Google Home vorgestellt: Der persönliche Sprachassistent fürs Eigenheim

18. Mai 2016 Kategorie: Google, Hardware, geschrieben von: Pascal Wuttke

Google Home_LilaIhr erinnert euch sicher an Amazons Ansatz des persönlichen Assistenten in den eigenen vier Wänden? Alexa heißt das Ganze und ist ein zylindrischer Lautsprecher, der auf Sprachkommandos Musik abspielt, Notizen macht, Fragen beantwortet oder sogar Einkäufe bestellt. Google hat nun seinen eigenes Device vorgestellt, das eben solche Dinge ebenfalls erledigen soll. Das Ganze hört auf den Namen Google Home. Der kleine, recht ansehnliche WLAN-Lautsprecher hat quasi den Google Knowledge Graph integriert und reagiert auf den Standard-Auslösesatz „OK Google“.

Meldet sich Google Home, kann man seine Fragen stellen, beispielsweise „wann startet Skynet?“. OK, vielleicht etwas leichtere Dinge wie „Wie hoch ist der Eiffelturm“.

Was kann Google Home

Auch Kommandos wie „Spiele Song XY“ funktioniert so, wie man es von der Sprachfunktion bei der Google Suche auf dem Smartphone erwartet. Die Musik kann wahlweise auch manuell per Google Cast aus der Cloud an den Lautsprecher geschickt werden – natürlich auch mit Multiroom-Funktion. Und nicht nur von Android, sondern auch von iOS aus.

Google_Home

Optisch wirkt Google Home eher wie ein Design-Accessoire und erinnert an eine Vase. Bereits mit dem Google OnHub Router aus dem vergangenen Jahr versuchte man technische Geräte zu einem Lifestyle-Produkt umzuwandeln, die man sonst nicht unbedingt offen im Wohnraum präsentieren würde. Ist meiner Meinung nach mit dem OnHub gelungen und nun auch mit Google Home. Die Lautsprecherabdeckung kann sogar farblich mit Covern angepasst werden, um den Lifestyle-Aspekt hervorzuheben. Auch die LEDs am Gerät lassen sich nach eigenem Gusto ändern.

Google Home_Lila

Natürlich hat Google Home auch eine Smart Home-Anbindung und kann ins eigene vernetzte Heimnetzwerk eingebunden werden. Ob Google dafür gängige Standards wie ZigBee oder Z-Wave unterstützt, wissen wir aktuell noch nicht, aber sicher dürfte sein, dass Google sein eigenes Protokoll Weave unterstützen wird – schließlich unterstützen die Nest-Produkte auch das Protokoll. Google verspricht jedenfalls, dass es später eine API geben soll.

Google Home_Apps

Für den Anfang soll Google Home einige Apps unterstützen. Namhafte Beispiele? Spotify, tunein, aber auch Apps wie WhatsApp, MyTaxi, Uber oder Ticketmaster können per Sprache bedient werden. Heißt, ihr könnt künftig vom Sofa aus freihändig WhatsApp-Nachrichten versenden, via OpenTable einen Tisch im Restaurant reservieren oder eben ein Taxi sowie Konzerttickets bestellen.

Google Home_Produkt

Führt uns zur großen Frage: Wann und wo? Google sagt, dass Google Home im späteren Jahresverlauf erscheinen soll. Erwartungsgemäß nennt Google nicht, in welchen Ländern Google Home verfügbar sein wird. Auch die offizielle Google Home-Seite gibt keine weiteren Details preis. Erstes Gefühl? Wohl erstmal nur in den USA.


Über den Autor: Pascal Wuttke

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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