Android Oreo Go Edition: Smartphones bald verfügbar, Google verspricht Geräte für 50 Dollar

10 Jahre wird Android dieses Jahr alt, in dieser Zeit hat sich viel getan. Google hat von Anfang an einen schwierigen Ansatz verfolgt, höchste Kompatibilität mit verschiedenster Hardware. Die Problematik, die sich daraus ergeben hat, kennt heute jeder. Updates kommen schleppend, wenn überhaupt, jede neue Android-Version erfordert außerdem immer mehr Rechenpower, um geschmeidig zu laufen.

Mit Android One hat Google bereits vor Jahren ein Programm gestartet, das eine angepasste Android-Version beinhaltet, aber auch spezielle Apps, die weniger leistungshungrig sind und weniger Daten verbrauchen. Das hat Google dieses Jahr mit Android Oreo in der Go Edition quasi neu aufgelegt. Passend dazu auch bereits einige abgespeckte Google-Apps veröffentlicht.

Nun werden nächste Woche die ersten Smartphones mit Android Oreo Go Edition vorgestellt und Google stellt sehr günstige Geräte in Aussicht. Da die Go Edition nur 1 GB RAM benötigt und auch sonst eher leicht zu befriedigen ist, was die technische Ausstattung angeht (anders als bei den für Formen empfohlenen Geräten), wird es eben auch billiger.

Die Gerätepreise sollen auf 50 Dollar fallen. Natürlich wird man dafür kein Flaggschiff-Gerät bekommen, aber darauf ist das alles auch gar nicht ausgelegt. Vielmehr soll Android One weiterhin in den Ländern vertrieben werden, in denen es eben noch keinen gesättigten Markt gibt, Länder, die wirtschaftlich nicht so gut aufgestellt sind.

Das Gute an der Android Oreo Go Edition: Es sind drei Jahre Sicherheit-Updates garantiert. Und auch System-Updates wird es zeitnah geben, das Programm ist extra dafür ausgelegt. Damit haben die 50-Dollar-Smartphones so manchem Flaggschiff zum zehnfachen Preis durchaus etwas voraus. Mal sehen, ob es so günstige Geräte auch nach Europa schaffen werden, ich glaube schon, dass es auch hier einen Markt dafür geben würde.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Also bekommen 50€ Geräte bessere Updates als 90%+ der Geräte am Markt … aber naja den Normalo Interessieren Updates ja genau Null dementsprechend werden sie auch umgesetzt.

  2. Muss man Mal schauen, ob es im Einsteigerbereich eine Alternative wird. Bisher sind die in Deutschland erhältlichen Android One Geräte ja eher untere Mittelklasse und im Einsteigerbereich gibt es eigentlich nur Chinaphones wenn man ein gutes Preis Leistungs Verhältnis will.

  3. Wäre interessant ein High-End Gerät mit Android Go zu sehen.
    Ein entschlangtes System kann ja eigentlich nur die Flüssigkeit und die Akkulaufzeit verbessern!

  4. @Franz,

    da ist was dran, zumal sich alle anderen App-Entwickler vermutlich inzwischen an X GB RAM und internen Speicher gewöhnt haben, wenn ich mir anschau, wie lange selbst CandyCrush auf meinen 1GB Quadcore Honor Holly lädt, dürften diese Sparbrötchen dann wirklich nur für die Minimalazstattung an Apps reichen. Zumal mal dank völlig aus dem Ruder laufender App-Größe inzwischen selbst mit 16 GB internem Spericher schon an Grenzen stößt.
    Meine Eltern haben Moto Gs der 1. Generation und seit Anbeginn der Zeit die gleichen Apps drauf. Die 8GB interner Speicher ohne Erweiterungsmöglichkeit über SD laufen inzwischen aber völlig über. Ohne regelmäßiges Leeren von Cash und Fotos geht kein Update mehr durch.

  5. @sacha, caschy:
    Bin gerade etwas verwirrt bzgl „Android One“ und „Android Go“.

    Hier in diesem Artikel steht: „[..] Android One hat Google bereits vor Jahren ein Programm gestartet, das eine angepasste Android-Version beinhaltet, aber auch spezielle Apps, die weniger leistungshungrig sind und weniger Daten verbrauchen. Das hat Google dieses Jahr mit Android Oreo in der Go Edition quasi neu aufgelegt. Passend dazu auch bereits einige abgespeckte Google-Apps veröffentlicht.[…]“

    Also verstehe ich Android One ist eine Light Version von Android und heist jetzt Android Go.

    In dem Artikel von Caschy steht, dass „Android One“ quasi ein Vanilla Android mit gelebtem Update Versprechen ist.
    https://stadt-bremerhaven.de/nokia-7-so-soll-das-android-smartphone-aussehen/

    So habe ich es eigentlich auch verstanden. Was ist denn jetzt an Android One angepasst?

    • Nein das stimmt so nicht!
      Android One heißt nur das Programm von Google für Geräte mit Stock Android. Die Geräte haben aber immer ein vollwertiges Android System installiert!

      Android Go dagegen ist sowohl ein Programm (Sicherstellung von Updates, Stock Android, usw.) als auch eine Light Version von Android.

      Wie „Light“ diese Version aber wirklich ist muss sich aber erst noch zeigen. Momentan sind mir keine Einschränkungen bekannt und alle Apps sollten funktionieren. Das heißt man kann sich auch die normale Gmail App Version installieren wenn einem die Go Version nicht passt.
      Für mich hört sich Android Go eher an eine optimierte und nicht eingeschränkte Android Version an.
      Ich denke auch High-End Geräte würden gut von dieser Version profitieren!

  6. Alexander Mauß says:

    @Sascha Ostermaier: Sollte es in deinem Artikel nicht immer Android Go heißen – auch wenn du Android One schreibst?

    Die Verwendung beider Begriffe in dem Artikel finde ich doch eher verwirrend… folgenden Artikel aus dem Google Blog finde ich da hilfreich: https://www.blog.google/products/android/best-android-and-google-android-oreo-go-edition-and-android-one/

  7. Formen = Firmen, bitte mal korrigieren. 😉

  8. An sich sehr interessant für ein ‚basic‘ Smartphone. Back to the roots, warum nicht, wenn’s gut gemacht ist…

  9. Hat alles auch denk ich mit der Google Bloatware hier zutun – die versuchen halt 8GB Geräte für 50 Euro zu verscherbeln wenn 16GB im 100 Euro Segment mit Android One zum Standard werden – bei 8GB muss halt die ganze Bloatware und das System kleiner werden als bei der Standard Version

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