WhatsApp macht Druck: Nutzer werden wieder zur Zustimmung der neuen Nutzungsbedingungen gedrängt

Ursprünglich sollten die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp bereits ab dem 8. Februar in Kraft treten. Nun sollen die neuen Bedingungen in Kürze, am 15. Mai in Kraft treten. Jene beinhalten eine aktualisierte Datenschutzrichtlinie, die Kompetenzen in Sachen Datenaustausch innerhalb des Mutterkonzerns Facebook erweitern soll.

In Europa solle die Datenweitergabe jedoch nicht zu Werbezwecken erfolgen, so WhatsApp. Gegen zahlreiche Gerüchte wehrte man sich schon im Frühjahr mit ausführlicher Stellungnahme. Dann ruderte man zurück und vertagte das Inkrafttreten der neuen Bedingungen auf besagten Termin im Mai. In der Zwischenzeit wollte man „Aufklärung“ leisten – in Form von Pop-Up-Meldungen beispielsweise, die die Nutzer zum Zustimmen bringen sollen. Auch bei der Facebook- und Instagram-App drückt der US-Konzern aufgrund geänderter Tracking-Bedingungen unter iOS 14.5 ordentlich auf die Tränendrüse.

Aber zurück zur Facebook-Tochter WhatsApp: Wer den Bedingungen bis dato nicht zugestimmt hat, der wird in Anbetracht der am 15. Mai in Kraft tretenden Bedingungen nun wieder verstärkt dazu gedrängt. So melden sich inzwischen wieder neue Pop-Up-Meldungen bei den Nutzern – auch auf meinem Smartphone:

Die Meldungen stimmen inhaltlich überein mit jenen, die man bereits im Frühjahr verteilte. Man beschwichtigt die Nutzer, dass man weiterhin nicht Nachrichten mitlesen bzw. -hören könne. Zudem erklärt man die Vorzüge der Verzahnung mit WhatsApp Business, also dem Chat mit Unternehmen. Hierfür seien dann eben „Facebook-Tools“ notwendig. Die alte „Leier“, die man da als Begründung für die aktualisierten Bestimmungen also mitbringt.

Noch immer ist es derzeit möglich die Pop-Up-Meldung über das große „X“ in der rechten oberen Ecke wegzudrücken. Dass unbedarfte Nutzer da nun ohne viel zu lesen zustimmen um die Meldung „zu quittieren“ liegt jedoch nahe. So sammelt man sukzessive weitere Einverständniserklärungen der Nutzer ein. Unterdessen läuft noch ein Dringlichkeitsverfahren gegen den US-Konzern, welches deutsche Nutzer vor benanntem Datenaustausch schützen soll.

Was passiert, wenn ihr den Bedingungen bis kommende Woche nicht zustimmt? Nun dann könnt ihr WhatsApp nicht mehr nutzen. Viele wollen sich da auch einfach nicht aus ihrer Komfortzone bewegen und „einfach zustimmen“. Im Januar konnten Signal und Threema dann aber doch einen immensen Nutzeransturm verspüren, der so manche Server in die Knie zwang. Auf Telegram sind wir im Übrigen auch mit einem eigenen Blog-Chat vertreten.

Was bleibt? Die Hoffnung, dass sich doch der Großteil auf andere Messenger bewegt. Meine Befürchtung: Die meisten werden ohne Hinterfragen bei WhatsApp bleiben. Nutzte man eben schon immer so, „hat jeder“ – also wieso die Komfortzone verlassen?

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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64 Kommentare

  1. Die Masse wird nix anderes mehr installieren. Der Zug ist sowas von abgefahren. Und Apple schützt leider Facebook, indem es RCS nicht in iMessage integriert.

    • Würde ich so nicht sehen, in den letzten Monaten sind in meiner Umgebung sehr viele zu Signal gewechselt, auch diverse Gruppen die vorher nur WhatsApp liefen (Arbeit, Schule der Kinder, Verein) haben sich zu Signal verlagert.
      Zumindest ich habe die Hoffnung daher nicht aufgegeben.

    • Kann ich nicht bestätigen, ich habe einen massiven Zulauf an Signalnutzern bemerkt.

