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WhatsApp: Das passiert, wenn ihr die neuen Nutzungsbedingungen ignoriert

Die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp treten später in Kraft: Nicht wie ursprünglich geplant bereits ab dem ja mittlerweile verstrichenen 8. Februar 2021, sondern ab dem 15. Mai 2021. Da gab es ja ohnehin Diskussionen um die neuen Regelungen, denn aufgrund eines Shitstorms versuchte Facebook behäbig klarzustellen, dass es da in der EU aufgrund der geltenden Datenschutzregelungen anders laufe, als im Rest der Welt. Das Vertrauen der User war aber bereits erschüttert. Das sorgte dann auch für einen Nutzerzuwachs bei der Konkurrenz. In seinem Support-Bereich liefert WhatsApp nun ein paar frische Informationen.

So erklärt man, was mit Nutzern bzw. deren Konten geschehe, sollten sie den Nutzungsbedingungen nicht vor dem 15. Mai 2021 zustimmen. Konten würden nämlich zunächst nicht direkt gelöscht. Es werde dann aber nicht mehr die volle Funktionalität des Messengers zur Verfügung stehen, bis nachträglich die Zustimmung erteilt werde. Im Klartext: Für einen begrenzten Zeitraum sollen weiterhin Anrufe und Benachrichtigungen eintrudeln. In der App könnten fortan aber weder neue Nachrichten gelesen noch versendet werden. Das schränkt den Nutzen des Messengers dann doch sehr erheblich ein.

Wer es sich überlegen wolle, könne dann eben später zustimmen. In jenem Fall werde die volle Funktionalität anschließend wiederhergestellt. Ansonsten gelte die Richtlinie für inaktive Benutzer. Bis zum 15. Mai sei es auch noch möglich, den Chatverlauf auf einem Android-Gerät oder einem iPhone zu exportieren und einen Bericht zum jeweiligen Account herunterladen.

Wer seinen Account von einem Android-Gerät, iPhone oder KaiOS-Telefon aus löschen möchte, könnte freilich auch das tun. Das könne aber dann nicht mehr rückgängig gemacht werden, da der Chatverlauf in jenem Fall gelöscht werde, der Nutzer aus allen WhatsApp-Gruppen entfernt werde und auch Backups entfernt würden. Dann ist das Spiel also quasi aus.

Tja, wie sieht es da denn bei euch aus? Werdet ihr WhatsApp die Treue halten und empfindet den ganzen Rummel als übertrieben? Oder seid ihr eventuell gar schon zu einer Alternative abgewandert?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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172 Kommentare

  1. Ich bin immer wieder hin- und hergerissen.

    Persönlich finde ich den Gedanken, Macht über meine eigenen Daten zu haben, sehr wünschenswert. Und intellektuell finde ich es spannend, mich damit auseinander zu setzen, wie ich das erreichen kann. Auf der anderen Seite hinterfrage ich auch immer wieder, ob ein bestimmter Aufwand mit dem zu erwartenden Nutzen im Verhältnis steht.

    Aktuell ist es bei diesem Thema für mich so: prinzipiell will ich mit einer App wie WhatsApp mit möglichst vielen Kontakten kommunizieren. WhatsApp erfüllt diesen Zweck, ist aber wahrscheinlich aus Sicht der Datensicherheit nicht die empfehlenswerteste Variante einer solchen App. Nun könnte ich mit relativ überschaubarem Aufwand die App wechseln und vielleicht den ein oder anderen Kontakt dazu animieren, dies ebenso zu tun. Im Endeffekt werde ich aber schlechter kommunizieren als zuvor. Denn alle meine vorherigen Kontakte werde ich mit Sicherheit nicht erreichen.

    Insofern nutze ich weiter WhatsApp.

    • So sehe ich das auch, es ist einfach alleine schon aus ganz pragmatischen Gründen nicht sinnvoll jetzt hysterisch auf 10 verschiedene Messenger zu wechseln.

    • Eine Variante um das über die Zeit „weichzuspühlen“ wäre einfach parallel Signal zu installieren. Wenn jeder das machen würde (was technisch kein Thema ist und die heutigen Handys würden das auch verkraften), kommen nach und nach mehr User dazu und das Argument, dass nur bei WhatsApp alle Kontakte sind, weicht auf und wird obsolet. Bis das soweit ist einfach 2 (oder 3, Threema ist ja auch sehr empfehlenswert) Messenger installiert (und aktiv) haben, der nächste der dann Signal/Threema installiert, sieht wieder mehr Kontakte… dann kommt das schon ins Rollen… und irgendwann wird die Vorstellung der eigenen Datenhoheit Realität.

    • ….und mit dieser Einstellung rechnet auch Zuckerberg …mit der Bequemlichkeit, mit der Faulheit der Nutzer.

      ( ich habe gewechselt. Ich will, so gut ich kann, selbstbestimmt sein. )

  2. Ich nutze nur noch Signal

  3. Tja, ich habe 14 Kontakte bei Threema, je ca. 30 bei Signal und KGBgram und über 200 bei WhatsApp.
    Ich werde wohl bei WhatsApp bleiben müssen.

