Das ist das Huawei Mate 10 Pro

16. Oktober 2017 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

Das Huawei Mate 10 Pro hat die letzten Wochen die Gerüchteküche nur so heimgesucht. Da kam es auch schon vor, dass die emsigen Leaker die unterschiedlichen Varianten des Mate 10 durcheinander gewürfelt haben. Doch nun haben die Chinesen aufgeräumt, denn das Mate 10 Pro ist offiziell. Es erscheint gemeinsam mit dem Mate 10 Lite in Deutschland  hat einiges zu bieten. Beispielsweise wäre da wohl als erstes das OLED-Display mit 6 Zoll Diagonale im Format 18:9 und der leider etwas enttäuschenden Auflösung von 2.160 x 1080 Bildpunkten (FHD+) zu nennen. Dafür punktet das Huawei Mate 10 an anderen Stellen.

Klar, Bildschirmauflösung ist nicht alles – das Xiaomi Mi Mix 2 arbeitet mit der gleichen Auflösung auf einer sehr ähnlichen Diagonale. Aber da haben das kommende LG V30 und das Samsung Galaxy Note 8 eben etwas mehr zu bieten. Doch sehen wir uns einfach mal gebündelt die technischen Daten des Huawei Mate 10 Pro an.

Technische Daten des Huawei Mate 10 Pro
Display: 6 Zoll (OLED) mit 2.160 x 1.080 Pixeln (FHD+) im Format 18:9
Abmessungen und Gewicht: 74,5 x 154,2 x 7,9 mm;  ca. 178 g
RAM und Speicher: 6 GByte RAM; 128 GByte Speicherplatz
Prozessor: Huawei Kirin 970 mit acht Kernen (4 x 2,36 GHz ARM Cortex A73 und 4 x 1,8 GHz ARM Cortex A53)
Kamera: 20 MP + 12 MP Leica Dual-Kamera Summilux-H 1:1.6/27 ASPH, LED-Blitz
Videoaufnahme: 4K
Front-Kamera: 8 MP; Blende f/2.0
Akku: 4.000 mAh Akku (fest verbaut)
Betriebssystem: Android 8.0 Oreo (mit Überzug EMUI 8.)
Schnittstellen: Wi-Fi 802.11 ac, 4G LTE, Bluetooth 4.2, USB Typ-C (3.1), GPS, NFC, Dual-SIM
Weiteres: Schnellaufladung, Fingerabdruckscanner, Gyroskop, Kompass, Sensor für Umgebungslicht und Näherung, Barometer, Infrarot, nach Schutzklasse IP67 resistent gegen Staub und Wasser, PC-Modus

Im Lieferumfang des Smartphones liegen ein Adapter für 3,5-mm-Kopfhörer, eine Schutzhülle, ein passendes Netzteil mit USB-Typ-C-Kabel sowie eine Schnellstartanleitung bei. Ihr habt dabei in Deutschland zwischen den Farben Titanium Grey, Midnight Blue und Mocha Brown die Wahl, falls ihr ein Huawei Mate 10 Pro erstehen mögt.

Huawei hebt für das Mate 10 Pro zudem das NPU (Neural Processing Unit) des Kirin 970 hervor. Jenes soll speziell für KI-Anwendungen optimiert sein und dem Mate 1o Pro in diesem Bezug einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Was der Hersteller mit seinen Partnern aber langfristig aus den Techniken macht, steht derzeit noch in den Sternen. Große Hoffnungen darf man sicherlich in die Dual-Kameras stecken, die schließlich auch schon beim Mate 9 überzeugten.

Überraschungen gab es nun letzten Endes also keine mehr – die durchgesickerten Bilder trafen voll ins Schwarze und auch die technischen Daten kannten wir alle aus der Gerüchteküche. Für mich ist die Bildschirmauflösung des Huawei Mate 10 Pro, auch angesichts der üppigen Diagonale, ein Wermutstropfen. Hätte vor wenigen Jahren aber wohl auch niemand gedacht, dass wir 2017 über die Auflösung FHD+ bei einem Smartphone-Bildschirm klagen würden – aber die Konkurrenz bietet da eben etwas mehr.

Dennoch ist das Huawei Mate 10 Pro meiner Meinung nach ein schickes Smartphone, das sich, so wie das LG V30 dafür seine Videofeatues nutzt, durch seinen Fokus auf KI ein Alleinstellungsmerkmal sichern könnte

Auch der neue PC-Modus dürfte einige Nutzer ansprechen: Ähnlich wie bei Samsungs DeX-Station für die Galaxy S8 / S8+ und das Note8 lässt sich auch das Huawei Mate 10 Pro an einem Monitor als PC-Ersatz verwenden. Nur dass hier eben gar kein Dock notwendig ist. Klar, dadurch fällt die Möglichkeit weg via USB Tastaturen oder Mäuse anzuschließen, via Bluetooth geht jenes aber. Oder ihr hantiert eben direkt am Smartphone und nutzt die Onscreen-Tastatur zur Bedienung.

Das Huawei Mate 10 ist im November für ab 799 Euro zu haben. Seid ihr mit dem neuesten Streich von Huawei zufrieden?


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei
Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich
eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das
erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto
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