Google Fotos: So funktioniert das Teilen der Fotogalerie

29. Juni 2017 Kategorie: Backup & Security, Google, geschrieben von: caschy

Auf Googles Entwicklerkonferenz I/O 2017 hat man neue Möglichkeiten für Google Fotos vorgestellt. Diese wurden nun auch größtenteils scharf geschaltet. Ich habe mal einen schnellen Blick auf die Neuerungen von Google Fotos geworfen. Für alle, die sich wundern, warum Web-Ansicht und Apps für iOS und Android nun etwas anders aussehen, bzw. ein Mehr an Funktionen bieten.

Die neuen Möglichkeiten betreffen beispielsweise das Teilen von Inhalten. Teilt ihr ein Foto, so versucht Google Fotos zu erkennen, mit wem ihr es teilen wollt. Das können bei aktivierter Gesichtserkennung Personen auf dem Foto sein – oder aber auch Personen, mit denen ihr bereits häufig Fotos geteilt habt. Kontakte, die mit Gmail-Account hinterlegt sind, werden weiterhin dahingehend passend dargestellt, wenn sie Google Fotos nutzen. Aber natürlich lassen sich über Links und Mail-Adressen auch alle anderen Kontakte ansprechen.

Sowohl im Web als auch in der App tauchen neue Optionen in der seitlichen Menüleiste auf. Das Archiv gibt es schon länger, neu ist das Freigegeben der Fotogalerie. Da werden sicherlich bei den meisten die Haare zu Berge stehen – wer will schon seine komplette Fotogalerie freigeben? Muss man nicht, keine Sorge.

Erst einmal wichtig zu wissen: Das Gegenüber (und ihr könnt eure Library nur mit einer Person teilen!) muss über ein Google-Konto verfügen. Was kann man freigeben?

  • Nur ausgewählte Fotos hinzufügen: Du kannst die Fotos nach Gesichtern oder Datum filtern.
  • Nach Gesichtergruppen filtern: Du kannst eine oder mehrere Gesichtergruppen auswählen. Fotos, die einer ausgewählten Gesichtergruppe entsprechen, werden geteilt.
  • Nach Datum filtern: Alle Fotos mit einem Datum, das nach dem ausgewählten Zeitpunkt liegt, werden geteilt.

Doch auch hier gibt es unter Umständen Fallstricke: Die Gesichtergruppierung funktioniert noch nicht völlig perfekt. Beim Filtern nach Gesichtergruppen kann es unter Umständen vorkommen, dass Fotos geteilt werden, auf denen die ausgewählten Personen nicht zu sehen sind. Auch ein beliebter Fehler: In einigen Fällen ist das Datum eines Fotos nicht richtig. Wenn es zum Beispiel gescannt wurde oder die Kamera nicht richtig eingestellt war, kann ihm das falsche Datum zugeordnet werden. Beim Filtern nach Datum kann es so vorkommen, dass Fotos geteilt werden, die nicht in den ausgewählten Zeitraum fallen. Wollt ihr Teilen, so sieht das wie folgt aus:

Eigentlich selbsterklärend, oder? Alles Fotos heißt auch „alles“. Dann kann der gewählte Partner alles sehen. Alles was alt und alles was neu ist. Du kannst auch nur Bilder bestimmter Personen freigeben, dann werden alle Bilder einer Person freigegeben, die auf einem Bild erkannt wurde. Man kann nicht nur eine zu teilende Person aussuchen, sondern auch mehrere. Dies erfordert ein Freischalten der Funktion in Deutschland.

Das Teilen von Bildern nach Datum gilt AB einem Datum. Wer also ab dem 29.6.2017 teilt, wie in meinem Screenshot zu sehen, der teilt Inhalte AB diesem Datum. Nicht davor. Bedingungen lassen sich auch verknüpfen. So kann man ALLE Fotos ab einem Datum teilen – oder man wählt bestimmte Personen aus, die ab einem bestimmten Datum zu sehen sind. Was geteilt wird, wird vor der Einladung noch einmal angezeigt. Zum Zeitpunkt meines Beitrages hat Google Fotos allerdings einen Anzeigefehler. Wie man im oberen Screenshot sieht, teile ich Fotos AB einem bestimmten Datum, die Bestätigung zeigt aber ALLE BIS zu diesem Datum an.

Der eingeladene Partner sieht dann eine Einladung und kann meine geteilten Fotos über die Seitenleiste aufrufen. Das Gegenüber sieht, von wem Fotos kamen – und ihr seht dort, mit wem ihr teilt und vor allem: was.

Hat man seine Library wie auch immer geteilt, dann kann man im Web oder der App festlegen, wie mit den Fotos vorgegangen wird. Standardmäßig werden fremde Fotos zwar angezeigt, aber nicht automatisch bei euch gespeichert. In den Google-Fotos-Einstellungen von Web und App kann man aber festlegen, dass die Bilder automatisch bei euch gespeichert werden.

Warum? Ganz einfach: Speichert ihr nicht und jemand beendet die Freigabe, dann habt ihr keinen Zugriff mehr. Speichert ihr die Fotos, dann habt ihr auch nach Beenden der Freigabe die Fotos. Wichtig zu wissen: Speichert ihr die Fotos des Gegenübers nicht, dann tauchen sie auch nicht in eurer Übersicht auf, nur über die Freigabe in der Seitenleiste könnt ihr die Fotos sehen. In diesen Einstellungen lassen sich auch nachträglich die Berechtigungen ändern – oder eine Freigabe komplett beenden.

Eigentlich eine ganz nützliche Sache. Schade finde ich, dass man seine Library nur mit einer Person teilen kann. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Alternativ muss man da halt weiter über geteilte Alben gehen. Hier kann man mehrere Leute einladen, die auch am Album mitarbeiten können.

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