    • Oliver Müller says:

      Es geht nicht um die Anzahl der Kontakte, sondern darum, welche Kontakte es sind. Wer nur auf die Zahlen schaut steht wohl auch auf Fake-Auspuff-Rohre an Autos.

      • Richtiger Ansatz. Ich habe gefühlte 95% meiner Kommunikation mit ca. fünf Kontakten und die habe ich damals, als Facebook WhatsApp gekauft hat, alle mit zu Threema genommen.
        95% meiner Kommunikation laufen also seitdem bei Threema, obwohl ich dort nur wenige Kontakte habe.

      • Ok, ich habe nachgezählt: aktive Kontakte habe ich 2 bei Threema, 7 bei Signal, mit nur 1 davon chatte ich regelmäßig, die andrenen sind Karteileichen.

        Bei WhatsApp dagegen gibt es nur 1 Kontakt nicht, mit dem ich oft chatte, dieser eine Kontakt ist bei Facebook Messenger

        Ich habe sehr lange gebraucht, um von iMessage zu WhatsApp zu migrieren.

        Noch ein Umzug lohnt sich (noch) nicht.

        • Außerdem kommt es nicht nur auf die Zahl oder Häufigkeit der Kommunikation an sondern auch auf die Inhalte – also wie relevant bz.w schutzbedrftig im Sinne des Datenschutzes sind sie. Da nehme ich gern die Post-/Ansichtskarte , den Standardbrief oder das Einschreiben zum Verlgeich – Dinge aus der guten analogen Welt : was ich auf eine Post-oder Ansichtskarte geschrieben hätte paßt auch bei WhatsApp, was ich in einen Standardbrief gepakct hätte vielleicht eher in einen Messenger der weniger von mir wissen möchte , das einschreiben wäre dann die pgp-mail. Und wenn ich mir dann mal überlege was ich so , egal ob mit Familie, Freunden/innen oder in Chatgruppen so kommuniziere – für vieles hätte ich früher keine Ansichts-oder Postkarte geschickt – weil der Aufwand zu groß gewesen wäre – schreiben , einsteckn , von den Kosten für karte und Marke ganz zu schweigen – aber der inhalt … darum weiter WhatsApp – die Postkarte von heute , der auch neue Datenschutz reicht für die Inhalte die ich dort übermittle völlig aus. Meine Lohnabrechnung sende ich , wenn jemand sie braucht als Brief oder verschlüsselten mailanhang . WhatsApp hat damit weiter die Rolle in meinem digitalen Leben die ihm schon immer gebührte. Nicht mehr, aber auch zukünftig nicht weniger.

      • Es geht um einen Messenger. Selbstverständlich ist da die Verbreitung und Reichweite mit das wichtigste Argument überhaupt.

        • Das ist wie mit Kreditkarten. Wichtig ist nicht ob sie Einhundertmillionen Akzeptanzstellen in Kenia hat, sondern ob ich damit bei meinem Bäcker zahlen kann.

      • Genau so sieht es bei mir auch aus. Freundin, Eltern, Bruder, enger Freundeskreis = ~10 Personen mit denen man Regelmäßig schreibt. Die Restlichen Kontakte sind einfach nur da, falls man diese mal erreichen muss. Ich muss aber auch sagen, das ich 0 Überblick habe, welcher Kontakt jetzt zb WhatsApp hat und dies auch nutzt. Wenn er bei mir in der Liste auftaucht und ich diesen anschreiben will/muss/soll, ist der erste Griff in’s WhatsApp, da dies auf meinem Homescreen vom Handy liegt und somit direkt Griffbereit ist.

    • Export von Chatverläufen ist wieder möglich?

  4. Ich bin am Abwandern.
    Nutze Signal und viele meiner Kontakte sind gefolgt. Bis zum 15.5. versende ich automatisierte Antworten auf whatsapp Nachrichten. Mit der app Watomatic (gibt es im playstore, bei github und seit gestern wohl auch bei F-Droid) geht das auch ohne WhatsApp Business. Am 15.5. wird dann mein WhatsApp Account gelöscht.

  5. Ich bin schon bei Signal und weg von WhatsApp. Wer von meinen Kontakten nicht folgt soll eben SMS schreiben.

    • Hab ich genau gleich gemacht. Hauptgrund war diese „Stimm zu oder sirb“ Einstellung von WhatsApp. Wer wie WhatsApp so stur auf die neuen AGBs pocht und diese um jeden Preis durchsetzen will, der hat noch ganz andere Pläne für die Zukunft. Daher hab ich beschlossen, je früher ich davon weg bin desto besser. WhatsApp hat mit den bisherigen AGBs auch funktioniert, warum müssen jetzt unbedingt die neuen AGBs kommen?
      Ich hab bisher die Erfahung gemacht, dass fast alle Signal installieren, wenn man sie darauf hinweist und erklärt warum sie einen zweiten Messenger neben WhatsApp installieren sollten.

