Inboxit: Android-App beerbt Googles Save to Inbox-Feature

Inbox wird zum März des kommenden Jahres eingestellt, daran lässt sich nun nichts mehr ändern. Zahlreiche Anhänger des Dienstes zeigten sich nicht sonderlich glücklich über Googles Entscheidung, auch wenn man versprach, dass Gmail nachträglich mit einigen der beliebtesten Inbox-Funktionen versorgt werden soll. Einen Ersatz für das Feature „Save to Inbox“ gibt es allerdings nicht, zumindest ist nichts dergleichen angekündigt.

Eine Android-App namens Inboxit möchte sich genau dieses Problems annehmen. Der Entwickler dahinter, Sagi Lowenhardt, ist ein großer Fan der Möglichkeit, Artikel oder auch Medieninhalte direkt an den eigenen Posteingang weiterzuleiten, um diesen als Read-Later-Ort zweckentfremden zu können. Genau diesen Service bietet euch nun Inboxit, das sich nach der Installation im Teilen-Dialog eures Android-Phones einnistet und dann auf Wunsch Webseiten, Artikel oder auch Bilder- und Videoinhalte für euch in eurem Posteingang als vermeintliche Mail hinterlegt.

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Video-Link: https://youtu.be/9UJpWKzhO-0

Doch auch Erinnerungen lassen sich innerhalb der App erstellen. Hierzu wählt ihr in Inboxit oben rechts das Menü und tippt dort auf „New Reminder“. Anschließend gebt ihr der Erinnerung einen Titel und optional zusätzliche Informationen. Für mich ist das allerdings eher ein nettes Feature nebenbei, mehr dann aber auch nicht. Update: Wie mich der Entwickler Sagi nun per Mail informierte, lassen sich Erinnerungen nicht nur auf dem oben beschriebenen Weg erstellen, sondern auch per Shortcut über das App-Icon und ebenso über ein dediziertes Widget. Dies war mir beim Ausprobieren tatsächlich entgangen.

Inboxit selbst ist kostenlos, es gibt aber auch die Option, eine Premiumlizenz für 0,99 € zu erwerben. Diese lässt euch dann zusätzliche Konten zum Teilen einrichten, die Betreff-Zeile der zu erstellenden „Mails“ ändern oder auch eure Gmail-Labels anwenden. Zum reinen Speichern von Inhalten und Co. reicht aber locker die kostenlose Version, die immerhin auch ohne Werbung auskommt.

via XDA

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. Hat jemand einen Tip für eine Chrome Erweiterung die das selbe macht?

  2. Man kann es nur nutzen, nachdem man sich mit seinem Google-Account eingeloggt hat?
    Warum das?

    • Ist die Frage ernsthaft gemeint?
      Wie soll denn sonst die Zuordnung zu Deiner Inbox und damit Deinem Account stattfinden?

      • Don’t feed the trolls!

        • Es war wohl noch zu früh für meinen Troll Detektor :).

          • Es war nicht meine Absicht zu trollen, ich hatte die Frage ernst gemeint. Vielleicht habe ich nur die Funktion der App nicht verstanden:

            Ich sehe das so, dass man die App installiert und eine Mailadresse einträgt, an die der Link der Seite geschickt wird. Der Versand könnte dann entweder über eine externe Seite laufen oder über meinen eigenen Mailaccount; der müsste doch aber nicht zwingend bei Google liegen?

            • Doch es muss zwingend über Deinen Account laufen weil das Tool bzw. die Funktion so funktioniert, dass er Dir den Link eben direkt in Deiner Inbox/Google Mail hinterlegt.

  3. Connectivityyyyy says:

    Ich bin ehrlich gesagt froh über die Entscheidung.
    Eine Zeit lang dachte ich, bald war es das mit GMail und Inbox wird das neue GMail.
    Gott sei dank ist das anders geworden. Auch wenn es mir um die Inbox-Fans leid tut.

  4. Was ist der unterschied zu Pocket?
    Da kann ich doch auch bequem alles hin teilen und dann später lesen?

    • Aus meiner Sicht: in Inbox habe ich halt regelmäßig reingeschaut und wurde dann direkt wieder daran erinnert. Ich könnte ja auch z. B. nach Evernote teilen, nur…da schaue ich halt nicht so regelmäßig rein.

      Ohne Chromeerweiterung macht das für mich allerdings auch keinen Sinn, weil ich tatsächlich noch mehr am Rechner surfe als am Smartphone…

  5. Witzig. Apps, die über das Teilen-Menü konfigurierbare Mails an einen selbst schicken (nicht nur Gmail), gibt es schon seit vielen, vielen Jahren so einige, teils schon leider wieder verschwunden. Es gibt auch eine App, die komplett die Notizverwaltung in Gmail macht (GNotes). Gibt aber immer weniger Interesse an sowas.
    Jetzt auf einmal ist das modern und kommt wieder 🙂

  6. Ich habe die Funktion gerne genutzt, werde sie mir aber nicht mit irgendwelchen Erweiterungen nachrüsten, das ist einfach zu unpraktisch und fehleranfällig.

    Mittlerweile bin ich dazu übergegangen Todo Listen, oder Dinge die ich später lesen will etc. in einer eigenen Liste in Microsoft ToDo zu hinterlegen, die App ist wirklich gut.

  7. Danke für den Artikel!
    Klingt wirklich gut, auch die Möglichkeit es als „Read it Later“ Funktion einzusetzen.

    Werde es definitiv testen!

  8. Krass, hab das mit Inbox erst jetzt durch den Artikel mitbekommen, schade! Ich nutze eigentlich nur Inbox.
    Hab gerade Mal bei Gmail reingeschaut. Werden dort denn nicht E-Mails automatisch gruppiert bzw. Gibt es dieses Inbox Feature (noch) nicht? Das war mein Hauptgrund für Inbox, Käufe, Werbung und Benachrichtigungen von normalen E-Mails getrennt…

  9. „zweckentfremden“ klingt nach Müll und ist Müll … wieso nutzt man dafür nicht die Tasks???

  10. Kennt jemand eine App mit ähnlicher Funktion für iOS?

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