Pebble Time Steel vorgestellt: Pebble Time-Backer können upgraden, Smartwatch wird modular

3. März 2015 Kategorie: Hardware, Wearables, geschrieben von:

Mit Pebble Time stellte Pebble eine neue Smartwatch mit Farbdisplay und bis zu sieben Tagen Akkulaufzeit vor. Diese wird – wie das damalige Original – wieder über Kickstarter finanziert und schickt sich an, sämtliche Rekorde zu brechen. Der aktuelle Stand: knapp 55.000 Backer und bereits 12 Millionen Dollar eingesammelt. Und da werden heute sicher noch einmal ein paar dazukommen. Soeben wurde bekanntgegeben, dass es auch eine neue Pebble Time Steel geben wird.

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Die Pebble Time und Pebble Time Steel Smartwatches unterscheiden sich im Prinzip nur in der Materialwahl, wer auf eine schlankere Steel-Variante gehofft hat, wird allerdings enttäuscht. Die Abmessungen bleiben gleich, die Pebble Time Steel ist sogar noch 1 mm dicker als die Kunststoff-Version. Dafür sind alle Elemente des Gehäuses aus Edelstahl gefertigt, die Displayabdeckung besteht aus Gorilla Glass 3. Heißt aber auch: man erhält ein Farb-Display und das Mikrofon für Sprachnachrichten, wie es bei der Pebble Time auch vorhanden ist.

Einen Vorteil gegenüber der Pebble Time kann die Steel-Version aber auch noch vorweisen: die Akkulaufzeit. Bietet die Pebble Time schon eine fantastische Laufzeit von bis zu sieben Tagen, sind mit der Pebble Time Steel bis zu zehn Tage möglich. Das ist sehr beachtlich und zeigt auch, was durch einen Verzicht auf Sensoren und stromhungrige OLED-Displays aus so einem kleinen Gadget gequetscht werden kann.

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Die Pebble Time Steel wird in drei Farben angeboten, Silber, Schwarz und Gold stehen zur Verfügung. Außerdem gibt es Armbänder aus Leder und Metall. Die Armbänder sind auch das, was Pebble zu einer noch interessanteren Plattform macht. Diese sind leicht austauschbar und bieten eine Schnittstelle zur Uhr. So lassen sich auch Armbänder mit zusätzlichem Akku oder diversen Sensoren an der Pebble Time oder Pebble Time Steel befestigen, die dann neue Funktionen bringen. Sehr interessanter Ansatz, der Smartstraps genannt wird. Eigentlich heißt dies, dass die Pebble auch gleichzeitig eine der ersten modularen Smartwatches auf dem Markt ist. Hier kann sich ein komplett neuer Markt rund um die Smartwatch auftun.

Pebble selbst arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit mehreren Herstellern zusammen, um Smartstraps zu verwirklichen, freut sich aber auch auf die Ideen, die von anderen realisiert werden. Die ersten Smartstraps werden später dieses Jahr verfügbar sein. Für mich der Knaller schlechthin bei der Pebble Time / Pebble Time Steel, das wird sicher einige Bewegung in den Markt der Wearables bringen. Armbänder mit Sensoren für den Sport, ein Akku-Armband für den Urlaub in der Wildnis oder was man sich sonst noch alles vorstellen kann. Einfach nur großartig. Weitere Informationen zu den Smartstraps gibt es im Pebble-Blog.

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Aber zurück zur Pebble Time Steel, sicher wollt Ihr wissen, was das gute Stück kosten wird. Für Kickstarter-Backer werden 250 Dollar fällig, enthalten sind je ein Armband in Leder und Edelstahl, sowie die Pebble Time Steel selbst. Der spätere Verkaufspreis wird bei 299 Dollar liegen. Die Steel-Variante soll im Juli ausgeliefert werden, wer bereits die Pebble Time gebacked hat, kann einfach draufzahlen und so auf die Pebble Time Steel upgraden. Das Projekt findet Ihr noch bis 27. März bei Kickstarter.

Überraschung gelungen oder war die Pebble Time schon Überraschung genug für Euch? Was haltet Ihr von dem modularen Ansatz über die Smartstraps?


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Über den Autor:

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