  6. Bin schon (zusätzlich) bei Signal. Wer noch?

  7. Also irgendwie is das ja auch voller bullshit:
    „In der App könnten fortan aber weder neue Nachrichten gelesen noch versendet werden. Das schränkt den Nutzen des Messengers dann doch sehr erheblich ein.“
    Diese beiden Punkte machen doch genau einen Messenger aus, ergo wenn das ncihg mehr geht ist das Programm nicht mehr nutzbar.

  8. Mein Leben ist nicht auf Messenger Kontakten aufgebaut. Telefon und SMS geht immer und für Fotos gehen auch iMessage oder eben Threema, Telegram oder Signal oder noch besser… oldschool bei Freunden die Fotos anschauen. Dann haben diese auch die Kontrolle darüber . FB Produkte sind komplett unnötig und es würde auch prima ohne von heute auf morgen gehen.

  9. Der Rummel um die AGB bei WhatsApp ist übertrieben. …es ist aber auf jeden Fall super, wenn dieser Rummel die Nutzer auf den Trichter bringt, mehr als einen Messenger zu nutzen.

    Mehrere Messenger nutzen ist ein riesen Beitrag zur Gesundheit des Messaging-Ökosystems.

    Ob jetzt Signal, threema oder Matrix ist glaube ich zweitrangig.

    Halt nicht zu crap zurückwechseln. Also kein Skype, Facebook Messenger, Telegram oder Wechat. Die sind alle nicht verschlüsselt – Das wäre stumpf.

    • Oliver Müller says:

      Vielfalt ist wichtig, ja. Es darf keine Quasi-Monopole wie bei WhatsApp mehr geben.

    • Natürlich ist Telegram verschlüsselt, nur nicht Ende zu Ende. Das ist bei einem Cloud Messenger derzeit nicht so einfach möglich.

      Mir geht es hauptsächlich um den Komfort und da Spielt Telegram in einer ganz anderen Liga.
      Telegram Synchronisiert sich auf all meinen Geräten gleichzeitig. Also auf dem PC, Tablet, 2 Handys und sogar auf dem TV. Dateien sind bis zu 2GB möglich und sie Speichern sich nicht automatisch im Handyspeicher.Und das alles mit einer Nummer.
      Zudem kann ich weitere Accounts mit weiteren Nummern anlegen.

      Aber ja, ich kann trotz alledem nicht auf WhatsApp verzichten, da ich mit der älteren Verwandtschaft sowie vielen Arbeitskollegen kommuniziere.

      Und in Telegram habe ich ganz viele neue Leute kennengelernt mit denen ich seit Jahren Kontakt habe und auch schon privat den ein oder anderen getroffen.

      Kurz: alle Messenger haben Irgendwo Sicherheitsbedenken, aber da ich nichts strafrechtlich relevantes schreibe ist mir in erster Linie der Umfang und Komfort am wichtigsten.
      Hey, mit welchem Messenger kannan UHD (4k) Filme die ich mit meinem Handy aufgenommen habe in voller Auflösung verschicken? Ja, ausschließlich Telegram

      • > Natürlich ist Telegram verschlüsselt, nur nicht Ende zu Ende.

        Haha, genau. Es ist verschlüsselt, Telegram kann nur eben alles lesen. … Wenn man die Maßstäbe derart niedrig setzt ist auch dieser Blog hier verschlüsselt. Das ist albern.

        Wenn Telegram das mit dem Verschlüsseln zu kompliziert ist, sollten sie das mit der Messaging-Plattform hat noch ein bisschen aufschieben, bis sie es gebacken bekommen.

        > da ich nichts strafrechtlich relevantes schreibe ist mir in erster Linie der Umfang und Komfort am wichtigsten.

        Ja, weil du nichts zu verbergen hast ist dir Sicherheit egal. ..hab ich schon mal irgendwo gehört. Ist ein Fake Argument.. 😀

        • Wenn den anderen Multi device zu kompliziert ist, sollen sie messaging-platformen noch aufschieben bis sie es gebacken bekommen.

          Für mich ist die telegram Verschlüsselung absolut ausreichend.

          Wenn es ums Thema Sicherheit geht, ticken alle aus. Sich dann aber mit dem Fahrrad aus unsicherstes Fortbewegungsmittel bewegen. Ganz mein Humor.

          Man muss halt abwägen was man denn in erster Linie möchte.
          Völlig abgeschottet in meiner 1 Zimmer Dachgeschoss Wohnung hocken und Trübsal blasen während ich meinen aluhut in einem Dialog über Telegram gerade rücke.

          Oder ich will mit meinen Freunden kommunizieren, egal an welchem Endgerät ich mich gerade befinde. Denn telegram ist der einzige den man nunmal am Windows, Mac, Linux, Android, iOS und sogar auf dem Fire TV nutzen kann.
          Diese ganze Datenschutz Heuchelei geht mir mehr auf den Zeiger als alles andere denn egal ob Android, Apple oder Windows das Nadelöhr was überall mitliest ist nunmal das Betriebssystem.

