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Netflix in der Schräglage: Wachstum enttäuscht die Investoren

Netflix verbucht immer noch ein Wachstum, von dem viele Unternehmen nur träumen könnten. Den Anlegern reicht das aber nicht aus. So ist man angesichts des Ausblicks des hoch verschuldeten Streaming-Anbieters skeptisch. Da half auch eine Zunahme des Gewinns leider wenig.

So fiel die Aktie von Netflix vorbörslich temporär um mehr als 10 %. Allerdings hatte die Aktie innerhalb der letzten sechs Monate um 50 % zugelegt, sodass dies sicherlich niemanden in die Bredouille bringen dürfte. Netflix Umsatz stieg nun im zweiten Quartal 2020 im Vergleich mit dem Vorjahr um ca. 25 % – auf 6,2 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn stieg auf 720 Mio. US-Dollar. Rund 193 Mio. bezahlte Mitgliedschaften zählt der Streaming-Anbieter aktuell.

Etwa 10 Mio. Abonnements kamen im zweiten Quartal 2020 dazu. Netflix rechnete mit weniger – die Aktionäre und Analysten allerdings mit mehr. Zumal man an der Börse bei Netflix für die zweite Jahreshälfte wegen der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Rezession mit einem geringeren Wachstum rechnet. Netflix selbst erwartet im dritten Quartal rund 2,5 Mio. neue Abonnenten – die Analysten hoffen auf 5,27 Mio. neue Kunden.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. „Zumal man an der Börde bei Netflix“

    😉

  2. Krümelmonster says:

    Zuerst dachte ich: Typisch Aktionäre. Dann erinnerte ich mich an die zuletzt genannten 12,x Mrd. Dollar Schulden. Sind solche Unternehmen überhaupt darauf ausgelegt worden, mal schwarze Zahlen zu bringen?

    • Schwarze Zahlen darf man nicht mehr sagen, das ist nicht politisch korrekt! 🙂

      • Krümelmonster says:

        Ich dachte immer, wenn es negativ behaftet wäre, dürfe man das nicht mehr?
        Also demzufolge wären rote Zahlen eher problematisch. Natürlich habe ich das nie geschrieben.

        • Nimmt man diesen Scherz ernst, darf man so ziemlich alles nicht mehr, bei dem sich jemand auf der Welt entweder für sich selbst oder stellvertretend für andere betroffen fühlt. Wir haben quasi einen allgegenwärtigen Majestätsbeleidigungs-Paragrafen.

          Was diese Meldung angeht, so zeigt sich mal wieder, dass der ganze Aktienmarkt lieber Spielgeld bekommen sollte, um damit weiter Zocken und über die Maßen hohe Erwartungen und damit einhergehende Enttäuschungen haben zu können, ohne die tatsächliche Wertschöpfung zu stören. Der Gewinn je Aktie hat sich in den letzten Jahren durchaus ordentlich entwickelt. Ich weiß echt nicht, warum die Anleger noch immer denken, eine IT-Bubble wäre auch heute noch eine gesunde Möglichkeit für horrende Dividenden.

        • Nein rote Zahlen sind Politisch auch nicht korrekt, gerade bei der Welle die durch die USA schwappt sind alles mit Nativ Americans was Rot, Skalp oder ähnliches zu tun hat auch Tabu.

  3. Bei deren einseitig ausgerichteten Programmen wundert mich das nicht

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