Nike HyperAdapt 1.0: selbstschnürender Laufschuh kommt dieses Jahr

artikel_nike_haFrüher bekamen Kinder, die ihre Schuhe nicht selbst schnüren konnten, solche mit Klettverschluss. Bald sind es dann wohl ein Paar Schuhe von Nike, die können die lästige Aufgabe des Schuhe Zubindens ganz alleine erledigen. Spaß beiseite, natürlich geht es bei Nikes Technologie auf lange Sicht nicht darum, Schuhe ohne Maßnahme des Trägers zuzubinden, vielmehr soll der Schuh auf den Läufer reagieren, völlig automatisch, angepasst an den Lauf. HyperAdapt 1.0 nennt Nike die Geschichte, die so futuristisch klingt, aber bereits Ende des Jahres an den Mann gebracht werden soll.

HyperAdapt 1.0 übernimmt wird aktiviert, sobald der Träger in den Schuh schlüpft und den Sensor an der Ferse betätigt. Der Schuh wird geschnürt. Über zwei Buttons kann der Träger die Stärke des Schnürens steuern, so auf einfache Weise die für ihn perfekte Festigkeit im Schuh erreichen, auch wenn sich die Situation ändert. Einfach kurz den Button gedrückt, schon ist wieder perfekter Halt gegeben. So wie es Marty McFly letztes Jahr bereits tun konnte:

Die selbstschnürenden HyperAdapt 1.0-Schuhe wird es dieses Jahr zum Weihnachtsgeschäft geben, allerdings nur für Nike+-Mitglieder. Aber die Technologie ist erst der erste Schritt, Nikes Ziele sind viel höher gesteckt, entwickelt werden sollen Schuhe, die sich automatisch anpassen, sich dann enger ziehen, wenn der Läufer es benötigt, zum Beispiel bei schnellen Richtungswechseln. Sensoren könnten diese Bewegungen erfassen und dem Schuh die entsprechenden Befehle geben. Dauert sicher noch eine Weile, aber Nike wird das schon schaffen. Verfügbar wird Nike HyperAdapt 1.0 in drei Farben sein, ein Preis wird noch nicht genannt.

Nike_HyperAdapt

Ich bin wahrlich kein Sportler, deshalb meine Frage an die, die Sportschuhe tatsächlich für sportliche Aktivitäten nutzen: Schuhe, die sich nur selbst schnüren, ist das interessant? Oder wird das erst dann für Euch interessant, wenn sie eben auf verschiedene Gegebenheiten reagieren können, so wie es Nike für die Zukunft plant?

(Quelle: Nike)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. So wie ich meine Laufschuhe manchmal rannehme, wäre die Elektronik denke ich bald defekt. (Waschmaschine wenn’s mal ganz dreckig kommt)
    Und was wiegen die Stellmotoren und Akkus? Bei Laufschuhen kommt es auch aufs Gewicht an und da will ich keinen unnötigen Ballast mitschleppen.

  2. Wieder eine Ausrede mehr: Ohh… Heute kann ich wohl nicht laufen gehen, der Akku von meinem linken Schuh ist leer.

  3. Wolfgang Denda says:

    Früher haben die Eltern ihrer Brut die Schuhe gebunden und die so früh wie möglich dazu genötigt, das gefälligst selber zu machen. Klett gab es da noch gar nicht, und nein, ich bin nicht zweihundert Jahre alt.

    Ich sehe bei diesem Technozeugs ein Problem mit der Haltbarkeit, möglicherweise auch störendes Zusatzgewicht.

  4. Sagt mir bescheid, wenn die einen Schuh bringen, der für einen läuft!

  5. Viel zu viel technik!
    Naja, wer’s brauch….

  6. Ich bin zwar auch ein „technisches Spielkind“ im prinzipiell auch für Spielkram zu begeistern, aber sowas halte ich jetzt für sehr unnötig. Zumindest in der aktuellen Form. Wenn das mal in 10 Jahren perfekt funktioniert, können wir gerne wieder drüber reden.

  7. Wolfgang Denda says:

    Der Durchlauf durch die Waschmaschine wird ‚gut‘ von ’schlecht‘ trennen.

  8. Dass richtige Schnürung wichtig ist weiss jeder der regelmässig läuft. Der Schuh da sieht für mich aber nicht wie ein guter Laufschuh aus. Der hat ja nichtmal Löcher für Lace Lock. Falls sich jemand fragt wofür Turnschuhe oft diese mysteriösen extra Löcher haben sollte den Begriff googeln.

  9. Ich sehe ein Problem darin, dass „richtige“ Sportler die Sohlen ihrer Schuhe sehr schnell ablaufen, in unter einem Jahr, teilweise auch in weniger als sechs Monaten.

    Schuhe für solche Sportler haben natürlich ihren Preis, andererseits sind es auch keine Modetreter für 400€. Wer es ernst meint mit dem Sport, wird wohl eher jeden Euro in die Funktionalität stecken, die für den Sport auch wirklich relevant ist.

    Allerdings werden auch die eigentlich als Alltagsschuhe gedachten Sneaker „sportlich“ vermarktet, von daher werden die Leute diese Schuhe evtl. mit den gleichen Hintergedanken kaufen, wie es bei einem ZX Flux oder Max der Fall ist.

  10. @georgehoch
    Auch ein gutes Argument. Ich brauche zwei Paar im Jahr. Ich bestelle einfach die Vorjahresmodelle bei einem Online-Discounter. So kann man billiger mehrere verschiede Modelle „testen“ und mal wechseln. So bin ich auch zu meinem Lieblings-Laufschuh gekommen (Asics Patriot 6) den ich eigentlich für 35 EUR nur mal mitgenommen habe. Im letzten Jahr habe ich mir davon noch zwei Paar auf „Vorrat“ gekauft. Mittlerweile ist er ausverkauft.

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