          • Weil dir Datenschutz und dir Kontrolle die andere über dich haben egal ist und anderen nicht macht das diese anderen nicht zu Heuchlern.

          • Du sprichst mir aus der Seele. Danke!

            Telegram kann übrigens auch end2end, nennt sich geheimer Chat und funktioniert dann auch nur zwischen zwei Endgeräten und nicht parallel auf allen anderen.

            Ich finde bei Telegram auch die Bots erwähnenswert. Meine Heimautomatisierung mit iobroker nutzt Telegram zur Benachrichtigung. Wenn die Waschmaschine fertig ist, oder es an der Tür klingelt bekomme ich von meinem Telegrambot eine (nicht end2end verschlüsselte) Benachrichtigung. Ich kann ihn auch anschreiben und bestimmte Sachen abfragen, z.b. Temperaturen der Sensoren. Ich glaube mit anderen Messengern ist so etwas nicht ohne weiteres möglich.

            • Ohja, die Bots hab ich ganz vergessen. Aber sowas kennen die anderen hier vermutlich kaum. Alleine der fakemailbot benachrichtigt mich in Telegram, wenn hier einer mir geantwortet hat. Auch sehe ich in Telegram was er geschrieben hat und ob ich da nochmal was zu sage oder so stehen lassen kann.

              In der globalen Suche kann man nach Hobbies oder anderweitige Interessen suchen.
              Ich kann mein geschriebenes auch einfach korrigieren, auch wenn ich es gestern abgeschickt habe und mir heute der Fehler auffällt.

              Ich kann meine chats auf beiden Seiten restlos löschen. Falls man sich mit jemandem verworfen hat.

              Wenn ich jemanden aus meiner Gruppe werfe, weil der jenige sich daneben benommen hat, kann der auch in keinen anderen Kanälen oder Gruppen mehr zugreifen. Das ist auch über bots gesteuert und verhindert effektiv Trolle, und andere ungebetene Gäste.
              Und wer mich in Telegram kennt, weiß was ich dort an Archiv habe, was täglich tausende User zu nutzen wissen.

              Klar ist Telegram nicht perfekt. Hier und da muss man für Komfort halt Kompromisse machen.
              @ganz_fer_tiger

          • „…Wenn es ums Thema Sicherheit geht, ticken alle aus. Sich dann aber mit dem Fahrrad aus unsicherstes Fortbewegungsmittel bewegen. Ganz mein Humor….“

            Was ist denn das für ein Vergleich? Das ist weder Äpfel mit Birnen, das ist ja noch nichtmal Obst.

            Oder was genau hat das Nutzen eines Fahrrads mit Datenschutz und Metadaten zu tun?

  10. In der Summe wird sich ja nichts ändern, hier glaubt doch niemand ernsthaft daran, dass die Masse der Nutzer auch nur einen Blick in die Nutzungsbedingungen wirft, oder? So wird WhatsApp auch weiterhin der führende Messenger bleiben. Ich selbst werde zum 1. März meinen Account dort schließen, aber weniger wegen der Nutzungsbedingungen, sondern eher, weil ich jemand bin, der gerne einfach mal was anderes macht.

  11. Für mich kein Thema, ich nutze nur iMessage und Teams. Notfalls mal eine SMS und dann ziehe ich Telefonate vor.

  12. Oliver Müller says:

    Ich nutze XMPP seit 20 Jahren. WhatsApp habe ich nie benutzt. Habe ich dadurch etwas verpasst? Vielleicht. Vielleicht auch mehr als nur den x-ten Gruppenchat in dem lustige Katzenvideos gepostet werden. Ist mir egal. Meine echten Freunde wissen, wie sie mich kontaktieren können, nämlich via XMPP, SMS, E-Mail, Anruf oder per Post. Alle anderen die meine Telefonnummer haben, mit denen ich aber seit Jahren nichts mehr zu tun habe, können mir gestohlen bleiben.

  13. Würde ich WA weiterbutzen wollen, müsste ich korrekterweise alle meine Kontakte fragen, ob ich deren Adressdaten an FB weiterleiten dürfte.
    Nicht mehr, aber auch NICHT weniger hat Mark Zuckerberg vor.
    Das habe ich meinen wichtigsten Kontakten mitgeteilt und nutze seit Februar nur noch SIGNAL.
    Schön langsam trudelt der eine oder andere Kontakt herein ….

    • Nein, das stimmt so nicht.

      Die Veränderung der AGB nimmt nicht verändernd Einfluss darauf, welche Daten das Unternehmen Facebook über dich und deine Kontakte sammelt.

      Bei dieser aktuellen Änderung geht es stattdessen hauptsächlich darum, die bereits vorhandenen Daten weiteren Zwecken zuzuführen.

