Google I/O 2016 Keynote: Kleine Zusammenfassung meiner Highlights

google io artikelViele Medien verkaufen Science Fiction als Ding, welches schon bald bei uns ist. Mini-Akkus, die das Smartphone den ganzen Tag betreiben, Elektroautos, die nicht nach wenigen Kilometern keinen Saft mehr haben und und und. Viel Zukunftsmusik, viel übertrieben. Übertreibungen, die oftmals beim nicht so in der Materie steckenden Menschen Enttäuschungen auslösen., wenn eine Firma dann Dinge vorstellt. Was? Google hat dieses noch immer nicht gemacht? Microsoft hat jenes noch nicht gemacht? Und Apple verkauft immer noch iPhones mit riesigem Rahmen? Ihr kennt das.

Von daher gehe ich immer recht nüchtern an Dinge ran. Auch wenn die Denker der großen Firmen bereits das große Ganze sehen – dieses wird sich niemals sofort realisieren lassen. Es sind immer kleine Schritte und doch erreicht man nie das Ziel, denn die Entwicklung die wir gehen, ist unendlich. Von daher werde ich auch jetzt nicht in Schmähgesänge über Google verfallen, was sicherlich einige machen werden. Denn ich fand die Keynote gut.

Lasst uns mal zu Google Home gehen. Google hat Assistenten. Im Browser. Im Dienst. Im Smartphone. Man muss ehrlich sein, der Bereich Smart Home liegt da in diesem Sinne brach. Viele Insellösungen, teils wenig verzahnt oder für Normalnutzer aufwendig. Dass es auch anders gehen kann, zeigte Amazon mit Alexa. Komm, da waren viele von euch in Deutschland sicher auch heiß drauf. Jetzt nicht mehr. Ihr wollt nun sicherlich Google Home haben. Fragen stellen, im Kontext. Diese auch beantwortet bekommen mit der Kraft des neuen Google Assistenten, der in Home und Allo steckt.

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Per Sprache Dinge ausführen, Musik hören, Videos schauen – oder durch Schnittstellen Dinge im Smart Home ausführen, ohne das Smartphone aus der Tasche zu holen und sich durch 100 Apps zu hangeln? Gib her, nehm ich. Hört sich geil an, wird aber sicher Fallstricke bei der Spracherkennung und der Ausführung geben. „Ich habe nicht verstanden, was du gesagt hast. Meinst du Sex mit Möbelstücken?“ Freue ich mich wirklich drauf. Also auf die Entwicklung. Nicht auf Sex mit Möbelstücken.

Das Teil taugt auch als Lautsprecher, den ich per Sprache befeuern kann – auch Multiroom an andere Google Cast-fähige Speaker. Das hört sich alles klein und einfach an, aber dieses Produkt bewerte ich heute fast genau  so wichtig, wie es auch VR ist. Und diese beiden Dinger werden auch verschmelzen, denn VR braucht auf jeden Fall auch einen guten Assistenten, den ich per Sprache bedienen kann. Ob Amazon eher da war oder Apple so etwas auch bringt, interessiert keine Sau – das Ding muss für den Kunden funktionieren. So einfach ist das.

So, worüber halse ich jetzt ab? Genau, Hangouts. Echt, ich mag diesen Messenger einfach nicht. Die Standardbenachrichtigung unter Android macht mich schon wütend. Ich kenne so viele Techies. Keine Sau nutzt ernsthaft Hangouts. Ich weiss. Steinige mich ruhig. Du nutzt ihn. Deine Freunde auch. Ich habe es versucht und es ist für mich einer der schlechtesten Messenger im Vergleich zu anderen Lösungen. Echt, bevor ich den nehme, nutze ich Line oder WhatsApp im Web.

Google Duo
Google Duo
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
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Google kann schlecht Social. Und schlecht Messenger. Das will man nun ändern. Mit Allo und Duo. Apps für Android und iOS, die diesen Sommer auf den Markt kommen sollen. Was das am Ende ist und ob ich das nutze? Keine Ahnung, interessant fand ich es schon. Ich linse mal zu Apple und Facetime rüber. Irgendwie Stand Alone und auf den Apple-Geräten nutzbar. Meines Erachtens aber ne super Lösung, leider nur auf der Apple Plattform. Facebook oder Google. Da haben die Leute n Konto. Und wer Google nutzt, der kann auch Duo nutzen. Oder via Telefonnummer. Eine App für Videogespräche.

