal vor. Die ÖR essen wahrscheinlich Geld, wenn man bedenkt, welchem Output 8 Milliarden Einnahmen entgegenstehen. Das hat aber wenig mit den Streaming Diensten zu tun.

  7. Amazon
    maxdome
    iTunes
    Google Play
    freenet Video
    Microsoft
    Videoload
    videociety
    Joyn
    Sony
    Netflix
    TVNOW
    Apple TV+
    Sky Ticket
    Sky Go
    Rakuten TV
    Pantaflix
    MagentaTV
    Flimmit
    CHILI
    Anime On Demand
    Wakanim
    kividoo
    FilmConfect
    achso ja, Disney demnächst

    wiso sollte man soviel Kohle rauswerfen? Da brauchen sich die Nimmersatten Manager nicht wundern warum man sich dem Mist in der Masse verweigert und auf kostenlose Alternativen setzt. Da ists dem wenig verdiener, davon wird es immer mehr geben, scheiß egal dass dies nicht legal ist.

  8. Zum Deutschlandstart wird es dann wohl auch ne App für den Fire Stick geben, in den Niederlanden gibt es für viele Geräte zb noch keine App, zb für Samsung Tvs älter als 2017 und der Fire Stick wird auch nicht unterstützt.

  9. Armselige Diskussion hier. Kann denn hier keiner mal zumachen? Bringt eh nix. Eine Seite: Kunden von illegalen Streamingdiensten sind geizige Nerds. Wer gucken will, soll zahlen. Andere Seite: Drecks Kapitalisten, sie nehmen uns alles weg! Ich bin ab sofort illegal unterwegs, ist mir aber egal, ich zahle nur einmal, und zwar an den Anbieter der illegalen Sharingseite.

    Nuff said.

  10. Was alle gut können ist rumjammern. 😀

    Soll jeder halten wie er mag. Solange sich an der Schweizer Gesetzeslage nichts ändert, ich bezahle lieber jährlich für n usenet Zugang, 1, 2 Indexer und bin so frei von der Qual der Wahl. Lässt sich heutzutage ohnehin alles automatisieren. Netflix hat einen tollen Ansatz, wäre da nicht die Ländergebundenen Lizenzen. Das Internet ist global, an dem Gedanken happerts leider in den Köpfen noch. Sollte es irgendwann eine globale Lösung geben, ohne Landesgrenzen und eigene Süppchen kochen, werde ich diese herzlich gerne abonnieren. Utopia könnte so schön sein.

  11. Also ich habe Amazon Prime aber mehr wegen den Versand das es Filme und Serien toll. Netflix habe ich auch und ich werde auch Disney + buchen wenn Content da ist den ich sehen will und halt auch Aktuell. Bei netflix bis auf die Original Serien sind immer alt. Das gleiche auf Amazon es sei den man schaut auf English dann aber mit Extra kosten und ca. 30€ für eine Staffel auf English finde ich schon etwas viel. Wenn die dann irgendwann auf Deutsch wäre OK aber oft muss man die dann nochmal kaufen daher mache ich sowas ehr selten. Mal vielleicht eine Einzelne Folge um ein Crossover komplett sehen zu können bei den DC Serien aber sonst auch nicht. Was ich auch bei Amazon komisch finde ist das es dort Serien zu kaufen gibt die schon im TV lief, oder wo schon im Tv eine Staffel weiter gezeigt wird. Wenn Disney+ Aktuellen Content hat dann OK sonst für mich auch nicht interessant. Und das die Grauzone weniger geworden ist halte ich für ein Gerücht. Ich sage im Bereich Aktuelle Serien und Filme hat sich gar nichts geändert.

    • Peter Brülls says:

      „Alt“, naja. Filme werden im Allgemeinen doch nicht schlecht, allenfalls, dass sie aktuellen Sehgewohnheiten nicht mehr ganz entsprechen. Star Wars kann man immer noch schauen, ist nun 40 Jahre alt. Und was interessiert mich, was „im TV“ gelaufen ist. Bedeutet bei Serien minimal „nur deutsche Synchro“ und öfter als nicht „mit Werbeunterbrechungen“. Letztere brauche ich nicht.

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