Spotify zählt mittlerweile 108 Mio. zahlende Abonnenten

Spotify zählt mittlerweile ca. 108 Mio. zahlende Abonnenten und etwa 232 Mio. monatlich aktive Nutzer (MAUs). Zur Einordnung: Ende April sprach man noch von etwa 100 Mio. zahlenden Abonnenten. Im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr konnte man die Anzahl der zahlenden Abonnenten um 31 % steigern.

Aktuell verhandelt Spotify zudem mit den großen Plattenfirmen, um die Lizenzen zu erneuern, mit zwei der Major Labels habe man schon jeweils ein neues Abkommen erreicht, mit den beiden verbleibenden befinde man sich in aktiven Gesprächen. Zwischen Spotify und den Plattenfirmen besteht zwar eine gewisse Symbiose, das Verhältnis ist aber auch von Spannungen geprägt.

Weltweit zahlt ein Spotify-Premium-Abonnent im Monat durchschnittlich ca. 4,86 Euro. Spotify rechnet damit, dass jene Summe im Verlauf des Jahres eher noch sinken werde. Als Einnahmen habe man im zweiten Quartal 2019 im Übrigen 1,67 Mrd. Euro erwirtschaftet – 90,1 % davon stammen aus Einnahmen durch Premium-Abonnements. Mit Werbung kann Spotify also nicht viel Geld umsetzen.

So nennt man als Werbeinnahmen nur 165 Mio. Euro. Immerhin entspricht das aber gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr einer Steigerung um 34 %. Insgesamt muss Spotify aber noch seinen Weg finden, um nicht nur zu expandieren, sondern auch Gewinne rauszuholen. Denn im zweiten Quartal 2019 verblieb ein operativer Verlust von etwa 3 Mio. Euro. Dabei geben die Schweden sich jedoch zuversichtlich. Man habe die Verluste senken können, weil man beispielsweise weniger Geld für Marketing, Forschung und Entwicklung und die Verwaltung habe ausgeben müssen, als ursprünglich erwartet.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Kernproblem ist das schwache Werbegeschäft und so schwer kann das eigentlich nicht sein dort mehr Umsatz mit 130 Millionen Hörern zu machen. Oder wie finanzieren sich private Radiosender so erfolgreich darüber? Immerhin hat Spotify in letzter Zeit versucht Werbung für Ads zu machen. Ich denk vielen Werbetreibenden ist Spotify als kostenfreies Angebot gar kein Begriff, anders als Facebook, Youtube, Instagram, Twitter, Reddit und Co.

    Ansonsten könnte man ja zu den passenden Künstlern interaktive Gewinnspiele für Konzerttickets anbieten, die der User eh immer hört und in der näheren Umgebung zu erreichen sind. Muss man als Feature verkaufen und Premium Kunden werden bei Künstlern denen sie Folgen benachrichtigt oder schalten das Feature in den Einstellungen auf Wunsch aus, aber im Endeffekt könnte man so vllt noch mehr Geld von Free Usern einnehmen.

    • Das eigentliche Kernproblem ist, dass die Rechteinhaber zu viel Geld für die Streamingrechte wollen, und das Abrechnungsmodell pro Song halt auch kritisch ist bei einem Pauschalangebot.

      • Aber kommt denn bei den anderen Anbietern so viel mehr rum? Gibt halt ein Limit, was Konsumenten bereit sind zu zahlen. Ich mein bei Spotify gibt’s pro Klick am wenigsten wegen dem Werbefinanzierten Angebot.

        In der EU oder den USA zahlt man ja schon deutlich mehr als in der Türkei (2,50€/Monat) oder Indien (1,60€/Monat). In Indien kann man ja auch ein Tag oder eine Woche schon für wenige Cent bekommen.
        Will sagen in vielen Ländern geht einfach nie und nimmer mehr. Und 120 € pro Jahr (Leihgebühr) ist viel. Ich habe vorher keine 12 Alben pro Jahr gekauft, sondern vllt zwei bis fünf.

