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PCFritz.de will Einstweilige Verfügung gegen Microsoft erwirken

Ein paar Tage ist es her, da berichteten wir hier über eine Meldung von Microsoft, dass man über 100.000 Datenträger hat konfiszieren lassen, die nun auf Gültigkeit geprüft werden sollen. Was war genau passiert?

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Onlinehändler PCFritz wird vorgeworfen, Lizenzschwindel in großem Stil zu betreiben. Die gefälschten Datenträger sind Sicherungskopien nachempfunden, die der Computerhersteller Dell Computern beilegt, auf denen das Betriebssystem Microsoft Windows 7 legal vorinstalliert ist – viele Leser haben sich gemeldet, die ebenfalls einen solchen Datenträger für schmales Geld erhalten haben.

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Nun meldet sich PCFritz zu Wort und wirft Microsoft Verleumdung vor. „Bei den von uns angebotenen Produkten handelt es sich ausschließlich um Microsoft Originalprodukte, die Datenträger sind alle mit einem fälschungssicheren Mould Code IFPI Nummer versehen. Dieser befindet sich im Innenring des Datenträgers. Die Echtheitszertifikate werden ausschließlich über den Microsoft Service online oder telefonisch aktiviert“, so PCFritz-Geschäftsführer Maik Mahlow.

Er beruft sich auf die Rechtsprechung des BGH im Urteil vom 06. Juli 2000 (Aktenzeichen I ZR 244/97), wodurch der Wiederverkauf von Recovery-CDs / -DVDs als legal eingestuft wurde. Gefälschte Datenträger sollen es laut Mahlow nicht sein, sondern Original. Weiterhin teilt Mahlow mit: „Die von Microsoft veröffentlichte, verleumderische und rufschädigende Mitteilung lassen wir von unseren Anwälten überprüfen und werden eine Einstweilige Verfügung gegen diese Behauptung erwirken“.

Mal schauen, was da noch so passiert – die Geschichte scheint noch lange nicht beendet zu sein.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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44 Kommentare

  1. Ich habe ein win7 pro 64 von PV Fritz.
    Für den Rechner meines Sohnes erstanden.
    die musste telefonisch bei MSN freigeschaltet werden und läuft nun wunderbar.
    Der Datenträger ist für Dell computer.
    Die dvd-hülle mit dem PC Fritz Einleger.

  2. @Kai
    Muss aber deswegen noch lange nicht legal sein.
    Ich habe ebenfalls dort ein Win7 erstanden. Und habe mir heute mal die Mühe gemacht und den Aufkleber mit einem genau gleich aussehenden unter dem guten Aldi-Mikroskop zu vergleichen.
    Wenn dann wichtige Sicherheitsmerkmale auf dem PcFritzaufkleber nur immitiert werden, was heißt das dann deiner Meinung nach?
    Ob sich damit das WIndows damit aktivieren lässt ist an der Stelle vollkommen unerheblich.

  3. Das PC Fritz Geschäft ist damit erstmal kaputt, aber es wurde ja auch auf zahlreichen Blogs/Medien vorverurteilend berichtet, was stellenweise hart an der Grenze war. Durch eine Mitteilung, einen so derben Eingriff in eine laufenden Geschäftsbetrieb zu tätigen…na ja, egal nun finde ich es Klasse wie schon von einigen Forenusern neue „Verdächtige“ namentlich genannt werden, es werden Infos zu Firmensitzen und Firmennamen publiziert….Ein User stellte sorgar fest das einer einen Firmensitz in einen Einfamilienhaus hat, mhuaaaa das ist aber verdächtig, Leute ich glaubs nicht mehr, nur weil man seinen Firmensitz in einen Einfamilienhaus hat ist man schon verdächtig? was soll das denn. Diese lustigen Infos findet man bei http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1255527&page=12&p=14550801#post14550801

  4. @Ullrich
    Die Bilder in dem Beitrag davor hast Du dir dann wahrscheinlich auch angesehen,
    Deine Meinung dazu?

