Netflix will nach Erfolg von „Bandersnatch“ weitere interaktive Serien produzieren

Netflix hat bereits Experimente mit interaktiven Formaten gewagt: Los ging es schon 2017 mit interaktiven Episoden für Kinder – etwa „Der Gestiefelte Kater und das magische Buch“. Letztes Jahr folgte eine Sonderepisode der Serie „Black Mirror“ namens „Bandersnatch“. Offenbar kommen die interaktiven Inhalte bei den Abonnenten sehr gut an. Denn Netflix plant Nachschub.

Der Vizepräsident für Produkte bei Netflix, Todd Yellin, hat jedenfalls bei einer Konferenz in Mumbai erklärt, dass „Bandersnatch“ rund um die Welt ein großer Hit gewesen sei. Man habe offenbar einen Nerv bei seinen Zuschauern getroffen. Darauf wolle man aufbauen und weitere, interaktive Inhalte in Auftrag geben.

Innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre wolle Netflix also definitiv weitere Formate wie eben „Bandersnatch“ ins Rennen schicken. Es werde sich aber nicht zwangsweise erneut um Science-Fiction handeln und es müsse auch nicht erneut eine düstere Serie sein. Yellin könne sich etwa auch eine absurde Komödie oder eine Romanze vorstellen. Beispielsweise sei eine Dating-Serie denkbar, bei welcher der Zuschauer die Wahl habe sich mit unterschiedlichen Charakteren / potentiellen Partnern zu treffen.

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Video-Link: https://youtu.be/VNw9DAwp2Kk

Mich persönlich amüsiert das irgendwo auch: Im Grunde blickt man hier eigentlich zurück in die Vergangenheit, denn das Spielprinzip von „Bandersnatch“ erinnert stark an die ersten, interaktiven Filme, welche zum Aufkommen der damals neuen CD-ROM-Technologie für eine kleine Zeit als potentielle Zukunft der Spieleindustrie galten. Rasch ebbte damals aber der Hype aufgrund der eingeschränkten Interaktionsmöglichkeiten der Spieler ab. Vielleicht erinnern sich aber auch einige von euch an damalige Titel wie „Night Trap“, „The 7th Guest“ oder auch das in Deutschland exzessiv im TV beworbene „Tender Loving Care“.

Jetzt platziert man diese interaktiven Filme und Serien aber schlauer, nämlich als das, was sie sind: Weniger als verkrüppelte Games, sondern mehr als interaktiv aufgepeppte Filme / Serien. Habt ihr denn an weiteren Formaten im Stile von „Bandersnatch“ Interesse? Ich selbst muss mir die Episode noch anschauen, denn als ich einmal damit begann, merkte ich, dass aufgrund der Interaktionsmöglichkeiten doch mehr Aufmerksamkeit notwendig gewesen wäre, als ich in dem Moment bereit war abzugeben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Das war wirklich super „interaktiv“. Ich habe es einfach durchlaufen lassen, darauf hin fällt der Protagonist immer erst die „falsche“ Entscheidung und im zweiten Anlauf die „richtige“. Sprich am Ende kam bei jedem das gleiche Ende raus. Für mich absolut unnötiger Firlefanz. Leider zähle auch ich jetzt zu diesem „Erfolg“, weil ich es zu Ende geschaut habe.

  2. Bandersnatch ist doch ein bisschen verstrickter als man auf den ersten Blick erwartet. Wenn man z.B. das Jobangebot zum zweiten mal annimmt obwohl man weiß das es die Falsche Entscheidung ist wirkt sich dies auf die Geschichte aus.

  3. ich würde mich da mehr über eine 5. Staffel von Black Mirror freuen 😉

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