Vorratsdatenspeicherung visualisiert

Eben einen Link von Martin zugeschickt bekommen. Ich zitiere mal: „Sechs Monate seiner Vorratsdaten hat der Grünenpolitiker Malte Spitz von der Telekom eingeklagt und ZEIT ONLINE zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser Daten können Sie all seine Bewegungen dieser Zeit nachvollziehen. Die Geodaten haben wir zusätzlich mit frei im Netz verfügbaren Informationen aus dem Leben des Abgeordneten (TwitterBlogeinträge und Webseiten) verknüpft.“

Krasser Kram, nicht wahr? Klar, bei Twittermeldungen und Blog-Gedöns ist man selber schuld. Aber das mitgetrackte Bewegungsprofil via Handy ist schon sehr erschreckend.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Wie dem auch sei, es bleibt Spekulation.

    @bob
    Wenn ich so naiv bin, dann schreib hier doch mal hin, wie viele Leute du kennst, die sich Zugang zu diesen Daten verschaffen können.

    Ihr solltet auf den Boden der Tatsachen zurück kommen. Seit es die technischen Möglichkeiten für das „Abhören“ gibt, wird es höchst wahrscheinlich von jedem Geheimdienst (what ever) eines jeden Landes in irgendeiner Form praktiziert.
    Hat von euch schon mal jemand dadruch irgendeine spürbare Einschränkung erlebt? Nö

  2. @koboltzz

    Es geht darum so „Naiv“ zu sein, zu glauben, dass es nur um Verbrechensbekämpfung geht und dass auch in Zukunft nur die o.g. genannten Institutionen darauf zugreifen können und dass es in anderen Ländern genau solche Gesetze gibt wie hier.

    Ich weiß dass Behörden verbotenerweise Informationen austauschen. Nicht offiziell sondern unter der Hand. Ich war selbst in einer solchen Behörde tätig. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis z.B. das Finanzamt oder die Krankenkasse an diese Handy-Daten kommt. Oder ich sage es mal so: Dass das offiziell möglich wird, hängt natürlich immernoch weitgehend vom Gesetzgeber ab, also von uns Wählern. Deshalb finde ich es gut ab und zu mal davor zu warnen oder darauf aufmerksam zu machen und so ein Artikel in der Zeit oder in der C’t ist deshalb auch total angebracht. Und ich finde es total unangebracht zu erklären wie harmlos das ist.

    Ich benutze auch mein Handy ständig, geht allein geschäftlich nicht anders. Ich bin auf Myspace zu finden und bei Xing. Mein Name ist reichlich im Internet Vertreten, schon allein im Impressum diverser Webseiten. Unter dem Namen „bob“ bin ich auch schon woanders unterwegs gewesen. Fotos gibt es von mir nicht viele aber wenn man richtig sucht, findet man welche. Ich nehme also an der Gesellschaft Teil und das will ich auch. Aber es ist gut, wenn man sich ab und zu des Risikos bewusst ist und nicht so blauäugig ist zu glauben, dass das alles keine Folgen haben kann.

    Wo das Enden wird, wie sich das entwickeln wird, das weiß eh keiner. Und das muss auch nicht alles böse enden. Aber wir werden uns wahrscheinlich an ein gewisses, mehr oder weniger hohes Maß an „Big Brother“ gewöhnen müssen und uns entsprechend verhalten lernen.

  3. @DE
    Erst im Falle eines Verdachts? Das glaubst du doch nicht selbst oder? Das wurde der Öffentlichkeit so suggeriert, aber mit Sicherheit war es in der Praxis anders. Der BND zeichnet pausenlos Daten auf und den gibt es seit 55 Jahren und erst seit 21 Jahren gibt es gesetzliche Restriktionen. Und dass dieser sich nicht auf das Ausland beschränkt, dürfte auch klar sein.

    Du hast da falsche Vorstellungen. Ich kann aus meinem Bekanntenkreis davon berichten, was passiert, wenn man durch die Datenaufzeichnung des Mobilfunkes Hauptverdächtiger wird, weil man zur falschen Zeit am falschen Ort war. In der Tat eine sehr unangenehme Sache, wenn die Kriminalpolizei klingelt, aber man wird nicht plötzlich rechtlos! Einmal erklärt, dass man zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes war, weil man zu den Zeitpunkt auf dem Weg zur Arbeit war und sich das Smartphone ins Internet eingewählt hat, aufgrund automatischer Wetterupdates, war es das schon. So ein Zufall kann jeden mal treffen und da kommt nicht gleich das SEK 😀

    @bob
    Ich glaube nicht, dass es nur um Verbrechnungsbekämpfung geht, aber zur Zeit machen sich die anderen Beweggründe noch nicht negativ bemerkbar. Sicherlich kann es dazu mal kommen, ohne jetzt näher ins Detail zu gehen, aber sind wir über Nacht unmündige Bürger geworden? Wenn es mal hart auf hart kommt nach längerer Unterdrückung, kann letztlich kein Staat das Volk dauerhaft klein halten (s. aktuelle Nachrichten). Es ist auch richtig, Tendenzen am besten früh möglichst im Keim zu ersticken, dann muss man sich bei nächsten Wahl anders verhalten, wenn man damit nicht zufrieden ist.
    Man kann auch ohne Internet an der Gesellschaft teilnehmen, oder meinst du die meisten älteren Menschen ohne Computer sind plötzlich kein Teil der Gesellschaft mehr?
    Du bist selbst schuld, wenn du so viele Daten preis gibst, keiner zwingt dich dazu.

  4. @koboltzz

    Mir ging es darum, dass die ganze Sache eben nicht harmlos ist. Du hast Sie aber so dargestellt.

    Ich muss mein Handy fast immer angeschaltet lassen, sonst verdiene ich kein Geld. Genau aus dem Grund nutze ich das Internet recht ausgiebig. Und sehr selten Privat.

    Selbst Schuld? Natürlich bin ich selbst Schuld. Wie jeder für sich verantwortlich ist. Ich habe mich nicht darüber beklagt. Deshalb ist es aber noch lange nicht harmlos und durchaus kritikwürdig, oder?

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