    • DragonHunter says:

      Ähm, nö.
      Deine Kontakte fragen, ob WA deren Nummer verarbeiten darf muesstest du schon seit Einfuehrung der DSGVO!
      Und zwar auch alle Kontakte, die NICHT bei WA sind, womit ein DSGVO-konformer Betrieb faktisch nicht machbar ist, weil sich irgendjemand IMMER findet, der das nicht will.

      • Das stimmt nicht, bei ausschließlich privater Nutzung betrifft dich die DSGVO nicht. Du kriegst nur Probleme, wenn in deinen Adressbuch auch berufliche Kontakte sind, dass ist aber bei weitem nicht bei jedem der Fall.

        Siehe dazu Art 2. Absatz (2) DSGVO:
        > Diese Verordnung findet keine Anwendung auf die Verarbeitung personenbezogener Daten […] c) durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten […]“

        • Tatsächlich bekommt man in kein Fall Probleme, obwohl die DSGVO das in beruflichen Fällen wie du ja schreibst u.U. vorsieht.

          • Da hast du recht, „Du kriegst nur Probleme“ war nur aus theoretischer Sicht gemeint. Praktisch wird das nicht verfolgt, dafür sind entsprechende Behörden eh viel zu überlastet.

            Ich wollte aber auch nur darauf hinaus, dass bei ausschließlich privater Nutzung selbst aus theoretischer Sicht keine Probleme entstehen. Man verstößt nicht gegen die DSGVO 🙂

    • Du musst auch bei Signal deine Kontakte fragen. Überall wo du die Daten eines anderen weitergibst muss gefragt werden.

      Bei Threema und Teleguard ist das hochladen des Telefonbuches keine Pflicht.

      • Ganz korrekt ist das nicht, denn Signal sendet nicht dein Adressbuch an irgend einen Server, es überträgt nur Hashes. Man kann nun darüber streiten, ob das technisch gesehen ausreichend ist, mit Sicherheit müsste sich ein Gericht auch mal damit auseinandersetzen, es ist aber einfach nicht das gleiche, wie bei WA.

    • Oliver Müller says:

      Das hättest du bereits vorher tun müssen, daran ändern die neuen AGB nichts. Das gilt übrigens genauso für Signal, wenn du der App Zugriff auf dein Adressbuch gibst.

      • Auch wenn das hier immer wieder wiederholt wird. Keiner schickt irgendwelche Telefonnummern an Signal. Es läuft anonym.

        • Es ist technisch egal ob die Telefonnummern schickst oder ob die Hashes der Telefonnummern schickst – letztlich ist die betreffende Nummer immer einem Identifier – bei Signal eben einem Hash – zugeordnet und damit einer eindeutigen Person!

          • Und was fängt man mit einem eindeutigen Hash an? IMHO nicht viel! Nicht mal Signal ist in der Lage die Nummer daraus zu extrahieren. Also auf der einen Seite FB & Co, die Liste mit allen Telnr. deines Handys haben und auf der anderen Signal mit einem Hash, den man zwar einer Person zuordnen kann, aber mehr auch nicht. Also es ist nicht egal „ob die Telefonnummern schickst oder ob die Hashes der Telefonnummern schickst“

            • Der Adressraum der Telefonnummern ist so klein, dass es absolut unproblematisch ist, zu einem Hash eine dazugehörige Telefonnummer zu bestimmen.
              Da salzen in diesem Zusammenhang auch keinen Sinn ergibt, kann man sich problemlos in kurzer Zeit eine Liste aller Hass Telefonnummer erstellen.

    • Ich muss keinen Kontakt in meinem Adressbuch fragen, denn WA bekommt keinen Zugriff auf mein Adressbuch. Fertig. Nachteil: Ich kann bei WA niemanden anschreiben und ich sehe nicht, von wem ich angeschrieben werde, wenn der WA-Nutzer kein Profil haben. Wenn es wirklich wichtig ist, sehe ich die Telefonnummer, die mich anschreibt, und kann so manuell nachsehen, wer mich anschreibt. Ich kann diesen Status nicht nutzen. Das ist mir alles vollkommen egal. Ich nutze WA nur für einen Zweck: Ich bin in ein paar organisatorischen Gruppen, mit deren Hilfe ich mein Leben deutlich vereinfacht, das ist es mir wert, WA installiert zu lassen.

  14. Das WhatsApp seit dem Shitstorm überhaupt reagiert zeigt ja schon, dass da etwas passierd wo sich sich genötigt fühlen zu handeln. Das war bei dem Kauf von WhatsApp durch Facebook oder der ersten Runde Daten mit Facebook teilen noch nicht so, der eine oder andere mag sich vielleicht erinnern. Damals gab es auch etwas versteckt die Option dieser Datensammelei zuzustimmen. Das geht aber diesmal nicht, die Friss oder Stirb Mentalität dieser Dienste gehört das Maul gestopft.
    Signal dürfte gerade die krititsche Masse in ein paar Ländern erreichen um ein weiteres Wachstum an neuen Usern zu bekommen, insbesondere Nordamerika aber auch so Länder wie Indien waren da richtig heiß auf eine Alternative. Threema ist sehr stark in den deutsch sprachigen Ländern, aber EU bzw. Weltweit keine Alternative sondern eher die 2. Wahl für manche. Software muss kostenlos sein, so die leider auf Auffassung vieler.
    Ich habe mich schon vor einem Jahr von allen Diensten aus dem Facebook Konzern losgesagt, hat funktioniert denn ich leben noch und alle mir wichtigen Menschen kann ich erreichen, denn Alternativen gibt es reichlich!

