Facebook muss sich für Analyse privater Nachrichten vor Gericht verantworten

Aufgrund der Analyse privater Nachrichten zu Werbezwecken muss sich Facebook nun vor Gericht verantworten. Facebook hatte eine Einstellung des Verfahrens gefordert. Dies lehnte das Gericht ab und einer Sammelklage steht nun nichts mehr im Weg. Facebook analysierte Links in Privatnachrichten und nahm diese Information, um eine Like-Liste zu erstellen, die wiederum dafür hergenommen wurde, um gezielter Werbung an die Nutzer verteilen zu können. Abgedeckt sollte dies durch eine Ausnahme des Federal Electronic Communications Privacy Act sein.

Facebook-Logo

Facebook wendet diese Methode seit 2012 nicht mehr an, scannt aber auch heute noch private Nachrichten, allerdings zur Abwehr von Viren und Spam. Die Klage wurde von einem Facebook-Nutzer initiiert, schließt aber alle US-Nutzer des sozialen Netzwerks ein, die im betroffenen Zeitraum private Nachrichten, die Links beinhalteten, verschickt haben. Da das Verfahren nicht wie von Facebook eingestellt wurde, scheint das Vorgehen jedoch dennoch gegen kalifornische Gesetze zu verstoßen. Mal sehen, was dabei herauskommt, Facebook wird daran sich nicht zugrunde gehen.

(Quelle: Reuters)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

11 Kommentare

  1. Grottiger Artikel. Man erfährt erst in der zweiten Hälfte, dass es sich wohl um ein US-Gericht handeln muss, bzw. letztendlich in der Quelle. Gerade das wäre jedoch wichtig: Geht es um die USA, oder um die EU…
    So ist die Überschrift zum Artikel eine reine reine Klick-Jagd…

  2. Thomas Baumann says:

    Blöde Frage. Natürlich ein US Gericht.
    Die EU würde Facebook, Microsoft, … abmahnen wegen dem blauen Design, weil es zum Monopol wird und denen eine erzwungene Designauswahl vorschreiben damit jeder User nicht nur frei wählen darf, sondern muss.

    Anyway, btt, warum nicht auch Google und Microsoft (Bing) gleich mit anklagen? Die machen nix anderes. Wobei ich das jetzt keinesfalls gut heißen will. Aber wenn schon…

  3. @A77: sammelklagen sind üblich für die usa. Qas ich mich allerdings frage, worin unterscheidet sich der mechanismus vom scannen von e-mails bei gmail, das sind doch auch private nachrichten welche für werbezwecke gescannt werden, warum wird da keine klage eingereicht?

  4. @A77: Habe alles verstanden, fehlende Intelligenz deinerseits?

  5. @dude123: Mach dir mal darum keine Sorgen. Bitte, wenn ihr mit so einem rudimentären Blogpost zufrieden seid… Suum cuique.

  6. Wird mal Zeit , das Facebook für einige Punkte , die Verantwortung übernehmen muss.

  7. Wenn Facebook immer noch so geil ist, wie es tut: Warum bekomme ich dann für einen 5 Jahre alten Pseudoaccount täglich Werbemails von Facebook???

    Twitter spamt jetzt auch täglich, mit den angeblich angesagtesten Tweets…..

    Meine Lösung: Beide sind auf dem absteigenden Ast und versuchen/müssen sich jetzt mit Spammails die Leute ranholen!

    Tja, jeder Internet-Hype geht irgendwann zu Ende! Zumindest das ist gut an Hypes…. 🙂

  8. @A77 Schreib mal was. Nen Blogpost am besten. Ich les ihn dann. Und sag dir, was alles doof ist. Danke!

  9. Sie wurden verklagt für etwas das Gmail von Anfang an macht. Vielleicht geht es darum, dass die Praxis nirgend in the TOS oder so erwähnt ist.

  10. Seit 2012 nicht mehr? Habe es in diesem Jahr festgestellt: man schreibt zum Beispiel Raspberry pi und schwupps passt sich die werbung dahingehend an, finde ich aber nicht so schlimm, habe jetzt eh nen adblocker installiert