Philips Hue Smart Plug – Smarte Steckdose angefasst

Smart Home ist ein Thema, mit dem ich mich immer wieder gerne beschäftige. Zu Hause habe ich Apples HomeKit im Einsatz und nutze unter anderem HomeBridge, um nicht zertifizierte Geräte in die Lösung zu integrieren. Manchmal kann das jedoch ziemlich fummelig sein und bei Updates steht man meist kurzzeitig im Regen, bis Entwickler die HomeBridge-Plugins aktualisieren. Auch bei Neueinrichtung des WLANs oder anderen Änderungen kommt man meist um Arbeit nicht herum. Mein Ziel ist es, nach und nach alle nicht zertifizierten Komponenten aus dem Setup zu schmeißen und auf kompatible Lösungen wie Aqara zu setzen.

In einem Angebot habe ich nun zugeschlagen und mir sechs der neuen Smart Plugs – schaltbare Steckdosen – von Philips Hue zugelegt. Der Vorteil: Die Dinger können ganz einfach an die Hue-Bridge gehängt werden und landen dann bei Alexa, Google Home oder eben in Apples HomeKit. Sie sind zwar etwas größer als beispielsweise Dosen von Innr, aber immer noch kleiner als viele Dosen wie IKEAs Tradfri oder andere Konkurrenten.

Die Einrichtung ist ziemlich zügig erklärt. Ihr steckt die Plugs zur Einrichtung erst einmal in eine Steckdose, die ihr leicht erreichen könnt. An der Seite des Smart Plugs befindet sich ein Button, über den ihr das Gerät einschalten könnt. Eine kleine LED zeigt euch den Status. Ist die Dose angeschaltet, öffnet ihr die Hue-App und geht in das Menü zum Lampen-Hinzufügen. Intuitiv würde man Zubehör hinzufügen wollen, Hue führt die Steckdosen jedoch bei den Lampen. Keine Ahnung warum.

In diesem Menü wird die Dose nun schon zügig erkannt, kann dort benannt werden und landet über den Skill automatisch in Alexa oder Google Home, wo ihr die Dose nun in den Raum der Wahl schieben könnt. Theoretisch sollte das Gerät auch direkt in HomeKit synchronisiert werden. Ist das jedoch nicht der Fall, wechselt ihr das Menü und synchronisiert HomeKit noch einmal mit der Hue-App. Hier hat Caschy hin und wieder Probleme, funktionierte bei mir jedoch reibungslos.

Habt ihr das erledigt, könnt ihr die Steckdose an den Einsatzort verfrachten und fortan per gewünschter App oder Stimme schalten. Ich habe vorher Alexa-Dosen von Hama und Koogeek laufen gehabt, die allesamt nicht so zügig schalten wie das Hue-Pendant. Bisher bin ich also ziemlich zufrieden. Pro Dose müsst ihr jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen, im Schnitt um die 25 Euro.

Schaut ab und an bei MyDealz vorbei, mit viel Glück kann man die Hue-Steckdosen dann schon für um die 15 Euro schießen. Meiner Meinung nach lohnt sich das gerade, wenn man mit HomeKit unterwegs ist, sehr. Konkurrenten wie Eve Energy setzen auf Bluetooth und schalten wesentlich langsamer als die Zigbee-Steckdose von Philips.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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47 Kommentare

  1. Ich bleibe bei Meross Dosen für 10€ … Auch Homekit, Google, Amazon integrierbar und funktionieren einfach!

  2. Also 15€ ist sehr sehr selten für die Hue Dosen. Eher 25, da loggt das innr Doppelpack für öfters mal 32€ eher.

  3. Evtl. ist noch zu beachten, dass Signify darauf hinweist, dass ausschließlich Lampen an die Plugs angeschlossen werden sollten. Keine Ahnung, ob das einen technischen Hintergrund hat. Kann natürlich auch nur eine rechtliche Absicherung sein (was es aber auch nicht unbedingt besser macht).

