Hocus Focus: Mac-App blendet inaktive Fenster aus

Solltet ihr Mac-Nutzer sein und euer innerer Monk verzweifelt, wenn ihr viele Fenster geöffnet habt, dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr schließt eure geöffneten Programme dauernd, oder entschließt euch, diese mit CMD+H zu verstecken oder mit CMD+M zu minimieren.

hocus focus

Ich war bislang einer der CMD+H-Drücker, doch ich denke, ich werde jetzt einmal Hocus Focus ans Werk lassen, eine kostenlose Software, die vorab unter dem Namen Houdini zu haben war. Die App wurde für Yosemite neu gestaltet und blendet Fenster auf Wunsch nach einer gewissen Zeit aus – dieses Zeitfenster für die Apps schließt sich, wenn sie aus dem Fokus verloren wurden.

Habt ihr beispielsweise eine App im Hintergrund laufen, die nicht im Fokus ist – Evernote beispielsweise – dann wird diese nach 30 Sekunden aus der Übersicht ausgeblendet, quasi so, als hättet ihr CMD+H gedrückt. Funktioniert halt alles automatisiert.

Einstellbar ist die Größe des Zeitfensters, alternativ könnt ihr Fenster direkt aus der Übersicht verbannen, wenn sie den Fokus verlieren. Finde ich persönlich äußerst nützlich, da ich oft zwischen Programmen wechsle und dabei eben nicht mit CMD+Tab arbeite, sondern mittels aktiver Ecke unten rechts Mission Control aufrufe. Nach einem langen Tag wird es da unter Umständen unübersichtlich.

mission control

Zu bedenken ist, dass man bei häufig genutzten Apps vielleicht das Zeitfenster größer einstellen sollte, damit man die App schnell über Mission Control greifen kann, alternativ kann man sich Profile anlegen, über welche alle Apps einen von euch definierten Zeitrahmen verpasst bekommen. Der Entwickler teilte in einem Beitrag bei ProductHunt mit, dass er für die Zukunft Regelsätze andenke, sodass bestimmte Sets von Apps so ineinander zahnen, sodass dazugehörige Apps nie ausgeblendet werden.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

12 Kommentare

  1. Das ist so ne App die sicher nützlich ist, ich mir aber nicht hole, weil es sie nicht im Mac AppStore gibt. Dort würde ich sogar etwas dafür bezahlen. Schade dass sich der Entwickler dagegen entschieden hat.

    Mich überzeugt das AppStore-Prinzip so, dass ich keine anderen Quellen mehr nutze.

  2. Ich werde mir die App holen, weil es sie nicht im AppStore gibt. Glücklicherweise hat sich der Entwickler dagegen entschieden.

    Mich überzeugt das AppStore-Prinzip nicht. Wo es geht, umgehe ich den AppStore. Gut dass Entwickler teilweise sogar die Möglichkeit bieten Programme die aus dem AppStore sind in NonAppStore-Programme umzuwandeln.

  3. Bevorzuge den AppStore auch, da er einfach und unkompliziert ist. Einen besseren Store hab ich bislang noch nicht gesehen. Da kann Steam, GOG, Origin, etc. nicht mithalten.

    Aber wenn es sein muss, erwerbe ich meine Software ich auch aus alternativen Quellen…

    Gut dieses Programm ist für mich aber eher nutzlos^^

  4. @Malibu: Vermutlich ist es genau wieder eine Funktionalität, die bei Apples Sandbox-Apps aus dem Store gar nicht geht.

    Der App Store ist eine Qual für jeden Entwickler und schränkt zudem unnötig ein. Langsame Updates, fehlende Lizenzmodelle, eine kaputte Suchfunktion … Es hat schon seinen Grund, warum so viele Apps explizit nicht im Store vertrieben werden, die nicht ein klassischen Spiel oder Client für xy sind. Für Spiele, Pixelmator etc. aber durchaus okay. Wer allerdings nur pro/contra App Store ist, schränkt sich unnötig ein.

  5. Die App ist sicher nützlich. Aber Option-Command-H macht das Gleiche, es blendet Apps aus die gerade nicht im Fokus sind.

    Man kann im Terminal auch den Single App Mode von OS X aktivieren:

    defaults write com.apple.dock single-app -bool true; killall Dock

    Um’s wieder auszuschalten:

    defaults write com.apple.dock single-app -bool false; killall Dock

  6. Gibts sowas auch fuer Linux, unabhaengig von der Desktop Umgebung?

  7. hutattedonmyarm says:

    ich hau das meiste in fullscreen mode, das löst viele Probleme 😉

  8. Ich wundere mich nur dass du bei einem Multitouch Trackpad von Apple aktive Ecken benutzt und nicht alles über das Trackpad machst. So wie du es jetzt machst habe ich vor der Zeit der Multitouch Trackpads bei Apple gemacht, z.b. bei meinem Macbook 2007 in weiß 🙂

  9. Ganz nett, leider fehlt mir die Möglichkeit gewissen Apps niemals auszublenden (und zwar auch welche die nicht im Fullscreen sind).

  10. Doku lesen hilft… Die Funktion ist also schon vorhanden wenn man die Zeit auf 0 setzt.