„Was, wieder eine separate App – das kann Hangouts doch auch! Oder Skype. Oder Facebook. Oder bald WhatsApp. Oder oder.“

Richtig. Deshalb muss man gucken, wie die Lösung passt. Ohne Hazzle im Web an jedem Rechner, Android und iOS nutzbar? Ohne Schnick Schnack, optimiert auf Video ohne Sperenzchen. Nehme ich. Ich nutze auch Facetime, nichts anderes für reine Videotelefonie. Halt nur mit iOS- oder OS X-Nutzern. Aber – für mich halt ne gute Lösung. Die Einfachheit. Opa und Oma nutzen es, um Enkel oder Enkelin zu sehen. Wenn Google das so gut und einfach umsetzen kann – Hut ab!

Nicht wundern hier im Blog, das sind Links für Vorregistrierungen zu den Apps.

Google Allo
Google Allo
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
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So, dann lasst uns kurz zu Allo kommen, ebenfalls ein Messenger, der mich in der Preview ein wenig an Facebook M erinnerte. Bisschen Bot-Feeling. Ein Messenger mit oben erwähnter und neuer Google AI, die auf Fragen verbessert im Kontext antwortet. Man kann mit Allo alleine kommunizieren und Fragen im Kontext stellen. „Was läuft in der Nähe im Kino?“ „Ist da was für Kinder bei?“… und so was eben. Man kann die Google-Dienste auch in einem Chat mit einer oder mehreren Personen nutzen.

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Eine Schnittstelle für Dritt-Anbieter soll es geben. Nach Restaurants in der Nähe fragen, Bewertungen anzeigen lassen – Tisch buchen. Peng. Dazu Smart Replies. Wie oft ich das brauche? Wohl seltenst, Dienste-Integration in eine Kommunikation wird aber immer wichtiger, das weiss man auch bei Google. Sicherheit? Google spricht von Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chats, auf Wunsch im Inkognito-Modus oder mit Selbstzerstörungsmodus. Ich freue mich echt auf die beiden Messenger. Was das nun genau wird, wissen wir alle nicht. Ich hoffe nur Gutes. Google sollte es besser können als bisher.

Virtual Reality gab es auch noch. Kein Stand Alone-Ding. Referenz-Design für Brillen. Dazu der passende Controller. Unter dem Namen Daydream soll das Set Virtual Reality-Interessierte abholen.  Hierfür müssen von Smartphone-Herstellern bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, HTC, Samsung und Co sind schon im Boot. Wichtig für Google: hier will man direkt ein Ökosystem aufbauen. Hat bei Android ja gut geklappt. Deshalb auch hier: Play Store für VR mit allen Google-Apps.

Android Wear? Ich kenne mehr, die es nicht SO spannend finden als Leute, die beinharte Fans sind. Doch die Vorschau auf Android Wear 2.0 hat mir wieder etwas mehr Lust bereitet. Eigenständige Apps, die auch laufen, wenn das Smartphone aus ist oder nicht in der Nähe. Spotify und Co beim Joggen Stand Alone. Da geht was – im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu können Apps mehr Informationen auf dem Watchface anzeigen. Dazu gibt es noch verbesserte Smart Replies und sogar eine neue Tastatur mit Handschriftenerkennung. Puh, wie das Getippe auf dem kleinen Screen abnerven wird…(?).

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Nicht direkt in der Keynote angesprochen, aber unter meinen persönlichen Highlight: Bald startet die Google Play Family Library. Wie bei Google Musik können dann eingetragene Familienmitglieder auf den App-Bestand der Familien zugreifen. Einmal von Papa ne App für 1,99 Euro gekauft, kann die ganze Familie drauf zugreifen. Endlich. Und dann war dann ja auch noch die Geschichte, dass Entwickler ihre Android-Apps auf Chrome OS anpassen können. Das ist nicht neu, aber nicht minder spannend.

Letzten Endes ist es so, dass Google mal wieder n bisschen nachlegen muss. Mit Messengern hat man es schon oft versucht und ist gescheitert. Kann eigentlich nur besser werden. Auch Home ist ein Ding, auf das ich mich freue. Aber auch das wird nicht gleich sofort der Bringer. Das dauert seine Zeit. Erinnert ihr euch noch an die Ankündigungen von vor ein bis zwei Jahren? Viel gesagt – in einigen Dingen wenig passiert. Gerade die AI von Google in den Produkten war das eigentliche Highlight. Denn Technik ist doch so richtig brauchbar, wenn sie uns umgibt, ohne dass wir es merken. Das könnte Googles AI schaffen.

