WhatsApp MD 3.0 soll gegen Drittanbieter-App-Bans immun sein

WhatsApp macht derzeit nicht nur durch den Web-Client von sich reden, auch die aus Nutzung von Drittanbieter-Apps resultierenden Bans der User sind weiterhin ein Thema. Erfolgt der erste Ban noch für 24 Stunden, sind es beim zweiten Vergehen bereits 72 Stunden. WhatsApp+ wurde bereits eingestellt, andere Drittanbieter geben sich nicht so leicht geschlagen (bekamen allerdings auch noch keine offizielle Post). Der Macher von WhatsAppMD verspricht mit Version 3.0.0 der App einen Trick, der die WhatsApp-Server glauben lassen wird, dass es sich bei der App um den originalen WhatsApp-Client handelt.

WAMD3

Natürlich sollte man bei solchen Alternativ-Apps nie vergessen, dass sie eben nicht offiziell sind und dies auch nicht von den Betreibern des Originals gewünscht wird. Wären alternative Clients erlaubt, würde WhatsApp eine entsprechende Schnittstelle zur Verfügung stellen. Ist aber nicht der Fall. Insofern sollte man abwägen, ob die zusätzlichen Features eines Drittanbieter-Clients die Gefahr eines Bans wert sind.

Die Download-Links für die neue Version von WhatsAppMD findet Ihr in diesem Google+-Post. Alternativ könnt Ihr Euch die APK auch selbst zusammenstellen, das Projekt findet Ihr bei GitHub. Da es sich bei WhatsAppMD im Prinzip nur um eine optische Modifikation handelt, ist es gut möglich, dass diese nicht erkannt werden kann und deshalb auch nicht zu einem Ban führt. Wer völlig auf Nummer sicher gehen will, lässt die Finger von solchen oder ähnlichen Apps. Das neue WhatsApp Web-Feature ist übrigens noch nicht enthalten, ein Update aber bereits in Arbeit sein.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. Klingt nach einer guten Alternative. Aber noch läuft WhatsApp+ bei mir ohne Probleme bzw. Sperrung – komisch! Vielleicht liegt es daran, dass ich WhatsApp vor ein paar Jahren auf dem iPhone gekauft hatte?!

  2. Was man natürlich nicht vergessen darf, solche Apps funktionieren nur, weil der Ersteller den Code geklaut hat. Irgendwann wird auch er ein Problem bekommen. WA hatte wohl bis jetzt nur keine Lust.

    Mit welcher Selbstverständlichkeit (um mal bei WA+ zu bleiben) die Leute Diebesgut einsetzen und dann auch noch rum heulen ist nicht ganz begreiflich. Dann wurde der Account halt deaktiviert, damit muss man rechnen und der Ersteller muss mit Briefen von Anwälten und Co rechnen, früher oder später.

  3. Habe bisher meinen ersten Bann auch noch nicht bekommen, bin jetzt aber dennoch von WA+ zu WAMD gewechselt. Früher oder später wird WA+ eh nicht mehr funktionieren.
    @Fabi: Hatte nie ein iPhone, daran sollte es also nich liegen.

  4. @Sumsen: Achso, der Code wurde also „geklaut“ und dann das „Diebesgut“ einfach ganz dreist weiterverkauft…
    Es sind ganz einfach modifizierte APKs. Es wurde nichts entwendet und WhatsApp entsteht absolut kein Schaden.

  5. Und Code muss nicht mal geklaut worden sein, ich denke nicht, dass WhatsApp allzu schwer mit Reverese-Engineering zu knacken ist / war. Und das ist nunmal zu Recht legal.

  6. @Flutter_Rage
    Da muss ich dir leider ganz entscheiden widersprechen.
    Der Code wurde tatsächlich geklaut. Nur weil du an etwas rankommst, heißt das nicht, dass du es auch verwenden darfst. WhatsApp läuft nicht unter einer OpenSource Lizenz…du hast keinerlei Recht die Software zu modifizieren oder weiter zu verteilen.

    Faktisch wurde damit tatsächlich entwendet bzw. ohne Erlaubnis angeeignet.
    Es steht nirgendwo geschrieben, dass „klauen“ nur dann „klauen“ ist, wenn finanzieller Schaden entsteht oder gar finanzieller Gewinn daraus geschlagen wird.

    Es wurde hier einfach Eigentum eines fremden Unternehmens weiterverarbeitet.

