Samsung Galaxy S9: Ein Blick auf Android Pie und die neue One UI

Samsung hat auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Dinge preisgegeben, auf die viele Nutzer gewartet haben. Unter anderem teilte man mit, dass Android Pie als Beta im November für ausgewählte Geräte starte und diese Beta bringe auch die neue Oberfläche One UI mit.

Und da die Beta am 19. November in Deutschland für das Samsung Galaxy S9 (Plus) startete, habe ich mal reingeschaut. Falls sich wer fragt, wann die finale Version von Android Pie und der One UI erscheint: Im Januar 2019 für die 9er-Serie und natürlich bekommt die 8er das auch später.

Tja – da steht man also mit der One UI. Diese soll nicht nur bedeutend übersichtlicher als das bisherige Interface ausfallen, sondern ist vor allem auf die Einhandbedienung bei großen Displays optimiert. Die Oberfläche der One UI kommt für Samsung-Verhältnisse minimalistisch daher.

Wobei man sagen muss, dass Samsung nun nicht den schlimmsten Überzug hat (der hieß in der Vergangenheit TouchWiz und aktuell noch Samsung User Experience). Den Nutzer soll beim Bedienen seines Smartphones nichts mehr von seinem eigentlichen Vorhaben ablenken, störende Elemente werden in der One UI schlichtweg ausgeblendet.

Aber fangen wir mal von vorne an. Samsung hat eine Gestensteuerung mit drin – und das ist wieder was eigenes. Man greift also nicht auf die Google-Steuerung zurück (die schon echt schlecht ist, da ist OnePlus derzeit besser). Aktiviert man die Gestensteuerung, dann hat man kein klassisches links / rechts für vor und zurück. Samsung setzt auf das Wischen von unten nach oben.

Drei Bereiche, links komm man in die Multitasking-Übersicht,  rechts geht man in einer App zurück und mittig geht man auf den Haupt-Bildschirm zurück. Quasi wie die Button-Funktionen – nur per Wisch. Ganz krude – oder Gewöhnungssache.

Im Screenshot sieht man dann auch die angesprochenen Veränderungen, weniger Geraffel oben zu haben. Das sorgt für ein Herankommen an alle Funktionen im Einhandmodus, sorgt aber unter Umständen auch für viel freie Fläche. Samsung nennt dies Viewing- und Interaction-Area.

Die Viewing-Area im oberen Bereich ist für die Darstellung der gewünschten Inhalte da, der untere Interaktions-Bereich lässt euch dabei die unterschiedlichen Funktionen von unterstützten Apps ohne Probleme mit dem Daumen der haltenden Hand bedienen. Das hat Samsung meines Erachtens auch gut gemacht und zieht sich auch durch die Apps, die Samsung so auf dem Smartphone mit anbietet.

Allerdings muss man mal schauen, wie sich das später in der finalen Version genau gestaltet, denn letzten Endes kommt man zwar dann weiter unten mit dem Daumen an Elemente, dafür hat man oben eine unfassbare Platzverschwendung in der Viewing-Area, die im unteren Bereich dafür sorgen könnte, dass Elemente auf Unterseiten zu suchen sind – oder man scrollt.

Ebenso muss man schauen, wie das mit Apps aussieht, die nicht von Samsung sind. Das neue Material Design von Google im Mix könnte auf den Nutzer verwirrend wirken. Naja, zumindest kann er sich mit einem dunklen Theme auch verwirren lassen. Samsung versucht also wieder einmal, das Rad neu zu erfinden. Ob das geklappt hat, wird das Nutzer-Feedback zeigen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Das Geile ist ja, dass die Hersteller bei der Größe der phones inzwischen die Oberfläche künstlich verkleinern müssen, damit die Dinger noch bedienbar bleiben. Man kauft sich also ein großes phone, um dann dort den bedienbaren Teil des UI so klein vorzufinden wie es bei voller Ausnutzung der Screens der kleinen phones vorher war. Crazy!

    • Ist doch super, dass man die Vorteile von beidem miteinander verbindet.
      Gute Bedienbarkeit mit einer Hand und trotzdem ein riesiges Display.

      • Sehe ich auch so. Auf ein großes Display würde ich nicht verzichten wollen, aber die Bedienelemente müssen ja nicht über die komplette Fläche verstreut sein.

        • hahaha, die Tafel Schokolade in der Hosentasche ist schon toll 😉
          Nur wenn ich sie rausnehme, bin ich froh, wenn ich mit meinen Fingern noch an was rankomme, was da drauf ist

    • Der liebe Gott hat dem Menschen zwei Hände gegeben, weil er Samsung-User ist und große Displays bevorzugt. ^^

  2. Ist das Absicht, dass fast das komplette One UI Design wie iOS11/12 aussieht ???
    Beim ersten Blick dachte ich schon, iOS bekommt nen Darkmode …

  3. Das dunkle Design sieht echt gut aus.

  4. Die Designabteilung bei Samsung ist auch im Jahr 2018 noch ein Semi-Professional. Liebe zum Detail Fehlanzeige, schaut aus wie billige iOS-Kopie.

    • Du bist auch gar nicht voreingenommen oder?

      • Nein, warum auch? Samsung kann einfach keine vernünftige Software/UI entwickeln, Ist einfach nichts halbes und nichts ganzes. In der Preisklasse erwartet man einfach was vernünftiges.

        Aber Samsung Kunden sind da wegen mangelnder Kompromissbereitschaft sehr schmerzfrei was dies angeht.

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