      Zur Wahrheit gehört auch: Falls Apple oder eine ähnliches FIrma etwas tolles, neues, bequemes vorstellt werden das viele sofort wieder kaufen, nutzen oder installieren. Die Leute interessieren sich nicht für Technik und welche Konsequenzen langfristig entstehen für sich und andere – ab und zu wacht aber jemand auf.

      • Habe mal Signal installiert, festgestellt, dass dort gerade mal drei Kontakte sind und wieder gelöscht. Selbiges haben vermutlich auch viele andere gemacht und nutzen einfach das funktionierende WhatsApp weiter.

        • Das ist ja genau der Fehler. Wenn das jeder so macht, hat jeder nach dem Download eben nur 3 Kontakte. Es tut nicht weh, es einfach installiert zu lassen, somit hat jeder deiner Kontakte schon mal einen mehr in der Liste!

  2. In Europa solle die Datenweitergabe jedoch nicht zu Werbezwecken erfolgen. Heißt aber auch das trotzdem Datenausgetauscht werden. Mich kann Zuckerschnute schon seit lamen am A……. lecken

    • Und dann ist die entscheidene Frage: Wozu werden denn dann Daten ausgetauscht? Weil Zuckerbaby persönlich wissen will mit wem man gewhatsapped hat? Oder weil die USA die Daten zur Spionage nutzen will oder …?
      Irgendwie habe ich im Ohr, das laut DSGVO eine Speicherung von personenbezogenen Daten nur anlassbezogen erfolgen darf (Thema Interessensabwägung). Einfach nur zu sagen: Ich speichere und tausche, des Speicherns und Tauschens wegen, ist schlicht nicht zulässig.
      Aber in Irland hat man sich sicherlich in seinem Märchenschlaf gerade erst zum ersten Mal auf seinem Kopfkissen umgedreht. Aufwachen dauert da noch bis der Prinz vorbeikommt.

      • Nein. Die eigentliche Frage ist nur *wann* die Daten für Werbezwecke verwendet werden. Das kommt Scheibchenweise. Wir erinnern uns: 2014 gab man das großspurige Statement ab, dass WhatsApp eigenständig bleiben würde. Das haben auch damals schon nur die ganz dummen geglaubt.

  3. Da ich außer WA keine anderen Facebookprodukte nutze, ist mir das tatsächlich wumpe. Ein anderer Massenger außer WA kommt tatsächlich nicht infrage. Wenn das dann die „Komfortzone“ ist aus der ich nicht will, kann man das gerne so nennen.

    • WhatsApp ist nunmal der einzige Messenger, der kostenlos ist (im Sinne von Echtgeld, dass mit seinen Daten bezahlt, ist mir bewusst) und sich im Browser nutzen lässt.
      Davon abgesehen habe ich nichts davon, Signal oder Threema zu nutzen, wenn ich für die Familie trotzdem weiterhin WhatsApp brauche.

      • Telegram lässt sich ebenso im Browser nutzen.

        • Gerade Telegram hat doch ne gute Desktop App. Weiterer Vorteil das Smartphone wird nicht benötigt.

          WhatsappWeb funktioniert ja nur mit dem eingeschalteten Smartphone.

          Ich war 2019 als mir mein Smartphone gleich nach 3 Wochen geklaut wurde, Telegram zu benutzen. So konnte ich allen schreiben, dass es mal dauern kann mit ner Antwort weil ich ja nicht immer am Rechner sitze. Aber es ging!!!

        • Threema und Signal auch

          • Und ich schwärme weiter davon. Bin weder mit meiner privaten Nummer noch sonst welchen informationen über meine Person da angemeldet.
            Hab den Messenger auf 2 Handys, 2 Tablets, einem Laptop und 3 TVs installiert.

            Und das läuft alles Synchronisiert. Welcher andere Messenger bietet das?
            Dann die unbegrenzte Cloud, wo ich alles reinwerfe was ich nicht verlieren will und das seit 2014.
            Dateien können jeweils bis zu 2GB groß sein. Ich hab meine ganzen Sicherheitskopien da rein Kopiert und kann überall auf der Welt kostenfrei drauf zugreifen.

            Übrigens: ohne Telegram würde ich Caschys Blog überhaupt nicht kennen und verfolgen. Auch das ein Alleinstellungsmerkmal.

