Memorigi: ToDo-App für Android

Wunderlist wird in absehbarer Zukunft eingestellt. Microsoft To-Do dafür das Ruder übernehmen. Microsoft To-Do hört sich erst einmal wie eine gute Lösung an. Kostenlos und bald auf allen Plattformen. Der jetzige Zustand ist allerdings eher ein „zwei Schritte zurück“. Microsoft To-Do kann nichts, außer die rudimentären Funktionen. Kein Teilen von Listen, keine separate Anzeige überfälliger Aufgaben in einer speziellen Ansicht wie bei Wunderlist.

Natürlich habe ich die Software zum Selbsttest installiert, ein Mehrwert ist allerdings nicht vorhanden. Aber man muss ja beobachten – und schauen was da kommt. Natürlich hatten wir hier auch schon 100 andere Apps im Test – oder haben uns diese wenigstens kurz angeschaut –  Tasks4Life für iOS2DoTodoistAny.doClearMirakel (keine Entwicklung mehr), TickTickPocket Lists (keine Entwicklung mehr), Things für macOS & iOS, meistertaskaCalendar + Tasks – und natürlich kann Google Notizen auch Listen oder Erinnerungen, Evernote auch – und es gibt noch Trello, Remember the milk, Anylist, Habitica oder aber GTDNext.

Alles Apps mit diversen Funktionen und auf unterschiedlichen Plattformen. Über meine Voraussetzungen an eine ToDo-App schrieb ich bereits oft – und auch wenn Memorigi sie nicht erfüllt, werde ich natürlich auf die App hinweisen. Viele Menschen – unterschiedliche Ansprüche.

Memorigi ist eine ToDo-App, die es schon länger gibt. Bald kommt die Version 2, die ich mir in der Beta aus eigenem Interesse angeschaut habe. Memorigi ist auf der Android-Plattform daheim, irgendwann wird es eine Web-Variante geben. Mehr kann man noch nicht mitteilen. Das beschränkt den Einsatzbereich natürlich für viele. Des Weiteren ist Memorigi eine Einzellösung, man kann also nicht mit mehreren Personen an Listen arbeiten.

Memorigi 2.0 wird, wenn es denn erscheint, in einer Plus- und in einer Premium-Variante zu haben sein. Die Unterschiede der englischsprachigen App hier einmal in der Bildübersicht – da fallen dann auch schon ganz viele Beschreibungserklärungen für mich raus, weil es der Screen zeigt:

Kauft man Premium als Einmalzahlung, so kostet es 13 Euro pro Jahr, ansonsten werden monatlich 1,59 Euro fällig. Die Plus-Version ist für Einmalzahler, sie kostet 4,29 Euro. Die neue Version macht auf mich einen guten Eindruck. Der Nutzer kann seine Listen aus einer Vielzahl von Symbolen anpassen und auch die Oberfläche wurde von Grund auf neu gestaltet. Aufgaben lassen sich so schnell in mehrere Listen werfen, generell ist das Erstellen von Listen und das Verwalten von Aufgaben richtig gut in der Version 2.0 gelöst. Die Ansicht der Startseite lässt sich anpassen, so kann man sich Inhalte von Listen visualisieren lassen – oder man lässt eine Zeitleiste erstellen. Die ist nützlich, wenn man viele Aufgaben auf Termin hat.

Ansonsten die Neuerungen der Version 2.0, Stand jetzt, in der Beta? Android-Shortcuts. Aufgaben schnell über das App-Icon anlegen. Die eben erwähnte Start-Ansicht mit den Inhalten mehrere Listen und der Möglichkeit, diese per Bulk Action anzupassen. Des Weiteren finden Nutzer viele Möglichkeiten der Steuerung vor – Gesten, Gesten und noch einmal Gesten. Nutzer können sich auch kommenden Aufgaben laut vorlesen lassen und wer mag, der kann sich auch eine tägliche Zusammenfassung über am Zieltag anliegende Aufgaben anzeigen lassen.

