Adobe: Keine neue Creative Suite – Zukunft liegt in der Creative Cloud

9. Mai 2013 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von:

Adobe hat letzten Montag eine bedeutende Wende in ihrer Produktpolitik auf der Messe Adobe Max angekündigt. Wie Microsoft mit Office 365 hat auch Adobe seit einiger Zeit die sogenannte Creative Cloud. Das Prinzip dürfte uns zukünftig sicher noch häufiger begegnen: Die Software kommt nur noch im Abo-Modell , statt dem einmaligem Kauf der Vollversion.

Adobe Creative Cloud

Die Gründe für die Entscheidung sollten relativ schnell gefunden sein. Zum einen hat man stetige Einnahmen von allen Nutzern, die sich sonst nur alle paar Jahre einmal eine neue Version gekauft haben, weil sie viele neue Funktionen nicht sofort brauchten. Zum anderen will man natürlich die Software-Piraterie stark erschweren, wenn es keine klassischen Offline-Versionen zum Download oder Kauf mehr angeboten werden. Außerdem möchte man nicht zwei verschiedene Softwareansätze für die Cloud und die lokalen Versionen pflegen, so Adobe.

Ab dem 17. Juni tragen die Produkte wie Photoshop, Illustrator, Indesign & Co nicht mehr den Zusatz CS, sondern CC für Creative Cloud. Die Vorteile laut Adobe liegen natürlich darin, dass ihr alle zukünftigen Updates im Abo automatisch hinzu bekommt, wo ihr früher neue Versionen kaufen musstet. Außerdem sind alle Dateien und Einstellungen auf allen Geräten synchronisiert.

Creative Cloud Apps

Alle Nutzer der Creative Suite 6 können diese natürlich noch weiterhin benutzen und aktuell auch noch erwerben, allerdings kommen hier nur noch Bugfixes und keine neuen Funktionalitäten mehr hinzu. Einiges an Kritik musste man sich ebenfalls von den Nutzern anhören, weil man sich zeitgleich entschlossen hat das Grafikprogramm Fireworks einzustellen.

Klar das Adobe oder auch Microsoft in den Abo-Modellen eine Zukunft sehen, so recht kann ich mich allerdings mit dem Gedanken nicht anfreunden. Profis werden auf lange Sicht keine Wahl haben und das Angebot annehmen müssen. (Einzellizenz 24,59 € pro Monat, die komplette Suite 61,49 € im Monat) Adobe versucht zeitgleich einige Bedenken der Anwender zu zerstreuen, dass man nicht ständig online sein muss oder die selbst erstellten Dateien nach Kündigung des Abos nicht mehr zur Verfügung stehen.

Als letztes kündigte man noch neue Hardware an. Ein drucksensitiver Stift Mighty und das digitale Lineal Napoleon.

Was haltet ihr von Adobes Entscheidung und den generellen Abo-Modellen? Prinzipiell ein zukunftsfähiges Modell für euch oder würdet ihr auch lieber bei dem üblichem Einmalkauf der Vollversion bleiben? [via, via]


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