Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7 angeschaut

Ich hatte in der letzten Zeit die Möglichkeit, mir ein wenig den Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7 anzuschauen (der bei meinem Schwiegervater gelandet ist). Mittlerweile gibt’s die Beelink-Lösungen auch bequem bei Amazon Deutschland. Beim Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7, das sage ich schon mal vorab, sollte man gut abwägen, ob und zu welchem Preis man diesen bei Interesse kauft, denn es steht ja schon ein Nachfolger vor der Tür, der für viele vermutlich schon eine Ecke spannender ist.

Den Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7 gibt’s in mehreren Ausführungen. Ich habe die Variante mit 512-GB-SSD und 16 GB RAM ausprobieren können. Ab Werk gibt’s den kleinen Rechner mit Windows 10. Er ist allerdings direkt mit Windows 11 kompatibel und lässt sich dahingehend auch aktualisieren.

Im Lieferumfang…

befindet sich der Mini-PC nebst Netzteil, kurzer -fast unnützer – Bedienungsanleitung, zwei HDMI-Kabel (100 und 25 Zentimeter) und eine VESA-Aufhängung – nach dem Test fand der kleine Rechner so direkt hinter dem Monitor Platz.

Verarbeitung und Ausstattung des Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7…

ist schnell beschrieben. Das Unternehmen setzt auf ein größtenteils aus Alu bestehendes Gehäuse, welches nach oben, hinten, links und rechts Wärme abgeben kann. Auf der Unterseite befinden sich gummierte Füße. Vorne gibt’s den Power-Button, USB-C und 2x USB 3. nebst dem Anschluss für Kopfhörer. Rückseitig warten 2x HDMI 2.0 4k@60Hz sowie Gigabit-LAN, DC-in und 2x USB 3.0.

Drin im Mini-PC (127 x 113 x 42 Millimeter), der unter 500 Gramm wiegt, die eben erwähnte 512 GB große SSD (NVMe M.2), 16 GB Speicher, Bluetooth 4 und Wi-Fi 5 – also 802.11ac). Wirkt solide und robust verbaut. Aufzurüsten gibt’s nicht viel, maximal RAM und Speicher lassen sich einfach erreichen und aufwerten. Achtung: Es sind 2x 8 GB DDR 4 verbaut, man kann nicht einfach noch einen Riegel dazu stecken. Beelink setzt auf die Radeon RX Vega 10 und den AMD Ryzen7 3750H mit einem Basistakt von 2,3 GHz. Das ist schon etwas ältere Hardware.

Beim RAM und beim Prozessor könntet ihr vermutlich noch über das BIOS etwas mehr an Benchmark-Leistung rausquetschen, ebenso durch das Anpassen der Radeon-Software, wir haben bei unserem Gerät dahingehend bislang keine Anpassungen vorgenommen.  Müsste ich hier schon meckern, so wäre es die Tatsache, dass der Anschluss für Kopfhörer oder Lautsprecher vorne ist, in unserem Fall ist das aber egal, da das Gerät hinter dem Monitor geschraubt wurde. Schön wäre vielleicht auch noch ein Displayport-Anschluss gewesen. Ansonsten: Daumen hoch für die Verarbeitung.

Test der SSD

Im Betrieb…

gab der Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7 tatsächlich ein gutes Bild ab, wenn man sich die Konfiguration unabhängig vom Anschaffungspreis (zwischen 550 und 600 Euro) vor das Auge holt. Bei normalen Internet- und Office-Anwendungen spielte er das Programm butterweich und absolut leise ab. Wobei alles andere auch eine Enttäuschung gewesen wäre. Ebenfalls logisch – Cloud-Gaming war kein Problem, ebenso Dinge wie Anwendungen zur Ahnenforschung mit großen Datenbanken, PDF-Anwendungen und auch lokale Spiele wie die Anno-Reihe oder ältere Age-of-Empires-Titel. Alles, was spieletechnisch darüber hinaus geht, macht nicht wirklich Freude. Das ist maximal Casual Gaming noch zusätzlich drin. Passend dazu habe ich euch ein paar Benchmarkergebnisse in den Artikel gepackt.

Bitte beachtet, das sind Benchmarks aus dem Auslieferungszustand, da wurde nichts übertaktet. 4K-Wiedergabe? Die ist problemlos möglich. Hat man ein gewisses Level erreicht, an dem der Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7 ordentlich zu tun hat, dann ist auch er hörbar. Dies aber nicht durchgängig laut, da wird eher schubweise gekühlt.

Gibt’s ein Fazit?

Da muss man halt schauen, was man möchte. Selbstbau oder fertig, kompakt oder normales Gehäuse? Sollte man sich selbst etwas in einem größeren Gehäuse basteln, dann kann man sicherlich mehr Leistung für das Geld bekommen und ist auch für die Zukunft etwas besser aufgestellt. Wer allerdings etwas Kompaktes sucht, der ist gut unterwegs mit so einer Kiste – wenn es denn kein anspruchsvolles Gaming werden soll. In unserem Test machte der Beelink SER3 Mini-PC mit Ryzen 7 ansonsten in allen Belangen eine gute Figur und gab einen guten Arbeitspartner ab. Nutzer müssen aber angesichts des Preises ein paar Abstriche machen. Das sieht man beispielsweise am fehlenden Leser für SD-Karten.