  5. Ist doch klar das Microsoft das nicht gefällt, wenn einer deren überzogene Preispolitik unterminiert. Tatsache ist auch, dass Microsoft durch die großspurig verbreitete Nachricht, Fritz würde „offenbar“ Raubkopien verkaufen, diesen Laden kaputtmachen will. Denn erstmal ist das ja nur eine Behauptung, die vor einem Gericht bewiesen werden muss. Es wird in der Pressemitteilung (und dadurch in allen Nachrichtenorganen) aber als Tatsache hingestellt. Wenn es sich denn am Ende als falsche Anschuldigung herausstellt muss M$ vielleicht einen kleinen Schadenersatz zahlen – den muss der (dann schon pleitegegangene) Fritz aber auch erstmal einklagen. Fritz ist dann so oder so im Eimer, für M$ ist das nur ein Taschengeld zu zahlen, und andere Händler sind so „gewarnt“. Echte Mafiamethoden eben.
    Dass das verwirrende M$-Modell der Lizenzen von den meisten nicht verstanden wird, sieht man hier ja auch schön. Da werden munter Lizenzen, Datenträger, Echtheitszertifikate und Lizenznummern durcheinandergeworfen, und immer wieder taucht da ein ominöser Beitrag von „computerbase“ auf, den irgendeiner da reingesetzt haben kann, und der dementsprechend NULL Aussagekraft hat.
    Zu Beachten ist z.B:, dass M$ ja teilweise auch selber nur Lizenzen in Form von Nummern auf einem Sticker verkauft. Das Programm lädt man sich dann offiziell aus dem Netz und darf es sich natürlich auch auf CD brennen. Die Benutzung ist nur durch den Erwerb der Lizenz – nachweisbar durch den Lizenzsticker mit der Nummer – legal. Datenträger und Lizenz gehören somit nicht zwingend fest zusammen. Die Programme bietet M$ selber offen zum Download an, sie sind ohne Lizenznummer aber wertlos. Die Lizenznummer auf dem Zertifikat ist die Erlaubnis, das Programm nutzen zu dürfen. Von welcher Datenquelle es auf den PC installiert wird ist egal (die CD’s sind ja immer die gleichen, da ist keine Seriennummer eingebrannt). Fritz sagt ja auch, die DVDs wären Originale (selber brennen und verkaufen wäre u.U. nicht legal). Eine DVD lässt sich aber grundsätzlich nicht einem bestimmten Echtheitszertifikat zuordnen (s.o.). Ebenso wurde es ja auch bereits gerichtlich festgestellt, dass die Zwangsverbindung einer Software-Lizenz zu einem PC in D so nicht erlaubt ist, mithin diese OEM-Versionen („nur in Verbindung mit einem XY-PC“) auch ohne den PC weiterverkauft werden dürfen. (Was M$ gar nicht schmeckte – nach derem Wunsch soll eine Lizenz „verfallen“, wenn man ein anderes OS für seinen PC kauft bzw. diesen wegwirft).
    Das ganze Verfahren wird sich also länger hinziehen, M$ hat genug Geld durch alle Instanzen zu gehen (egal ob sie am Ende vielleicht verlieren) und ein unliebsamer Händler ist ruiniert…..

  6. @ansi4713 ist ja völlig unrelevant, dies soll doch ein Richter mit passendem Gutachter entscheiden, ich mag grundsätzlich keine Vorverurteilungen, so bin ich.

  7. @Mike
    Und genau um diese Sticker geht es ja…
    Nimm dir ein Mikroskop, 60 fache Vergrößerung und vergleiche die Sticker mal mit einem exakt gleichem originalsticker.

  8. @Ulrich
    Ja, vor ein paar Tagen habe ich auch noch nicht daran geglaubt.
    Erst als ich mir die Vergrößerungen angesehen habe sind mir ernste Zweifel gekommen.

  9. Richtig, nur der originale Lizenzaufkleber berechtigt die Nutzung. Warum wohl hat PC Fritz nicht diese Aufkleber ? Weil die immer noch auf den DELL Rechner kleben.

    Ich habe kein Mitleid mit solchen Händlern.

  10. @ansi
    Hast du’s gemacht, oder beziehst du dich immer nur auf diesen ominösen „computerbase“ Beitrag?
    Dass M$ die Sticker immer wieder im Laufe der Zeit verändert hat, weißt du hoffentlich auch?