  4. Philips hatte schon vor einem gefühlten Jahrzehnt dimmbare ZigBee Steckdosen. So kann man Stehlampen und ähnliches ins System integrieren. Daher wohl auch nicht Zubehör, sondern Lampe. Die wurden aber leider nicht fortgesetzt, funktionieren aber auch heute noch an der Bridge. Sind die neuen auch dimmbar?

  5. @Oliver, wieviel Watt können die schalten? Das steht nicht mal auf der Produktseite von Philips.
    Insgesamt muss ich sagen, dass Philips hier ruhig mal hätte vorlegen können. Für’s gleiche Geld bekommt man die Innr SP 120, die können zusätzlich noch Strom messen, allerdings nur bis maximal 2,3 kW, das ist für die Waschmaschine zu wenig. Und als reine Zigbee-Schaltsteckdosen bis 3,5 kW gibt’s die Osram oft für ca. 11 Euro.
    Dimmen können die Dinger auch nicht, wahrscheinlich hat man deshalb letztes Jahr ein Update verteilt, mit dem den alten Philips Living White Steckdosen diese Funktion entzogen wurde. Kann ja nicht sein, dass das neue Zeugs schlechter ist als das alte…

  6. Sind die Hue-Dosen, wie auch die von Osram? – also werden die in HomeKit auch als Beleuchtung angesehen? Das ist für meine Verwendung ein no-go. Folgendes Szenario: Kabel-Receiver und TV sind an einer Osram Dose angeschlossen und können nachts abgeschaltet werden. Wenn ich aber Abends im Dunkeln Fernsehen möchte, sage ich zu Siri, „alle Lichter aus“ und dann geht die Steckdose von Osram mit aus, weil die als Lampe von Osram angegeben wird. Die Steckdosen von Ikea haben das nicht, die werden als Steckdose behandelt und nicht als Lampe.
    Jetzt werden hier die Osram Steckdosen für Stehlampen und den Weihnachtsbaum verwendet. Kann einer mal prüfen ob die hue Dosen auch so wie die Osram sind?

    • Benutze auch die Osram Steckdosen, wenn sie als „Lampen“ erkannt werden sollen und wenn nicht die TP link HS110.
      Würde mich tatsächlich auch interessieren, ob hier eine Lampe erkannt wird, oder nicht?

    • Alles zu teuer..teilweise externe Cloud oder Skills erforderlich. Sonoff S20 beim freundlichen Chinesen für 9,80 Euro kaufen und Tasmota draufspielen. Und man hat alles was man braucht incl Direktunterstützung Alexa .

    • Dann richte dir doch eine Extra-Gruppe „Steckdosen“ ein und deine Lichter in Gruppe „Wohnzimmer“, dann hast du das Problem nicht mehr. Allerdings darfst du auch nicht sagen „Alle Lichter aus“, sondern „Wohnzimmer Licht aus“. So klappt das zumindest bei mir auch mit Alexa, wobei man mittlerweile aber auch mit Alexa die Steckdosen von Licht auf Steckdose in den Einstellungen ändern kann.

  7. Hans Günther says:

    Bin jetzt bezüglich Smart Home nicht so bewandert, aber vielleicht kann mir jemand von euch helfen…

    Was ich suche: WIFI Steckdosen, die sich von 0-6 Uhr automatisch ausschalten. Hintergrund ist dass ich nachts immer das WLAN ausschalte und deshalb unser Bose Soundtouch immer die ganze Nacht lustig blinken.
    Ich möchte bewusst keine Anbindung an Alexa, Google etc.

    Mit welchen Steckdosen kann ich das am besten bewerkstelligen? Danke.

