WhatsApp Web-Client: das sollte beachtet werden

Das war eine Überraschung gestern. Da tauchte auf einmal der Web-Client für WhatsApp auf, erst einmal nur nutzbar für Android, Windows Phone und BlackBerry innerhalb des Browsers Chrome. iOS? Fehlanzeige – das dürfte wohl für einige lange Gesichter gesorgt haben. Das Geheimnis ist wahrscheinlich die Art, wie der Web-Client realisiert wurde.

Dieser zeigt nur die gespiegelten Nachrichten eures Smartphones an, die von euch vollzogene Kopplung authentifiziert euch also nicht an irgendeinem WhatsApp-Server, der eure Nachrichten aussendet, sondern lediglich an eurem Smartphone. Warum dies so ist? Wahrscheinlich wegen jüngst eingeführter Sicherheits-Updates – vermute ich. Chats werden halt nur lokal auf einem Smartphone mit einem Key entschlüsselt, ähnlich den Secret Chats anderer Messenger (Telegram oder Threema).

Nachdem ihr das Update gemacht habt, solltet ihr im Menü von WhatsApp oben rechts den Punkt „WhatsApp Web“ vorfinden. Diesen Punkt müsst ihr anspringen, um den QR Code auf der Seite web.whatsapp.com zu scannen. Der Browser auf dem Rechner tauscht sich also dauerhaft mit eurem Smartphone aus, dies bedeutet aber auch folgendes: ist euer Smartphone nicht mehr mit dem Netz verbunden oder der Akku alle, dann kommen auch keine Nachrichten mehr rein – und ihr könnt auch keine verschicken – im Gegensatz zu Lösungen, die neben einer mobilen App auch noch einen echten Client im Web oder dem Desktop anbieten – siehe Facebook, Hangouts, Line, Telegram oder WeChat.

Auch sollte folgendes bedacht werden: ist euer Smartphone nicht im WLAN, sondern nur via Mobilfunk verbunden – dann wird über das Datenvolumen eures Vertrages verschickt, nicht über das Internet, in dem euer Rechner gerade hängt. Der Kopplung ist es letzten Endes egal, ob euer Smartphone im gleichen WLAN hängt, oder ob es via 3G oder LTE arbeitet. So gerne ich auch WhatsApp mit einigen Kontakten nutze: für mich ist das keine Lösung, die ich zufriedenstellend für mich finde. Dennoch – ich denke, dass Millionen Nutzer froh sind, dass sie WhatsApp auch am PC nutzen können. So können sie ihr Smartphone irgendwo in der Tasche oder an der Ladestation lassen und dennoch WhatsApp nutzen, über eingehende Nachrichten informiert ja ein kleines Popup, welches von Chrome ausgesendet wird.

Und, eure Meinung dazu?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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93 Kommentare

  1. Rolf Brandt says:

    Nutzlos! WhatsApp sollte sich ein Beispiel an Viber nehmen. Da geht Telefonie schon lange. Und man hat auch einen gescheiten Desktop-Client.

  2. Nur eine Frage der Zeit bis es Webapps als App in Stores emulieren

    @Norman Du wirst nur als Troll angemacht und nimmst es persönlich ^^
    @Franz DONT FEED THE TROLLS

  3. Hab mein Smartphone eigentlich sowieso 24/7 bei mir, sodass ich einen PC Client gar nicht brauche. Aber die Lösung als Webclient gekoppelt an das Smartphone finde ich am Besten. Die Whatsapp Acoounts laufen schließlich über eine unique Handynr. Für einen Extra-Client am PC würde das wohl einen „PC Account“ bedeuten. Dann müsste man von seinem Kontakt im Zweifelsfall beides anschreiben – lästig.
    Ich werds aus Neugier mal testen.

  4. Mal eine Frage: Wenn ich das Handy quasi per QR-Code mit dem Browser gekoppelt habe und den PC dann später verlasse und aus dem Haus gehe: Werden die Nachrichten weiterhin auf den PC daheim gespiegelt und die ganze Familie liest möglicherweise alle meine Nachrichten *immer* und *permanent* daheim mit ?? Ich habe zwar keine Geheimnisse, aber meine Kinder brauchen sicher nicht alle Konversationen/Links etc mitlesen (können!). Falls das geht, wäre das ein no-go für mich. Oder muss der Browser jedesmal neu per QR-Code gekoppelt werden ?

  5. Also ich bin, so wie ich in einem Neuland-Podcast mal mitbekommen habe, genau so wie Caschy unterwegs. Am PC nutze ich überwiegend Telegram. Einfach weil es so einen tollen Desktopclient hat. Wenn Whatsapp das mit dem Webinterface lösen kann, soll es mir auch recht sein. Ich bin halt immer noch schneller im Tastatur Tippen als auf dem Handy.Also egal wie gelöst, ich finde Messenger sollten ein Desktop oder Webclient haben damit man diese auch am PC nutzen kann.

