Girokarte: Bei Aldi und Lidl kontaktlos bezahlen

2017. Wenn ich über Bezahlmöglichkeiten in Deutschland schreibe, dann muss ich immer ein bisschen lachen. Traurig lachen. Irgendwie ist da natürlich noch Luft nach oben, dennoch muss man einigen Läden zugute halten, dass sie in dieser Hinsicht überhaupt Anstrengungen unternehmen. Bereits seit Ende Januar ist bekannt, dass man bei Esso und Lidl kontaktlos mit der girocard bezahlen kann – und die Drogeriekette Rossmann denkt auch drüber nach. Einen knappen Monat später meldet man bei Lidl Vollzug, in 3.200 Läden kann man kontaktlos bezahlen. Wie man bei Lidl kontaktlos bezahlen kann, ist auf einer separaten Informationsseite beschrieben.

Auch Aldi Nord und Aldi Süd ziehen nach, das Unternehmen gab heute eine entsprechende Pressemitteilung heraus. Nach der Einführung des kontaktlosen Bezahlens mit der Kreditkarte und dem Smartphone vor über einem Jahr, können Kunden ihren Einkauf bei ALDI Nord und ALDI SÜD künftig auch mit ihrer Girokarte kontaktlos bezahlen.

Aktuell befinden sich die kontaktlosen Zahlungen per Girokarte in einzelnen Filialen im Testbetrieb. Im März wird die Ausweitung sukzessive auf alle Filialen der Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD erfolgen. Das Ganze ist also noch eingeschränkt beim Albrecht Diskont. Voraussetzung für das kontaktlose Zahlen mit der Girokarte ist ein integrierter NFC-Chip.

Zu erkennen sind die Karten anhand eines Funkwellen-Symbols. Zum Bezahlen hält der Kunde seine Karte an das Zahlungsterminal. Einkaufsbeträge über 25 Euro müssen zusätzlich per PIN-Eingabe authentifiziert werden. Bei Beträgen, die darunter liegen, kann dieser Schritt, je nach Kartenherausgeber, entfallen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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50 Kommentare

  1. Simon Pück says:

    Also per Handy eine NFC Zahlung sehe ich ja noch als interessant aber ob ich nun meine Karte in einen Schlitz stecke oder an das Gerät halte ist für mich nun kein großer unterschied.

  2. Ulrich Groeschel says:

    Ich kann bei Netto, Rossmann, Lidl, Aldi und Aral mit NFC bezahlen, aber nicht mit der Karte des Weser-Elbe Sparkasse. Die können mir nicht einmal sagen bei wem man kontaktlos bezahlen kann. Die Karte soll dafür freigeschaltet sein.

  3. @wpressy Ich habe zwar nur die Hälfte von Deinem Text ansatzweise verstanden, aber Bezahlen per Smartphone geht doch schon lange. Guckst Du „Seqr“. Auch hier bei Caschy wurde schon darüber berichtet.

  4. @ HO: Danke für die ausführliche Beschreibung! Werde ich mir später mal anschauen.

  5. @wpressy

    „Smartphone auf so einen Terminal legen und damit bezahlen“ – ohne PIN (<20/25€) – geht bei vielen: Aldi, Budni, Lidl, Rossmann, … unabhängig vom Mobilfunk-Anbieter mit SEQR (schwedische App). Auch hier im Blog vorgestellt.

    Meine anfänglichen Schwierigkeiten lagen möglicherweise daran, dass ich mein Handy falsch zum Display positioniert hatte. Hängt wahrscheinlich davon ab, wo im Handy der NFC Chip verbaut ist, das Handy wird vermutlich richtig platziert sein müssen.

    Vgl http://stadt-bremerhaven.de/seqr-tap-pay-auch-in-deutschland-fuer-android-smartphones-mit-nfc/#comment-771134

  6. Sinnvoll ist es Schutzhülle die das Ausspähen von Daten verhindert. Websuche eBay: Schutzhülle NFC Girokarte bzw. Amazon smartphone-tasche nfc

  7. @janxb
    Du weißt, dass deine Beispiele Schwachsinn sind, oder? Für Krankenkassen, Brief versenden und telefonieren, gibt es keine Alternativen, mit denen man seine eigenen Daten nicht preisgeben muss. Mal abgesehen davon, dass die Krankenkassenbeiträge einen fixen Prozentsatz betragen und nicht einfach mal so angehoben werden können. Das Geld, was der Arzt von den Krankenkassenbeiträgen bekommt ist zusätzlich auch noch unabhängig davon, wie viele Patienten er hatte.

    Die ganzen kontaktlosen Zahlungsarten wiederum lösen einfach nur ein First-World-Problem, bei dem der Konsument einfach nur zu faul ist, seinen fetten Arsch an den Geldautomaten zu schleppen. Es gibt zu diesen Zahlungsarten nämlich eine bequeme und anonyme Zahlungsart: Bargeld.

  8. Tannenpflaum says:

    Ich will hier nur sagen, dass es wirklich großen Spaß macht hier diese überwiegend sehr sehr konstruktiv geführte Diskussion zu verfolgen!!! Große Klasse.

    In Deutschland endet der Dialog zu solchen Themen ja eigentlich am dem dritten Kommentar in irrationalen Hasstiraden. Nicht so hier, sehr geil.

    Ich werde mich zu dem Thema mal nicht äußern, da ich in der Payment Branche an mobile Payments Projekten arbeite. Ich hoffe auf eine flexible schöne diskriminierungsfreie Paymentwelt von morgen voller Optionen und vielfältigen Möglichkeiten zu bezahlen. Auch Bargeld ist und bleibt ein Bestandteil der Payment-Welt….aber dabei wirds nicht bleiben, die Möglichkeiten mit Smartphone/Wearables und beyond sind heute vielfältig und werden morgen fast unbegrenzt seien! Wird geil!!

  9. @Max
    Nein, die Beispiele von JanXB sind kein Schwachsinn. Überall könnte man theoretisch von Unternehmen „durchleuchtet“ werden bzw. die Daten könnten ausgewertet werden, aber das ist einfach nicht er Fall, erst recht nicht in Deutschland aufgrund des strengen Datenschutzes. Die Banken dürfen kein Profil über dich erstellen und erst recht keine Daten verkaufen. Die Händler dürfen das auch nicht ohne deine Zustimmung, aber anhand der Kartenummer lässt sich sowieso nichts brauchbar personalisieren. Erst recht mit ApplePay bekommt weder Apple noch der Händler irgendwelche Daten. Warum gibt es daher wohl die Paypack Karte? Genau, gerade um dein Einkaufsverhalten mit deinen persönlichen Daten zu verknüpfen. Da man dem zustimmen muss, ist das aber auch ok.

  10. @HO:
    Traudel war gegen diese ganzen Zahlungssysteme, weil die Daten sammeln. Es gibt aber mit Bargeld eine anonyme Alternative.
    JanXB kam dann auf einmal mit Beispielen an, die keine anonyme Alternative anbieten, daher sind seine Beispiele Schwachsinn.
    Und bezüglich Datenschutz: Insbesondere Firmen, die nicht in der EU beheimatet sind, ignorieren das im Zweifel einfach. Zudem, was in den letzten 2 Jahren auch schon dutzende Male passiert ist, wenn bei Firmen, die deine Daten speichern eingebrochen wird und die Daten rausgetragen werden, nützt dir das ach so tolle Datenschutzgesetz gar nichts. Der einzige Schutz gegen sowas ist, gar keine Daten zu erheben, bzw so wenig wie möglich.

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