„Find my Phone“: Kurzfilm zeigt die Reise eines gestohlenen Smartphones

find-my-phone-artikelbild(Update 9.1.2017: Wir haben das auf Deutsch übersetzte Video auch einmal eingebunden!)Passieren kann es jedem von uns: Das Smartphone wird gestohlen. Dabei ist nicht nur der Verlust der Hardware ein Schlag in die Magengrube, plötzlich kommt ein Unbekannter womöglich an unzählige, persönliche Daten heran. Je nachdem, wie gut das Gerät gesichert wurde, durchstöbert ein Fremder eventuell private Schnappschüsse, das Amazon-Konto oder die Kontaktliste. Über diese Erfahrung drehte der Student Anthony van der Meer einen Kurzfilm. Nachdem ihm tatsächlich sein Smartphone gestohlen wurde, ließ er sich ein zweites Gerät bewusst entwenden – präparierte es aber zuvor, damit er weiterhin Zugriff auf die Kamera und die Daten behielt. Auf diese Weise lernte er den Dieb des Geräts etwas kennen.

So konnte van der Meer etwa die Messages des Diebes lesen und über die Kamera und Lautsprecher teilweise Gespräche miterleben. Dabei stellte sich der Student auch die Frage, bis zu welchem Grad man einen Menschen nur über sein Smartphone kennenlernen kann. Denn die gesammelten Eindrücke ließen den Dieb für van der Meer zeitweise fast schon sympathisch erscheinen. So entpuppte sich der Dieb als religiös und durchaus freundlich und hilfsbereit zu seinem eigenen Bekanntenkreis.

Als van der Meer dem Dieb dann allerdings bewusst wieder von Angesicht zu Angesicht entgegentrat, änderten sich die Eindrücke des Filmemachers wieder und er musste einsehen, dass die Daten des Smartphones ihm am Ende doch nur sehr eingeschränkte bzw. gefilterte Informationen geliefert hatten.

Eventuell will der Student auch noch einen zweiten Teil des Kurzfilms anfertigen, denn er hat offenbar immer noch Zugriff auf das gestohlene Gerät. Mittlerweile ist das Smartphone in Rumänien wieder aufgetaucht – gestohlen wurde es ursprünglich in Amsterdam. Natürlich gibt der Kurzfilm „Find My Phone“ dabei nur einen Denkanstoß, der zeigt, dass man seine Daten besser sichern sollte. Allerdings liefert der Film auch interessante Einblicke dazu, wie ein Dritter das Gerät ausspionieren könnte und aus den Daten (möglicherweise falsche) Rückschlüsse zieht. Ich fand den Kurzfilm jedenfalls recht interessant und kann euch empfehlen mal hineinzuschauen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. Cerberus ist nicht mehr im Google Playstore gelistet. Kennt jemand den Grund? Sich einfach ne APK von einer Website zu installieren, erscheint mir zu gefährlich.

    Man braucht einen Account. Kostet der was? Wenn das alles komplett gratis ist und Google die App im Store sperrt, habe ich doch ernsthafte Bedenken, mir so eine Wanze selbst zu installieren.

    Eigentlich die perfekte Idee für einen Geheimdienst: App-Firma zur Tarnung gründen und so eine Software gratis anbieten. Die Leute installieren sich die Wanze selbst und glauben auch noch, das wäre ein Zugewinn an Sicherheit…

  2. @Matze: Cerberus ist doch noch im Google Play Store:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lsdroid.cerberus

  3. ZeroCola89 says:

    Es gibt nun sogar ’ne deutsche Version 😉

    https://www.youtube.com/watch?v=5x7eE7xxmJU&t=144s

  4. Meine Tochter kam morgens zu mir und erwähnte, sie habe ein großes Problem. Sie hat Ihren Sperr-PIN gegen ein richtiges Passwort getauscht. „Das funktioniert nun aber nicht mehr“. Aha. Jedenfalls brauchte sie das Handy an diesem Tag tatsächlich sehr dringend und kam nicht ran. Mit Cerberus konnte ich es jedoch entsperren.

    Ich halte große Stücke auf diese Software. Installiert es sie bei uns auf jedem Smartphone und Tablet.

  5. Sieht für mich ziemlich eindeutig nach einer Werberaktion von Cerberus aus.
    Natürlich wird das Telefon genau dann gestohlen, wenn die Kamera nicht an ist. Ich würde auch gerne wissen, was die „Polizisten“, deren Stimmen im Video zu hören sind dazu sagen, dass deren Konversation erstens aufgenommen und zweitens veröffentlicht wird.

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