Adobe Creative Cloud: Kopierschutz bereits nach einem Tag ausgehebelt

Anfang Mai kündigte Adobe einen Wechsel in der Strategie ihrer wichtigsten Produkte an. Die Software kommt nur noch im Abo-Modell, statt dem einmaligem Kauf der jeweiligen Vollversionen aus der Creative Suite.


Adobe erhoffte sich neben den kalkulierbaren Einnahmen aus der Abos wohl auch eine gewisse Eindämmung der illegalen Verbreitung ihrer beliebten Software, da sie zwar grundsätzlich offline genutzt werden kann, allerdings mindestens alle 30 Tage einmal die Adobe-Server anpingen muss, wenn ein Monatsabo abgeschlossen wurde.

Der Plan ging aber, wie viele schon vermutet haben, nicht auf. Denn kurz nach dem offiziellen Start sind nur einen Tag später die üblichen Versionen von Photoshop CC, Dreamweaver CC oder Illustrator CC bei Pirate Bay und anderen einschlägigen Plattformen aufgetaucht.

Diese brauchen keine Authorisierung bei Adobe, der Kopierschutz soll allerdings auf einem ähnlichen Weg überwunden sein, wie man es aus früheren Versionen bereits kannte. Besonders viel Aufwand in die Verhinderung dieser Lücke scheint man demzufolge nicht investiert zu haben.

Zwar fehlen durch den Wegfall der Cloud-Anbindung auch einige Funktionen, die die Cloud-Version ausmachen – zum Beispiel der Speicherplatz und die Synchronisierung zwischen den einzelnen Geräten, dennoch muss Adobe hier einen Rückschlag verkraften.

Trotz allem sieht man das Abo-Modell aber weiterhin auf einem guten Weg und präsentierte vor wenigen Tagen die Zahlen für das zweite Quartal, wo sie mittlerweile 700.000 Abonnenten registrieren, immerhin 221.000 mehr als im letzten Quartal.

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

29 Kommentare

  1. Sicher, dass es für Adobe ein Rückschlag ist?
    Adobe hatte schon immer einen relativ einfachen Kopierschutz, wahrscheinlich um sehr junge Menschen als zukünftige Kunden zu gewinnen.
    Ich sehe es dementsprechend ganz anders.

  2. Kann da Knarrer nur zustimmen. Kann doch nicht sein, dass die tausend dollar teure Software nicht richtig schützen. Da würde die Idee junge Menschen quasi kostenlos mit der Software bekannt zu machen, eher Sinn ergeben

  3. @Tim und Knarrer:

    Was ist das denn für´n Blödsinn. Es gab noch nichts, was vor Hackern lange stand hielt. Oder wieso bekommt man Spiele, Programme, Filme und Musik im Internet kostenlos? Für die jungen Leute und wegen Kunden gewinnen?Schwachsinn. Die Firmen geben eine Menge Geld dafür aus, um ihre Produkte zu schützen. Es gibt da draußen aber immer Leute, die cleverer sind als die Programmierer der Firmen. Nicht mal Hardware ist sicher, wie wir ja an den Spielekonsolen und Co. sehen. Aber schön beide in der selbe Horn gebrüllt… 😀

  4. Dieser „Kopierschutz“ ist doch gar kein richtiger. Eine der Wichtigsten Zielgruppen sind doch die, die sich die Produkte nie leisten könnten-wollen (Schüler/Studenten).

    Einerseits verliert an bei denen kein Geld anderseits kann jeder von ihnen Adobe Produkte bedienen. Kommt es jetzt zur Frage was man Geschäftlich nehmen soll dann ist es meist Adobe da es ja schon „jeder“ kann, woher ist dann erstmal vollkommen egal.

  5. Denke auch, dass es Adobe nicht großartig kümmert. Die IT Welt weiß nun schon seit Jahrzehnten, dass Kopierschutz am Ende immer geknackt wird und eins zu restriktiver Kopierschutz Kunden verjagt (siehe Sony).
    Ich denke man kann damit die einfachsten Fälle vermeiden, aber dauerhaft illegales Kopieren zu vermeiden ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    Was ich gern hätte als Photoshop-Standard-Leecher: ein stundenbasiertes Modell.
    Ich zahle gern für tolle Software wie Photoshop. Sagen wir pro Tag 10 EUR. Wäre ich dabei. Aber ich kauf mir kein Abo, wenn ich es an 5 Tagen im Jahr nutze.

