WhatsApp: Hinweis auf die neuen Nutzungsbedingungen als Banner

WhatsApp hatte vor kurzem die Einführung seiner neuen Nutzungsbedingungen aufgeschoben, da man ordentlich Gegenwind zahlreicher Nutzer bekam. Dabei drehte sich die Kritik nun nicht darum, dass Facebook irgendwelche Nachrichten liest oder das Ganze nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist – stattdessen war vielen Menschen unklar, welche Daten wie mit Facebook geteilt werden sollen – und warum. Andere Messengerdienste freuten sich, Telegram, Signal oder auch Threema seien mal stellvertretend als die genannt, die Zulauf erhielten.

Nun informiert WhatsApp wieder. Man bittet die Anwender, die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie zu lesen. Man nehme Änderungen an den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie vor, bei denen es um den Nachrichtenaustausch auf WhatsApp zwischen Unternehmen und ihren Kunden geht. Außerdem biete man weitere Informationen darüber, wie man Daten erhebt, teilt und verwendet.

In den kommenden Wochen werde man in WhatsApp ein Banner anzeigen, das weitere Details hierzu enthält, sodass sich Benutzer zusätzlich informieren können. Man habe außerdem weitere Informationen veröffentlicht, um auf die Bedenken einzugehen, die Nutzer äußerten. Der Banner erscheint oberhalb der Chats.

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Auch gegen Wettbewerber richtet man sich. Man habe mitbekommen, wie einige Mitbewerber fälschlicherweise (das schreibt man tatsächlich so) behauptet haben, sie könnten die Nachrichten von Benutzern nicht sehen. Wenn allerdings eine App keine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung biete, dann bedeutet dies, dass der Betreiber trotzdem Nachrichten lesen kann. Andere Apps behaupten, besser zu sein, da sie sogar noch weniger Informationen hätten als WhatsApp. Man glaube, dass die Menschen Apps möchten, die sowohl zuverlässig als auch sicher sind. WhatsApp benötigt dafür lediglich eine eingeschränkte Menge an Daten, so das Unternehmen. Schade, dass man da nicht einfach mal konkreter wird, um welche Unternehmen es sich dreht, die man bei seinen Aussagen im Hinterkopf hat.

Die Frage ist, ob man mit dieser Kampagne bereits abgewanderte Nutzer wieder einfangen kann. Vermutlich nicht über den Banner – den sehen Nutzer ohne WhatsApp ja nun nicht mehr.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. These: durch dieses Marketing-Sprech und die nun größere Zeit zum Zustimmen-Zwang wird alles so bleiben wie es ist. Die allergrößte Mehrzahl der Nutzer wird WhatsApp weiterhin nutzen.
    Hier aufzuklären oder zu „missionieren“ ist – so meine persönliche späte Erkenntnis – vergebene Liebesmüh‘. Motivation und Verständnis müssen von innen kommen. Das gilt übrigens insbesondere auch für preiswerte fernöstliche Gerätehersteller mit fraglichem Datensammel-/sendeverhalten – aber was ärgere ich mich, Geiz ist schließlich geil.

    • Auch schön ist der „Accept“-Knopf unterhalb des Marketing-Sprechs. Akzeptiert man damit das Marketing-Sprech oder die neuen Bedingungen? Ein Schelm,…
      Vermutlich entkommt man dem untergeschobenen Zustimmen nur durch das wenig hervorgehobene X in der oberen rechten Ecke.
      So ein Zufall auch.

    • Richtig. Ich habe auch aufgehört, zu missionieren. Wer fragt, den kläre ich auf und sage, was da für Daten wie erhoben werden und was das für den Nutzer bedeutet. Ansonsten habe ich WhatsApp endlich gelöscht. Viele Freunde haben sich problemlos Signal installiert. Andere scheinen wohl Geräte zu haben, die eine Hardwaresperre für mehr als einen Chat-Client haben. Dann eben nicht.

      • Welche Daten werden erhoben? Was bedeutet dies für mich!

        • Nice try. Bist aber nicht einer meiner Freunde, so sich die Mühe lohnt.
          Ansonsten kannst ja etwas Recherche betreiben. Das Thema wurde ausgiebig behandelt.

