Geteilte Alben in Google Fotos: ein kurzer Blick hinein

11. Dezember 2015 Kategorie: Backup & Security, Google, geschrieben von: caschy

artikel_google fotosIch hatte mich in der Vergangenheit schwer mit Google Fotos beschäftigt. Nun hat das Unternehmen die Möglichkeit eingeführt, dass mehrere Menschen an einem Album mitarbeiten können. Schicke Sache, die ich begrüße. Ich habe einmal einen ersten Blick in Google Fotos geworfen, beschränke mich in diesem Beitrag auf die Web-Variante, wobei die Funktionalität auch in den mobilen Apps für Android und iOS gegeben ist. Ich habe schon ein paar Dienste ausprobiert und erlaube mir deshalb ein paar Anmerkungen zu Dingen, die mir aufgefallen sind. Wer mit Google Fotos so gar nichts anfangen kann, der kann unter diesem Beitrag noch eine Zusammenfassung zu weiteren Beiträgen zum Thema finden.

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Die Freigabe als solches ist schnell erstellt, wählt man ein oder mehrere Fotos aus, dann kann man nicht nur ein normales Album erstellen, sondern auch ein geteiltes. Betrachten kann ein geteiltes Album jeder mit Link, Mitarbeiter müssen einen Google-Account und logischerweise Google Fotos haben. Hier bin ich das erste Mal gestolpert. Man kann ein geteiltes Album nicht an Accounts freigeben – ich muss es wie bei geteilten Links machen. Beispiel bei einem Familienalbum:

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Der Vater erstellt ein geteiltes Album. Er kann nun nicht Mutter und Kind einladen, er muss „einfach“ den Link an Mutter und Kind weitergeben. Rufen die Personen mit Link diesen Beitrag auf, so werden sie aufgefordert, dem Album beizutreten. Nutzer eines gemeinsamen Albums sehen andere Teilnehmer. Die grundlegenden Google Fotos-Funktionen lasse ich hier mal aus, Nutzer wissen selber, wie sie Fotos zu einem Album hinzufügen.

Was etwas schräg ist, das ist die Tatsache, dass ich keine expliziten Accounts ansprechen kann. Wer den Link hat, kann alles sehen, alles herunterladen und mitmachen. Hier darf sich jeder Nutzer die Frage stellen, was ihm sicherer erscheint. Ein Link, der ja irgendwie erst einmal in fremde Finger gelangen muss – oder ein gehackter Account bei einem anderen Dienst, der auf Account-Basis arbeitet. In beiden Fällen habe ich vielleicht Pech – und die Fotos, die mich halbnackt vorm Kamin auf dem Teppich zeigen, sind für alle sichtbar.

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Doch lasst uns mal zu dem Menschen kommen, der eine Einladung zu einem geteilten Album bekommen hat. Visualisiert werden die Fotos mit dem Namen desjenigen, der das Foto hochgeladen hat. So weiß man flott, wer welches Foto ins Album legte. Fotos werden nicht nach Datum des Hinzufügens sortiert, sondern nach Erstelldatum. Mitarbeiter können nur eigene Fotos löschen, der Ersteller des Albums hat Zugriff auf alle und könnte löschen (nur aus dem Album – nicht beim Mitarbeiter). Standardmäßig sind Fotos nur in der Cloud und werden nur „für immer“ in den eigenen Fotos gespeichert, wenn man das Cloud-Symbol im Album anklickt. Ist dies geschehen, werden die Fotos in die eigene Galerie kopiert, dort bleiben sie – auch wenn ein Mitarbeiter diese aus dem gemeinsamen Album löscht.

Geteiltes_Testalbum_-_Google Fotos

Ruft der Admin die Optionen des Albums auf, so sieht er auch hier die Teilnehmer. Doof: er kann sie nicht entfernen. Hebt er den Link zum Teilen auf, dann geschieht folgendes: das gemeinsame Album wird aufgelöst, Freigaben also gelöscht aber die Bilder bleiben behalten (sofern sie in die eigene Library übertragen wurden).

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Schade, dass man Personen nicht entfernen kann, das wäre es ja gewesen. Stattdessen müsste ein Beigetretener sich selbst entscheiden, das Album zu verlassen. Macht er dies, so werden seine Bilder aus dem Album entfernt. Ihr habt auf diese nur Zugriff, wenn ihr diese über das Cloud-Symbol in eure Library geschaufelt habt.

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Das finde ich gesamt betrachtet ein bisschen schade, als Admin wünschte man sich sicherlich, auch Mitglieder entfernen zu können. Aber: was nicht ist, kann ja noch werden. Auch werden vielleicht einige die Tatsache nicht so klasse finden, dass eine Interaktion mit Bilder nicht möglich ist. Bilder liken oder kommentieren? Fehlanzeige. Mal schauen, was bei Google Fotos noch passiert. Es ist ein guter Einstand, dieser aber durchaus ausbaubar.

Weiterführend:

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 1

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 2

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 3

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 4

Google Photos mit Apple Fotos synchronisieren

Google Photos: Gesichtserkennung in Deutschland freischalten

Facebook & Instagram: Fotos zu Google Fotos umziehen

Google Fotos findet Ordner ohne Ordner

Google Fotos: nicht geteilte Bilder sind öffentlich aufrufbar!

Google Fotos: Lokalen Speicher freiräumen


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Über den Autor: caschy

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