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Outlook.com: ein Rundgang durch den Kalender

Endlich ist es soweit: Microsoft hat den neuen Kalender für Outlook.com für alle ausgerollt, vorbei die Zeiten der 90er-Jahre Optik. Zeit für mich, mal einen kleinen Rundgang durch das zu machen, was Microsoft uns da zeigt – den Mailer Outlook.com habe ich ja auch mal unter die Lupe genommen. Wie es mit meiner Kalendernutzung so steht? Ich nutze selten einen Kalender, meistens tatsächlich nur den Google Kalender, wenn irgendwelche Messen oder Reisen sind, ebenfalls lasse ich mir Geburtstage anzeigen. Das war es dann aber auch. Ich bin selten bis nie in irgendwelchen Besprechungen und Terminen, sodass ich mit relativ wenig zufrieden zu stellen bin.

Kalenderansicht

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Schauen wir uns erst einmal den Kalender optisch an. Mir persönlich gefällt die Ansicht sehr, sie lässt sich unterscheiden in Tag, Woche, Monat, Agenda und Aufgaben. Neben den reinen Terminen werden euch noch die Wettervorhersagen der nächsten Tage angezeigt.

Outlook.com Kalender

Per Klick auf einen Tag wird auch gleich das Erstellen eines Termins angeboten. Hier findet man den Namen des Termins, die Zeitangabe und den Kalender. Hier kann man also schnell einen Termin erstellen, wer es detaillierter mag, der  klickt auf „Details anzeigen“, um noch mehr zum Termin einzutragen.

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Dies betrifft dann zum Beispiel den Ort, die Zeitzone, etwaige Wiederholungen und dir Erinnerung per Mail und Co. Hier findet man auch direkt die Möglichkeit, Teilnehmer zu einem Termin einzuladen, diese können direkt aus dem Adressbuch gewählt werden. Ein Status informiert über die Zusagen:

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Soweit alles easy, einfach und überschaubar. Auch die Einstellungen des Kalenders können sich sehen lassen. Hier lassen sich verschiedene Kalender mit Symbolen und Farben anzeigen, was vielleicht bei der Trennung von privat und beruflich sinnvoll ist.

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Auf dieser Seite kann man auch das Teilen des Kalenders einstellen. Hier kann man dann den Kalender direkt mit speziellen Personen teilen, oder man kann den Kalender über eine private Adresse mitteilen. Unter den Links findet man zum Beispiel die ICS-Adresse des Kalenders oder die Feed-Adresse der XML-Datei.

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Beim Teilen des Kalenders könnt ihr noch unterscheiden, welche Rechte ihr vergebt.

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Ein schlanker Kalender, der für mich eigentlich ausreichen würde. Termine und Aufgaben könnte ich damit verwalten. Wer allerdings etwas mehr zu tun hat, der wird vielleicht diverse Punkte vermissen. Die Agenda mal eben ausdrucken? Kann man vergessen. Nicht mal als PDF-Druck über den Browser kommt etwas dabei heraus.

Bewegen wir uns nun weg von der Weboberfläche, kommen wir zu wichtigen Punkten: der Nutzung abseits von Windows und Web. Kann ich im Browser Chrome unter Mac OS X den Kalender nutzen? Natürlich! Kann ich den Kalender in Outlook 2013 und in der Windows 8 Kalender-App nutzen? Natürlich! Lesend und schreibend!

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Der Outlook-Kalender auf dem iPhone? Kein Problem. In den Einstellungen des iPhone oder des iPads lässt sich direkt ein neues Hotmail-Konto anlegen, welches Mails oder auch den Kalender lesend und schreibend bearbeiten kann. In nicht einmal zwei Minuten eingerichtet und einsatzbereit.

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Doch wie sieht es mit Mac OS X aus? Schlecht! Hier gibt es einfach keinen Support für Hotmail. Die Eingabe über Exchange? Führt ins Leere, will nicht korrekt funktionieren. Abhilfe? Nur lesend. Wie oben beschrieben: Kalender-Adresse freigeben (ICS) und diese als Kalender abonnieren unter OS X.

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Hier wird eine Adresse ausgegeben, die mit webcals:// beginnt, diese einfach durch https:// ersetzen. Nicht vergessen, den Aktualisierungsintervall niedrig zu stellen!

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Android? Absolut kein Problem. Die für den Mailer Outlook.com konzipierte Hotmail.com-App ist nicht wirklich optisch gut gelöst, bietet aber an, direkt den Kalender von Android zu synchronisieren. Termine abfragen und erstellen funktioniert ohne Probleme.

Android

Microsoft ist ein guter Kalender für den normalen Benutzer gelungen. Professionelle Anwender werden vielleicht weiterhin auf komplexere Lösungen wie Outlook 2013 setzen, der Web-Benutzer findet fast alles, was er benötigt. Gelungener Relaunch. Wermutstropfen? Durch das proprietäre Protokoll schauen Mac-Benutzer derzeit in die Röhre.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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36 Kommentare

  1. @klubkola,
    der große Vorteil von outlook.com gegenüber GMail ist, dass es (wie bis vor kurzem auch GMail) per Exchange ActiveSync mit Mobilgeräten synchronisiert werden kann. Da das ein MS-Protokoll ist, gehe ich hier auch von einer zukünftigen Unterstützung von EAS aus. Da bei Smartphones im Business-Bereich EAS unumgänglich ist, kann man zumindest von allen großen mobilen Betriebssystemen eine Unterstützung von EAS erwarten, was bei CardDav und CalDav augenscheinlich nicht der Fall ist.
    Wenn man mit mehr als einem Kalender arbeitet.