    • Biff Tannen says:

      Reicht da nicht eine simple Zeitschaltuhr? Die gibt es ja auch in lautloser Variante…

    • Wie Biff schon sagt, gerade dafür gibts doch 0815 Zeitschaltuhren, seit vielen vielen Jahren 🙂

    • GooglePayFan says:

      Die Nachtabschaltung von WLAN macht einfach kein Sinn. Weder aus Stromspargründen noch wegen „Strahlenschutz“, noch sonst irgendwie.

      Im Gegenteil, wie du ja selbst siehst macht es nur Probleme…

      • Ein sinnvoller WLAN-Router bzw. Access-Point erlaubt es, einen Zeitplan festzulegen, zu dem WLAN ein/ausgeschaltet wird. Kann Deiner vielleicht auch, schau mal alle Einstellungen durch.

        • GooglePayFan says:

          Ja natürlich. Kann meiner auch.
          Aber wie gesagt, diese Abschaltung macht keinen Sinn, egal was nun im Zeitplan eingestellt ist…

          • Das kommt darauf an, was Du erreichen willst. Ich sehe schon legitime Gründe (auch, wenn ich persönlich derzeit 24/7 habe). Du willst, dass die Kinder ab einer gewissen Uhrzeit automatisch aus dem WLAN geschmissen werden? Kein Problem! Du zählst zu den Funkwellen-Verteuflern mit abschirmenden Wandfarben und Vorhängen und willst in der Nacht funkfrei sein? Da fällt einem sicher noch mehr ein 🙂

            • GooglePayFan says:

              Wenn es um die Kinder geht, dann nutze doch die „Kindersicherung“ die vernünftige Router haben. Dann kannst du explizit das WLAN für die Kinder abschalten und musst nicht die Smarthome-Geräte vom Netz nehmen.

              Strahlenphobie ist auch kein vernünftiger Grund.
              Es bleibt dabei, WLAN-Abschaltung ist nicht vernünftig…

  8. Mit node-red bekommt man übrigens auch eine gute homekit Emulation hin. Und damit kann man so ziemlich alles ansteuern, was irgendwie technisch erreichbar ist.
    Ich habe damit bessere Erfahrungen bislang als mit homebridge, das war immer irgendwie Gefrickel bis man passende Versionen aller Komponenten hatte.

  9. Der größte Nachteil ist das die den Stromverbrauch nicht messen

    • Wer misst, misst Mist. Stromverbrauch kann selbst mit sehr teuren und großen Messgeräten nur mit viel Fachwissen präzise bestimmt werden.

      Diese ganzen kompakten Messgeräte für wenig Geld, sei es der berühmte Zwischenstecker den man sich bei der Verbraucherzentrale ausleihen kann, können beispielsweise nicht zwischen Blindleistung und Wirkleistung unterscheiden. Im Zeitalter der Steckernetzteile und digitaler Steuerung selbst der Waschmaschine ist das heimische Stromnetz voller Blindleistung. Der Stromzähler erfasst aber nur Wirkleistung. Ich kann gar nicht zählen wie oft ich schon wütende Rezensionen auf Amazonas bezüglich „wahrem Stromverbrauch“ gelesen habe wo jemand mit so einem einfachen Messgerät „nachgemessen“ hat und dann plötzlich riesigen Standby Verbrauch entdeckt haben will. Halt Blindleistung.
      Es ist wirklich überflüssig, da die Messungen nicht substantiell sind.

      • Nun, gerade Deine AVM DECT Zwischenstecker messen ziemlich genau, auch bei kleinen Leistungen und Schaltnetzteilen.
        Die Teile haben zudem eine hohe Auflösung und liefern realistische Messwerte.
        Allerdings sind die AVM Zwischenstecker ehr für Langzeitmessungen, denn der Messwert wird nur selten aktualisiert und erscheint verzögert in der Fritz!Box.

