Readly: Webversion wird am 30. August eingestellt, Konzentration auf Apps


Seit Oktober 2014 gibt es Readly auch in Deutschland, seinerzeit als das Netflix für Zeitschriften betitelt. Über das Angebot kann man zahlreiche Zeitschriften konsumieren, ohne jeweils ein Einzel-Abo abschließen zu müssen. Vier Jahre später wird nun die Webversion des Angebotes eingestellt. Das freut nicht alle Nutzer, manchen ist die Anzeige via App einfach zu klein.

Readly ist sich dessen bewusst und verweist auf „Lesehilfen“ wie die „Mobile Reading“-Funktion. Als Begründung für die Einstellung des Webdienstes führt Readly die Konzentration auf die Smartphone- und Tablet-Apps an. Und das ergibt durchaus auch Sinn. Ein Großteil des Konsums findet bereits heute über mobile Endgeräte statt. Wozu also eine dritte Plattform pflegen, wenn diese nur von einer kleinen Minderheit der Nutzer verwendet wird und die gleichzeitig nicht alle Funktionen der Apps bietet?

Nachzulesen ist das bei Readly an dieser Stelle. Wie sieht es bei Euch aus, nutzt Ihr Readly und stört Euch der Wegfall der Webversion?

Danke Marcel!

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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35 Kommentare

  1. Super, 10€ im Monat gespart.
    🙁

  2. Ich benutze den Dienst zwar nicht, kann die Entscheidung aber überhaupt nicht nachvollziehen.
    Es gibt da so eine nette Erfindung… nennt sich PWA und würde Entwicklung und Pflege um ein Vielfaches vereinfachen.
    Aber wahrscheinlich steigen denen sonst ihre App-Entwickler auf Dach weil dann zuviele von denen überflüssig werden.

  3. Kann ich nachvollziehen, ich habe das mal auf einem Laptop ausprobiert, war nur eine Notfalllösung.
    Richtig gut und lesbar ist es auf meinem iPad 10“ , da lese ich alles ohne Zoom.

  4. Die Windows App wurde ja schon Anfang des Jahres eingestellt. Also überhaupt kein Lesen am PC mehr.
    Wie soll ich jetzt auf der Arbeit meine Zeit totschlagen (Spaß gemacht).
    Kündigung ist raus (ernsthaft).

  5. Thomas Voiß says:

    Das ist sehr ärgerlich! Ich habe beispielsweise gar kein Tablet sondern nur ein Android Smartphone und ein 15 Zoll Surface Book 2 mit dem ich Readly nutze. Im Klartext bedeutet das für mich, entweder nutze ich Readly mit einem 5 Zoll Smartphone und wenn ich es größer haben will, brauche ich ein Tablet. Diese Entscheidung ist mir völlig unverständlich, zumal Tablets m. E. überflüssig sind und in Zukunft noch überflüssiger werden. Hinzu kommt noch, dass Google die Android Entwicklung für Tablets bereits eingestellt hat und ein Nachfolger m. E. nicht fest steht. Also werde ich von Readly noch weiter genötigt und muss mir ein Apple Tablet anschaffen. Ja ne, ist klar! Ciao Readly!

  6. Nutze den Dienst zwar nicht, kann die Entscheidung aber überhaupt nicht nachvollziehen.
    Es gibt da so eine nette Erfindung, nennt sich PWA und erleichtert Entwicklung und Pflege ungemein.
    Aber wahrscheinlich steigen denen dann die App-Entwickler aufs Dach weil dann einige überflüssig würden.
    Erinnert mich irgendwie am damals, Flash vs HTML5…

    • naja, Progressive Web Apps funktionieren idR ja nicht wirklich offline – was bei Zeitschriften quasi Pflicht ist. Ich finde Apps, die nichts anderes als Wrapper für Webseiten sind fürchterlich; native Apps sind da deutlich besser.

  7. Nutze ich seit geraumer Zeit und ärgere mich maßlos übe die Entscheidung. Klar kann ich die Magazine auch auf dem iPad lesen. Aber auf 24″ ist nun mal einfach mehr Platz. Warum man nicht versucht, das Design der WebApp responsive zu machen ist mir echt schleierhaft.

  8. Finde es auch super ärgerlich, habe es so gut wie nur auf dem Laptop mit großem Monitor gelesen.
    Die WIN10 App wurde ja auch schon vor längerer Zeit eingestellt.

    Es gibt ja noch 2 Alternativen
    – Android apps im Chrome Browser öffnen(frickelig, keine App Updates etc)
    – Android Emulator wie Blustacks(ständige Ladezeit)
    Aber beide Lösungen sind umständlich und mies.
    Fällt euch noch eine bessere Lösung ein um es weiterhin am Laptop/Rechner lesen zu können??