    Und 10 EUR pro Tag ist mir der entgangene Schmerz wert, den ich mir spare, weil ich nicht Gimp nutzen muss.

  6. Sasche, ich glaub das was Du als Blödsinn bezeichnet, ist das was Du gerade selber gesagt hast. 🙂

  7. Adobe weiß, dass auf den Rechnern der meisten Jugendlichen illegale Versionen ihrer Produkte sind. Das ist denen auch egal. Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo die Leute es geschäftlich nutzen, werden sie es sich kaufen müssen. Allein wegen dem Support und der Tatsache, dass es für eine Firma nicht gut ausgeht, wenn sie illegale Software benutzt. Illegale Kopien werden bei der Entwicklung und Kalkulation ja fast schon mit einberechnet.

  8. @Sacha: Selber Blödsinn. Wo sind denn die Cracks für Diablo 3 und Sim City 5? Wo der Hack der PS3 für nicht uralte Firmwares? Die Cloud eröffnet ganz neue Kopierschutzmaßnahmen.

  9. Christian says:

    @Hacke: oder geht noch ein paar Jahre zurück: Microsoft Flight Simulator X.

  10. Ruedi Cratsch says:

    @Philipp Ohlandt
    Oder „lieber ein illegales Photoshop als Gimp“. 🙂

  11. AndroidFan says:

    Mir fällt auf Anhieb ein, dass bisher Sky noch nicht gehackt (gecrackt) wurde. Also alles können die Hacker auch nicht, von daher glaube ich auch, dass das von Adobe kalkuliert wurde.

  12. Habe den Kopierschutzwahn seitens Adobe nie verstehen können.
    Adobe Entwickelt in erster Linie für Gewerbetreibende. Fotografen, Designer, usw.
    Dort habe ich bisher keine Raubkopie finden können.
    Für Privatpersonen, die in erster Linie Adobe Raubkopien nutzen, käme ein Kauf meist eh nicht in Frage.
    Wiederum ensteht stetig eine neu heranwachsende Basis, die durch Funktionen, Interface usw. an sich bindet.
    Hinzu kommt, Unternehmen und Betriebe entwickeln eine Grundakzeptanz gegenüber Programmen wie Photoshop, da Berufsanfänger nicht erst darin ausgebildet werden müssen.
    Ich krieg von Freunden gesagt, jede neue Generation von Azubis hat detailliertere Kenntnisse in dem Bereich, als die vorangegangene.

  13. unbekannt says:

    Was für ein unfassbar dummes Getrolle hier wieder vorzufinden ist…

  14. @sascha
    diablo 3 und sim city 5 wurden gecracked, nur der aufwand, das jeder 0815 dau das ding auch zum laufen bringen kann, hat sich einfach nicht gelohnt. deswegen gibts auch keine „ich-drücke-auf-diese-exe-und-es-läuft“ version beider spiele.

    das wird erst kommen, wenn diese ominösen „cloud-spiele“ überhand nehmen. ist ja noch nicht der fall.

  15. @zwo
    Es gibt genügend Professionelle die Raubkopien einsetzen. Ich kenne einige. Manche Studien behaupten es sind mehr als die Hälfte.

  16. Wie hier alle versuchen das Cracken von Adobe Software für den Privatgebrauch zu legitimieren.
    Was ist Photoshop, Premiere, Illustrator, InDesign, AfterEffects? (Dreamweaver lasse ich mal weg)
    Es ist Profi Software für Profis! Nicht für Kiddies die zuhause ein paar „fette Signaturen“ für irgendwelche Foren machen. Es gibt relativ gute alternativen im Kostenfreien oder Kostengünstigen Segment. (Mac – Pixelmator, Win – Panint.NET, Gimp).
    Ich arbeite täglich mit diesen Produkten, es stecken sehr viel Zeit und Entwicklungskosten drin, die müssen auch wieder reingeholt werden.
    Keiner der sagt „privat kann man es schon gecrackt“ benutzen, arbeitet Sinnvoll mit diesen Tools.
    Zur Umgehung: es handelt sich bestimmt wiedermal um das austauschen einer DLL, allerdings weiß auch Adobe von diesem „Crack“ weil sie prüfen ja auf den Geräten danach. Ich denke das es ein böses erwachen geben wird, weil die Software irgendwann nicht mehr startet.