  6. Mir wäre viel wichtiger dass ich WhatsApp auf meinem Tablet nutzen kann. Mit dem mobilen Chrome so leider aber nicht möglich. Die Desktop Version ist ja nett, aber für mich jetzt nicht so hilfreich.

  7. @Kr3uzBube Du kannst dich im Web-Client natürlich auch abmelden. Dann musst du wieder dein/ein neues Gerät mit dem Browser koppeln. Allerdings: Wenn du dich nicht abmeldest koppelt er sich immer mit dem zuletzt verbunden Gerät.

  8. Michael Schoppe says:

    Ich benutze jetzt seit kurzem Google Hangouts um meinem Sohn (Telefon ohne SIM-Karte) das Nutzen eines Messengers näher zu bringen und finde es ziemlich praktisch.
    Insbesondere auch die Nutzung vom PC aus ist ganz nett.

  9. Sinnfreier „WebClient“ wenn das Phone ganze Zeit an sein muss. Ich sage DOA.

  10. Ist mir nicht wichtig. Der Vorteil, den ich hier sehe ist, nicht übers Smartphone tickern zu müssen, während ich am Rechner sitze. Somit für mich hilfreich. ?

  11. Passt doch so wie es ist, keine Ahnung was es da schon wieder zum meckern gibt. Hatte vorher WhatsRemote dafür benutzt und weiß jetzt auch warum das zuletzt nicht mehr funktioniert hat. Super Sache jetzt und ihr Nörgler braucht es ja nicht zu nutzen.

  12. Ein Problem, was bisher kaum in den Berichten zu „Whatsapp Web“ auftaucht ist, dass Displays kleiner als 4 Zoll offenbar nicht unterstützt werden! Das Fenster mit der Anleitung zum Scannen des QR-Codes wird bei meinem Handy (3,5 Zoll) abgeschnitten, so dass ich nicht auf „OK, verstanden“ klicken kann…

    Somit haben Nutzer eines kleinen Smartphones keine Chance, die Funktion zu benutzen.

    In Zeiten, da selbst 4-Zöller schon als „Mini“ vermarktet werden, bin ich da aber wohl mit meinem Problem ziemlich alleine 🙁

  13. Die technische Umsetzung in der Form ist wirklich Mist und quasi unbrauchbar.

  14. Selbst bei Chromium kommt, dass nur Google Chrome unterstützt wird. FAIL!

  15. Das ist quatsch, unbrauchbar ist sie ganz sicher nicht, besser als gar kein Desktopclient! Schade jedoch, dass es bei iOS nicht so umsetzbar ist, aber würde mich nicht wundern, wenn iOS sogar eine bessere Umsetzung bekommt als Android =P

  16. Hmm…bei mir kommt in Chrome kein QR-Code. Entweder haben die gerade Probleme oder es liegt am abgeschotteten Unternehmensnetzwerk. Gerade im Büro wär’s mir eigentlich wichtig gewesen.
    WebSocket connection to ‚wss://w10.web.whatsapp.com/ws‘ failed: Error during WebSocket handshake: Unexpected response code: 400

    Was die Art angeht, über die WhatsApp diesen Webfeed ermöglichst: Finde ich garnicht so undumm. Die Leute wollen a) dass die Nachrichten verschlüsselt übertragen werden und b) nicht auf den WhatsApp-Servern gespeichert werden. Ja, wo soll sie der Browser denn dann herbekommen? Genau: Vom Handy! Irgendwo muss die Nachricht ja her kommen.

    Über das zusätzliche Datenaufkommen bin ich mal gespannt, dürfte aber, wenn es sich nur um Nachrichtentext handelt, in Grenzen halten.

    Nachbesserung wäre in der Tat in Sachen Browser-Unterstützung zu erwarten. WebSocket-Verbindungen unterstützen mehr Browser, als nur Chrome.

  17. Jetzt wird’s natürlich wieder interessant, wie lange es dauert, bis sich da erste APIs vorfinden.

  18. Ein schwarzer Tag für die Wirtschaft und jeden Chef mit Büro Mitarbeitern 😀

  19. Nicht optimal, aber dennoch sehr zufrieden. Bequem für lange Texte, ausführliche Chats etc. Spart mir so manches Vorschreiben auf PC und verschicken per Pushbullet um es dann in WhatsApp einzufügen….

  20. Warum so betrübt? Das ist genial!
    Ich lasse mich gerne korrigieren, aber imho sind die damit sicherer als Hangouts, Facebook Chat und Telegram. (Wenn man Whatsapp’s Ende-Zu-Ende Verschlüsselung von Android zu Android annimmt).
    Alle Daten sind auf meinem Gerät gespeichert, nicht in irgendeiner Cloud irgendwo auf der Welt um sie mir auf verschiedenen Geräten anzeigen zu können. Das mehr an Traffic nehme ich dafür sehr sehr gerne in Kauf.

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