  9. Ralf Herrmann says:

    Nutzung bisher relativ oft und häufig für Fachzeitschriften (PC, Kochen, Grillen, Smoken, Stricken, Häkeln und Fotografieren – bei Wegfall der Webversion wird höchst wahrscheinlich gekündigt – keine Option für Windows 10 Rechner -> keine sinnvolle Nutzung mehr möglich -> Kündiguing

  10. Mit Apps statt Webseiten kann man die Leute auch viel besser tracken, da das Blocken für den normalen Anwender dadurch schwieriger wird als über einen Browser mit Adblock 🙂

  11. Also auf dem iPad Pro 12,9″ ist das ein Genuss!

  12. Schade. Gerade das komplette Angebot fand ich sehr nützlich.
    Hatte mit einem Surface Pro geliebäugelt, um damit Tablet UND PC zu ersetzen. Aber ohne Readly ist das dann auch wieder nix.
    Also doch vorerst mal 2 Geräte behalten.

  13. Oliver Böll says:

    Ich finde die Entscheidung auch echt dämlich. Zum Glück hab ich eine Alternative gefunden… Die haben eine Webapp und sogar Tageszeitungen. Einfach mal nach read-it googlen.

  14. Oliver Böll says:

    Irgendwie wurde mein erster Post nicht gesendet, Bug? Ich ärgere mich auch total über die Einstellung der Readly-Webapp. Auf meinen 32 “ konnte ich so fast wie gedruckt lesen. Nach einer längeren Recherche bin ich auf read-it gestoßen. Hab die vorher nicht gekannt, aber die haben eine Webapp und sogar Tageszeitungen.

  15. Betrifft mich eigentlich überhaupt nicht, nutze Readly ausschließlich mit dem Tablet. So ein Teil habe ich sowieso und ein 10er Tab ist eigentlich genial für diese Anwendung. Notebook oder, noch schlimmer, stationärer PC/Display, würde mich ankotzen, weil es mir die Art und Ort des Lesens vorgibt.

    • das ist jedoch eine individuelle Angelegenheit, denn ich sitze mehrere Stunden am Tag am PC und bei 19″ senkrechtem TFT ist es angenehm zu lesen. Des weiteren kann ich schnell screenshots o.ä. fertig, was auf anderen Geräten nicht so einfach und schnell geht.

      Ist doch affig, wenn ich mit dem Tab. im Büro sitze

  16. A. Ritter says:

    Habe denen auch schon geschrieben wie ich das finde. Es gibt ja auch keine Windows-Tablets, 2-1, Convertibles oder was auch immer…
    Das mit dem Mobile Reading ist auch schön und gut, nur ist diese Funktion bei vielen Zeitschriften erst Tage nach erscheinen verfügbar oder auch gar nicht vorhanden.
    Also doch wieder zum Kiosk umme Ecke 😉

  17. Ich habe dem Kundenservice ebenfalls geschrieben und eine Antwort erhalten > „strategische Entscheidung“.

    Kann ich nicht nachvollziehen. Alleine, wenn ich aus dem Angebot mal Infos archivieren will, brauche ich einen Rechner. Auch auf der Arbeit lese ich in der Mittagspause am Rechner. Sitze bestimmt nicht die ganze Zeit im Büro am Smartphone.

    Für mich ist das Angebot auch gestorben. Sehr schade.

    • Martin Müller says:

      Hier geht es doch vermutlich nur um eine Kopierschutzmaßnahme. Aus eine App können die Inhalte eben viel schlechter kopiert werden. Verlage (meine Branche) haben in dieser Hinsicht einfach eine Macke. Wären die nicht so panisch, dann wäre ePaper sicher irgendwann durchgestartet und die (eBook) Verkäufe würden auch besser aussehen.

  18. Lese Readly im Edge Browser auf meinem Surface Pro. Perfekte Lösung. Sollte das nicht mehr möglich sein, bin ich auch weg.

  19. Dann kann ich ja kündigen. Denn auch meinem UHD Monitor war das perfekt.

  20. Tschüss readly. Habe nur ein Smartphone und ein kleines Tablet. Für den Preis eines großen IPad Pro kann ich ziemlich viele Zeitschriften kaufen.

  21. Sehr schade. Es war ein Genuss auf dem iMac 5k zu lesen. Auf dem iPadMini ist es mir zu klein. Ich werde wegen ‚strategischer Massnahmen‘ kein grösseres Tablet kaufen.
    Es ist Zeit für ‚strategische Massnahmen‘.

  22. Wollte eigentlich ein Abo abschließen.

    Nach der Meldung, nö. Behalt ich mein Geld lieber, so kann man sich auch uninteressant machen.