Und ihr? Eure Highlights? Lasst mir eure Meinung da! Und falls ihr alle Artikel noch einmal gesplittet wollt – bitte sehr:

Google Play Family Library: Einmal die App kaufen und die ganze Familie kann sie nutzen

Google bringt Android-Apps auf Chrome OS

Android Instant Apps sollen Inhalte blitzschnell laden – auch wenn die App nicht installiert ist

Android Wear 2.0: Standalone-Apps, Watchface-Komplikationen, Fitness und neue Eingabemethoden

Google Daydream: Neue Plattform für Virtual Reality

Google I/O: Android N mit mehr Power, mehr Sicherheit, mehr Produktivität

Android TV und Google Cast: neue Hardware und neue Funktionen kommen

#NameAndroidN: Google möchte Eure Namensvorschläge für die nächste Android-Version

Google I/O 2016: Messenger Allo setzt auf AI, Duo auf Videotelefonie

Google Home vorgestellt: Der persönliche Sprachassistent fürs Eigenheim

Google: Kontoanmeldung am Rechner ohne Passwort via Smartphone

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

21 Kommentare

  1. Ich bin mir nicht so direkt sicher, was ich tatsächlich erwartet habe, allerdings habe ich mehr erwartet.
    Es war leider nichts dabei, das ich mir sofort herbeisehne, das mich ‚Wahnsinn!‘ rufen lässt und ich sage ‚Das brauch ich sofort!‘. War schon mal anders.
    Keine sofortigen Releases, keine Infos zu Project Ara (sieht momentan auch nicht so aus als würde noch was kommen), etc. Schade!

    An sich ist Allo schon interessant, allerdings wird es erstmal wieder keiner nutzen (selbst Leute von WhatsApp zu Telegram zu bewegen ist schwer) und man weiß nicht, ob Google selbst das nicht wieder stiefmütterlich behandelt.

    Da finde ich die Ankündigung, dass Android Auto normal auf dem Smartphone laufen wird, schon fast am interessantesten. Dauert allerdings auch wieder bis zum tatsächlichen Release…

  2. Der wahre Hannes says:

    Ich fand bis auf Duo nichts tolles. Alles schon gesehen und nicht wirklich neu. Hangout finde ich den besten Massenger ever aber wie du sagst, keiner nutzt den (mehr).
    Wenn Duo mir der Telefonnummer verknüpft ist, wird das ein Killer. Der Tod für Skype auf der mobilen Plattform.
    Allo? müsste man testen, sah aber sehr wirr aus.
    Google Home? Cool aber werde ich nicht in meine Bude lassen, will dann doch nicht das jedes unserer Worte aufgezeichnet und irgendwo ausgewertet wird. Macht ja das Smartphone schon. 😉
    Android N? Kleine sinnvolle Neuerungen aber alles bekannt.
    Wear 2.0? Keine Ahnung, interessiert mich nicht aber sah auch lahm aus. Bin da bei MS zuhause.
    Deep learning zusammen mit globaler Vernetzung bzw. p2p Netz halte ich für gefährlich und irgendwann unkontrollierbar.
    Alles in allem für MICH 2 Stunden verschwendete Zeit aber man kann nicht jedes Jahr den Dicken rausholen.

  3. Gibt es eine Zusammenfassung über alles was vorgestellt wurde?

  4. Ich finde deine Sichtweise sachlich, neutral und auf den Punkt gebracht. Im Gegensatz zu deinem Buddy Palle, der mal wieder voller Euphorie und Glückshormone das nächste Wunder von Google verkündet.

    Die I/O zeigt, in welche Richtung es in Zukunft geht -> mehr Sprachsteuerung – aber das haben auch Facebook und Microsoft vor einigen Wochen in ähnlicher Form gezeigt. Im Groben und Ganzen überschneiden sich die Themen der BigPlayer.

    Bin gespannt was Apple uns in einem Monat präsentiert… so wie es aussieht, wird es wohl in die gleiche Richtung gehen.