    Die outlook.com App wird bei Android nur benötigt, wenn man mehr als einen Kalender synchronisieren will, dummerweise schiebt MS automatisch alle Geburtstage in einen gesonderten Geburtstagskalender, so dass man diesen für alles nutzen muss wenn man nur einen Kalender nutzen will. Wenn man die Mail App von Android nutzt, kann man als Absender auch einen Alias des Kontos verwenden. Diese Möglichkeit hat sich mir anfangs nicht intuitiv erschlossen.

  2. @sibbl, @caschy:

    Das hat auch einen Grund: Microsoft Exchange *ActiveSync* ist ausschließlich für die Synchronisation mit mobilen Geräten vorgesehen. Für Desktop-Clients mit Exchange-Unterstützung (Outlook, Apple Mail usw.) benötigt man ein vollwertiges (Hosted-)Exchange-Postfach, z.B. das aus Office 365.

    (Einzige Ausnahme: wie Chris bereits geschrieben hat, benötigt man für Outlook 2013 plus Hotmail/Outlook.com offenbar kein zusätzliches Tool mehr.)

    • @Nachtlagerist: ich würde von „war vorgesehen“ sprechen, immerhin hat die Mail-App von Windows 8 von Haus aus Exchange-Support dabei, der bei mir auch für vollwertige Exchange-Postfächer funktioniert. Mac ja auch, allerdings nur nicht mit Unterstützung für die outlook.com-EAS-Version.

  3. Ich find die neue Oberfläche auch sehr gelungen. Einzig die Möglichkeit Zeitspannen als Ansicht zu definieren vermisse ich ein wenig. War bei alten Kalender sehr nützlich wenn man mal ne Geburtstagsubersicht des Jahres haben wollte

  4. Richtig schick die neuen Microsoft-Dienste. Hät ich denen gar nicht zugetraut.
    Könnte sich Google echt mal ein Beispiel nehmen.

  5. Schöner Relaunch. Jetzt bitte nur diese furchtbare Android-App überarbeiten. Die sieht aus wie zu Android Cupcake Zeiten… 😉

  6. @sibbl: Nein, „ist vorgesehen“ ist schon ganz richtig. Du sprichst davon, dass die Apps unter Windows 8 und Mac OS X „auch“ vollwertige Exchange-Postfächer unterstützen. Aber eben das ist der gedankliche Fehler hierbei. Denn diese Apps „sind“ für vollwertige Exchange-Postfächer gedacht – und NICHT für Mail-Adresse, die Exchange ActiveSync unterstützen!

    Dann schreibst Du noch, die Mac-App unterstütze „allerdings nur nicht“ die outlook.com-EAS-Version. Das ist auch falsch: die App (sowie alle anderen Desktop-Clients, die Exchange haben) ist nämlich überhaupt gar nicht dafür gedacht, solche Adressen zu unterstützen!

    ActiveSync ist nur der kleine Teil von Exchange, der Smartphones und Tablets mit dem Server synchronisiert. Das geben einige Anbieter quasi gnädigerweise mit dabei, damit ihre User ihre Telefone synchronisieren können, mehr nicht.

    Um Microsoft Exchange unter richtigen Desktop-Clients wie Outlook (bis 2010) oder Mail unter Mac OX X so zu nutzen, wie es gedacht ist, braucht man in jedem Fall ein vollwertiges Exchange-Postfach. Und das gibt es nicht kostenlos. Mail-Adressen, die nur ActiveSync haben (Outlook.com, Google usw.), reichen da nicht aus. Hier ist das ActiveSync-Protokoll nur und ausschließlich für die mobile Nutzung gedacht, aber nicht für Desktop-Clients.

    Auch wenn MS in Hinsicht auf die Windows 8-App und Outlook 2013 gerade einen anderen Weg geht ändert das nichts daran, dass man sich z.B. eben auf dem Mac NICHT mit einer EAS-Adresse (egal ob von Google, MS oder sonst wem) via „Microsoft Exchange“ anmelden kann. Da wird immer ein echtes, komplettes Exchange-Postfach notwendig sein.

    Zusammengefasst: „Microsoft Exchange ActiveSync“ ist bei einigen Anbietern kostenlos dabei, ist aber nur für das Synchronisieren mobiler Clients gedacht und nicht für das, was Caschy oben versucht hat. Dafür braucht man den großen Bruder „Microsoft Exchange“. Der hat auch „ActiveSync“ dabei, kostet Geld, kann dafür aber ALLES (Smartphone UND Desktop)!

  7. @Basti: funktioniert nicht.

  8. Thomas H. says:

    Mir fehlt im Outlook.com-Kalender die Suchfunktion. Google als Suchmaschine hat die natürlich integriert. Ich hatte gehofft, MS baut diese Funktion bei der Umstellung des alten Hotmail-Kalenders gleich mit ein, konnte sie aber nicht finden. Es kommt schon häufiger vor, daß man nach Terminen und Einträgen in Zukunft oder in der Vergangenheit suchten muss.

  9. @cashy: mal meinen tipp mit „snt-m.hotmail.com“ auf’m mac ausprobiert?

  10. @cashy: und das funktioniert auch nicht? wäre ja komisch

  11. Hat schon jemand testen können ob es mit Mac OS X 10.9 alias Mavericks klappt ?

  12. Schade, wohl immernoch keine Lösung in Sicht?!

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