  11. @Mike das ist eine gute Frage – und dieser ominöse “computerbase” Beitrag, den finde ich mal garnicht so aussagekräftig 😉 Schön das Mike auch weiß das die Aufkleber immer mal wieder geändert wurden, also @ansi4713 was meinst du nun?

  12. @Mike
    Die Bilder hab ich selber gemacht und bei Computerbase eingestellt.
    So gesehen stimmt beides :o)
    Und das sich die Sticker verändern weiß ich auch, deswegen habe ich ja auch 2 exakt gleich aussehende genommen. Für Windows 7 habe ich mittlerweile schon 4 verschiedene Versionen in der Hand gehabt.

  13. @ansi4713 deine Bilder sind unglaubwürdig, niemand weiß woher du was hast und wer du bist….

  14. Ich habe diesselben Unterschiede zwischen pcfritz-COA und originalen Hersteller-COA festgestellt.

    @Ulrich: Da dir offenbar kein Vergleichsmaterial vorliegt solltest du den Ball flach halten und bei deinen putzigen Mutmaßungen blieben… oder auch nicht.

  15. @ettrich Du hast da einiges falsch verstanden, Du schreibst..“solltest du den Ball flach halten und bei deinen putzigen Mutmaßungen blieben“…

    ICH stelle hier keine Mutmaßungen und Vorverurteilungen an, ich mag grundsätzlich keine Vorverurteilungen, so bin ich.

  16. Du hast insofern recht, als daß in den Foren/Blogs extrem viel Unsinn rausgehauen wird. Die sich gleichenden Hinweise auf Unterschiede der COA-Aufkleber gehören nicht dazu. Es ist auch kaum anzunehmen, daß mehrere User versuchen das gleiche, vermeintliche Fake zu dokumentieren (oder einer Massenposts absetzt). Von daher war dein Kommentar um 19:08 Unsinn. Ich habe in diesem Zusammenhang auch nur gelesen, daß die COA-Vergleicher diese Unterschiede als möglichen Hinweis auf nicht originale COA dargestellt haben und darin nicht gleich eine Fälschung als erwiesen betrachtet haben.

  17. Frankfurter Würstchen says:

    @Alex:

    „Was die Presse jetzt daraus macht, dafür kann doch Microsoft nichts.“ … Gibst du bei einer Anzeige so formulierte PRESSEMITTEILUNG SELBER RAUS?

    Es war ganz klar von MS so gewollt, dass beim Kunden ankommt: „Lass die Finger von Gebraucht-CDs und kaufe direkt bei uns“

  18. Versteh ich alles nicht… Ich dachte immer bei der „Lizenz“ gehts um die Registrationsnummer die man bei der Installation eingeben muss. Der Datenträger ist doch letztendlich egal – theoretisch kann man die Installations-DVD doch auch hochoffiziell bei MS runterladen. Und ob eine RegNr. mehrfach benutzt wurde bzw. ob dieser überhaupt gültig ist, sollte doch für MS leicht überprüfbar sein!?

  19. Nicht ganz, das was Du eingibst ist der Produktschlüssel und der steht auf der Lizenz.
    Geprüft wird gegen ein automatisches System (auch die Telefonaktivierung ist ein automatisches System). Welche informationen hier abgeprüft werden weis natürlich nur M$. Es gibt auch Produktschlüssel die eine Mehrfachnutzung erlauben. Stichwort Volumenlizenz.

  20. selbst wenn die dvds gebrannt wären, wären es keine raubkopien, da microsoft selbst die iso zum download für jedermann anbietet. darüber hinaus ist das einzig wichtige der lizenzaufkleber, nicht der datenträger! sollte dieser gefälscht sein, ist es eine raubkopie, aber wenn dieser original ist, kann es egal sein ob der datenträger ein rohling, ein installations-usb-stick oder sonstwas ist…du musst nicht im besitz eines originaldatenträgers sein, sondern eines original-lizenzaufklebers….es gab auch mal so weit ich mich erinnere eine rechtsprechung, das der download von windows xp über torrent legal ist, solange die iso keinen crack erhält und man im besitz einer original-lizenz ist.

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