Google: Neue APIs sollen Kommunikation zwischen Geräten und Bluetooth Beacons vereinfachen

Als Apple 2011 Mac OS X 10.7 Lion präsentierte, war eines der interessantesten neuen Features zweifelsohne AirDrop. AirDrop kann genutzt werden, um Dateien mithilfe von Bluetooth und WLAN an andere Macs in der Umgebung zu senden. Im Herbst 2014 zog Apple schließlich mit iOS nach und ermöglichte so das Hin- und Hersenden von Dateien zwischen iOS-Geräten und auch zwischen Macs und iOS-Geräten.

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Heute präsentiert Google eine eigene Version einer solchen Technologie mit der Nearby API. Diese wird Entwicklern für iOS und Android zur Seite gestellt, um sie in ihre Apps einzubauen und so das Tauschen von Daten zwischen nahegelegenen Geräten zu ermöglichen. Dabei hat Google nicht explizit das Austauschen von Bildern oder Audiodateien im Blick, sondern tiefergehend im interaktiven Sinne.

So können Nutzer der App Edjing ihre Tracklists an Menschen in der näheren Umgebung teilen, die dann wiederum Up- oder Downvotes vergeben können. Trello setzt ebenfalls bereits Nearby ein, sodass Aufgaben oder ganze Task-Boards an Arbeitskollegen und Freunde in der Nähe geteilt werden können. Als weitere Partner wurden zudem noch Pocket Casts und Trulia zum Start genannt.

Die Technologie hinter Nearby ist so gesehen gar nicht so neu von Google, da sie bereits im Chromecast Gastmodus oder in der „Spieler in der Nähe“-Sektion bei Google Play Games vorzufinden war. Entwickler erhalten daher lediglich offiziellen Zugriff auf die API für iOS und Android-Geräte (ab Gingerbread) für den Einbau.

Alle anderen Nutzer werden spätestens mit dem veröffentlichen der Google Play Services 7.8 in der Lage sein, die Funktionalität von Nearby nutzen zu können, sofern App-Entwickler diese verbaut haben.

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Doch Entwickler bekommen noch weitere Features von Google zur Seite gestellt, denn nebst der Nearby API präsentiert Google eine eigene Open Source Lösung für BLE Beacons namens „Eddystone“.

Beacons sind kleine Bluetooth Low Energy (BLE) Geräte, die beispielsweise an öffentlichen Plätzen, Restaurants oder im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden können, um dem Nutzer genauere Informationen zum Standort geben zu können. Dabei sendet das Gerät ein signiertes Signal, das in einer jeweiligen App aktuelle Daten zum Speiseplan oder Fahrpläne in Echtzeit ausgibt.

Wobei mit dem Launch von Eddystone nicht einmal mehr eine dedizierte App mehr vorhanden sein muss, denn sofern ein Beacon auf Eddystone als „Sprache“ setzt, kann er – dank des Physical Web Projects – auch beispielsweise URLs an die umliegenden Geräte aussenden, hinter denen sich nähere Informationen zum Standort befinden.

Eddystone besitzt laut Google vor allem den Vorteil, dass die Sprache Crossplattform-fähig ist, sodass nicht nur Android und iOS-Geräte damit kommunizieren können, sondern im Grunde jedes Smart-OS, welches BLE Beacons unterstützt. Eddystone ist zudem auf GitHub unter der Open-Source Apache v2.0 Lizenz erhältlich.

Und auch Google setzt selbstverständlich auf Eddystone bei den eigenen Produkten. So unterstützt Google Maps bereits auf Beacon basierende Benachrichtigungen im öffentlichen Nahverkehr – auch wenn aktuell nur Bewohner von Portland, USA davon gebrauch machen können. Doch bald will Google das ganze Ausweiten und auch Google Now soll bald Kontextinformationen verarbeiten und entsprechende Cards zu Standorten aufrufen können.

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Ein Kommentar

  1. Gerade das mit den Beacon klingt ja interessant.
    Wenn ich also eine Cocktailbar habe, kann ich diese Dinger da anbringen und die verteilen dann im Umkreis des Ladens per Bluetooth die Getränkekarte und/oder andere Infos zum Laden? Reservierungen für Tische etc?
    Allein deshalb wäre es schon cool, eine Cocktailbar zu eröffnen. 😀

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