Nexus Q: nicht mehr zum Verkauf verfügbar

17. Januar 2013 Kategorie: Android, geschrieben von: caschy

Ich bin ein reiner Hellseher. Seit heute ist der Medienstreamer Nexus Q nicht mehr zum Verkauf verfügbar. Sicherlich nicht, weil das Gerät so ein Erfolg war, sondern weil es sich zum Zeitpunkt der Vorstellung um eine Graupe handelte, für die wohl nur Leute mit Goldesel im Keller 279 Dollar ausgeben würden. Die Idee hinter dem Gerät war eigentlich super; unter der Haube schlummert ein vollwertiger Android-Rechner mit 16 GB Speicher, 1 GB RAM, WLAN, Bluetooth, microHDMI, TOSLink, LAN (10 / 100), WLAN, Klinke und NFC.

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Alles was ein Streamer so benötigt – könnte man meinen. Problem? Das Ding konnte zum Marktstart nichts. Nur Cloudstreaming a la YouTube und Co. Quasi das, was ich mit einer Google TV-Box auch machen kann, für nicht einmal die Hälfte des Geldes.  Im August 2012 gab man dann bei Google bekannt, dass man das Gerät erst einmal zurückzieht, weil man es verbessern wolle. Die aktuelle Statusmeldung scheint zu heißen: man hat das Nexus Q zu Grabe getragen. Wir sollten uns aber vor Augen halten, dass die Entwicklerkonferenz Google i/0 im Mai 2013 stattfindet.

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Da werden wir sicherlich nicht nur Android als solches sehen, sondern auch Techniken, die sich mit dem Streamen von Medien auf diverse Endgeräte wie Lautsprecher, TV und Co befassen. Und wer weiss: vielleicht zaubert Google mal mehr als eine halbgare Streaming-Lösung aus dem Hut. Denn der Kunde will nicht nur Cloud, der will sicherlich auch lokale Medien abspielen können. (via)

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Über den Autor: caschy

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13 Kommentare

Heye 17. Januar 2013 um 21:02 Uhr

Wirklich schade, da hätte ich mich sehr drüber gefreut. Für Google sollte es doch eigentlich kein Problem sein, so ein Projekt durchzuziehen. Waren sie am Ende vielleicht selber gar nicht so überzeugt von ihrer Idee?
Jedenfalls bin ich umso mehr gespannt auf die Google i/O!

manuel 17. Januar 2013 um 21:14 Uhr

Hellseher musste man dazu nicht sein, wurde ja relativ schnell zurück gezogen und dann war Ruhe um das Produkt ;)
Die Entwicklungen vom Nexus Q sind in Google TV aufgegangen.

info 17. Januar 2013 um 21:19 Uhr

Wirklich überzeugt hat mich bisher nur die WDTV-Serie. Das ist Smart-TV so wie es sein sollte: 2 USB-Ports, Composite und HDMI, und an Formaten spielt es alles ab – dank regelmäßiger Software Updates.

Apple-TV wäre evtl. interessant für Airplay, aber diese Google-Kugel hab ich bereits nach 1 Woche wieder aus meinem Gedächtnis gestrichen.

Jedder 17. Januar 2013 um 21:19 Uhr

Das Ding war/ist sowas von überdimensioniert was die Hardware betrifft dass es nie ein Erfolg hätte werden können, nicht zu dem Preis. Und günstiger ist wohl nicht drin.
Mag ja sein dass es ein oder zwei Leute gibt die Android am TV nutzen wollen, aber die Masse sicher nicht. Die wollen Filme und Musik aus dem Netzwerk streamen, eventuell mal was aus der Cloud abspielen, das kann man aber um einiges günstiger bewerkstelligen.

Mike 17. Januar 2013 um 22:05 Uhr

Würd nicht sagen, dass es technisch überdimensioniert ist, eher ein Mangel an Features. Der Formfaktor gefällt mir z.B. sehr gut und ich hätte da gern XBMC drauf gemacht – Cloud kommt für mich nicht in Frage.

elknipso 17. Januar 2013 um 23:26 Uhr

Das war von Anfang an klar, dass das nichts werden konnte.

Sowas kann nur Erfolg haben wenn es zum einen Zugriff auf ein riesiges Medienangebot zu fairen Konditionen bietet, und zum anderen auch die gängigen lokalen Mediendateien unterstützt.

Sven 18. Januar 2013 um 07:30 Uhr

XBMC und Media Player die alles spielen geht doch auch sehr gut auf Android Sticks, wie dem MK808/MK808B mit Rockchip Dual Core CPU für weniger als 50 Euro.
Und mit den verfügbaren Apps bietet Android wirklich genug Möglichkeiten für Streaming Inhalte.
Da ich den TV Stick fast nur als Mediaplayer nutze, werde ich demnächst sicher auch den GK802 mit Freescale Quad Core CPU testen, das heißt wenn vorher nicht die OUYA ins Haus kommt ;)

netzartiger 18. Januar 2013 um 09:29 Uhr

Also eins muss man Apple lassen… Hier geht es immer irgendwie weiter. Bei Google muss man echt langsam Angst haben wenn man anfängt ein Produkt, egal ob Hard- oder Software zu nutzen. Schade irgendwie… Ein bisschen mehr Konkurrenz könnte Apple schon gebrauchen.

Sven 18. Januar 2013 um 10:31 Uhr

Diese Aussage ist Blödsinn. Für welchen Hersteller macht es Sinn, ein erfolgloses Produkt weiter herzustellen? Das macht es für kein gewinnorientiertes Unternehmen, also erst recht nicht für Apple.
Gerade Apple, bei denen auch nur der Aktienkurs von Interesse ist…

Sven 18. Januar 2013 um 12:18 Uhr

Also ich würde gern ein solches Gerät mit XBMC sehen. Die OUYA kommt ja bald, die werde ich mir dann holen. Aber ich fand das Aussehen der Nexus Q so geil. Wie aus einem Alien Film. Momentan versucht man die Boxen immer zu verstecken, hinter dem TV oder ähnliches, aber die Nexus Q hätte man so platziert das jeder sie sieht. Und das wäre mir eventuell sogar das Geld wert gewesen :)

Sven 18. Januar 2013 um 12:25 Uhr

Eigentlich war es zu erwarten.
Schon gibt es auf ebay Idioten, die anbieten, RARE Google Nexus Q.

Aleksandar 18. Januar 2013 um 12:27 Uhr

Das Design hat was. 1a,
Der Rest wirkt wenig durchdacht (Konzept, Features, Preis) und die Umsetzung einfach nur diletantisch (großartig anpreisen, eine handvoll “verkaufen”, zurückziehen und am Ende keine Lust mehr). Einer so großen Firma wie google unwürdig.


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