  5. @LOrd: Ja, der ist leicht zu entertainen. Höre dir einfach mal den letzten Podcast an 😉

  6. venice-89 says:

    ich befürchte das Google AI wieder nur in Englisch brauchbar sein wird…

  7. Ich fand die Keynote auch solide, bekomme aber fast ein bisschen Kopfschmerzen… Google Home – halbfertig. Allo und Duo – halbfertig. VR Referenzdesign – halbfertig…
    Ich habe mich letztes Jahr auch wirklich auf Brillo gefreut, aber bis jetzt kam noch nichts bei rum. Muss mir mal den schedule ansehen, ob dazu dieses Jahr noch Sessions stattfinden. Glaube aber eher weniger…!
    Das einzige erfreuliche ist, dass Google gleich versucht Partner mit ins Boot zu holen – Apple zeigte wie wichtig dies bei dem Start einer neuen Lösung ist. Und dann als Apfelallergiker zu sagen tut echt weh! :-/

  8. War doch eigentlich eine interessante Präsentation. Der Google-Assistent zeigt schon interessante Möglichkeiten auf, wobei ich doch teilweise auch Datenschutzbedenken hätte, ist schon etwas unheimlich, aber auch praktisch… So muss man auf das „Don’t be evil“ von Google hoffen. Messenger und App zur Videotelefonie sind gut, wenn sie einfach bedienbar und platformübergreifend funktionieren. Wenn jetzt WhatsApp noch Videotelefonie bringt, dann dürfte es für Google recht schwer werden (auch wenn wieder coole Sachen wie das Laut/Leise dabei sind).
    Android N verspricht, gut zu werden, wobei sie mir zu wenig auf die bei Android vorherrschende Update-Problematik eingegangen sind. (Android 4.4 32,5%, Android 5.1 19,4%, Android 5.0 16,2%, Android 4.2.x 10%, Android 6.0 7,5%). 43,1% nutzen aktuell Lollipop oder Marshmallow, Die Idee mit den schnellen Updates im Hintergrund ist ja gut, das dürfte aber wiederum nur auf Nexus-Geräten funktionieren, die anderen Hersteller werden sich da weiter Zeit lassen (auch wenn sie vielleicht durch die frühe Verfügbarkeit der Preview mehr Zeit haben und auch wenn das inzwischen für die Flagschiffe besser geworden ist).
    Firebase hat wohl von den Zuschauern recht viel Beifall erhalten, vielleicht ist das auch ein Highlight.
    Ansonsten, VR klingt interessant, wird aber wahrscheinlich auch nur auf neuen Geräten gehen.
    Android Instant Apps sind ne tolle Sache, die Abwärtskompartibilität bis Kitkat ist ne nette Geste, wenn die Hersteller schon keine Lust mehr haben, Updates zu bringen, dann wenigstens so neue Features…

  9. Instant Apps:
    Für mich eines der Highlights da ich ganz viele Apps nur sehr selten verwende. Ich bin echt froh wenn ich viele davon nicht mehr auf dem Device installiert haben muss. Wobei ich auch glaube dass dies nur für bestimmte App Kategorien etwas ist, denn irgendwie müssen die Entwickler ja auch weiterhin verdienen. Shops, Dienstleistungen, Informationen, Podcasts … dafür ist das optimal.

    Android Pay:
    Eben die kleine Session gesehen und der Fortschritt macht Lust auf mehr. Bargeld an ATMs in den USA abheben, in London im Nahverkehr anstatt der Oyster Card verwenden …. hier im langsamen Deutschland noch ferne Zukunftsmusik aber wenn es im Rest der Welt voran geht werden wir die Vorzüge auch „irgendwann“ hier genießen dürfen.

    Smart Home:
    Finde ich als Google Cast Nutzer äußerst interessant, vor allem wenn man endlich nicht nur via Sprache die Musik ansteuern sondern auch gezielt in bestimmten Räumen wiedergeben kann. Ich mag es einfach nicht dafür jedes Mal das Handy in die Hand nehmen zu müssen. Realistisch gesehen wird das aber garantiert wieder für eine gewisse Zeit ein US only Produkt bleiben

    Allo:
    Dies muss man wohl abwarten. Besser als Hangouts kann es wohl nur werden und im Gegensatz zu Europa ist in den USA der Markt für Messenger noch sehr offen. Ich habe immer das Gefühl dass dort die meisten noch immer SMS/MMS verwenden, neben iMessage. Die haben dort halt keine Wucherpreise für MMS, wodurch sich die dort deutlich länger gehalten haben als hier. Hangouts erforderte die Mail Adressen der Nutzer, während Allo auf die Telefonnummer setzt – wie Whatsapp, Kakao, Line, iMessage und Co. Ich glaube wenn Google die App vorinstalliert könnte es etwas werden, zumindest in den USA. Hier wird es schwerer die Menschen von etwas neuem zu überzeugen.