    • Oliver Müller says:

      Doch, das war auch schon so, als Facebook WhatsApp gekauft hat. Es war nur nicht nachhaltig. Wird dieses Mal auch nicht sein, es gibt zu viele, die „nichts zu verbergen“ haben oder die WhatsApp weiter nutzen, weil „da alle sind“.

  15. Der einzig wirklich private messenger von den „Alternativen“ ist Threema.

    https://www.youtube.com/watch?v=pvqMJPLFY54

    https://threema.ch/de/messenger-vergleich

    Die meisten scheinen irgndwie Angst zu haben € 3.- zu zahlen. Mir verschafft das eher ein gutes Gefühl 😉

    • Wirklich privat sind p2p-Messenger.

    • Oliver Müller says:

      Threema hat in der Tat zwei Vorteile gegenüber den meisten anderen Messengern: Eine Kopplung der ID an die Telefonnummer ist optional, und es funktioniert auch mittels Polling, d.h. man kann es auch ohne Probleme auf eine Android-Telefon ohne Google-Dienste nutzen. Letzteres kann man Signal theoretisch auch, in der Praxis funktioniert das aber nicht zuverlässig genug.

      Bei Protokollen wie XMPP oder Matrix geht das aber auch, zudem sind sie dezentral. Aber technische Fakten sind bei Messengern leider für die meisten irrelevant, man nimmt das, was auch die anderen verwenden, oder was am besten aussieht.

    • Ah hallo Frank, hab dich schon vermisst 😉

  16. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, denn, die meisten User haben sich doch schon voll Gläsern gemacht, nur gemerkt haben es sehr wenige, egal welcher Dienst! In erster Linie wollen alle Anbieter deine Daten, ohne Ausnahme und wer meint, bei einem anderen Dienst sind die pers. Daten besser geschützt, oder meinen die ach so besorgten User, die Dienste und deren Unternehmen sind die Heilsarmee?

    • Selbstverständlich gibt es Unterschiede in der Datensparsamkeit unterschiedlicher Kommunikationsdienstleister.

    • Oliver Müller says:

      Deswegen dezentrale Protokolle wie XMPP oder Matrix.

      • Wo Licht ist, ist auch Schatten.
        Niemand kann mit Sicherheit aktuell verhindern, dass dort Serverbetreiber Schindluder treiben und als Man-in-the-middle mitlesen.
        https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_74g.htm : „Man muss nicht nur dem eigenen Server vertrauen sondern auch den Admins aller anderen Server, die an einer Kommunikation beteiligt sind, da alle beteiligten Server eine komplette Kopie der Kommunikation speichern. “

        So lieb es mir auch wäre, dezentrale Open-Source-Messenger zu nehmen, so wenig sehe ich den Vorteil gegenüber Threema oder Signal. Irgendwem muss man immer vertrauen, sonst bleibt nur Briar und DAS ist wirklich nicht komfortabel.

        Watomatic verteilt auch hier an Whatsapp-Kontakte die Info, dass es ersetzt wird durch Signal und Threema.

      • Und was passiert da mit den Metadaten? Gibt es da schon Konzepte? Bin da schon ne Weile raus. Aber Matrix hat das Problem ja immer noch. Wie sieht das bei XMPP aus?

  17. Dirk der allerechte says:

    Threema ist was für alte Leute und Rentner der wahre und richtige Messenger ist Telegram und komme hier nicht jemand das der aus Russland ist das ist nur der Entwickler Pavel und der lebt schon ewig nicht mehr in Russland

    • Russland ist die Fake-Kritik. Die richtige Kritik ist die fehlende Verschlüsselung. … Und das weißt du auch.

      • Dirk der allerechte says:

        @Jannik die richtige Verschlüsselung ist in den geheimen Chats … also wo ist das Problem?

        • Oliver Müller says:

          Funktioniert weder in Gruppen-Chats, noch bei der Nutzung mehrerer Geräte. Technisch ist Telegram den anderen Messengern also Jahre hinterher.

          • Leider falsch. Die ganzen tollen Alternativen wie Signal, Threema etc unterstützen alle kein multi-device. Wenn hier jemand hinterher ist, dann die. Wäre ja schlimm wenn ich meinen Messenger nur noch am Handy nutzen könnte! Oder nur mit so einer krüppeligen Weiterleitung wie bei WhatsApp Web.

            • Du hast eine komische Definition von Multi-Device. Nach der üblichen Definition sind sowohl Signal als auch Wire Multi-Device. Dass du bei beiden deinen bisherigen Verlauf nicht auf dem neuen Gerät angezeigt bekommst, ist normalerweise nicht Teil von „Multi-Device“, sondern höchstens von Cloud-Messenger.