    Wie kommst du überhaupt auf die Idee, dass WhatsApp dadurch kein Schaden entsteht?…das ist einfach nur eine aus der Luft gegriffene Annahme, die darauf fußt, dass du alleinig die finanziellen Punkte betrachtest. Wenn man nur mal einen Blick auf den ShitStorm wirft, den WhatsApp über sich ergehen lassen muss, weil sie ihr Produkt davor schützen möchten, dass unbekannt an ihrem Code rumhacken…dann seh ich das schonmal als ordentliches PR-Problem, dass ganz allein den Fremdentwicklern zugeschrieben werden kann (und den Usern, die das unterstützen).

  7. @Sumsen: Würde das Milliarden Unternehmen mal seine faulen Programmierer in den Hinterntreteten, damit die sich mal an die entsprechenden aktuellen Designvorgaben der jeweiligen OS halten, bräuchte man keine Drittanbieterapps oder modifizierte APKs. Wenn das eine Einzelperson schafft, sollte es doch wohl auch ein so großes Unternehmen hinbekommen. Und da Whatsapp jetzt zu Facebook gehört, gilt meine Aussage auch gleich für die. Denn deren Messenger sieht auch echt furchtbar aus. Das erinnert alles noch ziemlich dolle an einen Port eines iOS Apps, so wie es in der Anfangszeit von Android häufiger war.

  8. Nexus 4 (also auch Android) und Whatsapp+ läuft ohne Probleme weiter.

  9. wer sich gefallen lässt von seinen apps bestraft zu werden dem ist nicht mehr zu helfen. erst recht wenn es mit telegram eine bessere alternative ohne bestrafung gibt.

  10. @GusGus: „Es steht nirgendwo geschrieben, dass “klauen” nur dann “klauen” ist, wenn finanzieller Schaden entsteht oder gar finanzieller Gewinn daraus geschlagen wird.“
    Nein, aber damit es „geklaut“ wurde, muss es auch entwendet werden, was hier eindeutig nicht der Fall ist, da WhatApp den Quellcode immer noch besitzt. Es wurde lediglich Reverse Engineering verwendet, wie @8472 richtig angemerkt hat.
    Und der „Shitstorm“ ist auch nicht dadurch entstanden, dass etwas modifiziert wurde, sondern dadurch, dass etwas verboten wurde.

  11. Nutze immernoch WA+ auf meinem OnePlus One.
    Hatte aber Whatsapp auch für 5 Jahre gekauft 🙂

    Mal sehen wie lange noch ^^

  12. @Flutter_Rage
    Reverse Engineering ist nicht per se legal…da wurde wohl was missverstanden.
    Selbstverständlich darf man sich die App anschauen…evtl. missachtete Sicherheitsaspekte anprangern. Es ist aber nicht gestattet auf Basis dessen ein Produkt zu entwickeln und das unter die Menge zu mischen.
    Ich verstehe durchaus euren Standpunkt…schließlich bauen die Produkte ja alle auf der WhatsApp Grundversion auf und sind im Prinzip nur „Skins“…ich halte es trotzdem für äußerst Fragwürdig ob das als „Ausrede“ taugt.
    Wäre jetzt was anderes, wenn WhatsApp die Modifikation erlaubt…aber wenn jetzt Entwickler hergehen und tönen, sie hätten die Sperre umgangen…dann wird hier ein Schutz umgangen…und dann rückt es die Sache noch in ein viel schwärzeres Licht.

    Der „Shitstorm“ lässt sich darauf zurückführen, dass Entwickler überhaupt angefangen haben WhatsApp zu modifizieren…irgendwie ist das auch kein wirkliches Verbot…da wurde einfach ein Loch geschlossen (die UserSperre fand ich zugegebener Maßen auch etwas daneben).

  13. @FlutterRage

    Auch wenn es Reverse Engineering ist, legal ist etwas anderes. Oder was glaubst Du warum WA plötzlich mit einer Unterlassungserklärung daher kommt? Das würde mir mit jedem anderen Programm das ich so dreist verändere und verteile passieren. Auch wenn ich z.B. das Original vorher legal gekauft habe.

  14. @dirk: Telegram wird es mit Sicherheit auch nicht gerne sehen, wenn ihr Code gestohlen/modifiziert/reverse engineered wird. Es ist das volle Recht des Besitzers dagegen vorzugehen.

  15. Was für einen Vorteil hat man denn, wenn man diese alternativen Apps verwendet? Ich hatte bis jetzt keinen Grund, mit meiner originalen App unzufrieden zu sein, wieso sollt ich denn ne andere nutzen, die man offiziell nicht mal verwenden darf…

  16. Auf Facebook wird von den Entwicklern von WhatsApp+ berichtet, dass die Entwickler Rafalense und Dr. M. A. Rifai weiter an WhatsApp+ arbeiten und fieberhaft nach einer Lösung suchen.

