Google Fotos: Fotos bearbeiten und Änderungen rückgängig machen

artikel_google fotosGoogle Fotos kennen sicherlich alle unsere Leser. Ziemlich schicke Sache, der ich zum Start damals vier lange Beiträge gewidmet habe – und alle zwischendurch hinzugekommenen Änderungen haben wir ja hier auch im Blog (siehe Linkliste am Ende dieses Beitrages). Mobil hat man in der Android-Version 1.17 von Google Fotos Neuerungen eingeführt (bzw. zurückgeholt), die es wert sind, noch einmal gesondert beschrieben zu werden. Doch einmal von Anfang an.

Editor von Google Fotos

Editor von Google Fotos

Bildbearbeitung ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln und sicherlich freuen sich viele Menschen über Tools, die ein Bild „mal eben schnell“ verbessern. Dafür gibt es einige Dienste, noch besser für Nutzer von Google Fotos, dass diese Werkzeuge gleich anbei sind. Man hatte vor Jahren Nik Software übernommen und das tolle Tool Snapseed kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Folge des Kaufes wurde neulich auch die große und vor allem mächtige Nik Collection kostenlos zur Verfügung gestellt, da sich das ehemalige Team auf Google Fotos konzentrieren soll. Wer lieber mächtig am Desktop arbeitet und 100 Werkzeuge nicht scheut, der schaut sich also die Nik Collection an.

Ich selber bearbeite eigentlich selten Fotos. Knipsen, fertig. Benötige ich die Fotos für das Web, dann nutze ich fast nur die Tools aus den Google Fotos, alles andere landet unbearbeitet auf dem NAS. Sollte ich mal ein Foto ausdrucken wollen – für die Verwandtschaft oder unsere Fotowände, dann durchläuft das Foto auch eben irgendeinen Google-Filter.

Was ich interessant finde – und das ist eben das neue Feature, welches nun wieder unter Android Einzug gehalten hat – das ist das non-destruktive Bearbeiten. Man kann unter Google Fotos ein Bild quasi auf zwei Arten bearbeiten, beziehungsweise speichern. Das kennen die, die die Funktion im Netz nutzen, sicherlich schon länger. Bearbeitet man ein Foto, so wird dieses standardmäßig nicht mehr als Kopie gespeichert. Kennt man ja, man schnappt sich ein Foto, bearbeitet dies in diversen Belangen und am Ende kommen zwei Fotos raus – einmal ein bearbeitetes und das Original ohne Änderungen.

Foto bearbeiten

Im ersten großen Screenshot oben sehen wir ein Foto ohne Veränderungen. Hier kann man nun Hand anlegen. Man kann das Bild drehen und wenden, man findet diverse Filter vor und zudem gibt es im Web eine Automatik, um das Bild auf Basis der Google’schen Algorithmen aufzupeppen. Macht man das irgendwie – hier im Beitrag nur überzeichnet, um die Unterschiede herauszustellen, so könnten wir letzten Endes (nach dem Klick auf „Fertig“) so etwas sehen bekommen.:

editor filter

In der Übersicht ist nun nur das bearbeitete Foto zu sehen – kein Original mehr. Dies kann man erreichen, wenn man das bearbeitete Bild noch einmal aufruft und in diesem „Änderungen rückgängig machen“ auswählt.

editor_filter

Will man diesen automatischen Modus nicht nutzen, sondern bearbeitetes Bild und Original nebeneinander behalten, so empfiehlt sich der Gang über das Menü, visualisiert über drei Punkte. „Kopie speichern“ heißt das Zauberwort. Es sorgt dafür, dass einmal euer bearbeitetes Foto und einmal die Kopie in Google Fotos gespeichert werden.

kpie speichern

Eben jene hier beschriebenen Mechanismen greifen nun auch bei der frisch verteilten Android-Version (iOS kann es schon länger), falls jemand auf seinem Smartphone oder Tablet die Fotos bearbeiten will (machen wahrscheinlich viele, da das Smartphone ja auch gleichzeitig Kamera ist). Ihr könnt also lustig das Foto bearbeiten und dieses im Bearbeiten-Modus wieder von euren Änderungen befreien, aus welchen Gründen auch immer. Was etwas schade ist: Bearbeitete Bilder werden auf den schnellen Blick nicht als solche erkenntlich gemacht – hier wäre es toll, wenn Google noch einmal eine Visualisierung einfügen würde.

Android Bildbearbeitung Google

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

5 Kommentare

  1. Nunja, irgendwo muss das Original-Bild ja gespeichert werden, um Änderungen rückgängig zu machen. Also vermutlich in den App-Daten der Fotos-App, oder? (So läuft das jedenfalls mit dem Papierkorb; App-Daten löschen und der Papierkorb ist auch geleert)

    Ergo.. ich bleib bei der gewöhnlichen Kopie.

  2. Irgendwie sehe ich immer noch keinen Grund mein geschätztes lokales Picasa aufzugeben. Solange ich damit meine Bilder noch in meine Google-Foto Alben hochladen kann, werde ich nicht wechseln. Die Funktionen zur Bildbearbeitung und Verbesserung reichen mir völlig. Ich habe von der Materie leider nicht viel Ahnung und verlasse mich da ganz auf die „Google’schen Algorithmen“ und mein Gefühl 🙂

    @Patrick Ich vermute es wird nur eine Art Diff-File in einer Datenbank oder im Bild selber abgelegt.

  3. Ich suche auch noch die Funktion über Google Fotos Bilder direkt in ein Album zu laden bzw ein neues Album anzulegen und im Anschluss die Bilder hoch zu laden.Mit Picasa kein Problem, bei Google Fotos kann ich zwar ein Album erstellen, aber nur aus schon hochgeladen Bildern. Ich möchte aber nicht erst die Bilder einzeln so hochladen und danach die Bilder für ein Album auswählen.

    Oder habe ich da eine einfache Möglichkeit übersehen?

  4. Jupp, so lange der neue Google Photo Desktop-Uploader nicht die Funktion bietet Photos in Ordern hochzuladen und diese gleich entsprechend den Orderbezeichnungen als Alben anzulegen, werde ich vorerst auch bei der alten Picasa App bleiben.

  5. Bei mir funktioniert übrigens seit kurzem das Gesichtserkennungsfeature nicht mehr.
    Habe es damals über den VPN Trick freigeschaltet, aber in den neuesten App Versionen (und im Web) ist der Personenreiter bei der Suche nun verschwunden.

    Auf meinem Android Tablet wird der Personenreiter zwar noch angezeigt und die Miniaturbilder werden geladen, aber nach Klick auf die Person wird nichts mehr gefunden. Außerdem sind die Namen gelöscht.

    Ein erneuter Test via VPN hat ebenfalls keine Abhilfe geschaffen.
    Gesichter gruppieren“ ist jedenfalls noch in der Einstellungen vorhanden, scheint aber nichts mehr zu bewirken.