        • Ich bin da absolut bei Dir, 120 Euro pro Jahr würde ich auch nicht für ein solches Leihangebot bezahlen. Dafür nutze ich den Dienst bei weitem nicht intensiv genug, und finde das auch – gemessen an meinem Nutzungsverhalten – deutlich zu teuer für die reine Miete von Musik an der man keinerlei dauerhaftes Nutzungsrecht erwirbt.

          Gute Musik möchte ich auch immer wieder hören können, auch noch in 10 Jahren wenn es Spotify und Co mit hoher Wahrscheinlichkeit längst nicht mehr gibt, also kaufe ich mir Musik die ich mag sowieso noch. Daher ist Spotify für mich mehr eine Plattform zum entdecken neuer Musik, die ich dann eh nochmal kaufen muss damit ich dauerhaft was davon habe, also gebe ich für Spotify auch nur wenig Geld aus.

          • Was sind 120 Euro für ein ganzes Jahr Musik? Ich wäre bereit weit mehr zu zahlen, wenn es bei den Künstlern ankommt.

            30 Euro/Monat wären ~2 CD’s/Monat. Früher habe ich deutlich mehr bezahlt. Zu Plattenzeiten noch viel mehr.

            • Das habe ich auch – doch an meinen CDs und Vinyls habe ich Eigentum erlangt und keine bloße Benutzungserlaubnis über den Zeitraum (m)eines Abos. Der Vergleich liegt wohl nahe, hinkt aber.

  2. Wieso sollte es Spotify und co. in 10 Jahren nicht mehr geben ? Höchstens wenn es zu einem zusammenbruch des internets in den hauptnutzungsländern kommt. Denn auch die Musiklabels gewinnen – sie können ‚Einnahmen erzielen ohne dafür in produktion und Vertrieb dinglicher medien investieren zu müssen . Das kostet nämlich echt Geld. Und ich als Kunde – und ich habe als Vinyl-Hörer mit entsprechender Sammlung angefangen – weiß daß ich selbst wenn meine Wohnung abbrennt immer noch meine lieblingssongs hören kann und meine e-Books lesen kann und meine Dokumente zumindest als Faksimilie in der wolke habe. Es war schön dinglich musik zu sammlen und ich habe nur meine tonbandspulen und -casetten weggegeben – die Platten bleiben . Aber ich muuß mir keinen Kopf mehr machen um den Ausbau der Sammlung , den platz dafür , die Pflege von immer mehr medien und Geräten … das nimmt mir für 120 Euro Spotify ab. Allein eine gute Abtasteinheit für einen plattenspieler kostet gut das doppelte … und die muß man auch regelmäßig erneuern. Ja eine Platte anfassen und auflegen ist was tolles. Aber einfach in einem riesenarchiv söbern oder sich von Freunden durch einen Link für neues begeistern lassen ist wie ein alter Traum : alle platten der Welt in der Sammlung zu haben … zumindest einen großen Teil der musik die auf diesen Platten ist kann ich nun tag und nacht hören … das ist mir dann die 120 Euro im Jahr wert.

    • Du bringst es auf den Punkt! Und kein Plattenspieler hat mir jemals eine Platte aufgelegt, von der er meinte, sie könne mir gefallen.

      Aber die vielen Millionen zahlenden Abonnenten sind natürlich nicht alle Deppen, die haben die Vorteile scheinbar alle erkannt. 😉

  3. chris1977ce says:

    Zu dem Punkt, warum Spotify (oder auch alles Andere) in manchen Ländern so viel günstiger sind als bei uns, muss man sich auch vor Augen halten, dass das Monatseinkommen (Verdienst/Gehalt) in diesen Ländern auch bei weitem weniger ist als bei uns (im Durchschnitt).
    Wo weniger verdient wird, kann man auch nicht so viel fordern – sonst macht man keinen Umsatz.

    TIPP in eigener Sache:
    AldiTalk Paket M = enthält Aldi Life Music Flat (1:1 Napster mit Brand von Aldi Life) = 9,99 Euro, mit Telefon/SMS-Flat und EU Roaming sowie 1,5 GB Internet-Flat.

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