Leap Motion: 3D-Steuerung per Handwisch

Großartiges Gadget bei Google+ gefunden, von dem ich aber irgendwie nicht glaube, dass es so butterweich funktionieren würde, wie im gleich folgenden Video. Leap Motion ist eine berührungslose 3D-Steuerung, gesteuert wird quasi per Handwisch wie im Film Minority Report.

Der kleine Kasten, in der Größe eines iPods, wird dabei vor dem Monitor platziert und per USB mit dem PC verbunden. Im Video sieht das ziemlich Mac-mäßig aus, aber in Sekunde 7 kann man ganz gut eine Windows Taskbar erkennen. Leap Motion erzeugt einen Raum, der abgetatstet wird – in diesem Falle die Bewegungen eurer Hände, die 1:1 so übersetzt werden.

Laut Webseite soll man Leap Motion für knapp 70 Euro vorbestellen können, auch Entwickler sind aufgerufen, ihre Produkte für Leap Motion anzupassen. 20.000 Entwickler-Kits gibt man „für lau“ raus.

Der Spaß ist so genau, ich behaupte einmal, dass man sowohl die Wii als auch die Kinect-Lösung locker in die Schranken weist. Wann soll Leap Motion zu haben sein?

Angeblich Anfang nächsten Jahres schlägt der private Minority Report im Handel auf. Wenn das tatsächlich so funktioniert, wie im Video zu sehen, dann sage ich: Gekauft! Aber wer weiss – vielleicht ist es auch nur ein gelungener Marketing-Gag.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Das Beste daran: ohne Tom Cruise.

  2. coriandreas says:

    Ob Fake oder nicht. Meinetwegen würde ich es morgen schon kaufen wollen. Mir kann die Entwicklung nicht schnell genug gehen. Ich feiere dann den Tag, wo ich weder Tastatur, Maus noch Touchflächen brauche, um Benutzereingaben zu machen, also: was die Elektronik machen soll, was ich will, und zwar direkt und ohne Umwege!

  3. Hm finde ich auch zu schön um wahr zu sein. Nur schon der Preis. Der „Neural Impulse Actuator“ von OCZ kostet 100€ (und funktioniert nicht richtig), die Kinect 200€ – wie soll diese geniale Box dann so günstig sein?

  4. Es könnte doch auch ein Zusammenspiel zwischen dem Kästchen und der im Apple Monitor verbauten Webcam sein.

  5. Also ich würde es nicht gleich als Fake abstempeln. Zu dem Argument, dass der Sensor den Handrücken nicht abtasten kann, würde ich sagen, dass es stimmt. Aber man man braucht ihn auch nicht für die Bewegungssteuerung. Und die 3D Darstellung der Hand auf dem Display kann man mit etwas anatomischen Kenntnissen aus der Fingerposition ableiten.
    Zum Preis: Es gibt bisher keine Informationen über die Technik, die da drinnen steckt. Aber wenn es sich nur um Sensoren handelt, halte ich den Preis für realistisch. In KINECT steckt mehr Technik. Das Ding hat einen eigenen Prozessor. Wenn Leap natürlich keinen eigenen besitzt, heißt, dass die Berechnung auf die CPU ausgelagert wird. Sehe ich etwas kritisch, da Real Time Video Analyse sehr rechenintensiv ist und somit viel Ressourcen in Anspruch nimmt.
    Zum Argument, dass die Abtastrate viel zu hoch sei: Die einzige Anwendung aus dem Video, die eine genaue Abtastrate benötigt, ist das Schreiben und hier wird ein Bleistift verwendet. Könnte mir vorstellen, dass es leichter ist einen Bleistift zu erkennen als Finger.

    Ich sehe das Ganze aber doch etwas skeptisch. Aber ich fände es cool, wenn es wirklich so funktionieren würde.

  6. bin mal gespannt, wann so ein Teil standardmäßig in Notebooks (bzw demnächst ja sicher Ultrabooks) zum Einsatz kommt. Und außerdem ob es wirklich so fantastisch sensibel funktioniert wie im Video zu sehen ist (Schrifterkennnung auf <1cm)
    Da würd ich echt gerne mal zitieren „Shut Up and Take My Money“

  7. Ich habe ebenfalls über dieses Produkt geschrieben, bin aber nicht ganz überzeugt ob es überhaupt möglich ist das intuitive und vor allem schnelle Arbeiten an einer Computertastatur effizient auf Touchscreen oder mit dem Leap Motion umzusetzen!

    http://blog.farin.ch/?p=328

  8. Der linke kleine Finger ist im ersten Bild dieses Beitrags nicht synchron des angezeigten. Die Spreizung des kleinen Fingers ist im Monitor größer.

  9. Also die Funktionsweise kann man sich auf verschiedenste Weise vorstellen. Aber ich glaube, dass das einfach nur eine Projektion der Hand an die Decke ist oder so. Also in dem kleinen Gehäuse müssten einfach sehr helle infrarot LEDs quasi sehr schnell blinken (jeweils nacheinander). Durch die Position der LEDs in dem Gehäuse würde ein Stift oder ein Finger jeweils einen etwas versetzen Schatten an die Decke werfen. Dadurch, dass der Schatten weit weg von der Lichtquelle und dem Finger wäre, würde er sich auch viel mehr bewegen, selbst wenn man nur ganz kleine Bewegungen macht. Objekte die höher sind, haben Schatten die dichter zusammen liegen. Objekte die niedriger sind, entsprechend weiter auseinander. Nun braucht man noch eine WebCam, die diese Schatten verfolgt (60fps reicht aus, bei 6 LEDs hätte man 10 Positionen pro Sekunde!). Eine Software müsste dann aus den Schatten einfach die Position der Objekte ausrechnen. Die Konturen hätte man auch sofort. Naja… irgendwann ist es auf dem Markt, dann wissen wir alle, wie es funktioniert.

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