Ich persönlich hätte mir die App sicherlich noch genauer angeschaut, würde sie besser auf meine Ansprüche zugeschnitten sein. Das ist sie aber nicht, da ich mit Menschen zusammenarbeiten, eine App auch auf diversen Plattformen nutzen möchte. Wenn aus Wunderlist, bzw. Microsoft To-Do nichts wird, dann muss auch ich umdenken, denn unser Team im Blog setzt derzeit auf Wunderlist. Dann wird es wohl Todoist. Kostet zwar eine Ecke mehr, aber ist ja eine berufliche Ausgabe.

Falls ihr Einzelkämpfer seid und mit den ganzen hier im Blog vorgestellten Lösungen unzufrieden, dann ist vielleicht Memorigi was für euch. Der Entwickler gibt via Google+ gelegentlich Beta-Einladungen her.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

12 Kommentare

  1. Blackbird1997 says:

    Bin absolut kein Fan von Abos. Lieber einmalig eine Zahlung für die pro Version

  2. Abo = Geldmaschine

  3. @Caschy, ist dein RSS-Feed kaputt? In Feedly kommt seit gestern nichts mehr von dir an.

  4. hier läuft feedly

  5. Chris_HN says:

    Ich sehe das ähnlich. Ein Abo für Netflix hier, für Sky dort das Fitnesstudio für nen Fuffi muss auch noch sein. Dann noch Office und irgendwelcher Cloudspeicher hinzu. Und Spotify oder Musikdienste will man auch noch haben…. Ach ja… und dann noch die eine oder andere App per Abo….
    Der Handyvertrag mit > 30 Euro im Monat etc…. Aber es ist ja „in“ – „was die Anderen haben, will ich auch“ – Gruppenzwang sei dank. Über die Preiserhöhungen der Abos rede ich mal noch gar nicht.

    Und man wundert sich, weshalb so viele Leute so viele Außenstände haben. Da sind doch ruck-zuck 100 Euro im Monat weg – nur für irgendwelche Abos. Wie sollen unser Kiddies da lernen, die Übersicht über ihre Ausgaben zu wahren und mit Geld umzugehen?
    Und irgendwann kommt dann Peter Zwegat.

    Ich persönlich halte von den Abo-Modellen gar nichts. Im Gegenteil- sobald irgendwas als „Abo“ gekennzeichnet ist, ist das für mich keine Option mehr. Quasi ein „k.O.“- Kriterium.

    Mag sein, dass der Eine oder Andere hier anders denkt. Aber entweder ich habe die Kohle und zahle das cash – oder ich lasse es eben bleiben. Oder andersrum: Der Anbieter macht einen angemessenen Einmalpreis.

    Spotify? Sky? Netflix? Danke. Mein Handy ist seit langem Prepaid. Wie gesagt – ist nur meine Meinung….

  6. Mich nervt auch ein Abo. Kann aber verstehen, dass Entwickler damit arbeiten. Denn bei den meisten Abos steht ein monatlicher Service dahinter. Eine App mit Abo hat in der Regel eine längere Lebenszeit oder ist dafür ausgelegt. Und nach x Monaten lassen die Käufe nach, aber User sind so viele wie nie. Das wird schwer auf Dauer zu finanzieren…

    Zurück zum Beitrag : Toodledo ist mein Favorit und wäre ein Blick wert. Habe noch nichts gefunden was an die Funktionalität ran reicht…

  7. Constantin says:

    Hmm, ich bin von Eurer Einstellung überrascht… Wäre es euch lieber, pro Benutzung zu zahlen (1 neue Aufgabe = 2 Cent, eine sich-wiederholende Aufgabe = pro Wiederholung 2 Cent) oder einmalig 20 Euro pro App (nach angemessenem Testzeitraum)?