            Ps. Wer ein Betriebssystem von Google (Android) Windows oder iOS (Apple) nutzt, braucht sich um Datenschutz einer Messenger App keine Gedanken machen. Denn diese sind auf diesen Systemen Installiert 😉
            Warum hat Telegram kein Impressum?
            Ja, damit es von keiner Institution zur Rausgabe von Daten gezwungen werden kann. Wen sollen die Anschreiben, wenn es keine Adresse gibt.

            Nein, meine Bankdaten teile ich nicht über einen Messenger und wer meinen scheiß mitlesen will, der soll das halt tun. Bie so vielen Millionen Nutzern wird das ein Spaß.

            Ach noch was unverzichtbares in Telegram ist die Nutzung von automatisierten bots. Das erleichtert einem so einiges an Organisation von gruppen und Kanälen

      • Signal bietet ebenfalls eine Browsererweiterung an, die ist noch einfacher zu nutzen, als die von WA.

    • hinkebein says:

      Für andere kommt es vielleicht „tatsächlich nicht infrage“, dass ihre Kontaktinformationen ungefragt bei whatsapp/facebook landen. Da verlassen die dann ihre Komfortzone, aus der sie nicht wollen.

      Davon abgesehen trackt facebook jeden, auch ohne eigenes Benutzerkonto dort ist man einsortiert (Schattenprofil).

  4. Kann mir mal jemand das Geschäftsmodell der „sicheren“ alternativen und kostenlosen Messenger erklären? Handelt es sich hier um selbstlose Wohltäter? Die IT-Infrastruktur für zig Millionen User und die App-Entwicklung kosten eine Menge Geld. Bei Facebook ist das Modell bekannt. Bei den anderen bin ich einfach skeptisch, ob man nicht vom Regen in die Traufe kommt.
    Und zum Artikel: Man kann die Änderung auch hinterfragen und akzeptieren. Diese persönliche Entscheidung macht einen nicht gleich zum Volldeppen. Ich habe z.B. keine Lust, mir 3 Messenger zu installieren, um dann 70% der Kontakte zu erreichen. Für die anderen fange ich auch nicht wieder an, SMS zu schreiben.

    • Signal ist spendenfinanziert und baut demnächst irgendwann Kryptowährung ein, Threema kostet 3€ und bietet auch einen Business-Client an.

    • > Handelt es sich hier um selbstlose Wohltäter?

      Teils, Teils.

      Signal ist ne spendenfinanzierte non-profit, Threema verkauft Unternehmenslizenzen, Telegram (nicht sicher, aber kostenlos) wurde ursprünglich vom Gründer finanziert und will jetzt offenbar teilweise auf Werbefinanzierung umsteigen, das wäre dann so wie Facebook.

      > Die IT-Infrastruktur für zig Millionen User und die App-Entwicklung kosten eine Menge Geld.

      Naja, kommt drauf an wie man es betrachtet. Per User ist das so gut wie nichts.

      > Bei den anderen bin ich einfach skeptisch, ob man nicht vom Regen in die Traufe kommt.

      Die meisten Services starten mit super Bedingungen für die User, die dann langsam schlechter werden. Man muss als Nutzer spät genug einsteigen als dass die Services nützlich und etabliert sind und man muss früh genug aussteigen damit man nicht mehr nur noch verschaukelt wird.

      Die einzige Möglichkeit ganz sicher verschaukelt zu werden ist einen einzigen, spezifischen Service zu heiraten. Dann ist man wenn der Zeithorizont lang genug ist auf jeden Fall der Dumme. 😀

    • Signal basiert zum einen auf freier Software und wird von der Signal Technology Foundation entwickelt, die ist wiederum eine Nonprofit organization (nach dem US Internal Revenue Code Section 501(c) ).
      DirekterBetreiber wiederum ist die Signal Messenger LLC, eine Tochtergesellschaft eben jeder Nonprofitgesellschaft.
      Die Finanzierung findet durch private Spender (Organisiert über die Freedom of the Press Foundation, eine gemeinnützige Stiftung zur Stärkung der Presse- und der Meinungsfreiheit) statt.

      Ich würde das nicht „selbstlos“ nennen, da hier durchaus ein gewisser (tatsächlich allerdings guter) Zweck verfolgt wird, aber im Vergleich zu FB oder Google sind es tatsächlich selbstlose Wohltäter.