          • Dir sind die Argumente aber schnell ausgegangen…

            • FriedeFreudeEierkuchen says:

              Und du hast wohl ohnehin keine… Google kannst du bedienen, oder? Wenn du dich informieren willst, findest du die Infos schon auf der ersten Suchergebnisseite.
              In Kurzform: WhatsApp Datenaustausch mit Facebook. Facebook ist der größte Datensammler im Netz mit extrem detaillierten Daten (genauer als Google!). Ergebnis: Datenzusammenführung.
              Wenns dich nicht stört, mach weiter. Aber lade dann nicht dein Adressbuch hoch, ohne alle um Erlaubnis gefragt zu haben.

        • Stefan, stell Dir mal vor: Denen ist egal was Du schreibst, sie wollen Deine Meta-Daten(mit wem, wann,usw.) und diese wollen sie zusammenführen – Facebook, Whatsapp, Instagram. Damit haben sie sehr genaue Nutzerprofile. Wenn Ihre Finanzquelle Werbung irgendwann einbricht, dann könnten sie Meta-Daten ihrer Nutzer vermieten oder verkaufen.
          Beschäfftige Dich mit dem Thema Meta-Daten – das Versicherungen, Banken,etc. diese Daten über Dich mieten könnten, möchtest Du nicht wirklich… Ich sage nicht, das es so sein wird, es ist aber ein wahrscheinliches Szenario

    • Da stimme ich nicht zu. Wegen mir sind schon 15 Leute zu Signal gewechselt und ich konnte mich von Whatsapp dadurch verabschieden. Das waren die mit denen ich am häufigsten kommuniziere, den Rest erreiche ich auch noch per Anruf oder iMessage.

    • Onkel Wanja says:

      Und ewig glüht der Alu-Hut. Was die chinesischen Kommunisten wohl mit meinen Daten anfangen könnten? Was die USA betrifft, dort regiert doch nun wieder ein quasilinker Demokrat und Friedenstäubchen. Also ist doch alles gut. Was soll die Panik.

      • Neuerdings ist selbst der Hinweis auf China als offensichtlicher Überwachungsstaat schon ein „Aluhut“?

        Sicher, dass du es nicht ein bisschen weit fasst?

        Hast wohl zu viel Russia Today gelesen, was? 😉

      • FriedeFreudeEierkuchen says:

        Onkelchen. WhatsApp und China? Schon um die Mittagszeit zu viel gezwitschert?

  2. Das Problem ist denke ich einfach, dass den Unternehmen Daten zur Verfügung gestellt werden, die weitaus umfangreicher sind, als notwendig.

    Wenn man sich privat anmeldet, dann kriege ich ja auch nicht die Metadaten meiner Chatpartner, kriege nicht deren komplettes Telefonbuch und auch die über das Tracking im Web verknüpften Daten, die Facebook erhebt, bekommt man auch nicht.

    Warum soll ich als Verbraucher ein Interesse daran haben, dass ein Unternehmen alles über mich als Kunde weiß?

    Ich sehe auch keinen Vorteil für die Kunden. Ob diese nun direkt die Hotline anrufen oder sich per WhatsApp verbinden, macht doch keinen Unterschied. Und Support per Chat ist ja auch eher was für Leute mit viel Zeit, sowas geht per Stimme immer schneller. Videochat mit Rossmann oder Bäcker Soundso braucht auch niemand.

    Ich habe WhatsApp gelöscht und nutze es nicht mehr.

    • Ich habe WhatsApp auch gelöscht und nutze es nicht mehr. Die meisten meiner Kontakte haben sich Signal wenigstens als 2. App herunter geladen, einige nutzen threema. Ich habe seither nicht weniger Kommunikation. Was mich erstaunt hat ist das ich manchen Nutzern ohne Signal trotzdem ein Foto schicken kann. Erst dachte ich das geht dann als MMS raus, aber ich habe noch keine Erhöhung in meiner Abrechnung bei Congstar gesehen, noch haben mir andere berichtet das sie jetzt Mehrkosten hätten.
      Zurück würde ich niemals gehen, der Konzern Facebook ist für mich als „Marke“ völlig verbrannt.

  3. „Man habe mitbekommen, wie einige Mitbewerber fälschlicherweise (das schreibt man tatsächlich so) behauptet haben,“
    Wie soll man fälschlicherweise denn sonst schreiben?

    Aktuell nutze ich WhatsApp noch als Zweitmessenger (sind noch nicht alle bei Signal), aber ich werde WA so wie es aussieht bald löschen können… hoffentlich…

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