Positiv:

Kompakt, gut verarbeitet
RAM und HDD können erweitert werden (bei uns sind 2x 8 GB verbaut)
2 4K-Monitore können über HDMI angeschlossen werden, ein weiterer über USB-C

Schade:

Noch kein Wi-Fi 6 oder Bluetooth 5.x
Kein Rettungsmedium dabei, sprich: weder Boot-Stick, noch Seriennummer von Windows 10, lediglich das vorinstallierte 10 Pro. Da muss der Kunde selbst ran.

Neutral:

Beelink gibt’s mit seinen Gadgets schon länger auf diversen Märkten, scheint aber noch nicht die Größe zu sein, das zeigt auch ein Blick in das Forum.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Wenn es so ein kleiner Formfaktor sein sollte dann würde ich eher zum Mac Mini M1 greifen (wenn das OS nicht zwangsweise Windows sein muss). Der M1 hat zumindest im Geekbench quasi die doppelte CPU Leistung und bleibt sicher flüsterleise. Einzig der Preis ist wohl etwas höher, dafür hat man das rundere Gesamtpaket.

    • Das Teil habe ich mir vor ein paar Tagen für gut 600 Euro geschossen, es ist wirklich ein rundes Paket mit maximaler Performance/Watt.

    • Ja, würde ich auch machen. Ist tatsächlich aber Äpfel / Birne, wenn es um eine Zielperson geht, die explizit Windows in der Form nativ auf einem solchen Rechner möchte.

  2. Wie sieht es denn mit dem Stromverbrauch aus?
    Zum Vergleich: Ich hatte mir im Laufe des letzten Jahres ein MSI Cubi 5 Barebone PC (Intel Core i5 U-Processor der 10. Generation) besorgt und ordentlich mit RAM und SSD bestückt und nutze diesen nun als Proxmox Server, der 7 Linux Container und 1 VM dauerhaft am Laufen hat und dabei im Schnitt 10 W verbraucht. Die Grafikkarte ist zwar neben Office-Anwendungen nicht zu gebrauchen, aber bei einem Server auch nicht notwendig…

  3. Kein HDMI 2.1, kein Infrarot und das war’s schon um sich als neuer HTPC für zu disqualifizieren.

    Wir haben halt das Jahr 2022, man darf inzwischen etwas anspruchsvoller sein.

  4. Ich kann als alternative den Asrock DeskMini X300 empfehlen. Der ist zwar nicht ganz so gut ausgestattet, kostet aber auch wesentlich weniger. In meinem steckt ein Ryzen 5600G, 32GB DDR4 und eine 500GB NVMe und hat knapp 500€ gekostet

    • Der x300 läuft hier bei mir auch seit nem guten Jahr leise und rund (Ryzen 3400g, 16GB RAM und 500GB SSD).
      Nur muss man zugeben, dass der hier vorgestellte Rechner deutlich kompakter ist – zudem komme ich bei deiner Ausstattung schnell auf knapp 600€ auf Geizhals (einfach mal auf die Schnelle die günstigsten Produkte genommen) – und das ohne Windows-Lizenz und Arbeitsaufwand und Garantie…

      Daher ist der Beelink hier eigentlich sehr fair.

  5. Hast Du mal ein Bild, das den PC hinter dem Monitor befestigt zeigt?

    Im Übrigen bin ich auf der Suche nach einem Mini-PC, dessen Stromversorgung über USB-C erfolgt, so dass mit einem geeigneten Monitor lediglich ein USB-C-Kabel zwischen Monitor und Mini-PC erforderlich ist, um den PC mit Strom und Bildschirmsignal zu versorgen.

  6. Nett. Ich schwanke seit geraumer Zeit, ob ich meinen NUC8i5 aktualisieren soll. Der Lüfter pustet mitunter doch ganz schön bei diversen Anwendungsprogrammen, ein 6- oder 8-Kern-Ryzen wäre schon ein Verbesserung ggü dem Notebook-Vierkerner, und es wäre nett, ein wenig mehr GPU-Power zu haben, um zB Civ IV oder Europa Universalis IV flüssiger spielen zu können.

  7. Habe seit Jahren eine Zotac zbox ad02 (glaube mit nem Celeron) unter debian laufen, ohne GUI, brauche den nur als Backup Server (mit BackupPC) und für ein paar tägliche Skripte (also ohne GUI), würde jetzt aber doch gerne auf was mit 64 bit umsteigen, hat da jemand aktuelle Erfahrung?

  8. Würde den mir gerne kaufen. Ist nur die Frage ob Intel i5-1035G4 oder AMD Ryzen7 3750H besser ist. Vielleicht kennt sich ja jemand aus.

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