      Auch wenn das nicht bedeutet, dass man nicht gelegentlich schauen sollte, was die so treiben, finde ich es das derzeit eine gute Alternative.

      Tatsächlich habe ich inzwischen genügend Bekannte und Kollegen die Signal nutzen, so dass ich problemlos aus WhatsApp verzichten kann, weshalb es keine drei unterschiedliche Messenger mehr braucht. Aber das Glück hat leider nicht jeder.

    • Martin G. says:

      Als Volldepp wird hier wahrlich niemand bezeichnet. Jeder mag seine Beweggründe für seine Entscheidung haben. Viele in meinem Umfeld wissen z.B. überhaupt nicht, was Metadaten sind. Und oftmals merkt man halt doch, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, dass den einfachsten Weg beschreitet. (Mach ich auch oft).

      Threema kostet einmalig Geld und Signal finanziert sich (derzeit) durch Spenden. Ich bin auch bereit, für einen guten Dienst zu zahlen (was ich bei WhatsApp vorm Verkauf an FB auch gemacht hab). Die Whatsapp-Nutzung hat die Nutzer anfänglich auch Geld gekostet (ca. 1€ einmalig bzw. pro Jahr).

      Meiner Meinung nach sollten aktuell für 70% auch zwei Messenger reichen. Uns selbst 3 Messenger bringen kein Smartphone der letzten Jahre an seine Grenzen. Es ist meistens der Kopf, der die Grenzen setzt.

      Und wer sich in seinem Umfeld etwas bemüht und seine Freunde/Familie beim Umstieg unterstützt, bekommt auch mehr als 70% auf eine WhatsApp-Alternative. Zumal die Leute ja weiterhin WA nutzen können (sofern sie denn wollen). Ich hab in Signal viele Gruppen aus WA vorbereitet und den Gruppen-Beitrittslink dann in die WA-Gruppe gepostet.

      Ich nutze mittlerweile ausschließlich Signal und habe WhatsApp erfolgreich den Rücken gekehrt. Höchstens 5% der mir wichtigen Kontakte sind dabei auf der Strecke geblieben. Aber das eher aus Faulheit. Threema habe ich auch installiert, aber die wenigen Kontakte, die ich dort hab, sind allesamt auch bei Signal. Also idled Threema nur rum.

      Threema habe ich auch kurzzeitig als Umstiegsziel für Freunde/Bekannte überlegt, mich dann aber für Signal entschieden, da die „Paywall“ von Threema (App kaufen) noch eine Hürde mehr für technisch unbedarfte und Gen70+ ist. Und da ich teilweise Installationshilfe per Telefon gemacht habe, wäre ein Umstieg mit Paywall deutlich schwieriger. Und wie wir ja wissen, geht der Mensch meist den einfacheren Weg 😉

    • Das Geschäftsmodell vieler sicherer Messenger ist doch bekannt? Machen die ja kein Geheimnis draus. Für die beiden prominentesten sicheren Messenger wäre das:

      Threema: Einmalzahlung + regelmäßige Einnahmen durch Threema Work
      Signal: Gemeinnützige Organisation mit Spendeneinnahmen

    • Wieso sollte man’s dir erklären, wenn du eh keine Lust hast zu wechseln? Zumal man das mit minimaler Eigeninitiative auch schnell selbst herausfinden kann…

    • Chris R. says:

      Das sehe ich ähnlich, letztlich ist es doch ein Prozess der Abwägung. Und insgesamt überwiegen doch die Vorteile vor allem der großen Reichweite, denen keinerlei spürbaren Nachteile für den Nutzer gegenüber stehen.

  5. Hm also Telegram als Alternative anzubieten (indirekt durch den Hinweis auf den Blogchat) finde ich persönlich aber schwierig.

    • Gibt es dazu eine Begründung? Oder nur weil irgendwer was negatives behauptet hat?

      Der Funktionsumfang von Telegram ist allen anderen Messengern weit überlegen. Weiter oben habe ich einen Bruchteil davon beschrieben.
      Telegram ist deutlich besser als sein ruf.
      Ende zu Ende Verschlüsselung geht nicht wenn man multi device nutzen möchte. Aber verschlüsselt sind trotzdem alle Nachrichten.