    Duo:
    Ich bin gespannt ob es wirklich so effektiv mit der Bandbreite umgeht, dann ist es interessant. Wobei deren „Feature“ mit dem Live Video noch bevor man den Anruf annimmt sicherlich auch von ein paar Deppen missbraucht werden könnte. Ich möchte nicht wissen was manche dort dann zu sehen bekommen …

    Android:
    Derzeit vermisse ich da herzlich wenig. Schnellere App Installationen, VR, geringerer Speicherbedarf von Apps … ich denke dass sind alles kleine aber positive Änderungen von denen alle etwas haben. An Tablets glaube ich nicht mehr und MultiWindows wird sicherlich eine weile Brauchen bis es an die Funktionalität von Samsung heranreicht die schon Jahre daran „polieren“ konnten. Aber enttäuscht war ich auch nicht da es mittlerweile einfach sehr ausgereift ist.

    Entwickler:
    Für die gab es ja nun einige sehr schöne Ankündigungen und das sollte ja auch das Hauptaugenmerk der IO sein.

    Fazit:
    Ich war positiv überrascht und freue mich auf das was kommt. Machine Learning und AI wird ein großes Ding werden das vieles optimieren könnte, aber bis wir davon profitieren wird es gewiss noch eine Weile dauern. Wichtig ist die Entwickler dafür zu mobilisieren und ihnen die notwendigen Tools und Anregungen an die Hand zu geben und das macht Google sehr gut.

    @Hahawk
    Man sollte nicht vergessen dass sich die IO an Entwickler richtet, wir Konsumenten sind im Herbst dran. In sofern ist es ja normal dass vieles noch nicht verfügbar ist – die wollen erstmal die Entwickler Community darauf heiß machen.

  10. Für mich als Hobby-Entwickler war die neue Android Studio Version das Highlicht. Heute die Preview geholt – das teil RENNT. Endlich ist man auf Augenhöhe mit Xcode.

    Das dürfte indirekt auch die Bereitschaft Apps zu entwickeln und die Appqualität erhöhen. Das darf man nie vergessen. Devtools können für eine Plattform Leben und Tod bedeuten

  11. @Leif Sikorski
    Ja, schon klar, an sich soll es an Entwickler gerichtet sein. Ist meiner Meinung nach mittlerweile aber auch nur noch in der Weise an Entwickler gerichtet wie auch die Nexus-Geräte noch an Entwickler gerichtet sind. Ist an sich ja auch sehr einfach und verständlich gestaltet, nur bei ein paar Teilen der Keynote musste man etwas tieferes Wissen haben (vor allem zum Ende der Präsentation, als dann wirklich auf die Entwickler-Tools eingegangen wurde).
    Aber wie gesagt, es war auch schon mal anders und ich mich wirklich auf ein paar Sachen richtig gefreut habe und bei der Keynote ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert bekommen habe, weshalb ich dieses Jahr etwas enttäuscht bin.
    Aber alles halb so wild, es tut sich in letzter Zeit allgemein auch ohne Google I/O recht viel und Leaks kommen auch noch dazu, sodass einem so gesehen nie langweilig wird und somit die I/O auch nicht so eine Strahlkraft benötigt.
    Lediglich zu Project Ara hätte ich tatsächlich gerne neue Informationen bekommen. Modulare Smartphones finde ich extrem interessant, der Weg von LG und bald Motorola/Lenovo sind aber die falschen Ansätze mMn.

  12. War OK. Auf Android Studio freue ich mich schon. AlphaGo und alles zum Thema AI war auch sehr spannend. Allo und Duo könnten Potential haben.

