LG Display investiert 8,7 Mrd. US-Dollar in neue OLED-Fabrik

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Der südkoreanische Hersteller LG Display treibt die Fertigung von OLEDs (Organic Light-Emitting Diode) stark voran: Ca. 8,7 Mrd. US-Dollar investiert der Hersteller in eine neue Fabrik, in welcher OLED-Panels entstehen sollen. Das Werk soll unter dem Namen P10 firmieren und in Paju liegen. Erfreulicherweise sollen dort nicht nur OLED-Panels für Smartphones entstehen, sondern auch für größere Bildschirme – wie etwa an Fernsehern. Auch biegsame bzw. flexible Displays sollen dort in Zukunft in die Fertigung gehen.

Als Plasma-Fan warte ich nach dem Exitus der Technik immer noch darauf, dass OLED-TVs sich endlich als Nachfolger am Markt etablieren. Das wäre mir persönlich sogar deutlich wichtiger, als die Etablierung von Ultra HD. So bin ich einfach verwöhnt vom Schwarzwert meines Plasmas und ziehe meinen Panasonic Viera 65VT50 immer noch dem Gros vergleichbarer LCDs aus dem gehobenen Segment vor. Bei einem preislich erschwinglichen OLED-TV mit Ultra HD wäre ich aber sicherlich dabei.

Noch krankt die OLED-Adoption aber daran, dass die großen Displays schlichtweg zu teuer sind und weiterhin Probleme mit der Langlebigkeit haben. Vielleicht ändert sich das, wenn LG und Samsung die Entwicklung deutlicher vorantreiben. Die Investition in das neue Werk zeigt, dass LG Display hier offenbar Potential für die Zukunft sieht. Leider wird die Produktion dort aber erst in der ersten Jahreshälfte 2018 anlaufen – wenn alles glattgeht.

lg oled

Angeblich stecke hinter dem Bau des neuen Werkes auch, dass Apple laut Gerüchten für kommende iPhones auf OLED-Technik von LG Display setzen wolle. Ob an jenen Meldungen etwas dran ist, ist aber offen. Sowohl LG  Display als auch Apple enthalten sich zu diesem Thema eines Kommentares. Damit steht nur fest, dass LG Display weiterhin Interesse an OLEDs hegt und die seit Jahren nur eine Nische im TV-Markt besetzende Technik vorantreiben will. Tja, nun darf dann auch ich wieder auf meinen Traum-TV mit OLED Technik, Ultra HD mit HDR und 60p sowie erweitertem Farbraum zum erschwinglichen Preis (natürlich) hoffen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

5 Kommentare

  1. NI ็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็็ says:

    „Tja, nun darf dann auch ich wieder auf meinen Traum-TV mit OLED Technik, Ultra HD mit HDR und 60p sowie erweitertem Farbraum zum erschwinglichen Preis (natürlich) hoffen“

    Kann dir da voll zustimmen, habe aktuell einen Beamer der mich nur noch nervt und würde gerne auf einen TV ≥65″ setzen… da muss man dann wieder Abstriche machen. Ein TV der alles hat ist völlig überteuert, wenn der Preis stimmt ist die Technik wieder Faul (Meckern auf hohen Niveau).
    Von mir aus dürfen die auch schneller Machen 😛

  2. Brauner Bär says:

    Naja, bis ein akzeptabeles Modell ab 60 Zoll für 1000€ erhältlich sein wird, dauert es bestimmt noch 5 Jahre..

  3. André Westphal says:

    @Brauner Bär na ich würde schon zwischen 2000 bis 3000 ausgeben – da lag mein Panasonic 65Vt50 damals auch. Aber bei Ultra HD würde ich natürlich auch gern größer gehen, damit ich von der Auflösung was habe :-D.

  4. Bis 3.000,-€?!
    Dafür sitze ich zu wenig davor. Klar ist ein gutes Panel nicht zu verachten, aber nur für erstklassige Schwarzwerte und sonstige überdurchschnittliche Bildqualität wäre mir das zu viel. Ich sitze da vielleicht vier Stunden im Monat zum Filme gucken vor dem Fernseher. Und 4K macht für mich erst Sinn, wenn ich das zumindest durchweg auf Blu-ray vorfinde. Auf 3D kann ich daheim komplett verzichten. Das finde ich nur im Kino wirklich toll.

  5. @ican für 4 Stunden im Monat lohnt sich ja kein TV