    Letztendlich müssen die Entwickler die Server zahlen, die 24×7 zur Verfügung stehen, sie müssen den Shit Storm aushalten, wenn die App wg. eines Wartungsfensters mal für drei Stunden nicht synchronisiert und natürlich kommen dazu die eigenen Lebenserhaltungskosten. Klar geht das auch mit einmaligen Zahlungen im drei Euro Bereich, und sicherlich gibt es auch Entwickler, die sich eine goldene Nase verdienen, aber ich bin gerne bereit, für einen Dienst, den ich täglich nutze auch einen Obolus zu entrichten. Sonst braucht man sich auch nicht wundern, wenn der Dienst irgendwann die Segel streicht oder nicht weiterentwickelt wird.

    Klar, die Alternative wäre noch Werbung, so wie es Facebook und Twitter bei ihren Diensten macht… Aber auch hier würde ich für den Service monatlich zahlen, wenn ich dafür auf die Werbung und die Verwendung meiner Daten verzichten könnte.

    Ich meine, wir sprechen hier über Jahrespreisen von bis zu 20-30 Euro… Das ist vielleicht ein Kinobesuch am Samstag Abend. Ich sage nicht, das der Kinopreis korrekt ist, aber im Vergleich dazu ein Jahr lang entspanntes Aufgaben erhalten? Warum denn nicht? 😉

  8. Till Bormann says:

    Persönlich favorisiere ich Nozbe, vor allem wegen der Integration mit Evernote, gDrive, Kalender u.s.w.

  9. @Constantin,
    das Problem ist, das es einfach viel zu viel gibt und die somit langfristig kasse machen. Die haben derzeit „nur“ 794 User, angenommen alle zahlen monatlich 1,59€, dann hat der Entwickler seine 1262€ im Monat sicher, auch ein BGE wenn man so will 😉 Ich könnte davon also gut leben. Nehmen wir weiter an, das die App 2000 user auf der Welt erreichen kann, dann hat er 3000€! bei solchen summen, würde mich es schon stören viel geld zu zahlen, daher liegt bei mir die schwelle niedriger, wenn ich nur 0,99€ oder 0,50€ zahle, da es nicht viel ist, der Entwickler ein sicheres einkommen hat und er nur mehr leute braucht die es nutzen.

  10. @petrk94 Du bist ja putzig. Von so einem monatlichen 1,59€-Abonnement gehen 19% MwSt an den Staat, bei In-App-Purchase dann nochmal 30% an Apple/Google, schwups bist Du bei ca 0,90€ pro zahlenden Nutzer, was bei Deinen 1262€ 1402 monatliche Nutzer erfordert, analog bei den anderen Angeboten.

  11. @schumi1331
    ok, hast mich erwischt, habe daran gar nicht gedacht, gut, MwSt. ist Länderabhängig, aber Googles Provision habe ich ganz vergessen :/

  12. Constantin says:

    @petrk94 und schumi1331:
    Ja, leider wollen alle mitverdienen … Und natürlich kann so eine App auch schnell viel Geld generieren. Ich kenn mich nun nicht mehr so gut aus, aber ich denke, ein High Availability Cluster mit mehreren Kernen, mind. 4-8 GB RAM kostet auch etwas Geld. Soll ja performant sein. USV und Backups dazu, die auch regelmäßig getestet werden… Eine Staging oder Testumgebung gleicher Größe, damit man nicht am offenen Herzen operiert und das Teil muss sicher sein, also wäre es gut, mal einen Penetration Test machen zu lassen (wobei das leider immer noch die Ausnahme ist). Meistens sitzt ein Team an einer App, kein einzelner Programmierer. Dazu noch ein dedizierten Webserver für Forum, Bugtracker, Featurerequests. Da kann ich schon verstehen, warum man als Entwickler eher zum Abomodell tendiert. Anders ist es bei Apps wie Poweramp oder MX Player. Auch dort wird getestet, entwickelt und auf die Kunden gehört. Aber wenn die App einmal entwickelt ist, hat man als Entwickler wesentlich weniger monatliche Kosten.

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