              Davon abgesehen, dass sich das Konzept ordentlicher Verschlüsselung und genannter Cloud-Messenger nicht per se beißt. Telegram hätte bei weitem die Mitarbeiterkraft um dies umzusetzen.
              Daran haben die aber gar kein Interesse, trotz dass man immer groß mit der Sicherheit des eigenen Messengers wirbt. Da darf man sich dann doch fragen, warum sich *seit Jahren* exakt nichts in die Richtung getan hat bei denen…

        • Wenn du die Probleme von Telegrams verschlüsselten Chats nicht siehst sind online Sicherheitsdebatten vielleicht noch nicht das richtige Format für eine Thesen.

          Es ist 1. Non-Standard 2. Opt-in 3. Nur für 1on1 4. Gerätespezifisch und 5. Telegrams UX nudged kräftig dagegen.

          Kannst ja mal prüfen wie viele deiner Konversationen auf Telegram als Verschlüsselt gelten, surprise surprise: Vermutlich keine. …denn Nudges funktionieren.

          Den Facebook Messenger nutzt auch jeder unverschlüsselt, obwohl es streng genommen irgendwo eine Funktion für verschlüsselte Gespräche gibt.

          Am Ende zählt nur welchen Anteil der tatsächlich stattfindenden Kommunikation von Dritten mitgelesen werden kann. …und da ist Null gut und alles größer Null schlecht.

      • Das stimmt nicht. Auch die Gruppenchats sind verschlüsselt auf den Servern damit sich das mit den anderen Geräten Synchronisieren kann. Das war von Anfang an das Kerngeschäft. Multidevice kann in dieser Form nur Telegram.
        2GB große Dateien würden jedes Handy mit end to end Vollstopfen. In Telegram liegen die so lange auf den Servern bis man diese löscht. Und von jedem Account aus. Verliert man ein Gerät, oder es geht kaputt hat man alles ohne Ausnahme noch auf dem zweiten Gerät.

        Man bekommt ein neues Handy. Anmelden. Alles wieder synchron ohne extra Backup über Google etc machen zu müssen.

    • Nur der Client ist Open Source. Standard-Chat nicht verschlüsselt. Unternehmen selbst hat nicht mal ne richtige Anschrift, usw…
      Ob Russe, Chinese, Amerikaner – shiet egal. Dat Dingens ist nen datenschutztechnischer Supergau. Aber wenn’s dir gefällt – viel Spaß damit. 🙂

    • Oliver Müller says:

      > Threema ist was für alte Leute und Rentner

      Geh weg. Und komm erst wieder, wenn du Fakten hast.

  18. Signal hat Telefonnummernzwang und kann man die Telefonnummer nicht ohne weiteres ändern! Steht so auch in den FAQ. Damit ist die App Schrott.
    Am besten ganz ohne zentralisierte Server, sondern p2p. Ihr findet mich bei Jami.
    Für Gruppen ist Matrix/Element nicht schlecht, die haben gerade Fosdem gehostet, mit mehreren tausend Teilnehmern.

    • Oliver Müller says:

      Natürlich kann man die Telefonnummer ändern. Account mit der alten Nummer löschen und neuen Account mit der neuen Nummer anlegen.

      Man kann Signal für vieles kritisieren, aber sicher nicht dafür.

    • Und Metadaten? Da hat Signal ein gutes Konzept, Matrix nicht. Telefonnummernzwang wird auch durch Benutzernamen demnächst abgelöst, dauert halt da es kompliziert ist das richtig zu machen. Deswegen gibt es das so ind er Form auch noch nicht.

  19. Da ein Großteil der Eltern in Kita ins später Schule bei WhatsApp bleiben werden, könnte ich zwar aussteigen, aber wäre dann auch von Infos abgeschnitten. Das wird sich wohl auch nicht ändern durch die neuen Bedingungen, da es dort kein Problembewusstsein gibt. Ich nutze daher WhatsApp auf einer Hardwareinsel.

    • Oliver Müller says:

      Das Problem ist, dass du schon mal „dabei“ warst. Das funktioniert besser, wenn man von vorne herein gar nicht erst mit macht.

      • Nö, funktioniert nicht. Ich habe es probiert, ich habe soziale Kontakte, die nie WA hatten und haben werden. Die fahren halt morgens vergebens zur KITA, weil sie nicht wussten, dass sie wegen Grund X geschlossen ist. Die, die in der Gruppe waren, haben halt vergessen, Bescheid zu sagen bzw. es war ihnen halt egal.

        • Wolfgang D. says:

          Erinnert mich an die Anfangszeiten vom Handy, keiner ruft dich auf dem Festnetz an weil zu teuer und SMS an Festnetz ging da noch nicht.

          Ähnlich auch heute, die Sozialläden hier, die Bestellungen zur Abholung nur über ihre Facebook Gruppe laufen lassen. Was scheren uns die anderen, „ohne“.

