Apple Watch: Neue Informationen zu Akku und Funktionen

7. März 2015 Kategorie: Apple, Wearables, geschrieben von:

Am kommenden Montag wird es so weit sein und Apple die bereits im September 2014 vorgestellte Apple Watch final präsentieren. Das große Rätsel ist weiterhin die Akkulaufzeit sowie konkrete Funktionen der Uhr, die Apples persönlichstes Produkt darstellen soll. 9to5Mac hat nun noch einmal neue Details erfahren, wie es um den Akku bestellt ist und mit welchen Funktionen die Apple Watch aufwarten wird. Gleichzeitig werden hierbei die Akkugerüchte aus dem Januar ein wenig relativiert.

Apple_Watch

Im Januar machten Meldungen die Runde, dass die Apple Watch nur auf eine aktive Nutzung von 2,5 Stunden kommt. Das kann durchaus ausreichen, um über den Tag zu kommen – Apple machte nie einen Hehl daraus, dass die Uhr jeden Abend aufgeladen werden muss. Nach den aktuellen Informationen soll sich dies aber noch einmal, unter anderem durch den Einsatz eines Power Reserve Modes, verbessert haben. Bis zu 5 Stunden aktive Nutzung sollen möglich sein. Dies reicht aber dennoch nicht aus, um die Uhr nicht jeden Tag laden zu müssen.

Der Power Reserve Mode trennt alle unnötigen Verbindungen und dimmt auch das Display, sodass die Uhr nur noch mit Grundfunktionen läuft. Diesen Modus kann man anscheinende jederzeit aktivieren, nicht nur, wenn der Akku einen bestimmten Prozentwert unterschritten hat. Die Aufladedauer beträgt unterdessen zwischen vier und fünf Stunden, was bereits eine starke Verbesserung zu den Prototypen sein soll, die im September gezeigt wurden. Der Ladevorgang erfolgt über einen magnetischen MagSafe-Charger.

Während die neuen Informationen zum Akku durchaus interessant sind, sind die Informationen zu den Funktionen der Uhr, wenig überraschend, da eigentlich logisch, irgendetwas sollte eine Smartwatch ja können. Neue Informationen gibt es zum Pulsmesser. Apple führte bisher nur an, dass dieser zwar konstant messen kann und man den eigenen Herzschlag auch an Freunde schicken kann, das war aber noch nicht alles. Es wird einen Bildschirm geben, auf dem man diesen aktivieren kann und so permanent seinen Puls angezeigt bekommt. Die Messung soll genau sein und über ein animiertes Herz dargestellt werden.

Es wird aber auch weitere Bildschirme geben, die ihren Platz vorinstalliert auf der Apple Watch finden. Hierzu zählen Akku, Fitness-Stats, Aktivitäten, Uhr (wer hätte es gedacht), Wetter, Musik, Quick Settings, Kalender und Maps. Außerdem soll es ein Notification Center geben, so wie man es auch vom iPhone oder Mac kennt. Ebenso wird es verschiedene Zifferblätter geben, die laut Informationen stark anpassbar sein sollen und ein hohes Maß an Details mitbringen. Eigene Watchfaces durch Drittanbieter? Vorerst anscheinend ausgeschlossen. Dafür sollen die einige der Watchfaces smart sein, man kann also mit ihnen interagieren.

Wie viel Speicher die Uhr bereitstellen wird, ist noch nicht bekannt. Die Prototypen waren mit 8 GB ausgestattet, das bedeutet aber nicht, dass auch die finalen Versionen mit 8 GB kommen. Speicher wird auch für Musik benötigt, diese kann direkt via Bluetooth-Headset über die Uhr gehört werden, ein Smartphone muss hierfür nicht gekoppelt sein. Praktisch, wenn man die Uhr beim Joggen nutzt und nicht extra ein Smartphone mitführen möchte. Die Musik wird über die Companion-App auf die Uhr gebracht, eine Kabelverbindung wird nicht vorhanden sein.

Über die Companion-App berichteten wir bereits. Sie wird dazu genommen, um die Funktionen der Uhr festzulegen, Icons anzuordnen (was auch direkt auf der Uhr funktionieren wird) und WatchKit-Apps zu deinstallieren. Installiert man nämlich eine App, die gleichzeitig eine Watch Kit-Komponente beinhaltet, landet diese automatisch auf der Uhr. Man kann diese dann wieder deinstallieren, ohne dass man auf die App auf dem iPhone verzichten müsste.

Zur Hardware gibt es ebenfalls neue Informationen. So soll der S1 Chip die Uhr sehr flott machen, allerdings auch seine Grenzen haben. Uhren mit über 200 Watch Kit Apps seien spürbar langsamer als solche mit weniger Apps. Das Display soll hingegen das beste Smartwatch-Display sein, das man bisher sah, mit sehr guten Schwarz-Werten. Force Touch soll sich sehr natürlich anführen. Es wird keine Zwei-Finger-Gesten auf dem Touchscreen geben, gezoomt wird bekanntlich mit der Digitalen Krone.

Auch wird es keine Tastatur auf dem kleinen Bildschirm geben. Alle Texteingaben werden entweder per Sprache getätigt oder als vorgefertigte Antworten versendet. Sehr Siri-like, aber ohne Erwähnung von Siri, Apple labelt dies als Voice Control. Auch wird man die Möglichkeit haben, die Uhr auszuschalten. Hierzu wird der Kommunikationsknopf an der Seite lange gedrückt. Es erscheint der bekannte Power-Off-Slider. Ähnlich wird man auch Apps zwangsschließen können.

Am Montag werden wir dann hoffentlich die letzten Details erfahren, wie Apple uns mit der Apple Watch überzeugen will. Wir werden wieder eine Live-Ticker-Seite inklusive Chat bereitstellen, damit Ihr die Keynote nicht alleine verfolgen müsst. Wird sicher ein interessanter Abend.

(Quelle: 9to5Mac)


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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