  10. Meine AVM DECT 200/210 Armada funktioniert seit Jahren zuverlässig. Die 200er Indoor werden jetzt dann im März 6 Jahre alt. Die 210er outdoor sind etwas jünger.
    Bisher habe ich nichts halbwegs so langlebiges bezüglich Hardware, Updates und Unterstützung und schlicht Ausfallsicherheit von anderen Herstellern erlebt. Und mein Haus ist seit Jahren voller smart home Systeme. Letztlich Spielerei. An die wirklich wichtigen Dinge kommen nur AVM Aktoren.
    Dass die immer gerne als zu teuer oder klobig abgeschoben werden ist kurzsichtig. Qualität kostet. Und Zweiphasenschalter die für 3,5 kW zugelassen sind gibt’s bis heute am Markt kaum andere.

  11. Ich nehme die Steckdosen von Innr verbunden über Zigbee mit einem Echo Plus. Die Kombi funktioniert hervorragend.

    • Du meinst allpolig abschaltend.
      Also Phase und Nullleiter werden getrennt.
      Aus Sicherheitsgründen im Außenbereich dringend zu empfehlen.

      Die Zwischenstecker von AVM SIND teuer und klobig.-
      Ich bevorzuge Einbausteckdosen, oder Shelly 1 Moduln.
      Die sind günstig, unsichtbar und zuverlässig.
      Für den Aussenbereich, der eine eigene Leitung, Sicherung und Personenschutzschalter hat,
      habe ich ein smartes Hutschienenrelais. Unsichtbar und günstig.
      Geklaut werden kann das Hutschienenrelais auch nicht…

      • Ich habe alleine für den Außenbereich zwei Stromkreise mit Sicherungen und daran u. a. Grundwasserpumpe, Beleuchtung für zwei Gartenhäuser, Teichpumpe und mehr, was unabhängig voneinander geschalten werden soll. Auch ein Teil der Außenbeleuchtung habe ich dann auf einen Schuko Stecker geleitet um es per 210 zu schalten. Der präzise Dämmerungstimer mit GPS Koordinaten regelt das dann. Im Gartenhaus in dem meine Zitruspflanzen überwintern simuliert eine andere 210 den Tagesgang der Sonne mit den Koordinaten von Miami und eine weitere steuert per Temperaturfühler die Heizung im Gartenhaus.

        Die Dinger sind so vielseitig, zuverlässig und robust, nichts anderes kommt da bisher ran.

      • PS: hier klaut niemand was und Steckdosen und Verkabelung kaschiere ich sowieso wo es auf Optik ankommt. Auch die DECT ULE Kommunikation ist sehr zuverlässig, bei geringem Stromverbrauch und großer Reichweite auch durch viele Mauern usw. Alleine meine Außenmauern sind 45 cm dick und massiv, die Fritzbox hängt in der Mitte vom Haus. Wo selbst 2,4 GHz WLAN im Garten schwächelt verliert die AVM DECT Hardware nie ihre Verbindung.

  12. 15 Euro ja ne ist klar im Durchschnitt 24 Euro. Bei mydealz und du hast ganz sicher nicht 6 für je 15 Euro bekommen…
    So ein Quatsch

  13. Ich bin mit Osram smart+ Plug an der Philips Hue Bridge sehr zufrieden und sie sind um einiges günstiger!

  14. Ohne Tasmota kommt mir keiner Steckdose mehr ins Haus. Wenn Philips die Cloud abdreht dann bleibt nicht mehr viel übrig außer Plastikschrott.
    Jeder der sich ein bischen mit der Heimautomatisierung auseinandersetzt wird die Finger von solchen eingeschränkten Geräten lassen.

    • Welche Cloud? Da funktioniert nix mit Cloud, einzig die Fernverbindung, falls du das meinst, würde nicht mehr funktionieren, wenn da irgendwas internetmässsig bei Signify abgeschaltet würde. Die Hue Lampen und Geräte lassen sich auch ohne Internet schalten, da alles zentral über die Hue Bridge und Zigbee läuft…kann ich jedenfalls so bestätigen, selbst erlebt, als das Internet bei mir mal wegen einer Störung ausgefallen war.

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