          Wenn man dazugehören will, muss man eben die Kröte schlucken und WA im abgesicherten Bereich vom Smartphone mit separatem Adressbuch laufen lassen.

        • Oliver Müller says:

          Das würden sie bei mir nur 1x machen.

          • > Das würden sie bei mir nur 1x machen.

            Spannend.
            Erst den Arbeitgeber wechseln wegen WhatsApp.
            Jetzt die Kita wechseln wegen WhatsApp.
            Den Verein auch.
            Vermutlich auch die Partnerin verlassen, wenn sie WhatsApp verwendet.

            Auf dich kommt ’ne harte Bauchlandung zu, wenn Du irgendwann volljährig wirst und tatsächlich Arbeitgeber, Kind, Freunde und Partnerin hast.

            Und das alles diskutieren in einem werbefinanzierten, web-basierten, getrackten Diskussionsforum. Chapeau! nicht.

    • Und was genau verpasst man, wenn man nicht in diesen Eltern Lehrer Gruppen ist? Wenn es wichtig ist, wird der Lehrer dich erreichen (müssen). Mir kommt es eher wie FOMO vor. Überall dabei sei wollen.

      • Nein. Man verpasst ganz einfach organisatorische Dinge. In einem Verein, in dem ich Mitglied bin, wird gerade ernsthaft diskutiert, ob Einladungen zur Vollversammlung via WA nicht reichen, da in der Satzung noch was von Brief steht und der nun mal Porto kostet. Dieses Thema wird noch ein paar Mal auf den Tisch kommen und dann durchgewunken, weil einfach immer weniger Menschen sich darüber aufregen. Klar kann man sagen, dann verlässt man den Verein halt, so richtig lebensnah ist das aber nicht.

        • Satzung ist das eine. Vereinsrecht das andere. Da würde ich noch mal gucken. Und spätestens wenn einer nicht in der Gruppe ist, wird es ja nicht mehr reichen.

          Was für organisatorische Sachen sollen das sein? Kind geht zur Schule und wird abgeholt. Naiv gefragt, aber wirklich, was läuft in diesen Gruppen?

          • Eltern diskutieren welche Hausaufgaben sie noch für die Kinder machen müssen 😉

            • Wolfgang D. says:

              „Hausaufgaben … machen“
              Dummes Eleet Geschwafel. Meine Eltern hätten zwar WA bedienen können, konnten aber seit der Mengenlehre ab Sexta höchstens die Schönheit der Schrift beurteilen.

              Dieses Getue gegen WA interessiert den Normalnutzer einfach nicht, solange jeder von Belang darüber erreichbar ist und es funktioniert. Wie das POTS.

          • Naja, im Moment ist das ja nicht wirklich die Lebenswirklichkeit von vielen Schülern. Ein Beispiel aus der Notbetreuung einer Grundschule: Die Lehrerin kam vor ein paar Wochen schlicht nicht zur Schule hin: Glatteis. Sie beratschlagte dann im PKW sitzend mit ihren Kolleg:innen und stellte fest: An der Schule ist kein Mensch. Das schrieb sie, zunächst einmal vorbildlich, 30 Minuten vor Schulbeginn, leider nicht so vorbildlich, in eine WA-Gruppe. Eltern und Kinder konnten sich für diesen Morgen also eine Alternative überlegen. Wer da kein WA hatte, ging halt zur geschlossenen Schule und hat sich den Arsch abgefroren. Aber später konnte man dem Kind ja erklären, dass das gut war, weil man datenschutzkonform gearbeitet hat und alle anderen böse sind.

            Ganz ehrlich: Ich bin echter Feind von WA und Facebook. Ich kommuniziere nicht freiwillig über W, ohne Adressbuchzugriff ist es auch wirklich nicht gut bedienbar. Aber: Ich bin in ein paar Gruppen und bekomme lieber mein Leben auf die Reihe als es eben nicht auf die Reihe zu bekommen. Und tatsächlich bessern sich einige Dinge. Im Privaten habe ich viele, die mich nun nicht mehr bei WA anschreiben sondern eben bei Signal, ich alleine war da nicht entscheidend genug aber die Presse der letzten Wochen hat dann doch den einen oder anderen zum Umdenken gebracht.

        • Ein Verein unterliegt der DSGVO. Somit ist Whatsapp ausgeschlossen. Mein Verein ist bei Einführung auf Threema umgezogen, was für die Verbreitung im Umfeld super war.

  20. DragonHunter says:

    Ich habe mein WA-Konto am 07.02. gelöscht… ich habe meine Kontakte ueber meine Beweggruende informiert und ueber mögliche Alternativen beraten.
    Wer die nicht in Anspruch nehmen will oder kann, dem bleiben also nur die klassischen Wege: Brief, Telefon, SMS und E-Mail.

    Ich bin ueber Telegram, Threema und Signal erreichbar.
    Alternativ auch ueber Discord, Element und Slack, wenn sich das ergibt.
    Mehr kann ich nicht tun.

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