Musikmarkt 2014: Downloads gehen zurück, Streaming boomt, ebenso Vinyl

Digitale Downloads gingen 2014 stark zurück, das bringen Zahlen von Nielsen SoundScan für die USA hervor. Insgesamt wurden in den USA 2014 257 Millionen Alben verkauft, 106,5 Millionen davon fanden ihren Weg digital zum Käufer. Das entspricht 9 Prozent weniger als 2013. Bei einzelnen Songs gingen die Downloads noch stärker zurück. Ein Minus von 12 Prozent wird hier verzeichnet, von 1,26 Milliarden auf 1,1 Milliarden Downloads.

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Heimlicher Gewinner ist allerdings die Schallplatte. 9,2 Millionen Stück wurden 2014 verkauft, die höchste Anzahl seitdem die Verkäufe getrackt werden (1991). Im Vergleich zum Vorjahr wurden 52 Prozent mehr der nostalgischen Musikdatenträger an den Mann gebracht. Diese Steigerung wird nur noch von den Streaming-Diensten übertroffen, die 2014 54 Prozent mehr Musik auslieferten als noch 2013. 164 Milliarden Songs wurden 2014 in den USA gestreamt. Setzt man den branchenüblichen Maßstab an und wertet 1.500 Streams für 10 Downloads, stellt sich heraus, dass 2014 in etwa genauso viel Musik konsumiert wurde wie 2013.

(Quelle: WSJ)

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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29 Kommentare

  1. @maddin 2

    Ich hab dieses Jahr mp3 record pools für mich endeckt. Man bekommt für ca. 20 Euro (variiert) im monat zugriff auf eine recht große Mp3 libary. http://www.djbooth.net/index/dj-equipment/entry/best-5-dj-record-pools-of-2014

  2. Funfact Schallplatte: Es gibt keine neuen Schallplattenpressmaschinen und die Presswerke sind alle komplett ausgelastet mit dem Vinyl Boom. Gut für die aber das führt dann zu Überlastung (und Verzögerungen) vor den unsinnigen Record-Store-Days bei denen Majorlabels die X-te auf 5000 Stück limitierte und remasterte Rolling-Stones Vinyl-Box auf den Markt werfen. Die Schallplatte wird sicher kein Mainstream mehr, aber als „Musikwertschätzung“ immer wichtiger.
    Ich mag MP3’s und ich mag gut gestaltete Verpackungen, werde aber weder bei Kassetten noch Schallplatten nostalgisch. Wixxer hat recht mit dem was er sagt. Das Medium ist für die Musik selbst nicht entscheidend.
    Wichtig ist auch, wie jemand anderes hier erwähnte, kuratiertes Radio. Ein DJ der mit seinem Wissen Musik aneinanderreiht, weil er Zusammenhänge erkennt, die kein Algorithmus kennen kann. (Zeitgeschichtliche, Künstlerische etc). All die Musikempfehlungsservices (X hörte The Doors also gefällt dir auch Bob Marley) sind ermütend und kommen nach kurzer Zeit mit nix neuem mehr. Oder wenn dann ist es Schrott den man schon kennt und nicht hören will.

    Ich kaufe MP3 bei bandcamp, weil es da direkt an die Künstler geht. (Auch wenn es aufgrund der neuen EU Regelung für Mwst. des Empfängerlandes auf Downloads dort Änderungen geben wird (Wie auch immer der Stand da jetzt ist))

  3. Frage mich jetzt bei der Wachstumsrate von Vinyl nur, warum die Musikindustrie diese Technik nicht für sich nutzt.
    Da wird’s doch dem Raubpiratentum mal so richtig schwer gemacht. Und das sogar ohne Lizenzgebühren an die Entwickler irgend welcher schlechten DRM-Systeme zahlen zu müssen. Oder gar noch schlechtere Systeme selbst entwickeln und finanzieren zu müssen.

    Und am Verkauf von Leer-MCs verdienen (mal wieder bis auf die Musiker) doch dann auch wieder alle prächtig mit.

    Den Typen auf den Geldbergen kann man es als nerviger Verbraucher, der auch noch was für sein Geld haben möchte, scheinbar nicht recht machen.

    😉

  4. ich würde eher sagen Streaming nimmt zu, da MP3s mittlerweile überall 1.29 Euro pro Lied Kosten.. Egal ob Amazon iTunes Google

  5. @Matze
    Nein, wenn ich dafür zahlen muss, dann reicht mir komprimierter Kram nicht. Dann muss es verlustfrei sein. Es gibt eben ein paar wenige gute Platten oder Songs, die möchte ich in der möglichst besten Qualität hören, und bei guten Aufnahmen merkt man eben den Unterschied zwischen Lossy und Lossless. Internet Radiostreams abgesehen vom bereits genannten Grund kosten mich – in der Regel – nichts und wie maddin 2 weiter oben so treffend schreibt, man wird überrascht. Und die Fülle an Stationen und Richtungen ist einfach heftig. Sowas würde ich mir fürs Auto wünschen.

  6. @ Schneemädchen
    „geht was kaputt hat man immernoch die cd!“
    Tolles Argument. 😀
    Bei einem Streaming-Anbieter kann schonmal nichts kaputt gehen und selbst bei iTunes und Konsorten hat man oft die Möglichkeit, MP3s nachträglich nochmal herunterzuladen.
    Ganz paranoide Zeitgenossen können sich auch noch 3 Backups auf verschiedene Cloud-Dienste in unterschiedlichen Kontinenten ziehen.
    Geht mit einer CD alles nicht. 😉

  7. @jOhn
    danke, sehr nett. aber ich bin seit 1986 dj und kenne mich mit pools schon sehr gut aus. dein tipp ist auch klasse. von pools bin ich lange weg, da sie kaum meinen style haben und ich mich deswegen zu 95% mit anderem quatsch rumschlagen muss.
    für den „normalo“ dj ist das allerdings immer eine gute wahl.

    aaaaber: man kann ja nun professionell gestreamte musik mixen 😉
    *ironie off*

  8. Lord Petrus Steele says:

    Ich liebe Vinyl. Mein Tipp – Technics SL1200 (gibt’s nur gebraucht), Ortofon 2M red oder blue als Tonabnehmer und als Phono-Vorverstärker einen Musical fidelity v90.

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