  6. sigtelwhatthree says:

    Ein tatsächlich umfassend informierender Artikel über Historie, Gründe und im Diskurs betrachtete Alternativen:

    https://www.kuketz-blog.de/datenschutzfreundliche-und-sichere-whatsapp-alternativen/

  7. Bin seit November 2018 weg von Whatsapp – und es klappt mit Signal, Threema, iMessage, Email und Telefon wunderbar.
    Die allermeisten Kontakte nutzen eh schon Signal und/oder Threema – die iPhone-Nutzer in der Regel eh iMessage; ansonsten gibt es noch das gute alte SMS und Email sowie Telefon.
    Es geht wirklich ohne Whatsapp – mann muss es nur durchziehen, wenn man es will.

    • „Es geht wirklich ohne Whatsapp“

      Bei dir vielleicht. Würde ich aber nicht als allgemein bindend ansehen…

      • Warum nicht? Wo ist der Zwang?
        „Fallback“ auf SMS geht immer 🙂

        Und die „Zwangsgruppen“ von Vereinen, Schulen usw. kann man auch mal auf DSGVO hinweisen und einfach Whatsapp verweigern.

        Was wäre denn, wenn man kein Smartphone nutzt bzw. nutzen will? Es müsste dann auch per Email etc. gehen.
        Es wird einfach immer gleich Whatsapp als gegebener Standard vorausgesetzt, so dass etliche Leute nicht mehr über den Tellerrand schauen.
        Kenne etliche Leute, die das gemacht haben und siehe da, der Weg ging auch weg von Whatsapp mit Gruppen, wenn DSGVO mal angesprochen wurde (grad bei Schulen – Elterngruppen ein Unding!).

        • Wenn die DSGVO-Methode bei Dir funktioniert: Glückwunsch.

          Meine Erfahrung bei Elterngruppen in Schule/ Kindergarten mit ~30 Mitgliedern: DSGVO interessiert niemanden. Da ist mit der Installation von WhatsApp schon die Ende der Fahnenstange bei der IT Kompetenz erreicht.

          Am Ende des Tages wird man als Spinner abgetan und was nun die gültige Schulregelung für nächste Woche erfährt man dann auch nicht mehr.

          • Ein Arbeitskollege von mir wurde in der Schule direkt angefeindet, als er auf DSGVO hinwies in Zusammenhang mit den „verpflichtenden“ WhatsApp-Elterngruppen.
            Als er dann meinte, er könnte diese Einstellung einem „guten Freund“ von der Tageszeitung weiterleiten wurde fix Signal von der Schule als neuer „verpflichtender“ Infokanal in der Presse breitgetreten und sie würden sich sehr um DSGVO kümmern.
            So kann es auch laufen, wenn man einmal direkt darauf hinweist und Ignoranz zum Datenschutz anprangert bzw. droht anzuprangern.

        • @ chris 100% Zustimmung. Bei meiner Exfrau kam sogar der Wechsel von der Geschäftsführung, von Whatsapp zu Signal DSGVO hat auch sein gutes..

        • Also die Art von Kommunikation die ich mit WA führe, lässt sich weder per SMS und schon gar nicht per EMail führen. Und bitte nicht als nächstes die gute alte Brieftaube vorschlagen. 🙂

          Und warum aufs Smartphone verzichten? Es juckt mich schlichtweg nicht, dass Facebook irgendwelche Daten verknüpfen will. Ist mir vollkommen latte.

          Ja, das mag bequem wirken, ist es auch. Aber nicht wirklich schlimm, da ich FB-Produkte sonst nicht nutze.

      • Ein guter Weg sich das vorzustellen ist, zu prüfen, was wohl passieren würde wenn WhatsApp nicht mehr da wäre.

        Die, die dann irgendwie suizid begehen die konnten in der Tat nicht ohne. Alle anderen investieren zwei Minuten und reden ganz normal auf der nächsten Plattform weiter miteinander.

