WhatsApp MD 3.0 soll gegen Drittanbieter-App-Bans immun sein

WhatsApp macht derzeit nicht nur durch den Web-Client von sich reden, auch die aus Nutzung von Drittanbieter-Apps resultierenden Bans der User sind weiterhin ein Thema. Erfolgt der erste Ban noch für 24 Stunden, sind es beim zweiten Vergehen bereits 72 Stunden. WhatsApp+ wurde bereits eingestellt, andere Drittanbieter geben sich nicht so leicht geschlagen (bekamen allerdings auch noch keine offizielle Post). Der Macher von WhatsAppMD verspricht mit Version 3.0.0 der App einen Trick, der die WhatsApp-Server glauben lassen wird, dass es sich bei der App um den originalen WhatsApp-Client handelt.

WAMD3

Natürlich sollte man bei solchen Alternativ-Apps nie vergessen, dass sie eben nicht offiziell sind und dies auch nicht von den Betreibern des Originals gewünscht wird. Wären alternative Clients erlaubt, würde WhatsApp eine entsprechende Schnittstelle zur Verfügung stellen. Ist aber nicht der Fall. Insofern sollte man abwägen, ob die zusätzlichen Features eines Drittanbieter-Clients die Gefahr eines Bans wert sind.

Die Download-Links für die neue Version von WhatsAppMD findet Ihr in diesem Google+-Post. Alternativ könnt Ihr Euch die APK auch selbst zusammenstellen, das Projekt findet Ihr bei GitHub. Da es sich bei WhatsAppMD im Prinzip nur um eine optische Modifikation handelt, ist es gut möglich, dass diese nicht erkannt werden kann und deshalb auch nicht zu einem Ban führt. Wer völlig auf Nummer sicher gehen will, lässt die Finger von solchen oder ähnlichen Apps. Das neue WhatsApp Web-Feature ist übrigens noch nicht enthalten, ein Update aber bereits in Arbeit sein.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. Das Dekompilieren ist ein Teil des Software-Reverse-Engineerings…
    Bei WAMD bin ich mir sehr sicher, dass nur ein wenig an XML- und Smali-Dateien gearbeitet wird, um das Aussehen zu ändern und nicht am tatsächlichen Quellcode selbst geschraubt wird. Das ist eine sehr gängige Vorgehensweise und es gibt für einen Großteil der beliebten Apps solche Mods. Bei WA+ bin ich mir da nicht 100% sicher. Dort wurde auf jeden Fall Funktionalität ergänzt, aber da nie eine Funktion von WA tatsächlich verändert wurde hatte wohl auch hier der Entwickler keinen Zugriff auf den Quellcode selbst. Ich halte es auch für sehr unwahrscheinlich, dass WhatsApp nicht mit Code Obfuscation arbeitet.

  2. @Geeg:
    AGBs sind nicht zwangsläufig bindend, von daher zieht Dein Argument nicht. Damit AGBs in Deutschland relevant werden können, müssen sie nachvollziehbar und ohne größere Umstände vor dem Kauf gelesen werden können. Dies ist bei SW meistens nicht der Fall.

  3. @Flutter_Rage: Es ist vollkommen egal, ob nur wenig bearbeitet wurde oder ob das gängig ist. WhatsApp+ basiert auf der illegalen Weiterverwendung und Verbreitung des WhatsApp-Paketes, also kann man höchstens von einer Duldung ausgehen und ist rechtlich total angreifbar, wenn man das Endergebnis und nicht nur die verwendeten Patches verbreitet. Reverse Engineering ist nur dann vielleicht legal, wenn man lediglich Infos, z.B. über interne APIs, nutzt um alles selbst zu coden.

    @Fraggle: Guter Punkt, es dürfte allerdings der Zeitpunkt der Accounterstellung zählen. Und die AGBs sind auf die übliche Weise umgesetzt. Aber vielmehr ist der Punkt: Keiner hat einen Anspruch auf die WhatsApp-Nutzung, wenn WhatsApp da legal vorgeht oder Verstöße blockiert, ist das kein Grund für Heulereien.

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