    Was spricht denn aus eurer Sicht gegen Hangouts? Oder anders: was macht Z.b. WhatsApp besser als Hangouts?(außer ggf. mehr Nutzer)

  13. Klaus Travolta aka Matze.B says:

    Was mich ewig irritiert – was ist der Grund daß Amazons Echo/Alexa bisher nicht nach Deutschland kommt, kann dieser eventuell dazu führen daß auch Google Home erst einmal hinterm Teich bleibt? Gab es da eventuell von Google schon ne positive Aussage?

  14. IO Keynote war langweilig. Neuen Messenger? Mal ehrlich, wer braucht das noch? Die vereinfachte Videochat App, haut mich nicht vom hocker… VR? Meh…

    Ich hätte mehr so in Richtung Chome meets Google Play Store, Android Apps auf allen Plattformen wo Chrome läuft, gedacht. Das wäre etwas für die Keynote und sicher weitaus spannender als das was kam und würde Google mit Android ein Stück näher an Continuum/Continuity bringen. Zumal es auch für Entwickler interessant wäre, das sich auf einem Schlag die mögliche Kundschaft noch weiter vergrößert.

  15. LuZiffer says:

    geil. alle wollen datenschutz aber ein konzern darf ein mikro in meine Wohnung installieren.und unsere kinder werden noch dümmer als wir. „google, muss ich in der nächsten stunde aufm pott? groß?“ ich freu mich schon.

  16. Moin! Ich bin etwas verwirrt, warum keine neuen (Nexus-)Geräte, z.B. ein Nexus 7 2016 oder ein Nexus 4/5/5x-Nachfolger angekündigt wurde; habe die Keynote aber auch nicht verfolgt. War das überhaupt kein Thema?
    BG

  17. Einziges Highlight war für mich Instant Apps.
    Die Frage ist aber auch, wie viele Developer das auch wirklich bereitstellen werden.
    Wenn sie es tun wird das ein super Feature, das auch mal wieder richtig exklusiv für Android ist.

    Home und Allo habe ich große Bedenken, was den Datenschutz angeht (es wird nie passieren, dass ich mir ein Gerät in mein Schlafzimmer stelle, das ständig zuhört!)
    Nach Ende-zu-Ende Verschlüsselung haben alle ewig lange geschrien, Allo bietet das nur auf Wunsch im Inkognito-Modus. Und in dem ist es nicht anderes als jeder andere Messenger auch.

    Duo sieht brauchbar aus, bin aber kein Fan von Video-Telefonie.

    Also alles in allem eine maue I/O.

  18. @barneth
    Nexus-Geräte wie das Nexus 4/5/5x waren noch auf keiner I/O ein Thema 😉
    Die sind wohl im September dran, wie auch die letzten Jahre.

  19. Klar will Google in allen unseren Lebensbereichen präsent sein, Home, Messenger was auch immer. Ob man Google/Amazon/Apple oder wen auch immer da rein lassen will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ein (smarter) Home Assistent, bei dem alles über Google/Amazon läuft, der ständig lauscht und prinzipiel jedes Wort mithört, protokolliert und ggf. auch aufzeichnet? Bitte, wer das unbedingt braucht und meint ohne nicht leben zu können, kann sich gerne bei Google melden. Mir wird sowas niemals ins Haus kommen, es denn das Ganze läuft lokal auf meinem Server und ich habe die Kontrolle über die Daten. Das Google-Smartphone was ca. 70% von uns mit sich rumtragen ist schon Wanze genug, da hole ich mir bestimmt nicht eine noch ausgefeiltere ins Haus. Die Geheimdienste dieser Welt müssen sich bei jeder dieser Keynotes/Produktvorstellungen dermaßen die Hände reiben…und in den 80ern sind die Deutschen mal wegen dem Zenzus auf die Straße gegangen.

    Das einzig Interesante war für mich der Videochat Duo. Da meine familie sehr verteilt voneinmader wohnt und unterschiedliche Systeme im Einsatrz sind, war bisher Skype die Qual der Wahl. Hier würde ich dann gerne zu Google wechseln, um dem MS-verseuchten und alles im Klartext protokollierenden Skype zu entkommen.

  20. Google kann Social eigentlich sehr gut, weil sie genau diese Vermassung von Individuen vermeiden, auf die schon Moss & Roy in „The IT Crowd“ allergisch reagiert hatten: „Oh, she discovered Friendface“. Viele onlineNutzer sind leider noch nicht (wieder) so weit, daß sie auf dergleichen Wert legten…