  8. Ich bin mittlerweile sooo glücklich mit Signal. Ich habe WhatsApp nach Vorankündigung gelöscht, als das Thema vor einigen Monaten (wieder einmal) hochkochte. Da hat’s mich natürlich erstmal für ein paar Wochen von meinen Kontakten abgeschnitten und es waren sogar zwei, drei darunter, die mir mutwillig nur noch SMS zugesandt haben, weil sie sich „nicht noch was installieren“ wollten, weil ihr „HomeScreen ja schon voll“ ist und so. Irgendwann wurde das mit den SMS dann aber zu anstrengend und so nach und nach sind doch die meisten wichtigen Kontakte auf Signal aufgetaucht. Den Rest erreiche ich via iMessage, der Rest kann sich gehackt legen. Ich verstehe aber auch jeden, der auf WA aufgrund von Vereins-/Klassenchats o.ä. nicht verzichten kann oder will. Für MICH hat das aber bisher gut funktioniert.

  9. WhatsApp in einem Container laufen lassen, mit minimalen Rechten versehen. Müsste doch auf Android möglich sein.

    Um Nachrichten empfangen und schreiben zu können, müsste das doch reichen, oder?

  10. Peter Brülls says:

    Mir ist es egal. Ich habe WhatsApp, weil ich es es für die Elterngruppe der Grundschule und die Judo-Gruppe „brauche“ und keine Lust habe, zu missionieren. Aber das läuft auf einer Festnetznummer auf einem separaten Handy mit eigener SIM (werbefinanziert), das praktisch nur in der Schublade liegt.

    Alle paar Tage draufschauen, passt…

  11. Super Beitrag zum Thema, mit Hintergründen und echten Alternativen: https://www.kuketz-blog.de/datenschutzfreundliche-und-sichere-whatsapp-alternativen/

  12. Gunar Gürgens says:

    Habe zum 1. Mai mein WA erstmal für zwei Monate pausiert und Telegram direkt gelöscht, einfach zu viel SPAM.
    Threema nutze ich seit Jahren, Signal probiere ich grad aus. Ich denke nach den zwei Monaten WA Pause werde ich auch meinen Account dort löschen.
    Wenn jemand aus meiner WA Liste ein Problem damit hat, kann mir ja ne SMS schreiben und sich beschweren.

  13. Fabipro92 says:

    Mal sehen was wirklich passiert wenn man den Nutzungsbedingungen bis 15. Mai nicht zustimmt.

  14. ballsport says:

    zu 99% nutzen die bundesliga vereine fussball/handball wa gruppen
    auch ab 3. liga abwärts ist es ein beliebtes werkzeug im mannschaftssport
    sogar die deutschen nationalmannschaften in den ball sportarten nutzen wa gruppen
    da stellt sich doch glatt die frage wird sich das mit den neuen nutzungsbedingungen ändern ?

  15. Was bei Signal definitiv fehlt ist das Schreiben über den Browser,
    da hilft auch kein Programm was man ja installieren könnte….. genau das hält viele meiner Freunde davon ab Whatsapp den Rücken zu kehren. Es wird nun mal sehr viel im Büro über den Browser geschrieben und es darf kein Programm installiert werden. Habe zur Zeit Whatsapp Threema und Signal installiert und versucht viele auf Signal zu ziehen ….. schön das es immer mehr werden …. ich habe auch alle Gruppen die wir bei Whatsapp betreiben auf Signal nachgebaut.
    Mal schauen wie es sich entwickelt.

  16. Kann mal einer hier ein wahres, wirklich ganz schlimm negatives, persönliches Erlebnis erzählen, das nur aufgrund der eigenen WhatsApp-Nutzung und der Datensammelwut von Zuckerberg passiert ist?

    Sowas wie, dass jemand sein Haus, ein Auge oder ähnliches verloren hat?
    Aber bitte nicht sowas wie, „habe blöde Werbung bekommen“ oder „mein Nachbar hat mitbekommen, dass ich hin und wieder onaniere“.

    • Das ist eher ein grundsätzliches Problem.

      Datenschutz bedeutet stets, dass Du als Person darüber entscheiden können sollst, was mit Deinen Daten geschieht. Für die Speicherung und Verwertung der personenbezogenen und personenbeziehbaren Daten in der EU gilt daher die DSGVO. Und nur Unternehmen, die sich dieser unterwerfen, dürfen Daten von EU-Bürgern speichern. Würden nun Daten über WhatsApp an Facebook in die USA abfließen, würdest Du die Kontrolle über Deine Daten nachhaltig verlieren. Da Du bereits bei der ESTA in die USA Deine Social Media Kanäle angeben musst, sollte klar sein, was hier passieren kann. So wäre es denkbar, dass Dir die Einreise in die USA verwehrt wird, weil Du „nicht erwünschte Inhalte“ über WhatsApp geteilt hast. In solchen Fällen wird schnell klar, warum es wichtig für einen Bürger ist, die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten. Selbst wenn Dir ein Darlehen verweigert wird, Dich eine Versicherung nicht mehr aufnimmt oder Dir im Internet bestimmte Bezahlformen nicht mehr angeboten werden, ist es für’s Argumentieren zu spät.

