Testbericht Dreame Bot Z10 Pro: Staubsaugerroboter mit Absaugstation

Der Dreame Bot Z10 Pro war bei mir in den letzten Wochen unterwegs, um meine Bude zu reinigen. Es handelt sich bei diesem Gerät um einen Staubsaugerroboter, der auch Wischen kann. Als Besonderheit bringt er eine Absaugstation mit. Mittlerweile unterscheiden sich viele Geräte der Oberklasse schon nicht mehr großartig, sodass die Hersteller immer mehr bieten wollen. Bei den Staubsaugerrobotern sind es dann kleine technische Finessen oder eben jene Absaugstationen.

Falls jemand das Unternehmen Dreame noch nicht kennt: 2015 gegründet, fokussierte man sich bei Dreame auf Reinigungsgeräte und trat Ende 2017 der Xiaomi Ecological Chain bei. Dreame baut nicht nur für seine eigene Marke Staubsauger, sondern auch für Xiaomi, die wiederum in Dreame investiert haben. Das hat einen – aus meiner Sicht – großen Vorteil, zu dem ich später noch kommen möchte. Zuerst einmal lasse ich die nackten Daten sprechen, denn die verraten schon vieles, wobei natürlich gilt: „entscheidend ist auf dem Platz“.

Typ

Staubsaugerroboter mit Wischfunktion

Leistung

Nennleistungsaufnahme: 46 W

Akku-Typ: Li-Ion

Akku-Kapazität: 5.200 mAh

Akku-Spannung: 14,4 V

Akku-Laufzeit: BIS 2,5 h

Akku-Ladezeit: 3 h

programmierbar

4.000p a

Farbe

schwarz

Aktionsradius

2 cm Stufen können überwunden werden

Staub-/Flüssigkeitsvolumen

Staubbehälter-Volumen: 0,4 l

Flüssigkeitsbehälter-Volumen: 150 ml

Absaugstation: 4 Liter

Filterung

inkl. HEPA

Ausstattung

Wischfunktion

App-Steuerung

No-Go-Zonen

 

Abmessungen (B x H x T)

35,0 x 9,7 x 35,3 cm

Gewicht

3,7 kg

Der Dreame Bot Z10 Pro  kommt in einem großen, viereckigen Karton daher, der locker 3 Staubsaugerroboter hätte aufnehmen können. Dies ist der Absaugstation geschuldet und der Tatsache, dass wirklich alles gut verpackt bei mir ankam. Ob Absaugstation oder Roboter selbst, alles ist tipptopp verarbeitet. Die Absaugstation saugt dem Dreame Bot Z10 Pro  von unten den Dreck aus dem internen Schmutzauffangbehälter. Der Roboter fährt dazu auf die Station, das sieht ein bisschen aus wie eine Rampe. Das hat auch den Vorteil, dass ein eventuell angebrachtes Wischtuch nicht einfach auf Parkett oder Laminat liegt. Es gibt Roboter mit Station, die von hinten angesaugt werden und keinen „Boden“ unter den Füßen haben.

Das Ganze ist schnell eingerichtet. Netzteil in die Absaugstation stecken und diese irgendwo platzieren. Nicht selbstverständlich: Auf der Rückseite befindet sich ein Kabelmanagement. Die Absaugstation muss mit einem Beutel versehen werden, das kann Zusatzkosten bedeuten. Schön wäre hier die Möglichkeit gewesen, etwas zu verbauen, was beutellos arbeitet. Knapp 400 ml passen in den Schmutzauffangbehälter, also ist nach 10 Entleerungen der Beutel voll. Wobei man vermutlich 4 Liter Dreck so flott nicht aufsaugt.

Kommen wir zu einem großen Vorteil des Dreame Bot Z10 Pro, den ich oben ansprach. Der Staubsaugerroboter lässt sich in der App Xiaomi Home einbinden. Falls ihr da schon Produkte habt, seid ihr bereits bestens im Bilde. Falls nicht, ebenfalls kein Problem. Die App taugt definitiv, ich selbst kenne sie schon lange, da auch verschiedene andere Sauger, darunter welche der Marke Roborock, eingebunden werden können. Viele Hersteller müssen da eigene Apps schustern, was manchmal in einer echten Katastrophe mündet. Hatte ich schon einige Male gesehen: tolles Produkt, mistige App. Das ist bei Xiaomi Home meiner Ansicht nach nicht der Fall.

Nach der ersten Erkundungsfahrt solltet ihr im besten Fall eine Karte des Geschosses, bzw. eurer Wohnung haben. Sollte der Roboter Räume nicht getrennt haben, so könnt ihr diese selbst festlegen – oder auch zusammenführen. Dass man sich ein paar Minuten mit der Karte beschäftigt, dürfte klar sein. Man legt Räume fest, kann dynamische Routen planen, virtuelle No-Go-Zonen einrichten und einstellen, dass bei angestecktem Wischer kein Teppich gewischt wird. Ebenfalls lassen sich auf Wunsch bestimmte Bereiche reinigen und auch eine Fernbedienung steht über die App zur Verfügung.