    Hoffe auf die Konkurrenz & wenn nicht, brauch ich es auch nicht!

  23. bekommt ihr die meldung das die webversion abgeschalten wird noch?
    -bei mir ist die verschwunden
    -da haben doch wohl nicht zu viele leser die strategische entscheidung getroffen den support zu kontaktieren und zu kuendigen…

  24. Hab denen geschrieben und um eine Alterbative gebeten, da ich Readly auf einem Surface Tablet benutze,
    Die Antwort war sehr nett formuliert. Die Empfehlungen: Ein günstiges Android Tablet kaufen oder einen Android Emulator auf dem Surface nutzen 🙂

  25. Ich bin (noch) Readly Leser der ersten Stunden…und Ende August werden es dann wohl die letzten Stunden bei Readly werden. Für mein 6,2 Zoll Android Smartphone alleine werde ich Readly sicherlich nicht behalten. Wie kann man nur so engstirnig sein und auch noch die Browser-Version einstellen. Nachdem ärgerlicherweise – aber schon eher verständlich – die Windows-App eingestellt wurde, ist die Entscheidung nun Windows faktisch komplett abzukoppeln sowie generell Rechner mit gegenüber Tablets angenehm großen Displays abzukoppeln und auf Emulatoren zu verweisen…ein massives Eigentor das Readly sich da schießt wie sie bald merken werden…denn wer hat schon Windows…nur die halbe Welt auf über einer Milliarde Rechnern.

  26. TierParkToni says:

    An alle, die jetzt denken : „..das wars jetzt mit readly, die werden damit dann eh bald pleite gehen…“
    Da readly ja die Plattform betreiben und die Nutzungsformen genau kennen, können die an sich jederzeit analytisch anhand der genutzten Systeme ihre strategische Ausrichtung neu definieren bzw. korrigieren.
    Wenn also von 100.000 Usern 1.000 im Browser lesen, jedoch der speziell dafür notwendige Erhaltungsaufwand (u.a. Entwickler-Gehälter, dazu später mehr) über lange Zeit >1% ist, lässt man das gerne zu, dass 1% der Nutzer zu read-it abwandern – vielleicht ist das ja sogar so gewollt, evtl. sind beide Plattformen im Hintergrund miteinander verbunden (Verleger-Netzwerke sind sehr stark verwoben, da staunt der Laie oft, wenn er das mal gesehen hat).

    Die Herausgeber/Plattformbetreiber wollen grundsätzlich mit möglichst optimalen (=geringen) Aufwand den maximalen Profit erhalten, und wenn die „Browser“-Nutzerzahlen im verschwindend geringen %-Bereich zum Verhältnis der App-Nutzer sind, verbessert man halt so den Profit (freut dann u.a. sehr die Geldgeber, aber auch die App-Entwickler können mehr Geld verlangen/erhalten).
    Denn dann gilt : lieber die Browser-Developer zu den App-Kollegen verschieben oder ggfs. freistellen, denn für die Browser-Kollegen müssen die App-Kollegen ja an sich zusätzlichen Profit für deren Gehalt generieren, was so gesehen zwar sozial, aber eben nicht wirklich profitabel ist – „that’s just business, my folks“..

    Wenn der Kommentar jetzt jemanden nicht gefallen sollte, der sollte einfach mal nach „freier Marktwirtschaft“ googlen –
    hat mir selber auch schon das eine oder andere Mal den Job gekostet, jedoch ich bin dabei >jedes< mal gerne gegangen und ohne Probleme in der nächsten Firma gelandet, meistens sogar mit nem besseren Gehalt…

    • ich glaube nicht das die gleich pleite gehen werden -das man die windows-app eingestellt hat kann man ja noch nachvollziehen (kannst ja im browser lesen) aber wenn man jetzt auch noch die webversion einstellt bedeutet das ja das man alle pc+notebook leser komplett ausschliesst -ich lese meist auf dem tablet (windows) und mal zwischendurch am pc -jetzt koennte ich die kroete schlucken das ich mir ein preiswertes androit geraet zulege zusaetzlich zu meinem windows tablet -am pc lesen mit androit app im chrome browser ist kaese -auf dem 27zoeller ist das fenster so groß wie ein a5blatt quer -android in ner virtuellen maschine habe ich bisher nicht ans laufen bekommen und emulatoren gehen nicht weil hyper-v installiert ist (gibt bluescreen) also werde ich mich an read-it versuchen und mir die fehlenden zeitschriften im laden kaufen -die freuen sich auch wenn die mich sehen

  27. Die Webversion von Readly bleibt auch zukünftig erhalten!
    Ein entsprechendes Statement wurde von Readly auf deren Internetseite veröffentlicht:

    https://de.readly.com/support/topics/428243/articles?article_id=2945723

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