    • Spionage der NSA. Oder findest du Stasi-ähnliche Zustände in Ordnung?

    • Cambridge-Analytica hat uns Europa zerschossen, durch die Manipulation der Brexit Wahl

      Cambridge-Analytica hat ein 70-jähriges Großmaul mit dem Gehirn eines 5-jährigen zum US-Präsidenten gemacht durch die Manipulation von nicht mal 80.000 US-Wählern

      Datenbasis waren immer 85 Millionen User-Daten von Facebook

      2018 haben 120 Millionen Brasilianer einen völlig aussichstlosen Faschisten zum Präsi gewählt, weil sie mit Fake-News auf Whatsapp fehlmanipuliert wurden. Der fackelt jetzt seit Jahren ungehindert den Regenwald ab. Davon wird sich die Erde in 100 Jahren noch nicht erholt haben.

      Ich stell die Frage mal anders herum:

      Wie viel Sch*iße muss auf dieser Erde noch passieren, damit ihr endlich kapiert, das „kostenlos“ eben niemals umsonst ist?

      Dahinter steckt IMMER jemand der Eure Daten sammelt. Und die werden einestages im negativen Sinne gegen Euch verwendet werden.

      Seine Privatsphäre bei Facebook/WhatsApp/Instagram abzugeben ist der denkbar schlechteste Ort, weil sie dort weltweit immer von nationalen/rechten Kräften missbraucht wurden!

      Die meisten von Euch werden erst aufwachen, wenn – entgegen aller vorherigen Umfragen – bei einer Bundestagswahl die ÄfD (Ärsche f.De.) über 25 % kommt und eine Regierungsbildung ohne die neuen N*zis nicht mehr möglich ist!

      Die Manipulation der Wähler wird dann wiedermal über Facebook/Whatsapp/Instagram gelaufen sein!

      Einzige Lösung: JETZT auf echten Datenschutz setzen und Threema ist dabei unangefochten (seit 8 Jahren) die Nummer Eins für!

  17. Herr Hauser says:

    Heute im Angebot, mal wieder: Aluhut, verschiedene Größen

    Nicht zu vergessen die große Heuchelei mancher User/Nutzer. Einserseits macht man hier eine Mücke zum Elefanten und andererseits hat man es doch dann doch nicht so mit Datenschutz und gibt anderweitig freudig seine Daten an und weiter, verbreitet alles über sein Leben.

  18. Ich verstehe nicht, warum hier schon wieder der Wechselreflex auftritt. Die neuen NUB gelten doch ausdrücklich nicht für Europa. Insofern ändert sich doch für die meisten Leser des Blogs hier eher nichts. Oder übersehe ich etwas?

    • Die neuen Nutzungsbedingungen gelten auch für die EU, bloß das im Sinne der hiesigen Datenschutzbestimmungen problematische Erweitern ihres Datenpools zu Werbezwecken soll voraussichtlich nicht stattfinden.

      Das ist aber nebensächlich, denn man sollte vollkommen unabhängig von dieser Änderung in den Nutzungsbedingungen mehr (und davon dann bestenfalls sichere) Messenger nutzen. Das Overlay ist da bloß ein willkommener Aufhänger.

  19. Mir ist aufgefallen, dass man inzwischen sehr viele Kontakte per RCS erreicht. Hab zwar auch schon eine Rückmeldung der Sorte „Was? SMS gibt es noch und DU verschickst welche??“ bekommen, aber da kann ich mit leben… 🙂

  20. Ich nutze seit nunmehr 3 Jahren kein WhatsApp mehr. 1 Monat vor Accountlöschung angekündigt, kurz die Gründe und Kontaktmöglichkeiten aufgezeigt. Die mir wichtigen Menschen sind alle mitgezogen und haben, soweit mir bekannt, auch in ihrem Netzwerk ordentlich akquiriert 🙂

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