    Aufgegeben haben sie also nicht!

  17. I'm not a Superhero™ says:

    Der Grund warum solche Apps so beliebt sind liegt doch nur daran das man sie einfach viel mehr anpassen kann beziehungsweise das sie auch dem heutigem design entsprechen.. ich frag mich eigentlich nur warum es, was weiß wie ich wie viele WhatsApp Programmierer und Designer nicht schaffen die App auf das Material design abzudaten.. es kann mir doch keiner erzählen das eine Person die das freiwillig macht (WhatsAppMD) produktiver ist als ein ganzes Team das dafür bezahlt wird. Das is schon ziemlich traurig für WhatsApp.. aber hey, immerhin haben sie einen web-„client“ den bestimmt 1-2% der Nutzer überhaupt nutzen werden

  18. @Mike: Da hast du eine „alte“ Nachricht gefunden. Wenige Stunden danach wurde von Dr. Rifai selbst auf G+ verkündet, dass sie eine Unterlassungserklärung abgeben mussten, die Entwicklung eingestellt wird und die offizielle Community geschlossen wird (was inzwischen auch geschehen ist).

  19. @ I´m not a Superhero

    Also ich hab den Web Clienten die ganze Zeit offen. Find ich angenehmer als immer das Sartpthone in die Hand zu nehmen.

  20. Entweder es ist reverse engineered und selbst programmiert oder es ist modifiziert und basiert damit auf dem WhatsApp-Code und ist somit illegal. Allerdings sind Produkte, die „WhatsApp“ in ihrem Namen tragen eh schon abmahnbar …

    Da jeder WhatsApp-Nutzer die AGBs akzeptiert hat, gibt es echt keinen Grund zur Aufregung. Es ist zwar Schade, dass WhatsApp nicht offener ist, aber das haben sie ja auch nie anders kommuniziert. Sonst hätten sie ja auch eine API.

    Der Gedanke, dass lediglich der Schaden zahlt, ist auch eine sehr eigene Sichtweise und vollkommen am Recht vorbei.

    WAMD: „This decompiled APK […]“ also doch digitaler Diebstahl, wenn man so will und nichts mit „nur reverse engineered“.

  21. Das Dekompilieren ist ein Teil des Software-Reverse-Engineerings…
    Bei WAMD bin ich mir sehr sicher, dass nur ein wenig an XML- und Smali-Dateien gearbeitet wird, um das Aussehen zu ändern und nicht am tatsächlichen Quellcode selbst geschraubt wird. Das ist eine sehr gängige Vorgehensweise und es gibt für einen Großteil der beliebten Apps solche Mods. Bei WA+ bin ich mir da nicht 100% sicher. Dort wurde auf jeden Fall Funktionalität ergänzt, aber da nie eine Funktion von WA tatsächlich verändert wurde hatte wohl auch hier der Entwickler keinen Zugriff auf den Quellcode selbst. Ich halte es auch für sehr unwahrscheinlich, dass WhatsApp nicht mit Code Obfuscation arbeitet.

  22. @Geeg:
    AGBs sind nicht zwangsläufig bindend, von daher zieht Dein Argument nicht. Damit AGBs in Deutschland relevant werden können, müssen sie nachvollziehbar und ohne größere Umstände vor dem Kauf gelesen werden können. Dies ist bei SW meistens nicht der Fall.

  23. @Flutter_Rage: Es ist vollkommen egal, ob nur wenig bearbeitet wurde oder ob das gängig ist. WhatsApp+ basiert auf der illegalen Weiterverwendung und Verbreitung des WhatsApp-Paketes, also kann man höchstens von einer Duldung ausgehen und ist rechtlich total angreifbar, wenn man das Endergebnis und nicht nur die verwendeten Patches verbreitet. Reverse Engineering ist nur dann vielleicht legal, wenn man lediglich Infos, z.B. über interne APIs, nutzt um alles selbst zu coden.

    @Fraggle: Guter Punkt, es dürfte allerdings der Zeitpunkt der Accounterstellung zählen. Und die AGBs sind auf die übliche Weise umgesetzt. Aber vielmehr ist der Punkt: Keiner hat einen Anspruch auf die WhatsApp-Nutzung, wenn WhatsApp da legal vorgeht oder Verstöße blockiert, ist das kein Grund für Heulereien.

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