Die App lässt euch auch Reinigungszeiten planen, ebenfalls ist die Saugstärke und die Wasserzuführung einstellbar. So kann man beispielsweise die Fliesen in der Küche ordentlich nass wischen, das Laminat dann aber nur mit wenig Feuchtigkeit abziehen. Zusätzlich kann man in den Einstellungen festlegen, dass der Sauger auf Teppichen seine volle Leistung ausspielt. Vermutlich schaut ihr auch direkt in die automatische Entleerung, denn sonst hättet ihr euch keinen Sauger mit Absaugstation gekauft: da könnt ihr einstellen, wie häufig der interne Schmutzfang entleert wird. Das kann nach jedem Saugen geschehen, aber auch nur jedes zweite oder dritte Mal. Geschieht dies, wird’s richtig laut, denn die Absaugstation zieht unten alles raus.

Ich schrieb es schon einige Male: Wir haben hier im Haus viele schwarze Fliesen, glänzend und matt, dazu einige Läufer. Man sieht alles, was aber nicht wirklich schlimm ist. Ich habe mich an den Staubsaugerroboter gewöhnt und bin dementsprechend nicht genervt, wenn in der sauberen Küche mal etwas auf den Fußboden fällt.

Ganz im Gegenteil, ab und an fege ich was von der Arbeitsfläche, weil ich weiß, dass der Roboter gleich fährt. Ich hatte bislang keine Roboter von Dreame im Einsatz, habe mit diesem Modell aber schon einen der Favoriten für mich gefunden. Der Roboter (arbeitet mit Lidar und hat eine zuschaltbare 3D-Hindernisvermeidung) fuhr (bislang) fehlerlos durch meine Bude und reinigte alles weg, was sich ihm in den Weg legte. Dabei ging er äußerst rücksichtsvoll mit seiner Umgebung um. Allerdings muss man natürlich festhalten: Letzten Endes bekommt man beim Wischen eher ein Staubwischen hin als ein echtes Wischen. Der Robo zieht einen Lappen hinter sich her, der vermutlich von den meisten Nutzern nur nach jeder ganzheitlichen Reinigung gewechselt wird. Der fehlende Druck auf alte Flecke bedeutet auch hier: So eine Lösung kann gar nicht alles wegwischen, bei starken Verschmutzungen wie eingetrocknetem Ketchup oder so müsst ihr per Hand ran.

Der Dreame Bot Z10 Pro, der sich auch über den Xiaomi-Skill mit Alexa beschwören lässt, hat für mich persönlich sehr gründlich und gut gearbeitet. Die Akku-Laufzeit wird mit bis zu 2,5 Stunden angegeben, hier solltet ihr aber eher mit weniger planen. Je nach Leistung und Umgebung kann das auch gerne mal geringer ausfallen. Hindernisse bis zu 2 cm sind kein Problem, Haare sollten es auch nicht sein. Sollte der Staubsaugerroboter seine Arbeit nicht zu Ende erledigt haben, so lädt er wieder auf und beendet dann seine Arbeit – sofern der Zeitpunkt, an dem er aufgeladen ist, nicht in eine Sperrzeit (Nicht stören) fällt.

Eine Art Fazit? Nun gut, bislang bin ich ohne Absaugstation ausgekommen. Werde ich in Zukunft vermutlich weiterhin. Für Anwender, die das anders sehen ist so eine Station allerdings ein weiterer Schritt in die Richtung „da muss ich mir keinen Kopf drüber machen“. Man hat viel länger nichts mit dem Sauger und der Reinigung zu tun, muss aber Folgekosten für die Beutel einplanen. Für mich persönlich ist der Dreame Bot Z10 Pro ein echt gelungenes Komplettpaket, welches mich angenehm überraschte. App, Verarbeitung und Arbeitsergebnis, das war einfach stimmig für mich. Den Dreame Bot Z10 Pro gibt’s ab Mitte August auch in Deutschland, Cyberport listet Sauger und Station derzeit für 549 Euro, zum Start wird’s sicher einige Aktionen bei Händlern geben, ich gebe dann noch einmal Bescheid.

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10 Kommentare

  1. Für mich als Hundebesitzer ist die Absaugstation Gold wert – unser Rocky läuft jeden Tag, und ich muss jeden Tag den Schmutzbehälter leeren, weil er voll ist – wofür der große Miele Steckdosenstaubsauger zum absaugen daneben steht. Das könnte ich mir sparen. Und wir haben nur eine 82qm Bude

  2. In den Screenshots der App kann ich sehen dass ein Plan der Wohnung/Haus durch den Bot aufgenommen wird. Wie sieht es mit dem Sendeverhalten der App aus, verbleibt der Grundriss auf dem Telefon oder wird dieser versendet?

  3. Wie verhält sich der Roboter mit Abgründen? Ich habe die Treppen zentral liegen zwischen Küche und Wohnzimmer. Also von zwei Seiten aus könnte das Gerät direkt in den Keller absteigen. Wenn das Gerät den Abgrund nicht erkennen würde, wäre das ein teurer Fall.

  4. Kaktus317 says:

    Wäre interessant, ob es die Absaugstation dann auch einzeln zum Nachkaufen geben wird, falls man sich den L10 schon geholt hat?

  5. Wie ist denn die Saugleistung im Vergleich zum Roborock S6 MaxV? Kommt der Z10 gut mit Tierhaaren klar?

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