  17. Mir fehlt hier vor allem die Funktion der Single-App aus der Adobe Digital Publishing Suite, die in der Creative Cloud integriert ist. Dieser Faktor wird gänzlich vergessen. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass einige diese Software nutzen möchten aber Preis früher zu hoch war. Ich denke aber durch das Abo und spezielle Konditionen für z.B. Studenten wird es überschaubarer was die Kosten angeht.

    Für totalen Humbug halte allerdings die Theorie, es könne sich hierbei um Absicht seitens Adobe handeln, dass ein „leichter“ Kopierschutz integriert sei um die jüngere Zielgruppe schmackhaft zu machen.

  18. Bitte entschuldigt, der eine Satz muss natürlich lauten, dass der Preis für einige zu hoch ist und trotzdem die Software nutzen möchten.

  19. Fakt ist, dass Adobe heute niemals Marktführer im Digital Publishing wäre, wären Ihre Produkte nicht schon immer gecrackt worden.

  20. Es hätte mich gewundert, wenn man es wirklich sicher gemacht hätte.
    Wie sollte dann der Nachwuchs an den Platzhirsch geführt werden?
    Und das Firmen gecrackte Versionen einsetzen, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

  21. Verstehe auch nicht, warum man ein gecracktes Photoshop einsetzen sollte. Die Elements-Versionen reichen doch für 99% der User sowieso aus und sind wirklich nicht teuer.

    Ich bin mit Elements 10 mehr als zufrieden, nur ein Abo würde ich niemals abschließen. Das ist mir die Software dann auch nicht wert.

  22. Mich würde einmal interessieren wieviele von den Leuten, die eine (gecrackte) Version von PS benutzen, wirklich Ahnung von der Materie hat… Das dürfte sich im Promillebereich bewegen.

  23. natürlich gibt es sichere Kopierschutz-Mechanismen, spätestens wenn Hardware (aka Dongles) eingesetzt werden sind min. 99,99% aller ‚Hacker‘ aufgeschmissen.

    Dongles sind daher bei den Anwendern recht unbeliebt… ausserdem muss bei Verwendung z.B. eines zweiten Systems im Home Office oder unterwegs immer umgesteckt werden.

    Bei Klitschen speziell im Kreativ-Bereich wurden schon immer auch mal Raubkopien eingesetzt… die sehen das nicht so eng.

    Dass Adobe keine stärkere Kopierschutz-Technologie einsetzt ist selbstverständlich eine Kosten-Nutzung-Rechnung von zu betreibendem Aufwand in Relation zum erzielbaren Ertrag. Die grosse Masse der (privaten) Nutzer gecrackter Versionen kaufen eh nichts, jeglicher Aufwand dies zu blocken kostet also nur und bringt nichts.

  24. Hakan hat se alle says:

    Ich habe es auch gecrackt auf meinem PC, ist echt nice. 🙂

  25. Also ich hab ne legale Master Version aber nur weil ich diese sehr günstig bekommen habe- ich möchte diese Software nicht mehr missen. Ich denke auch das man sobald man mit einer Software Geld verdient man auch so fair sein sollte und eine legale Version kaufen sollte.

  26. Schade dass es keine guten Alternativen gibt. An GIMP bastelt man ja nur rum, wenn sich da größere Firmen hintendran stellen würden wäre das eine nette Alternative. Dann vielleicht noch mit speziellen Plugins etc., die ja auch closed source vorliegen können und man kann trotzdem Geld verdienen.

  27. Ich nutze die Software von Adobe seit Jahren legal. Was mich allerdings MASSIV an der Umstellung auf Mietsoftware stört, dass ich NICHT mehr die Wahl habe mir ein Produkt zu kaufen und solange wie ich es will nutzen kann. Ich kann z.B. mal ein oder zwei Updates nicte mehr aussetzten (wiel ich es entweder nicht bezahlen kann oder die Featchers nicht brauche),´.
    Wenn ich bei einem Mietmodell aussteige, kann ich meine Photoshop- und Indesign-Dateien nicht mehr öffnen, weil es keine Produkte gibt mit denen ich weiterarbeiten kann.

    Das wird auch der Grund sein, dass ich a) meine derzeitgen Versionen solange es geht weiternutze und b) mich mittel- bis langfristig nach Alternativen umschauen muss.
    Gehackte Software kommt nicht auf mein Rechner.