Android Wear 2.0: Standalone-Apps, Watchface-Komplikationen, Fitness und neue Eingabemethoden

18. Mai 2016 Kategorie: Android, Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

android wear artikel logoAndroid Wear, Googles System für Smartwatches, konnte sich ebenfalls ein paar Minuten der Google I/O-Keynote sichern. Android Wear 2.0 ist ab heute als Preview-Version verfügbar und wird im Herbst dann final erscheinen. Android Wear 2.0 wird eine Menge neue Funktionen bringen, die vor allem die Smartwatch vom Smartphone entkoppeln. Aber auch am Design schraubt Google, mehr Material Design und dunkler wird es werden. Erstes Highlight von Android Wear 2.0 sind Standalone-Apps. Sie benötigen keine Verbindung zum Smartphone, können direkt mit dem Netz kommunizieren, entweder per WLAN oder per Mobilfunk. So lässt sich dann zum Beispiel Spotify streamen, auch wenn das Smartphone zuhause ist.

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Watchfaces erhalten ebenfalls eine Neuerung, eine Complications-Schnittstelle. Ja, man muss es so sagen, man kennt es ja von der Apple Watch. Apps können Informationen direkt auf dem Watchface anzeigen, welches Watchface dafür genommen wird, spielt keine Rolle. Diese kleinen Zusatzinformationen führen auch direkt in die entsprechenden Apps, eine tolle Funktion, die man kaum noch missen möchte, wenn man sie einmal für sich konfiguriert hat. Auch hier wieder Spotify als Beispiel, die Steuerung kann direkt über das Watchface erfolgen.

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Auch die Eingabe ist ein Problemkind der kleinen Smartwatch-Displays. Hier wird es künftig die Möglichkeit geben, handschriftliche Eingaben zu tätigen, auf Smart Replies zurückzugreifen oder die Tastatur zu nutzen. Die Google Fit-Integration wird verbessert. Aktivitäten werden automatisch erkannt und können von anderen Apps auch über eine API genutzt werden. Sieht alles ganz interessant aus und sollte bis Herbst durchaus in der Lage sein, Android Wear Smartwatches ein ganzes Stück attraktiver zu machen.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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